Intel stopft 77 Sicherheitslücken mit Microcode-Updates und entdeckt neue Zombieland-Malware

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eigentlich sollte jeder Fachhandel und jede Fachredaktion vor dem Kauf eines Intel warnen . Leider is es das Gegenteil . Intel wird immer noch hoch gelobt .
 
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Das wirklich Skandalöse an der ganzen Geschichte wurde in der PCGH-News nicht erwähnt:

ZombieLoad: Intel-Prozessoren erneut gefaehrdet | futurezone.at
Eine Variante von ZombieLoad geht auch auf den neueren Cascade Lake Prozessoren“, erzählt Gruss im Gespräch mit der futurezone. „Die neuen CPUs waren zum Zeitpunkt unserer Tests noch schwierig zu bekommen und für Privatkunden noch nicht erhältlich. Wir konnten sie aber über Cloud-Provider ausprobieren und haben getestet, ob der Angriff dort auch funktioniert - und das tut er.“ Das war im April - einen Monat, bevor ZombieLoad der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Und einen Monat bevor Intel in einem offiziellen Statement verkündet hatte, dass „neue Prozessoren von dem Problem nicht betroffen“ seien.

Die Forscher konnten dem öffentlich nicht widersprechen, denn sie hatten ein Embargo unterzeichnet, dass dieser Teil ihrer Forschung bis zum 12. November 19.00 Uhr geheim bleiben muss. „Wir haben Intel darüber im April informiert und Intel hat sehr kurzfristig entschieden, dass dieser Teil noch länger unter Embargo bleibt“, sagt Gruss.
Viele Cloud-Hersteller werden deshalb nun sehr wütend auf Intel sein, denn sie haben sich auf Intel verlassen und sich neue Prozessoren gekauft, unter der Annahme, dass diese sicher sind. „Aber viele neue Produkte sind jetzt davon betroffen“, sagt Gruss.

„Uns ist nicht klar, warum das so lange geheim gehalten werden musste. Und es ist ein gutes Beispiel dafür, wo bei Sicherheitsforschung das Dilemma liegt: Einerseits ist klar, dass Intel nicht nach drei Wochen eine Lücke beheben kann, von der sie noch nicht genau wissen, wie sie eigentlich funktioniert. Andererseits müsste man die Geheimhaltung abbrechen, wenn Intel dann empfiehlt, die neuen Prozessoren zu kaufen, weil sie sicher sind“, sagt der Forscher der TU Graz, der die Ergebnisse am Mittwoch in London präsentieren wird.

Lug und Trug, selbst den eigenen Kunden und Partnern gegenüber. Maulkörbe inkl. Strafandrohungen, denn Leuten gegenüber die die Wahrheit veröffentlichen wollen. Wie soll man sowas noch gutheißen/verteidigen/unterstützen? Ist einem das nicht persönlich peinlich für Intel noch in die Bresche zu springen?
 
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77 Sicherheitslücken?:wow:
Und davon weiß man vorher nichts?:hmm:
 
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Die da wären? Bitte mit Links :top:

Bitte: https://www.amd.com/en/corporate/product-security

Ist ja nicht so, dass AMD perfekt oder so wäre. Alle paar Wochen und Monate gibt es eine Meldung über neue Schwachstellen. Sowohl in Core als auch in Zen egal welcher Generation lauern noch eine Menge von mehr oder minder gefährlichen Schwachstellen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie aufgedeckt werden. Zen ist auch kein Allheilmittel und AMD kein Samariterverein.
 
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Es ist zwar umständlich - aber nicht undenkbar und dies läßt sich nur durch eine überarbeitete Architektur ausräumen.

Ich glaube viele machen sich keine Vorstellung davon wie umständlich das wirklich ist. Wenn normale Privatmenschen glauben, dass sie zur Zielgruppe gehören, grenzt das an Größenwahn.

Die Frechheit ist das bestimmte ZombieLoad Varianten Intel seit April 2019 bekannt sind und sie auch Caskade-Lake betreffen - aber bis jetzt einfach zurückgehalten wurden.

Ja, sehr frech das den Hackern nicht auf dem Präsentierteller zu servieren, bevor man was dagegen getan hat...

Zen ist auch kein Allheilmittel und AMD kein Samariterverein.

Das schlimme ist, dass man, wenn man so was sagt, gleich als Intel-Fanboy oder AMD-Hater abgestempelt wird, dabei will man nur mit ein paar teils hanebüchenen Behauptungen aufräumen. Ich würde im Moment bei CPUs auch zu AMD tendieren, aber was Intel und ihren Produkten hier teilweise so nachgesagt wird, kann man irgendwie schlecht stehenlassen.
 
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Na ein Glück, dass hier niemand überhaupt ein TPM-Modul verbaut hat. :-)

Man muß allerdings für jede Architektur einzeln den Angriff planen. Dann braucht man dazu auch noch unglaubliches Fachwissen, da sind die ultimativen Profis gefragt. Was man damit abgreifen kann ist auch weit von extrem nützlich entfernt. Den RAM mit 10 bis 500KB/sec auslesen können ist zwar durchaus verwertbar, aber weit entfernt vom Komfort eines Keyloggers und einem Video, von dem, was auf dem Desktop vorsich geht. Am schlimmsten ist, dass man das Opfer auch noch dazu bringen muß, die Software zu installieren.

Ein Teil der Angriffe funktionierte auf einer ganzen Reihe von Architekturen. Zwar sind spezifische Optimierungen von Vorteil, aber innerhalb einer Familie werden viele Funktionsprinzipien weiterverwendet, sodass der gleiche Hack bei allen Mitgliedern funktioniert oder nur minimale Anpassungen erfordert. Der ursprünglich auf Broadwell-Basis entwickelte Spectre-Exploit konnte zum Beispiel auch für 10 Jahre alte PowerPCs kompiliert werden und hat Ergebnisse ausgespuckt.

Und: Nein, man muss die Software nicht installieren. Das ist der ganz große Unterschied, der Spectre so viel gefährlicher als viele Sicherheitslücken in Software macht. Es reicht, wenn eigener Code irgendwo auf der gleichen physischen Maschine ausgeführt wird – in einer VM, einer Sandbox, einer Javascript-Engine oder ähnlichem. Damit unterläuft Spectre alle herkömmlichen Schutzmaßnahmen, die dazu genutzt werden, um reichlich Fremdcode "sicher" auf dem eigenen PC auszuführen. Schon der Besuch einer normalen Webseite reicht aus, um Opfer eines Spectre-Angriffes zu werden ohne es zu merken oder verhindern zu können. Mittlerweile hat man diesen Weg durch Browseranpassungen unattraktiver gemacht, aber zur ersten Veröffentlichung war die Gefahr sehr real und der Hack für Kriminelle entsprechend attraktiv.

Heartbleed war aber noch schlimmer, da gebe ich dir recht. Das Spectre so viel mehr Aufmerksamkeit erhielt und erhält liegt an der "live-Berichterstattung". Heartbleed wurde erst bekannt als man eine Lösung hatte. Für Spectre & Ablieger gibt es keine brauchbare, endgültige Lösung und das macht die Story zu einem Dauerbrenner, mit dem sich beliebig Ängste schüren lassen (siehe diverse Diskussions-Threads, in denen Fandom eine größere Rolle als Fakten spielt). Endnuter-Sicherheit ist zwar gegeben, aber nur weil Aufwand und gesicherter Nutzen einer Exploit-Entwicklung in einem für Kriminelle unattraktiven Verhältnis stehen.


Ich hatte mich ehrlicherweise nach der Vorstellung der Zombieload "gefixten" 9000er Serie gewundert, warum sie so wenig (eigentlich 0 um genau zu sein) Leistung damit verloren hat. Da dachte ich mir noch ok, Hut ab, nice work. Beim Blick auf die Arch und ein wenig auf den Code habe ich aber nix sehen können was da wirklich gefixed sein sollte. Da mir hier aber die Möglichkeiten ganz klar ausgehen habe ich mir auch nichts weiter dabei gedacht. Durch die Offenbarung, dass eigentlich das Problem nur kaschiert wurde wird mir nun einiges klar. Sie haben halt nur ein Szenario gefixt, aber die Jungs und Mädels der Instituten sind alles andere als dämlich.

Ich habe bedingt Verständnis für Intel in dieser Angelegenheit. Angeblich, soll mit aktiviertem Zombieschutz die Leistung der CPU um bis zu 50% fallen (ja auch für Spiele). Und daher wurde dieser auch nie raus gegeben und das Ganze dann per hardware "gefixt". Insgesamt würde das Sinn ergeben. Also, falls jemand von euch fit ist so möge er einen Zombieload Microcode entwickeln und ausgiebig testen, denn ich kann es leider nicht.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, das Problem endgültig und hundertprozentig zu fixen: Verzicht auf alle Zwischenspeicher oder auf jegliche spekulative Ausführung. Der leistungsfähigste Desktop-Prozessor, der erstes praktiziert, ist der 386er (1989). Für letzteres der Atom D2700 (2011 und schon damals low-end). 50 Prozent Leistungsverlust wären also geradezu traumhaft, verglichen mit Zen2 oder Coffee Lake würde ich maximal 1/3 der heute üblichen Pro-Kern-Leistung erwarten und das auch nur, wenn man die alten Bonnell-Atom-Architektur in aktuellen Fertigungsprozessen und mit aktuellen AVX-Einheiten für neue Designs neu auflegt. Die verfügbaren alten Chips erreichen, wenn es hochkommt, 10 Prozent der Performance eines 3950X, vermutlich aber eher 5 Prozent.

Dieser absolute Weg ist also nicht praktikabel, sondern in etwas auf dem Niveau von "wenn wir nur noch Esel reiten gibt es keine tödlichen Autounfälle mehr". Stattdessen bemühen sich die zahlreichen Fixes selektiv um Ausleseverfahren für einzelne Side-Channels oder Hacks, die bestimmte Befehle ausnutzen. Aber das bedeutet eben auch, dass jederzeit jemand einen neuen Exploit finden kann, der zum Beispiel statt dem L3 Cache einen TLB nutzt oder bislang nicht attackierte Befehle missbraucht. Aufgrund der Komplexität moderner Architekturen stehen uns hier noch jede Menge Flickwerk ins Haus.
 
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Schon komisch wie sich die Artikel unterscheiden: TAA/MDS/RIDL_NG: Intel bestaetigt 77 neue Sicherheitsluecken und Fehler - ComputerBase

Auszug:

"Die zehnte Generation der Core-Prozessoren sowie Cascade Lake-SP auf die Liste der betroffenen Prozessoren nennen zu müssen, ist ein erneuter Image-Schaden für Intel." #

"Der Konzern soll der Abwandlung von Zombieload nicht mit genügend Entschlossenheit begegnet sein, den Mai-Patch trotz besserem Wissens unvollständig veröffentlicht und weitere Informationen zurückgehalten haben."



Finde ich schon etwas komisch von PCGH und natürlich auch wieder einmal von Intel, die durch ihre eigenen Fehler auch noch glänzen wollen. Zumal sie "nur" 67 der 77 selbst entdeckt haben.


 
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Finde ich schon etwas komisch von PCGH und natürlich auch wieder einmal von Intel, die durch ihre eigenen Fehler auch noch glänzen wollen. Zumal sie "nur" 67 der 77 selbst entdeckt haben.

Es gibt eine Schwachstelle im Design. Auf deren Basis könntest du vermutlich 1 Million Sicherheitslücken generieren. Im Grunde sind aber die meisten Sicherheitslücken sehr ähnlich zueinander. Das Thema wird uns noch länger verfolgen, aber das eigentliche Problem lässt sich nur durch eine Änderung am Design ändern.
 
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Ist ja nicht so, dass AMD perfekt oder so wäre. Alle paar Wochen und Monate gibt es eine Meldung über neue Schwachstellen.
Kannst du diese Behauptung auch belegen?

Sowohl in Core als auch in Zen egal welcher Generation lauern noch eine Menge von mehr oder minder gefährlichen Schwachstellen.
Kommt von deiner Seite mehr als nur eine Behauptung?

Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie aufgedeckt werden.
Einfach nur Bla Bla...

Zen ist auch kein Allheilmittel und AMD kein Samariterverein.
Damit willst du jetzt eh nur provozieren?
 
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Kann man doch optional laden.

Der ist nur Fake und funktioniert nicht, bzw. nur für die Abfragesoftware ob der Schutz angeblich da wäre.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, das Problem endgültig und hundertprozentig zu fixen: Verzicht auf alle Zwischenspeicher oder auf jegliche spekulative Ausführung. Der leistungsfähigste Desktop-Prozessor, der erstes praktiziert, ist der 386er (1989). Für letzteres der Atom D2700 (2011 und schon damals low-end). 50 Prozent Leistungsverlust wären also geradezu traumhaft, verglichen mit Zen2 oder Coffee Lake würde ich maximal 1/3 der heute üblichen Pro-Kern-Leistung erwarten und das auch nur, wenn man die alten Bonnell-Atom-Architektur in aktuellen Fertigungsprozessen und mit aktuellen AVX-Einheiten für neue Designs neu auflegt. Die verfügbaren alten Chips erreichen, wenn es hochkommt, 10 Prozent der Performance eines 3950X, vermutlich aber eher 5 Prozent.

Dieser absolute Weg ist also nicht praktikabel, sondern in etwas auf dem Niveau von "wenn wir nur noch Esel reiten gibt es keine tödlichen Autounfälle mehr". Stattdessen bemühen sich die zahlreichen Fixes selektiv um Ausleseverfahren für einzelne Side-Channels oder Hacks, die bestimmte Befehle ausnutzen. Aber das bedeutet eben auch, dass jederzeit jemand einen neuen Exploit finden kann, der zum Beispiel statt dem L3 Cache einen TLB nutzt oder bislang nicht attackierte Befehle missbraucht. Aufgrund der Komplexität moderner Architekturen stehen uns hier noch jede Menge Flickwerk ins Haus.

Ja, aber Hand aufs Herz es ist schon etwas dreist was Intel da probiert hat :) Mal schauen wann sie ihre neue Arch vorstellen.
 
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Es gibt eine Schwachstelle im Design. Auf deren Basis könntest du vermutlich 1 Million Sicherheitslücken generieren. Im Grunde sind aber die meisten Sicherheitslücken sehr ähnlich zueinander. Das Thema wird uns noch länger verfolgen, aber das eigentliche Problem lässt sich nur durch eine Änderung am Design ändern.


Intel hat doch eh gerade nix neues im Fertigungsverfahren zu bieten, wäre doch die ideale Gelegenheit für eine Design-Anpassung in ihrem so geliebten 14 nm+++++++++ Verfahren ;)

Oder wollen die lieber nochmal in 10 nm etwas neues integrieren, wäre doch auch eine neue Möglichkeit eine Verzögerung zu erklären :nicken:
 
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Kannst du diese Behauptung auch belegen?


Kommt von deiner Seite mehr als nur eine Behauptung?


Einfach nur Bla Bla...


Damit willst du jetzt eh nur provozieren?

Hast du auch irgend wann etwas SInnvolles zu sagen?
Warum widersprichst du ständig AMD die selber immer wieder zähneknirschend Zugeben müssen von Sicherheitslücken betroffen zu sein?
Wen du die wahrheit nicht aushalten kannst - geh zurück in dein rotes Loch.
 
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Der ist nur Fake und funktioniert nicht, bzw. nur für die Abfragesoftware ob der Schutz angeblich da wäre.

Du meinst also Microsoft bietet solche MCU -die ja keine Auswirkung haben- an Spaß an der Freud an? Gewagte These.
MCU+.PNG
 
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Bitte: https://www.amd.com/en/corporate/product-security

Ist ja nicht so, dass AMD perfekt oder so wäre. Alle paar Wochen und Monate gibt es eine Meldung über neue Schwachstellen. Sowohl in Core als auch in Zen egal welcher Generation lauern noch eine Menge von mehr oder minder gefährlichen Schwachstellen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie aufgedeckt werden. Zen ist auch kein Allheilmittel und AMD kein Samariterverein.

Danke für den Link, aber eigentlich meinte ich Medial ausgeschlachtete wie bei Intel.

Obwohl, wenn man sich die Seite so durchliest, sind von den 10 (!) aufgeführten Sicherheitslücken (2019) grademal 3 dabei, die Fixes benötigen, der Rest ist ein Statement zu den Lücken mit den Hinweis, dass bisher kein Angriff bei AMD gemeldet wurde.

Wenn ich mir dagegen Intels Seite so angucke: Security Center (2019) :hmm:
 
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Ja, aber Hand aufs Herz es ist schon etwas dreist was Intel da probiert hat :) Mal schauen wann sie ihre neue Arch vorstellen.

Die Kommunikation war und ist miserabel, ja. Aber solange man bei AMD nach jedem "wir sind [soweit wir wissen] nicht betroffen"-Statement 6-12 Monate Uni-Veröffentlichungen abwarten muss um zu wissen, ob die Lücke in Zen tatsächlich nicht vorhanden ist oder ob man es nur nicht für nötig hält, mal nachzugucken (von älteren Architekturen ganz zu schweigen), werfe ich keine Steine in irgend eine Richtung. (Gibt ja auch genug andere, die mir diese Arbeit abnehmen :-))

Was mich als Technik-Redakteur am meisten stört ist aber die mangelhafte Dokumentation dieser nebenbei-Veröffentlichungen.
Natürlich ist PCGH ein Spezialfall, der zwischen 95 Prozent der Weltbevölkerung ("Mir doch egal") und einer kleinen Gruppe Profis ("[Spezialistenanlayse die niemand versteht]") wenig Beachtung findet. Aber unsere Leser haben definitiv großes Interesse an dem Thema und wir Redakteure haben weder die Zeit noch irgend einen anderen Anlass dafür, uns in die Programmierung jedes einzelnen Server-Features einzulesen. Ich versuche zwar, trotzdem einen groben Überblick zu behalten, aber wäre es soviel verlangt, einfach ranzuschreiben wer von welcher Lücke nicht betroffen ist? Gerade bei exotischen Befehlssatzerweiterungen weiß man bestenfalls, welche man selbst mit Sicherheit nutzt aber nur sehr selten welche man alle nicht nutzt. Und dann werden mehrere dutzend Fixes veröffentlicht und man müsste bei jedem einzelnen recherchieren, wofür die betroffene Funktion eigentlich gut ist, unter welchen Bedingungen sie zur Verfügung steht und welche Software sie möglicherweise einsetzen könnte und dann muss man noch herausfinden welche Einbringungsmöglichkeiten mit dem vorgeschlagenen Exploit funktionieren könnten und welche nicht. Am Ende von mehreren Stunden Arbeit pro Fehler steht dann in aller Regel "betrifft Heimanwender gar nicht". Siehe zum Beispiel den jetzigen Hack für TSX – eine nur bei Xeons und einigen High-End-Core-Modellen implementierte Funktion, die meist händisch im UEFI aktiviert werden müsste um überhaupt aktiv zu werden und die eigens für die Beschleunigung großer Datenbanken gedacht ist. Können Intel (und AMD) da nicht direkt ranschreiben, dass Endkunden 100 Prozent sicher sind, weil sie die Funktion gar nicht nutzen?

Hier wurden gerade 77 Fixes veröffentlicht und auf einige weitere Lücken verlinkt, ein Teil der Leser macht sich in die Hose, Intel-Hasser beschwören einen Shitstorm herauf und Fans der Gegenseite werfen den Mist weiter in Richtung von AMD, in der Hoffnung dass ein Teil der dampfenden Kacke kleben bleibt und das alles (möglicherweise) wegen gar nichts. Intel ist für gewöhnlich nicht gut darin, aus den Fehlern anderer zu lernen, aber vielleicht sollten sich die Verantwortlichen noch einmal AMDs TLB-Debakel angucken. Das betraf eigentlich so gut wie keinen Endkunden. Aber ehe die Endkunden wussten, dass dem so ist, war ein Dreiviertel Jahr mit vielen Flames und wenig Verkäufen vergangen. Einfach nur weil niemand bereit war, direkt die ganze Story zu erzielen aus Angst, dass sie dann noch mehr Aufmerksamkeit erhält.
Als wenn dieses Prinzip jemals funktioniert hätte.
 
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