Hier wird sehr viel durcheinandergeworfen.
Fakt ist, dass der 10900K in Spielen, die nicht am GPU-Limit sind, nochmal merkbar zum 9900K draufgelegt hat.
Ebenso, dass er in Anwendungen deutlich schneller ist, auch wegen der 2 extra Kerne.
Ob man die Anwendungsbenches wegen der 56s Boostzeit, die Notwendigkeit eines Sockelwechsels oder den Grund des Leistungszuwachses anzweifelt hat doch damit nichts zu tun und sollte einzeln betrachtet werden.
Meine Meinung zu den Punkten:
- Anwendungsbenchmarks wie Cinebench sind für mich ungültig, wenn sie nur kurze Zeit (max ein paar Minuten) und ohne Vortest laufen, da der Boost absolut nicht praxisnah ist
- Sockelwechsel ist wieder typisch Intel, gibt halt mehr Kohle, wenn auch Chipsätze mit gekauft werden müssen und der Gebrauchtmarkt aufgrund der Aufspaltung herabgewertet wird
- Es ist wirklich erstaunlich, was man bei Intel noch aus der 14++³nm-Technik herausholen konnte, besonders in Spielen und ähnlichen Anwendungen, die nicht alle 20 Threads zu 100% nutzen - vor Allem, wenn man den doch erstaunlich "normalen" Stromverbrauch sieht