Ja, das ist mir bei Hogwarts Legacy aufgefallen. Die FPS sind auf einer 3070 8GB in einem annehmbaren Bereich, aber die Texturen in mittlerer Entfernung sind sichtbar unschärfer und werden erst mit einer kleinen Verzögerung scharf, während das auf einem AMD Vergleichsystem mit 16 GB nicht der Fall ist.
Ich habe jetzt keinen wissenschaftlichen Test durchgeführt, aber sichergestellt, dass die Einstellungen alle identisch sind.
Man müsste vielleicht einmal professionell überprüfen, ob nVidia sich den vermeintlichen Speichervorteil tatsächlich durch sichbare Qualitätseinbußen erkauft.
Das Problem ist, dass man das nicht valide und reproduzierbar messen/aufzeichnen kann.
Wenn ausreichend VRAM vorhanden ist, verhalten sich alle Karten im Rahmen der technischen Begebenheiten "meist" gleich. Auch hier kann es mal nachladende Texturen geben, weil z.B. die Engine da nicht intelligent regelt oder nen Bug hat. Zudem spielt das Substystem eine Rolle, sprich wie schnell ist der DRAM und der BUS, wie fein ist das Streamingsystem der Engine, wird RBAR verwendet oder nicht, usw.
Dann kommt da noch der Treiber und sein zu verwaltender VRAM. Dieser ist in der Regel in drei Sektoren unterteilt, belegter Speicher, allokierter Speicher und ein Pufferspeicher der als Bindeglied zum Streamingsystem fungiert. Diese drei Bereiche werden vom Treiber gesteuert, jedoch von der Engine angesteuert. Sprich die Engine fragt an, der Treiber teilt auf. Bei NV ist der letzte Bereich, der Pufferspeicher, größer als bei den anderen beiden Herstellern. Auch RBAR wird unterschiedlich gehandhabt und greift auf verschiedene Wege auf den VRAM zu. So adressiert Intel bei ARC z.B.den kompletten Speicher in nur einem Block, während NV zwei Blöcke anwendet und AMD sogar drei mit unterschiedlicher Größe.
Wenn man das nun profesionell festhalten wöllte,müsste man alle Gegebenheiten maximal angleichen, dann sich explizit in einem Spiel bewegen wo der Speicher im Grenzbereich operiert und dann das Streamingsystem triggern und dies aufzeichnen.Die Mühe macht sich keiner, das ist anfechtbar und kaum exakt reproduzierbar. Man kann das im Selbstversuch durchaus darstellen, wenn man im Grenzbereich des VRAM einer Karte in gewissen Abschnitten eines Spiel eine ungewöhnliche Richtungsänderung vornimmt oder den Blickwinkel ändert. Mit etwas Übung erkennt man die Grenzbereiche in einer Welt, meist gut daran zu erkennen dass neu in den Speicher geschrieben wird. Für einen Artikel oder Video ist das aber nahezu nicht festzuhalten