Intel-Aktie bricht ein: Abstrafung für 7-nm-Debakel

Bei Intel geht der A**** grade wohl ziemlich auf Grundeis.
Die Aussage ist in den letzten Monaten so oft gefallen und trotzdem hat Intel für das vergangene Quartal wieder einmal sehr gute Zahlen abgeliefert. So langsam ist der Spruch richtig albern.

Was der Typ kann sieht man ja bei AMD, das Chiplet Design ist mMn einer der genialsten Ideen.
Für eine CPU Architektur braucht es eine ganze Heerschar an Ingenieuren, das Chiplet Desgin ist nicht der alleinige Verdienst von Keller. Bitte hört mit den Tagträumereien auf.
 
Hachja, wie ich diese wundervoll recherchierten Artikel liebe wo man dann Intels effektive Geschäftszahlen und deren Aktienkurs in einen Topf schmeisst so als ob es ein und dasselbe wäre.

Das stammt noch aus Zeiten, wo Aktienkurse (bzw. die Marktkapitalisierung, also Aktienkurs x Anzahl ausgegebener Aktien...) noch etwas mit der witschaftlichen Ertragsituation des Unternehmens zu tun hatte. Das ist heute ja nicht mehr ansatzweise so (siehe Tesla als Beispiel^^).
 
Ich warte bis die INTEL Aktie bei 2,78 € steht, dann werde ich zuschlagen, wie bei AMD anno dazumal ... :-)

MfG Föhn.
 
Hachja, wie ich diese wundervoll recherchierten Artikel liebe wo man dann Intels effektive Geschäftszahlen und deren Aktienkurs in einen Topf schmeisst so als ob es ein und dasselbe wäre.
Börsen-News sollte man sich bei PCGH einfach schenken oder dabei zumindest jede Art von Analyse besser den Leuten überlassen, die Ahnung davon haben.
Das Managermagazin rezensiert ja auch keine Computerspiele, und das ist gut so ...
 
Also den Aktienmarkt verstehe jemand, Sinn macht das alles nicht. Klar hat Intel es schwer aktuell ihre Spitzenposition gegen AMD zu verteidigen, aber zum einen ist Intel so lange am Markt, der Name ist so unfassbar viel Wert, dass selbst 10 Jahre hinter AMD wohl nicht an der Spitzenposition wackeln dürften. Aktuell ist es ja auch nicht so, dass sie nicht konkurenzfähig werden, der einstmalige Vorsprung ist weg und aufgebraucht, viel mehr ist aber aktuell nicht passiert. Wenn man dann die Geschäftszahlen daneben legt muss man sich wundern, man hat ein Umsatzwachstum von 20%, was selbst für mittelständische Unternehmen eine sehr gute Wachstumsrate ist, bei einem so großen Unternehmen schätze ich den Wert schon als überragend ein. Wenn man dann noch sieht, dass man in Rechenzentren mal eben 43% zulegen kann, dann sieht man den Effekt aus meinem ersten Satz, Intel ist ein Name, eine Marke.

Wenn ich es hätte, würde ich aktuell sehr viel Geld in Intel investieren, denn erfahrungsgemäß kommen sie stärker zurück. Man muss aktuell nur vieleich ein wenig Zeit mit bringen, aber 5-10 Jahre werden auch noch den einen oder anderen AMD Flop mitbringen, so dass Intel dann wieder zu "alter" Stärke zurückkehren kann. Selbst ohne 7nm wird Intel CPUs bringen die konkurenzfähig sind, ob dies in allen Bereichen so sein wird, sei mal dahingestellt.
 
... Natürlich werden Hersteller wie Dell und HP nicht 100% auf AMD wechseln, das wäre schon von den Produktionskapazitäten von AMD bzw. den gebuchten Kontingenten bei TSMC vermutlich unmöglich, aber zumindest würde es Intels Marge nicht gut tun. ...
Ich war gedanklich mehr beim Endkunden, und AMD hat den Nimbus des Billigherstellers. Firmen mögen es nciht, unterschiedliche Hardwarhersteller zu nutzen. Da gibt es in der Regel 2-5 unterschiedliche Laptops für alle. Das macht Kompatibilitätsprüfungen einfacher.

Das stammt noch aus Zeiten, wo Aktienkurse (bzw. die Marktkapitalisierung, also Aktienkurs x Anzahl ausgegebener Aktien...) noch etwas mit der witschaftlichen Ertragsituation des Unternehmens zu tun hatte. Das ist heute ja nicht mehr ansatzweise so (siehe Tesla als Beispiel^^).
Aktienkurse sind immer Erwartungswerte. Von Tesla erwartet man viel, VW, Mercedes und BMW dagegen haben abgewirtschaftet. Was bringt Dir heute ein Gewinn, wenn er morgen weg ist? Sieh Dir Amazon an und die Aktienkursentwicklung sowie die Gewinne. Wer hätte vor zehn Jahren erwartet, dass Amazon der wertvollste Konzern der Welt wird?

Bis 2017 gab es fast keinen Gewinn, der Kurs explodierte trotzdem:
(Achtung: Die Zeiträume passen nicht zusammen)

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Also den Aktienmarkt verstehe jemand, Sinn macht das alles nicht. Klar hat Intel es schwer aktuell ihre Spitzenposition gegen AMD zu verteidigen, aber zum einen ist Intel so lange am Markt, der Name ist so unfassbar viel Wert, dass selbst 10 Jahre hinter AMD wohl nicht an der Spitzenposition wackeln dürften. Aktuell ist es ja auch nicht so, dass sie nicht konkurenzfähig werden, der einstmalige Vorsprung ist weg und aufgebraucht, viel mehr ist aber aktuell nicht passiert. Wenn man dann die Geschäftszahlen daneben legt muss man sich wundern, man hat ein Umsatzwachstum von 20%, was selbst für mittelständische Unternehmen eine sehr gute Wachstumsrate ist, bei einem so großen Unternehmen schätze ich den Wert schon als überragend ein. Wenn man dann noch sieht, dass man in Rechenzentren mal eben 43% zulegen kann, dann sieht man den Effekt aus meinem ersten Satz, Intel ist ein Name, eine Marke.

Wenn ich es hätte, würde ich aktuell sehr viel Geld in Intel investieren, denn erfahrungsgemäß kommen sie stärker zurück. Man muss aktuell nur vieleich ein wenig Zeit mit bringen, aber 5-10 Jahre werden auch noch den einen oder anderen AMD Flop mitbringen, so dass Intel dann wieder zu "alter" Stärke zurückkehren kann. Selbst ohne 7nm wird Intel CPUs bringen die konkurenzfähig sind, ob dies in allen Bereichen so sein wird, sei mal dahingestellt.

Aber auch nur wegen dem 4004! Als man noch 4 Bit- Rechner hatte!
 
Die haben eine Relativ volle Kriegskasse.
Die Bonuszahlungen hängen ja auch am Aktienwert, also weiter Stellen abbauen und von 12 bis Mittag denken.
So wie jeder "gute" CEO das machen würde, wer brauch schon Menschen für gute Ideen, wenn die Aktionäre
glücklich sind....
 
Wenn ich es hätte, würde ich aktuell sehr viel Geld in Intel investieren, denn erfahrungsgemäß kommen sie stärker zurück. Man muss aktuell nur vieleich ein wenig Zeit mit bringen, aber 5-10 Jahre werden auch noch den einen oder anderen AMD Flop mitbringen, so dass Intel dann wieder zu "alter" Stärke zurückkehren kann. Selbst ohne 7nm wird Intel CPUs bringen die konkurenzfähig sind, ob dies in allen Bereichen so sein wird, sei mal dahingestellt.

Wenn ich Geld hätte würde ich es nicht in Aktien anlegen, sondern ein Haus damit abbezahlen. Das steigt im Wert über 30 Jahre um das doppelte. Zwar kleine Brötchen, aber das Geld ist nicht durch die Inflation aufgefressen worden und man hat nicht gezokkt.
 
Intel ist nicht nur wegen einer Sache an der Börse unter Druck.

Da wäre der Markt an Office und Laptop Produkten zu nennen, wo Intel sehr stark war in den vergangenen fünf Jahren, aber der Markt inzwischen längere Produktzyklen hat bevor die Kunden einen neuen PC haben wollen. Gut für den Ruf von Intel, denn wenn ein 7 Jahre alter Hasswell nicht kaputt gegangen ist, dann ist die Chance groß, dass er für den normalen Anwender immer noch reicht. Surfen, Office, Steuern, Netflix, passt. Der Markt hat seinen Hardwarehunger verloren. Das sehen wir daran, dass in andere Richtungen optimiert wird, allen voran die Größe. Flach Laptops, Mini-Desktop PCs. Ich sag es immer wieder, HP ProDesk 400 Desktop-Mini. Der ist nicht revolutionär klein, aber es ist brachial für welchen Prozentsatz von PC Usern das Ding genug für absehbare Zeit sein wird. Bei 370€ Preis wohlgemerkt. Und da knipst man ebenso einfach mehr Speicher, oder mehr SSD rein, wenn das in ein paar Jahren knapp werden sollte. Die Zeit in der man alle 5 Jahre 800€ ausgeben musste sind vorbei und das merken alle Hersteller.

Dann ist Intel und der Servermarkt. Hier ist man richtig unter Druck in drei Dimensionen.
1. Teilbarkeit der Rechenpower. Die Riesen des Internets wie Amazon, die machen ihre CPUs jetzt in Eigenregie und nicht in x86. Man braucht halt keinen Xeon-Core um eine Webseite oder Sex & Violence TV zum Kunden zu schieben. Amazon Web Services hat für alle Abläufe einen viel spezialisierten Chip entworfen.
2. Bandbreite der Systemschnittstellen. Gleichzeitig kommt beim Server-Massenspeicher der Umschwung von HDD auf SSD. Nicht nur bei den Produktivsystemen, sondern auch dort wo 10-16TB Festplatten noch tapfer die Stellung gehalten haben weil nur damit riesige Datengräber möglich waren. Während bei einem Petabyte im Serverschrank der Festplattenspeed der Flaschenhals ist, so ist der schwarze Peter von der NVME-SSD an die CPU weitergereicht worden. Intel fehlt da etwas das "wow" Produkt. AMD hat eines mit dem Epyc, ein Platform so überzüchtet, dass eine virtuelle Maschine auf dem NVME Raid gleiche Performance hat, als würde sie aus der RAM Disk laufen. Man denkt immer Xeon wäre ein Wettlauf um die meisten Kerne, aber der Wettlauf der im Rechenzentrum wirklich für Raunen sorgt, ist die Anzahl der PCIe Lanes.
3. Compute Rechenzentren. Supercomputer laufen nicht mehr auf Intel CPUs. Die sind nur Wasserträger für die Nvidia Karten auf denen die Berechnungen wirklich laufen. Das betrifft Supercomputer, Videoencoder auf Einspeißeserver großer Streaminganbieter, oder Spiele-Streaming. Da ist ein ganzer Sektor aus dem ist Intel raus.

Dazu gesellt sich nun das Problem, dass man gegenüber TSMC und Samsung ins Hintertreffen gerät bei der Fertigungstechnik.


Intel muss jetzt tief Luft holen und da durch. Xeon muss grundsaniert werden und auf die Veränderung im Markt angepasst werden, evtl. werden da sogar zwei CPUs draus. Eine für Bandbreiten im Storagesegment und eine mit Corecount. Einheitsgröße Xeon Platinum ist vorbei. Intel muss rein in den Compute Markt, wer sich rühmt der beste im Berechnen zu sein, der darf auch eine gute Grafikkarte haben, wenn das der Ort ist an dem die Berechnung im Jahr 2020 stattfindet. Wobei der Name Grafikkarte eh immer unzutreffender wird. Intel muss sich auch was ausdenken weshalb deine Tante ihren Hasswell endlich wegwirft, bevor Apple das tut. Die Gamer sind da noch am anspruchslosten, die schauen auf die Leistung und wenn das Ding wegen 14nm+++++++ dann zu viel Hitze macht, dann freut man sich, weil man eine Begründung für die RGB Wakü hat, die man schon immer haben wollte.

Ich denke für CPUs kann Intel 10nm mal abschreiben, damit werden vielleicht Boardchips, Flashspeicher und Auftragsprodukte gemacht. Intel wird es gut gehen, wenn nicht heute dann in fünf Jahren, die sind jetzt in dem Tal in dem AMD bei Bulldozer war. Das Unternehmen ist für den Westen als solches auch zu wertvoll, denn lass mal China und Taiwan aneinandergeraten, oder in Korea wirklich die Fetzen fliegen, dann ist es mit TSMC und Samsung für Unterhaltungselektronik erstmal vorbei.
 
Kindliche Show, man sollte sich mal die Großaktionäre ansehen, oder die Kapitalgeber, welche hinter den verschiedenen davon sind. Man wird dann sehen, daß es denen dann auch egal ist, wo der Kurs steigt und fällt, linke Tasche rechte Tasche, Hauptsache am Ende rollt mehr davon in eine der beiden. Gilt jetzt für Intel, wie AMD oder Nvidia.

Marktwirtschaft geht halt anders, aber der etwas geistig ins inaktive tendierende Konsumpöbel hat es mit der Neugier und der Wissens.- wie Lernkurve nicht so. Aber es werden täglich mehr, das läßt hoffen.
 
Wollte gestern Intel Aktien kaufen, da ich vermute dass die Aktie am Montag wieder einige Prozentpunkte steigen könnte. Habe mich aber dann für Coca Cola entschieden. Wenn die Corona Krise irgendwann vorbei ist, wird auch wieder jede Menge Coca Cola getrunken :-). Was Intel in Zukunft macht, ist schwer einzuschätzen.
 
"Prügelknabe der Wall Street"?? Zehn Prozent Verlust ist nichts. Der nicht-Tech Sektor hat dieses Jahr schon deutlich mehr verloren. Selbst Intel hat dieses Jahr schon mehr verloren. Auf lange Sicht gesehen get es für Intel bergauf seit 2009 als man noch bei ~USD13 stand. Eine kurzfristige Reaktion auf eine Pressemitteilung macht noch keine Trendwende.
 
Kauf Wirecard. Jetzt mit 1000,-€ rein, die man erst mal gedanklich abschreibt und mit erträglicher Wahrscheinlichkeit wird das Filetstück gut verkauft und der Kurs vervielfacht sich wieder.

Ich vermute das Wirecard aufgekauft wird, und macht dann weiter als neues Unternehmen. Die Wirecard Aktie wird dann nicht mehr existieren, und es droht Totalverlust. Aber ich habe auch keine Ahnung.
 
HEIM PC sektor ist amd die nummer eins, aber bei firmen ist noch intel vorne.

intel erkauft sich diesen vorteil mit hohen rabatte - laut meinen pc händler
 
Könnt ihr die Zahlen bitte auch relativieren? Wenn der Gesamtmarkt zB um 30% gewachsen ist und Intel nur 20%, ist es ein Verlust von Market Share (ist jetzt nur ein Beispiel).
 
Intel war lange vorne und dann sind sie eingepennt.

Inzwischen hinken sie bei der Fertigungstechnik TSMC um Jahre hinterher. Während viele andere Chiphersteller "Fabless" gegangen sind und nur noch bei den großen Auftragsfertigern herstellen lassen, hat sich Intel den Luxus einer eigenen Fertigung geleistet. Während bei TSMC die Auftraggeber im Nacken hängen und immer kleinere und bessere Fertigungsprozesse forcieren, hat man sich bei Intel wohl etwas zu lange ausgeruht.
Im Servermarkt haben sie es mit immer größeren Einzelabnehmern zu tun (AWS, Azure, Google etc.) die natürlich mit ihrer Macht ordentlich die Preise drücken und denen es egal ist, ob Intel oder AMD auf der CPU steht, solange der Preis stimmt. Zumal die großen Tech-Giganten auch teilweise schon selber Chips haben fertigen lassen. Und die experimentieren ja ganz offen mit ARM Designs in der Cloud.
Im Consumer Markt gibt es auch einen Willen andere CPUs voranzubringen. Microsoft arbeitet schon länger an einer Windowsunterstützung für ARM basierte CPUs. Und selbst Apple als jahrelanger treuer Intel Großkunde probiert nun einen Ausflug in die Welt der eigenen CPU (allerdings auch auf ARM Basis).
 
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