In Reihe oder Parallel?

AW: In Reihe oder Parallel???

ob die Kompensation bei dem gerinen Temp-Bereich der genutzt wird nötig ist?

Würde ich nicht sagen...
Wenn du beide Sensoren gegeneinander bei einer Temperatur kalibriert hast, die innerhalb des späteren Messbereichs liegt, sollten Unterschiede in der Kennlinie eigentlich kein Problem sein. Man stelle sich mal vor, Sensoren wären so ungenau, dass die Werte von zwei Exemplaren mit idealerweise identischer Kennlinie (weil gleiches Modell) schon nach 3 K Temperaturunterschied relevant (für unsere Aussagegenauigkeit also >10%) auseinanderliegen...
Werte bei diversen Thermometern,... wie sie überall für Temperaturbereich von oftmals -30/-40 °C bis +50/80 *C verkauft und eingesetzt werden, hätten dann ja (ohne eine i.d.R. fehlende mehrpunkt Eichung) in den Grenzbereichen eine Abweichung von ggf. 10 K und mehr)


Gründe für die Abweichung sind vermutlich eine geringere tatsächliche Wärmeeinspeisung (also keine komplette Vollast mit Furmark und Prime),

Die Last wird, im Vergleich zu den möglichen Abweichungen von der (nicht einmal exakt bekannten) Leistungsaufnahme und dem komplett unbekannten Anteil, der davon nicht ans Wasser abgeführt wird, wohl noch die kleinste Fehlerquelle sein.
 
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Das mit der Kompensation hatte ich oben ja schon gesagt (Abgleich bei ähnlicher Temperatur wie Messtemperatur) ;).

Was aber die Genauigkeit der üblichen 10kOhm NTC Tempsensoren allgemein angeht, zeigt eigentlich die Rechnung in die andere Richtung (Einganggrößen: Temperaturdifferenz und Durchfluss), wie sie das Aquaero anbietet, dass der Hund bei den Sensoren begraben ist. Da man einen DFM recht einigermaßen kalibrieren kann, dürften die teilweise extremen Fehler bei der Ermittlung der Verlustleistung aus der fehlenden Genauigkeit der Tempsensoren rühren.

Zumindest bei einem Fullcover-Kühlern für Graka und bei CPU Kühlern kann man btw davon ausgehen, dass nahezu die gesamte Verlustleistung ins Wasser geht. Wie hoch die Leistungsaufnahme unter Vollast ist, kann man anhand von Messungen sehr exakt raus kriegen. Hatte jetzt nur keine Lust lange zu recherchieren wie viel es bei der HD5870 ist. Um die 200W müsste bei der aber hinkommen.
 
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AW: In Reihe oder Parallel???

Also der Fullcoverkühler meiner 9800GTX+ hat z.B. die Spannungswandler so "gut" gekühlt, dass die Platinenrückseite 60-70 °C erreicht hat. Da ging definitiv einiges an Abwärme an die Luft und die Rückseiten von GPUs werden nicht umsonst von vielen Testern mitgemessen. Über die Oberflächen von Schläuchen und Kühlern wird auch ein bißchen was abgegeben und selbst CPU-Sockel bleiben nicht kalt. Es ist nunmal so, dass nur in einen kleinen Teil der Richtungen, in die Wärme abfließen könnte, auch Wasser ist und solange nicht alles bis auf Raumtemperatur heruntergekühlt wird (und das ist ja nichtmal beim Wasser selbst auch nur näherungsweise der Fall, wenn man richtig heizt), werden diese Wege auch zur Abgabe an die Luft genutzt.
Umgekehrt wären mir insbesondere für CPUs keine deiner "exakten Messungen" bekannt. Die meisten machen sich ja nichtmal die Mühe einer gezielten Messung, quasi niemand misst direkt die CPU (sondern wenn dann meist CPU+Spannungswandler) und ich persönlich habe noch gar keinen gesehen, der die getrennte Versorgung des Uncorebereichs berücksichtigt respektive ausschließt, dass ein Teil davon über den ATX-Stecker geht.

Im PCGH-Test waren es übrigens 186 W @furmark für die HD5870 (der einzige, den ich finden konnte, der gezielt nur die Karte misst) - aber bekanntermaßen wurden bei anderen 40 nm Karten auch schon 10-20% Unterschied je nach GPU-Temperatur gemessen. Von Unterschieden zwischen individuellen Karten ganz zu schweigen.


Ich will nicht sagen, dass irgend einer von diesen Punkten katastrophal ist, aber in der Summe kommen da ettliche % Ungenauigkeit zustande.
 
AW: In Reihe oder Parallel???

Sicher ist das alles mit großen Ungenauigkeiten behaftet - umso wichtiger ist es sich nicht von irgendwelchen Zahlen hinter Licht führen zu lassen ;). 3K hin oder her jucken bei einer Wakü einfach nicht - schon gar nicht wenn es sich dabei um die Temperaturdifferenz im Kreislauf handelt. Mit den gegebenen Möglichkeiten ist das alles keine präzise Wissenschaft. Verluste über Schläuche etc. sind dementsprechend so oder so zu vernachlässigen. Oberflächentemperaturen sagen äußerst wenig über die dort abfallenden Wärmeströme aus ;). Luft ist nunmal ein äußerst schlechter Wärmeleiter und auch kein guter Wärmeträger.

Was die Wärmeabgabe von wassergekühlten Komponenten an die Umgebung angeht, so nimmt die Wärmesenke mit dem höchsten Temperaturgradienten und der besten Wärmeleitung grundsätzlich die meiste Wärme aus dem System. Ein Wasserkühler ist gegenüber allen anderen Wärmeleitwegen die mit Abstand beste Wärmesenke die man einer Karte oder CPU anbieten kann, sofern man nicht auf aktive Kühlsystem setzt.

Was die CPU-Messungen angeht hast du recht - da gibt´s nicht viel. Eins ist jedoch sicher - bei nicht übertakteten CPUs, im Gegensatz zu Grafikkarten, wo schon manchmal mit der TDP getrickst wird um die Spezifikationen formal einzuhalten, liegt die Verlustleistung immer unterhalb der TDP und das meist ziemlich deutlich. Das lässt sich anhand vom Gesamtsystemmessungen mit ansonsten sehr sparsamen Systemen gut zeigen. Nur die absoluten HighEnd-CPUs einer Baureihe nähern sich in der Verlustleitung der einigermaßen TDP an.
 
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