Ich will (endlich) mit Linux anfangen!

Um den Hintergrund von swap zu klären: es ist eine Auslagerungsdatei, die bei heutigen Systemen kaum noch Anwendung findet, weil die Arbeitsspeicher zumeist groß genug sind, oder? Wie auch bei Windows ist swap langsamer als der RAM, weil die SSD langsamer als der RAM ist.
Kann ich darauf (mit 32 GB RAM) nicht einfach verzichten? Oder wäre es dennoch besser, swap mit wenigstens 32 GB einzurichten? Man kann wohl die swapiness auf einen Wert von 0 bis 100 einstellen, um zu steuern, wie zurückhaltend bzw. intensiv swap genutzt wird. Wenn ich swapiness auf 0 setze, würde swap nur genau dann genutzt, wenn der RAM nicht reicht und überläuft. Stimmt das so?
Es kommt, wie bei sovielen Dingen, darauf an. Auf meinem gerade eingerichteten neuen Rechner verzichte ich darauf da vorerst nicht benötigt. Bei meinem Threadripper mit 128GB RAM habe ich allerdings einen eingerichtet. Hier wird oftmals der RAM voll was ein abruch der Vorgänge bedeutet. Mit dem Swap geht es dann zwar langsamer aber es erfolgt kein Abruch der Anwendung. Btw für normale Aufgaben benötigt man keinen swap mehr. Ansonsten ist das schnell eingerichtet.
 
GParted? Oder was meinst?
GParted wäre ja eher für eine Partition, ich meinte für ein Swap-File.
Um den Hintergrund von swap zu klären: es ist eine Auslagerungsdatei, die bei heutigen Systemen kaum noch Anwendung findet, weil die Arbeitsspeicher zumeist groß genug sind, oder? Wie auch bei Windows ist swap langsamer als der RAM, weil die SSD langsamer als der RAM ist.
Exakt.
Kann ich darauf (mit 32 GB RAM) nicht einfach verzichten?
Kommt halt, wie so oft, drauf an, was du vorhast. Ich hatte bei meinem letzten System mit 32 GB RAM den Swap relativ schnell entsorgt und es wurde nur einmal etwas knapp, als ich einen Browser kompilieren lassen habe. Im Alltag war das aber überhaupt kein Thema.
Man kann wohl die swapiness auf einen Wert von 0 bis 100 einstellen, um zu steuern, wie zurückhaltend bzw. intensiv swap genutzt wird. Wenn ich swapiness auf 0 setze, würde swap nur genau dann genutzt, wenn der RAM nicht reicht und überläuft. Stimmt das so?
Ungefähr. Wie genau die Swappiness funktioniert ist aber eine Wissenschaft für sich. Spätestens auf Desktopsystemen mit SSDs und in aller Regel genug RAM sollte der Effekt von Swappines-Tuning sich aber sehr stark in Grenzen halten. Das kommt eher noch aus der Zeit, in der Systeme auf HDDs liefen und RAM notorisch extrem knapp war.
Habe 4096 MB als Swap File bei 32 GB RAM. Muss gestehen, ich habe die Auslastung nie kontrolliert. Ich vermute,,in der Theorie kann man sich die sparen. In der Praxis? Jammert das OS dann?
Kann man normalerweise im Monitoring-Tool der Wahl sehen. Oft landen auch bei genug RAM mal ein paar Pages darin, ich nutze aber schon lange keinen Swap mehr und das OS hat deswegen noch nie Probleme gemacht.
 
Ja was denn. Geht das jetzt mit CachyOS und aktiviertem Secure Boot oder nicht ? Siehe Post von @Exerst ( https://extreme.pcgameshardware.de/threads/ich-will-endlich-mit-linux-anfangen.663340/post-11910390 ).
Sorry, dass ich erst auf deine Frage eingehe. War mir auch nicht sicher, wer die Frage beantworten sollte oder bereits hinreichend beantwortet hat. :ugly:

Ich hatte gelesen, dass Windows 11 bei der Installation Secure Boot unbedingt als aktiviert eingestellt voraussetzt. Danach könne man Secure Boot deaktivieren, wobei es aber passieren könnte, dass Windows 11 Secure Boot im Rahmen eines Updates wieder aktivieren kann - schon frech -, woraufhin Linux erstmal nicht mehr startet, bis man Secure Boot wieder deaktiviert hat. Daher habe ich es reduziert auf: Secure Boot deaktivieren.
Linux-Distributionen funktionieren wohl eher nicht mit Secure Boot.

Linux Mint: optional
CachyOS: optional, bereits hier verlinkt
Pop!_OS: nein
Nobara: nein
Bazzite: optional, siehe hier

(Ich habe rein gar nichts davon selber ausprobiert oder gar dauerhaft getestet.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Auslagerungsdatei betrifft:
Ich hatte unter Windows schon mal zwei, drei Programme, die ohne Auslagerungsdatei Probleme machten und unbedingt eine haben wollten. Egal, wie stark die ausgelastet war.
Ich habe 64GB RAM und lasse Windows die Auslagerungsdatei einfach selber verwalten. Windows hat da 4.096 MB eingestellt und hat die noch nie geändert.

Bei meinen Test mit verschiedenen Linux Distris hatte man immer die Wahl zwischen einer Swap Partition und einer Swap Datei. Da würde ich einfach die Datei wählen, Linux das verwalten lassen und gut ist. Heutzutage sind die Betriebssysteme zwecks Speicherverwaltung gut genug, dass man ihnen das überlassen kann und Platz hat man in der Regel auch genug. Warum sich also damit verrückt machen?

Deaktivieren würde ich die Möglichkeit zur Auslagerung niemals, ich hatte schon Situationen, in denen selbst meine 64 GB RAM beim Zocken knapp wurden. Gerade wenn viele Mods im Spiel sind (Schöner Wortwitz hehe), kann das ganz schnell passieren.
 
Ja was denn. Geht das jetzt mit CachyOS und aktiviertem Secure Boot oder nicht ? Siehe Post von @Exerst ( https://extreme.pcgameshardware.de/threads/ich-will-endlich-mit-linux-anfangen.663340/post-11910390 ).
Nein geht nicht. Gibt zumindest im Wiki was zu lesen, wenn man möchte. https://wiki.cachyos.org/configuration/secure_boot_setup/
Es könnte sein, dass es daran liegt, dass ich CachyOS mit Limine als Bootloader installiert habe. Zumindest bei mir funktioniert es so seit sechs Wochen mit aktiviertem Secure Boot ohne Probleme.

Bei einem Kumpel von mir habe ich es gestern ebenfalls mit Limine installiert, und dort funktioniert es auch.
 
Bei meinen Test mit verschiedenen Linux Distris hatte man immer die Wahl zwischen einer Swap Partition und einer Swap Datei. Da würde ich einfach die Datei wählen, Linux das verwalten lassen und gut ist.
Das klingt so, als könnte man das einfach auswählen. Das ist mir so noch nicht untergekommen, die meisten Distros legen standardmäßig eine Swap-Partition in einer vom verbauten RAM abhängigen Größe an. Soweit ich weiß, ist es auch nicht üblich, dass die Größe dieser Dateien oder Partitionen automatisch verwaltet wird. Wäre aber cool, wenn es so was doch gäbe.
Deaktivieren würde ich die Möglichkeit zur Auslagerung niemals, ich hatte schon Situationen, in denen selbst meine 64 GB RAM beim Zocken knapp wurden. Gerade wenn viele Mods im Spiel sind (Schöner Wortwitz hehe), kann das ganz schnell passieren.
Naja, RAM + Swap sollte halt mehr sein, als man maximal belegt. Wenn man 32 GB RAM hat und maximal 20 davon belegt, braucht man keinen Swap, wenn man 32 GB RAM hat und über 64 davon belegt, reichen 32 GB Swap auch nicht mehr. ;)

@Herr_M Ein Punkt vielleicht noch zur Notwendigkeit von Swap: Soweit ich weiß, wird ein Swap in mindestens der Größe des RAMs benötigt, wenn man Suspend-to-Disk nutzen will.
 
Jedes halbwegs moderne OS verwaltet die Auslagerungsdatei automatisch. Windows ebenso wie Linux. Wenn Du bei der Linux-Installation automatisch Partitionieren lässt, dann wird natürlich eine Swap angelegt. Das ist aber kein Muss.
Ich lege meine Partitionen immer selber an und verzichte auf eine Swap. In dem Fall wird automatisch eine Swap-File erzeugt.
Ich weiß leider nicht mehr, welche Distri es war, bei einer konnte ich das während der Installation beim Partitionieren auswählen. Könnte Cachy OS oder Bazzite gewesen sein, die hatte ich zuletzt.

EDIT:
Richtig. bei Suspend to RAM muss eine SWAP Partition mindestens so groß wie der RAM sein, da der vollständige RAM-Inhalt eingelesen wird.

EDIT2:
Naja, RAM + Swap sollte halt mehr sein, als man maximal belegt. Wenn man 32 GB RAM hat und maximal 20 davon belegt, braucht man keinen Swap, wenn man 32 GB RAM hat und über 64 davon belegt, reichen 32 GB Swap auch nicht mehr. ;)

Deshalb nutze ich keine SWAP Partition und lasse das OS die Swap File verwalten. Da kann es mir egal sein, wie viel mehr RAM ich bräuchte, das OS passt das automatisch an. Ich rechne mir doch nicht vor jedem Spielstart aus, wie viel RAM ich möglicherweise brauchen könnte...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es möge mich gegebenenfalls jemand mit Tiefenwissen korrigieren, aber wenn ich mich richtig erinnere werden die Adressierungstabellen für den RAM auch auf die Swap Partition geschrieben und damit wären sie auch für diejenigen mit tonnenweise Speicher relevant. Je mehr Speicher, desto größere Adresstabellen.
 
Jedes halbwegs moderne OS verwaltet die Auslagerungsdatei automatisch.
Wie gesagt, ich hatte noch kein Linux, bei dem das der Fall war. Ich finde nur ein Tool namens Swapspace, das wohl so was machen kann. Wäre mal interessant zu wissen, ob das bei dir zum Einsatz kommt und wenn nicht, was dann.
Es möge mich gegebenenfalls jemand mit Tiefenwissen korrigieren, aber wenn ich mich richtig erinnere werden die Adressierungstabellen für den RAM auch auf die Swap Partition geschrieben und damit wären sie auch für diejenigen mit tonnenweise Speicher relevant. Je mehr Speicher, desto größere Adresstabellen.
Hm, Adressierungstabellen sagen mir nichts, klingen aber wie was, was man auf jeden Fall nicht auf einem langsamen Datenträger haben möchte.
 
Zumindest hatte ich unter Linux noch nie ein Problem mit dem RAM. Das ist allerdings nicht unbedingt aussagekräftig, denn mehr als übers Testen bin ich nie rausgekommen. Und Spiele liefen bei mir leider nie richtig, so dass ich bisher kein Linux unter Last kenne.

Ich hab mich noch mal schlau gemacht. Tatsächlich gibts unter Linux kein dynamisches Swapping wie bei Windows. Da hab ich wohl mal was falsch aufgeschnappt, sorry dafür.
Die Nutzung wird über den weiter oben erwähnten Swapiness Wert gesteuert. Ich fand hierzu einen Wertebereich von 0-100. Wobei 0 bedeutet, dass nicht ausgelagert wird und 100, dass aggressiv ausgelagert wird.

Eine Swap Partition ist aber tatsächlich nur optional, man kann das auch weglassen und hat dann eben eine Swap-File.
 
GParted wäre ja eher für eine Partition, ich meinte für ein Swap-File.
Ach sooooooo! Swap-File
Habe 4096 MB als Swap File bei 32 GB RAM. Muss gestehen, ich habe die Auslastung nie kontrolliert. Ich vermute,,in der Theorie kann man sich die sparen. In der Praxis? Jammert das OS dann?

Oh je...
Empfehlungen für Swap-size ist eine Religion für sich.

Swap= 2x RAM, Swap=RAM + 2GB, Swap= RAM, Swap= 20% vom RAM ...
Ubuntu, RedHat, Usererfahrung, Anwendungsgebiet, mit und ohne Hibernate, Swap als Auslagerungsdatei bei knappem RAM, Swap als Dump usw.

Es gibt verschiedene Gründe für Swap, die man abklopfen kann, ob sie für einen relevant sind:
  1. Swap als RAM-Erweiterung: Auslagerungsdatei bei wenig RAM, wenn RAM voll oder wenn ich RAM-schwere Anwendungen fahre, die meinen RAM gut auslasten
  2. Swap als Dump bei Crashes oder Hibernate.

https://itsfoss.com/swap-size/


Aus dem Bauch würde ich sagen:
- unter 4GB RAM: Swap = 2xRAM​
- ab 4GB RAM: Swap = RAM; max. 8GB​
- ab 32GB RAM: Swap = 25% RAM​

Und wer Hibernate nutzt, haut nochmal den RAM-size on top.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nochmal nachgelesen, die Tabellen werden immer und grundsätzlich im RAM gehalten. Dafür ist es also egal.
 
DieLutteR schrieb:
Gibt es fürs Spielen große Unterschiede in Bezug auf Kompatibilität und FPS zwischen den Distributionen?
Da hier die Diskussion weitergehen soll, ein weitere Antwort auf den Beitrag von DieLutteR.
@DieLutteR Es gibt schon ein paar Unterschiede. Hier bspw. ein englischsprachiges Video, in dem ein paar Desktops mit einander verglichen werden. Der Videoersteller sagt aber auch dazu, dass er sich auf seine Hardware (ich meine, u.a. Nvidia-GPU) bezieht und es auf anderer Konstellation anders aussehen kann. An sich kann die Performance in unterschiedlichen Desktopversionen (bspw. Gnome 47 oder 48) oder bezüglich Wayland (mittlerweile) anders sein. Das Video ist ca. ein Jahr alt. ...
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
 
Hier müsste nochmals PCGH ansetzen und aufklären. Mir sind in den letzten Wochen mehr und mehr Kommentare und auch Influencer über den Weg gelaufen, die das behaupten. Hier muss dringend aufgeklärt werden. Auch in Bezug auf Anti Cheat oder Riot Vanguard kommt immer, das Secure Boot aktiv sein müsste.
Für Windows 11 gilt Secure Boot als Hardware Voraussetzung und das sagt erstmal nur, dass die Hardware es unterstützen muss, nicht aber, dass es auch aktiviert sein muss.
Tools wie Rufus passen die ISO an, es gibt aber auch angepasste ISOs im Netz zum downloaden. Man kann win 11 aber auch mit registry Hacks dazu überreden ohne zu laufen.

Sogar Microsoft selbst gibt eine Anleitung wie man Windows 11 ohne an den Start bekommt, allerdings ohne Support.

Genau darum geht's. Microsoft gibt nur Support wenn Secure Boot aktiv ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück