Bei der Verteilung der Last auf die einzellnen Kerne spielt der Scheduler vom Betriebssystem auch eine sehr wichtige Rolle, wenn du die Einstellungen von der CPU nur so anpasst, das diese dem OS dann entsprechende Angaben zurückmeldet, reagiert der Scheduler dann darauf. Weiterhn kommt es auch darauf an wie ein Programm programiert wurde, die meisten Programme enthalten da wohl keine Vorgaben und werden dann einfach dem ersten Verfügbaren Kern vom OS - Scheduler zugeordnet. Wenn das Programm explizit einen anderen Kern zugeordnet wird (z.B.: Zugehörigkeit im Taskmanager) wird es auch auf diesem ausgeführt. Das das Betriebssystem versucht alles in einen Kern zu packen ist auch der Tatsache gechuldet, das manche Turbomodi nur wenn 1 Kern aktiv ist greifen, denn wenn die Rechenlast immer über alle Kerne verteilt werden würde, würde das so gut wie nie passieren. Was aber schön wäre, wäre wenn dieser Kern vom OS regelmäßig durchgetauscht werden würde, denn dann würden die Kerne über die Zeit gesehen alle wohl annährend die selbe Betriebsdauer erreichen, was gerade im Hinblick auf OC dann schon wünschenswert wäre. Im Normalbetrieb ists in der Regel Wurst, da die CPUs unter den meisten anzutreffenden Einsatzbedingungen (alles auf Standart, Temperatur deutlich unter TJmax) länger halten als ihre normale Einsatzdauer ist. Wobei hier das Problem schon in der Problemstellung steckt: Die CPU muss ihre vom Hersteller geplante Einsatzdauer auch unter Vollast unter allen Kernen erreichen (= gleiche Betriebsdauer aller Kerne), ein Betrieb mit Teillast (z.B.: Vollast auf 1 Kern) stellt damit ein günstigeres Einsatzszenario dar (geringere Temperatur) und wird vom Betrieb mit Vollast auf allen Kernen abgedeckt. Wenn nun diese Teillast auf die Kerne aufgeteilt würde (abwechselnd Vollast auf jeden Kern und die anderen Kerne schlafen) würde die Einsatzdauer der CPU im Optimalfall mit der Anzahl der Kerne ansteigen, aber pratisch wird dann wohl was anderes zu erst versagen (z.B.: Last Level Cache, Buse usw.). Bei entsprechend angehobener Kernspannung (unter Last) sähe das dann aber schon wieder anders aus.