Herr-der-Ringe-Serie auf Amazon Prime: 25 Mio. Zuschauer in den ersten 24 Stunden

Ich denke, du machst es dir zu einfach mit dieser Argumentation. RoP scheint sich leider auf Seiten von Star Trek Discovery, Picard, Star Wars und Dr. Who einzureihen. Das Problem ist nicht, dass etwas anders gemacht wurde, sondern, dass fundamentale Bestandteile der Geschichten auf Links gezogen wurden UND das ganze dumm umgesetzt worden ist.
Ich bin Star Trek und Dr. Who Fan, und beides wurde durch die "Message" regelrecht vernichtet. Aber nicht nur deswegen, sondern weil mittlerweile beides auch inhaltlich eine Zumutung ist. Hätten sie z.B. mit Discovery ne gute neue Star Trek Serie gemacht, und nur die Hauptrolle mit einer Minderheiten-Mary Sue besetzt, die alle 5 Folgen mal ihre 15 Minuten Heulphase hat, hätte ich damit kein Problem. Aber sie sind "All in" gegangen und machen (mit voller Absicht laut den Showrunnern) Real-Life-Politik in Sci-Fi-Serien.

Und genau das sehe ich bei Rings of Power einfach nicht so schlimm bis jetzt. Ich bin kein großer LOTR-Kenner, sondern nur normaler Fan der Filme, und hab vor zig Jahren mal die Hörbücher gehört. Die Lore und Logik-Lücken kann ich nicht wirklich bewerten. Den Cast der Serie finde ich aber durch die Bank klasse, und die CGI auch. Und ich hab null Probleme damit ein paar PoC zu sehen, solange sie gut spielen.
Im übrigen finde ich interessant, obwohl wir sonst bei vielen Themen eine Meinung oder Ansicht teilen, kann ich deine Einstellung zu RoP nicht verstehen. Mich interessiert, was du zu der folgenden Kritik sagst, die RoP aus Sicht eines (farbigen) Kenners der Werke bewertet:
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Ich gucks mir nachher mal an. Bei Youtube gucke ich lustigerweise oft den "Critical Drinker", der weit rechts ist (wobei er meist trotzdem imstande ist neutral zu bewerten, was ihn so gut macht). Ich bin politisch eher links, aber das Thema übertriebene und forcierte Wokeness nervt mich auch extrem. Der Drinker hat die Serie natürlich auch vernichtet, aber da bin ich diesmal anderer Meinung. Entweder bin ich blind, oder viele Leute sind mittlerweile so besessen vom Krieg gegen die Message, das sie nichts mehr objektiv bewerten oder genießen können.

Wir leben im jahr 2022. Die Woke-Entwicklung ist einfach nicht mehr aufzuhalten, und solange es sehr dosiert passiert und sich nicht in den kreativen Prozess einmischt, hab ich nichts dagegen. Und die Serie ist für mich ein Beispiel für "dosiert". Wenn wirkliche Kenner der Bücher die Serie inhaltlich zerreißen und das gut begründen ist das absolut ok. Aber man merkt einfach bei sehr vielen Leuten, die schreiben "Cast sch**ße, CGI sch**ße, Story sch**ße", dass sie ihre 0/10-Bewertung schon mit dem ersten Trailer und der Hautfarbe einiger Darsteller getroffen haben oder mit der Hate-Masse mitschwimmen, und das kann ich nicht ernst nehmen.
Schau dir die Szene an, wo Galadriel gegen den Troll kämpft (und der Weg dorthin). Bewerte mal wie die männlichen Elfen dargestellt werden und wie Galadriel.
Ja, das war echt grenzwertig. Aber sie ist halt der Hauptcharakter, hat Plot-Armor und wurde mit einer Helden-Szene eingeführt. Solange es nicht alle 20 Minuten passiert kann ich drüber hinwegsehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau dir die Szene an, wo Galadriel gegen den Troll kämpft (und der Weg dorthin). Bewerte mal wie die männlichen Elfen dargestellt werden und wie Galadriel.
Weil Galadriel als ehrgeizige und kampfstarke Heldin dargestellt wurde und die männlichen Elfen schwächeln? Also wenn Du Dich an sowas aufhängst solltest du lieber Animal Planet gucken :D
 
Weil Galadriel als ehrgeizige und kampfstarke Heldin dargestellt wurde und die männlichen Elfen schwächeln? Also wenn Du Dich an sowas aufhängst solltest du lieber Animal Planet gucken :D
Das Problem mit solchen Szenen ist nicht, dass die Heldin so stark ist, sondern das die Männer immer dargestellt werden als wären sie Statisten in alten Bud Spencer-Filmen, die einfach nur blöd gucken und warten bis sie umgehauen werden. Das wird gemacht, um die Frau noch stärker wirken zu lassen, und ist absolut unnötig.
 
Ich bin Star Trek und Dr. Who Fan, und beides wurde durch die "Message" regelrecht vernichtet. Aber nicht nur deswegen, sondern weil mittlerweile beides auch inhaltlich eine Zumutung ist. Hätten sie z.B. mit Discovery ne gute neue Star Trek Serie gemacht, und nur die Hauptrolle mit einer Minderheiten-Mary Sue besetzt, die alle 5 Folgen mal ihre 15 Minuten Heulphase hat, hätte ich damit kein Problem. Aber sie sind "All in" gegangen und machen (mit voller Absicht laut den Showrunnern) Real-Life-Politik in Sci-Fi-Serien.
Das Problem scheint sich auch bei RoP abzuzeichnen. Allein die Diaglogqualität reicht doch bei weitem nicht an die von Tolkien heran.

Und genau das sehe ich bei Rings of Power einfach nicht so schlimm bis jetzt. Ich bin kein großer LOTR-Kenner, sondern nur normaler Fan der Filme, und hab vor zig Jahren mal die Hörbücher gehört. Die Lore und Logik-Lücken kann ich nicht wirklich bewerten. Den Cast der Serie finde ich aber durch die Bank klasse, und die CGI auch. Und ich hab null Probleme damit ein paar PoC zu sehen, solange sie gut spielen.
Ich sehe es problematisch, dass diese eigentlich unpassenden Schauspieler ohne weitere Erklärung in der Geschichte auftauchen, obwohl diese notwendig wäre, da sie Tolkiens beschriebener Welt wiederspricht und zwar auf der einen Seite so z.T. fundamental, dass es sich nicht sinnvoll erklären lässt, und auf der anderen Seite wäre es so simpel gewesen, sodass man sich fragt warum es nicht erklärt wird. Bestes Beispiel, die Harfoots, die Hobbits sind, und eigentlich gar nicht vorkommen düften. Sie kommen aber vor und sprechen viele unterschiedliche Dialekte in ihrem kleinen Dorf. Was soll das?

Ich gucks mir nachher mal an. Bei Youtube gucke ich lustigerweise oft den "Critical Drinker", der weit rechts ist (wobei er meist trotzdem imstande ist neutral zu bewerten, was ihn so gut macht). Ich bin politisch eher links, aber das Thema übertriebene und forcierte Wokeness nervt mich auch extrem. Der Drinker hat die Serie natürlich auch vernichtet, aber da bin ich diesmal anderer Meinung. Entweder bin ich blind, oder viele Leute sind mittlerweile so besessen vom Krieg gegen die Message, das sie nichts mehr objektiv bewerten oder genießen können.
Man muss eben auf die Begründungen der Kritik achten. Dabei trifft der "Critical Drinker" sehr häufig den Nagel auf den Kopf und argumentiert einfach nachvollziehbar.
Die andere Seite erhält nicht plötzlich recht, weil platte Parolen immer und immer wieder wiederholt werden.

Wir leben im jahr 2022. Die Woke-Entwicklung ist einfach nicht mehr aufzuhalten, und solange es sehr dosiert passiert und sich nicht in den kreativen Prozess einmischt, hab ich nichts dagegen. Und die Serie ist für mich ein Beispiel für "dosiert". Wenn wirkliche Kenner der Bücher die Serie inhaltlich zerreißen und das gut begründen ist das absolut ok.
Wie dosiert das Thema ist, konnte man schon vor vielen Wochen und Monaten anhand von Interviews der Produzenten und Amazons PR Kampagne sehen. Das Thema steht unmissverständlich mit an erster Stelle für die. Nicht umsonst haben sie den Tolkien Experten Tom Shippy rausgeworfen und gegen Leute ersetzt, die ihnen nach dem Mund reden und Unwahrheiten zu gunsten der Produzenten verbreiten.

Aber man merkt einfach bei sehr vielen Leuten, die schreiben "Cast sch**ße, CGI sch**ße, Story sch**ße", dass sie ihre 0/10-Bewertung schon mit dem ersten Trailer und der Hautfarbe einiger Darsteller getroffen haben oder mit der Hate-Masse mitschwimmen, und das kann ich nicht ernst nehmen.
Auf das Niveau will ich nicht herab gehen, das ignoriere ich.

Edit:
Das Problem mit solchen Szenen ist nicht, dass die Heldin so stark ist, sondern das die Männer immer dargestellt werden als wären sie Statisten in alten Bud Spencer-Filmen, die einfach nur blöd gucken und warten bis sie umgehauen werden. Das wird gemacht, um die Frau noch stärker wirken zu lassen, und ist absolut unnötig.
Und das tragische an der Umsatzung ist, dass Galadriel eigentlich völlig über solch eine Darstellung stehen müsste.
 
Das Problem mit solchen Szenen ist nicht, dass die Heldin so stark ist, sondern das die Männer immer dargestellt werden als wären sie Statisten in alten Bud Spencer-Filmen, die einfach nur blöd gucken und warten bis sie umgehauen werden. Das wird gemacht, um die Frau noch stärker wirken zu lassen, und ist absolut unnötig.
Galadriel = Hauptdarstellerin
Krieger = Nebendarsteller

das ist doch unabhängig vom Geschlecht schon immer so überzogen dargestellt... In jedem Film gibt es Fallobst... Glaube nicht, dass jemand damit unsere Männlichkeit angreifen will :D

Hätte man die Krieger durch Kriegerinnen ersetzt hätte es ein "aBeR FRauEn kÄMpFen nIChT" o.Ä. gegeben.
Oder ganz realistisch hätte der Troll die schwache Galadriel einfach zerquetschen sollen, Credits und aus.

Nicht falsch verstehen.. bin auch kein Freund von übertriebenem woken Zeug, aber die Kritiken zur Serie sind es echt übertrieben und zeigen, dass auch starke Männer Jammerlappen sein können ;)
 
Ich sehe es problematisch, dass diese eigentlich unpassenden Schauspieler ohne weitere Erklärung in der Geschichte auftauchen, obwohl diese notwendig wäre, da sie Tolkiens beschriebener Welt wiederspricht und zwar auf der einen Seite so z.T. fundamental, dass es sich nicht sinnvoll erklären lässt, und auf der anderen Seite wäre es so simpel gewesen, sodass man sich fragt warum es nicht erklärt wird. Bestes Beispiel, die Harfoots, die Hobbits sind, und eigentlich gar nicht vorkommen düften. Sie kommen aber vor und sprechen viele unterschiedliche Dialekte in ihrem kleinen Dorf. Was soll das?
Was Dialekte angeht weiß ich nicht warum sie nicht drauf geachtet oder das so entschieden haben. Bei der "Chernobyl"-Miniserie von HBO z.B. werden viele Russen von Briten gespielt mit entsprechendem Dialekt. Viele Leute hat das gestört. Mich stört das null, weil die Serie für mich perfekt ist so wie sie ist. Das sind Details, die mich einfach nicht interessieren, solange der Rest stimmt.

Ich hab auch keine Ahnung wo genau die Haarfüße Lore-mäßig auftauchen sollten und in welcher Form. Und auch was im Hintergrund bei der Produktion passiert ist weiß ich nicht (klingt ein bisl so wie die Entstehungsgeschichte von Discovery). Deswegen kann ich nur das bewerten, was ich sehe. So muss es auch vielen Leuten gehen, die grad zum ersten Mal das neue Dr. Who oder Star Trek sehen, und es gut finden. Sie haben halt einfach keinen Plan und keinen Vergleich. Manchmal ist Unwissenheit doch ein Segen. :ugly:
 
So muss es auch vielen Leuten gehen, die grad zum ersten Mal das neue Dr. Who oder Star Trek sehen, und es gut finden. Sie haben halt einfach keinen Plan und keinen Vergleich. Manchmal ist Unwissenheit doch ein Segen. :ugly:
Aber selbst dann sollte man schwache Drehbücher erkennen können.

Edit: So etwas hat Amazon im Vorfeld veröffentlicht:
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Schau dir die Szene an, wo Galadriel gegen den Troll kämpft (und der Weg dorthin). Bewerte mal wie die männlichen Elfen dargestellt werden und wie Galadriel.

Im Mittelerde Powerranking ist Galadriel einfach broken Tier wie man auf Youtube sagen würde. Nicht nur Elfin, sondern Noldor, nicht nur Noldor sondern Noldor "Hochadel", nicht nur das sondern aus einer sehr militärisch geprägten Familien. Fingolfin als Onkel. Dass sie eines der hübschesten Wesen in MIttelerde ist kann jeder zitieren, dass sie eines der mächstigsten Wesen ist, wird gerne vergessen und das ist selbst unter Einbezug von Ringgeistern und Balrogs. Sauron am Ende von Herr der Ringe ist vermutlich stärker, Sauron zur Zeit wenn er die Ringe schmiedet würde von ihr wohl einfach einen neuen Scheitel gezogen bekommen.

Galadriel ist so schon erheblich zurückgefahren. Die Szene in der andere betteln umzukehren und sie engstirnig erbarmungslos weiter will und über den Troll einfach drüberrollt, das ist 1:1 so wie sie sein muss. Das ist exakt wie ihre ganze Verwandtschaft im Silmarillion tickt. Ich will, ich mach, ich bin beratungsresistent. Wenn, dann hat Galadriel das kleine Stückchen mehr Sozialkompetenz das es ihr erlaubt, damit durchzukommen. Ihre Verwandtschaft beißt dann meist im Starrsinn ins Gras.

Die Stellung von Gladriel sieht man allein an der Verteilung der drei Elfenringe. Niemand wusste wer die hatte. Nur Galadriel, weil einen hatte sie selbst, einen hatte ihr Schwiegersohn und einen hatte Gandalf, nicht etwas Saruman als Anführer des Konzils, sondern Galadriels Liebling und Vorschlag als Führer des Konzils Gandalf.

Für mich hat die gute einen Freibrief in der Serie nach Belieben auszuteilen.
 
Edit: So etwas hat Amazon im Vorfeld veröffentlicht:
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Ja, komplett übertrieben. Man könnte solche Videos mit einem bestimmten Titel für bestimmte Zielgruppen veröffentlichen, und alles wäre gut. Das sich Fans daran stören sowas mit der Brechstange präsentiert zu kriegen kann ich absolut nachvollziehen.

Aber letztlich zählt doch, was in der Serie passiert. Die bewertet man, und nicht diesen "Diversity in your face"-PR-Dreck. Und in der Serie habe ich davon (bis jetzt) überhaupt nichts gesehen.
 
Fand die Szene auch sehr befremdlich, dafür dass das alles Elbenkrieger sein sollen. Aber ob das alles Krieger waren oder auch Kriegerinnen dabei waren, kann ich gar nicht sagen. Schieb ich auch weniger auf Frau-Mann als auf Held-Komparsen.
Es bleibt letztlich platt und unglaubwürdig, dass diese ausgewählten Leute sich bereits von einem Troll besiegen lassen, obwohl sie eigentlich eine viel gefährlicheren Gegner als Ziel haben.
 
Sauron am Ende von Herr der Ringe ist vermutlich stärker, Sauron zur Zeit wenn er die Ringe schmiedet würde von ihr wohl einfach einen neuen Scheitel gezogen bekommen.
Das erklärt dann wohl auch eines der (wie ich dachte) Plotholes, warum sie alleine mit 10 Standard-Kriegern auf der Suche nach Sauron ist, und was passieren würde wenn sie ihn wirklich findet.
 
Aber letztlich zählt doch, was in der Serie passiert. Die bewertet man, und nicht diesen "Diversity in your face"-PR-Dreck. Und in der Serie habe ich davon (bis jetzt) überhaupt nichts gesehen.
Bis auf den schwarzen Elf ohne Kontext, der komplett gegen Tolkiens Beschreibung und Entstehungsgeschichte der Elfen läuft (wie andere Elfen in RoP übrigens auch) oder den schwarzen Hobbit und oder die Zwergenkönigin. Alle passen nicht in die originale Geschichte, tauchen aber in RoP einfach so, ohne Erklärung auf.
 
Oha, die Serie scheint ja schon jetzt ordentlich zu polarisieren.
Ich werde sie erst starten wenn die erste Staffel komplett zur Verfügung steht.
Genau so mach ich das auch bei House of Dragon.
 
Das erklärt dann wohl auch eines der (wie ich dachte) Plotholes, warum sie alleine mit 10 Standard-Kriegern auf der Suche nach Sauron ist, und was passieren würde wenn sie ihn wirklich findet.

Das liegt wieder in der indirekten Natur des Silmarillions. Den großen Krieg gegen Melkor sieht man ja und von der Verbannung Melkors wussten die Elfen. Ansonsten sind die Elfen in eine Situation wie nach dem 2. Weltkrieg. Hitler ist tot, aber wo sind alle seine Generäle. Besonders Sauron sticht da heraus. Technisch gesehen wurde Sauron von Eonwe (einem Maia) gefangen. Der befiehlt Sauron sich bei Manwe (einem Valar, vgl. Erzengel) zu melden, weil Eonwe nicht das Recht hat über Maia (Eonwe und Sauron sind beide Maia) zu richten.

Der Rest ist klassische Tolkien Auslassung. Nirgendwo steht dass Eonwe das den Elfen erzählt hat und nachdem die Elfen sich weiter fragen ob Sauron tot ist oder nicht, scheint Eonwe es auch nicht weitererzählt zu haben. Sauron wiederum wird unterstellt, dass er vielleicht zu dem Zeitpunkt auch nicht mehr den Bösewicht geben wollte, aber die Anweisung nach Valinor zu segeln und mit Manwe zu sprechen hat er auch nicht gemacht. Dann fällt wieder der Halsatz "und er verfiel wieder dem Bösen" was ein Indikator ist, dass er eine Zeit gut gewesen sein muss.

So fügt sich die Jagd Galadriels nach Sauron dann zusammen. Es ist ein Konstrukt Amazons, das nicht im Widerspruch zum Silmarillion steht. Wenn man etwas kritisieren müsste, dann dass Galadriel keine direkte Antagonisting zu Sauron ist. Das wird sie vor allem erst durch Hobbit und Herr der Ringe und dann geben ihr die Filme einen noch direkteren Bezug.

Dann macht man etwas sehr cleveres. Denn wenn Galadriel in den Büchern eines ist, dann diejenige die theoretisch alles weiß und bei Bedarf jemand anderem sagt. Alles so Passagen nach dem Prinzip "und dann erfuhr X durch Galadriel, dass dies und das" Ich denke diese Funktion war der Auslöser dafür, dass Galadriel in den Filem die Rahmenhandlung erklärt. Klar, Frodo schreibt das Buch, aber Galadriel ist es die uns die Geschichte erzählt. Das belebt die Serie wieder und weil man einfach total freie Wahl hat wer was gemacht hat beim Schmieden der Ringe, gibt man ihr natürlich einen aktiven Part, weil das Publikum kennt den Charakter bereits und man schafft einen viel fließenderen Übergang zu den Filmen.
 
Im Mittelerde Powerranking ist Galadriel einfach broken Tier wie man auf Youtube sagen würde. Nicht nur Elfin, sondern Noldor, nicht nur Noldor sondern Noldor "Hochadel", nicht nur das sondern aus einer sehr militärisch geprägten Familien. Fingolfin als Onkel. Dass sie eines der hübschesten Wesen in MIttelerde ist kann jeder zitieren, dass sie eines der mächstigsten Wesen ist, wird gerne vergessen und das ist selbst unter Einbezug von Ringgeistern und Balrogs. Sauron am Ende von Herr der Ringe ist vermutlich stärker, Sauron zur Zeit wenn er die Ringe schmiedet würde von ihr wohl einfach einen neuen Scheitel gezogen bekommen.
Ist es denn nachvollziehbar, dass Galadriel selbst mit einem Schwert loszieht und sich die Finger schmutzig macht?
 
Sauron am Ende von Herr der Ringe ist vermutlich stärker, Sauron zur Zeit wenn er die Ringe schmiedet würde von ihr wohl einfach einen neuen Scheitel gezogen bekommen.
Wenn überhaupt, eher umgekehrt. Sauron war nach dem Untergang Numenors stark geschwächt und seine Macht dürfte sich in Herr der Ringe nur geringfügig wieder hergestellt haben. Offen zeigen tut er sich die ganze Zeit ja nicht. Zumal seine Macht zum Großteil an den Ring gebunden ist, der ja lange Zeit überhaupt nicht in seinem Besitz war. Zur Zeit, in der die Serie gerade spielt, dürfte Sauron bedeutend mächtiger sein.
 
Bis auf den schwarzen Elf ohne Kontext, der komplett gegen Tolkiens Beschreibung und Entstehungsgeschichte der Elfen läuft (wie andere Elfen in RoP übrigens auch) oder den schwarzen Hobbit und oder die Zwergenkönigin. Alle passen nicht in die originale Geschichte, tauchen aber in RoP einfach so, ohne Erklärung auf.
Es braucht keinen Kontext wenn man im Jahr 2022 eine Rolle mit einer anderen Hautfarbe als weiß besetzt. Hier weicht man von der adaptierten Vorlage ab. So what? Das ist völlig normal und passiert ständig. Die Bücher sind uralt. Aus einer anderen Zeit. Wir leben aber nicht mehr in dieser Zeit.

Hat Amazon hier übertrieben, wenn sie das gleich bei drei Rassen machen? Ja, vielleicht. Würde ich die Serie deswegen auch nur geringfügig schlechter bewerten? Nein. Es juckt mich einfach nicht, weil ich weder Hardcore-Fan noch Rassist bin. Alle drei machen ihren Job für mich gut, Lenny Henry sogar sehr gut. Gerne mehr davon.
 
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