Herr-der-Ringe-Serie auf Amazon Prime: 25 Mio. Zuschauer in den ersten 24 Stunden

Der Name der Serie unterstellt, dass das zentrale Element der Serie das Herstellen der Ringe ist, das wären ganze zwei Seiten im Silmarillion. Dazu dann noch vier Seiten Kurzabriss über die Konflikte die daraus entstanden sind und das Ganze deckt dann 2000 (!) Jahre Geschichte ab. Man sollte davon ausgehen, dass 99,99% dessen was auf dem Bildschirm passiert für die Serie erfunden werden musste. Klar, Galadriel irgendwie muss die da mit drinhängen (was man aus dem Silmarillion selbst nur indirekt ableiten kann, nur um ein Beispiel zu nennen. Es ist ein wenig als wolle man einen ereignisgetreuen Film über den 2. Weltkrieg machen ohne überhaupt die Namen der beteiligten Länder zu kennen.

Von daher ist es nicht verkehrt, dass man das anders aufgezogen hat und Galadriel eine kompakte Origin Story gibt und nicht eine die widersprüchlich über 400 Seiten und 10.000 Jahre verteilt ist.

Jetzt würde ich behaupten es gibt bestimmt einen Screen-Test wie es aussieht, wenn man den Zwerginnen Bärte gibt. Da kann ich mir vorstellen, dass die Fokustestgruppe das einfach niedergevotet hat und so ein Beinbruch ist das jetzt nicht. Das gleiche gilt für die Diskussion um Hautfarben. Die gezeigten Rassen MIttelerdes sind kulturell konsistent, im Auftreten und ihren Eigenheiten zu sprechen, da ist kein Bruch mit den Büchern und die Hautfarbe ist das letzte worüber man sich den Kopf zerbrechen muss. Die Alternative wäre eine Welt zu zeigen die effektiv den Prinzipien des Ethnopluralismus folgt und in der die Bewohner effektiv ein System der Apartheit unter Völkern errichtet haben. Dann hätte wir eine Amazon Serie die effektiv eine Ideologie aus dem weit rechten Spektrum als normal darstellt. Das kann aus Sicht eines Menschen der liberal sein will und der Vernunft mehr folgt als der Ideologie nicht das Zielt sein. Im Sinne von Tolkien wäre das sicherlich nicht gewesen wage ich zu behaupten.
 
Der Name der Serie unterstellt, dass das zentrale Element der Serie das Herstellen der Ringe ist, das wären ganze zwei Seiten im Silmarillion. Dazu dann noch vier Seiten Kurzabriss über die Konflikte die daraus entstanden sind und das Ganze deckt dann 2000 (!) Jahre Geschichte ab. Man sollte davon ausgehen, dass 99,99% dessen was auf dem Bildschirm passiert für die Serie erfunden werden musste. Klar, Galadriel irgendwie muss die da mit drinhängen (was man aus dem Silmarillion selbst nur indirekt ableiten kann, nur um ein Beispiel zu nennen. Es ist ein wenig als wolle man einen ereignisgetreuen Film über den 2. Weltkrieg machen ohne überhaupt die Namen der beteiligten Länder zu kennen.

Von daher ist es nicht verkehrt, dass man das anders aufgezogen hat und Galadriel eine kompakte Origin Story gibt und nicht eine die widersprüchlich über 400 Seiten und 10.000 Jahre verteilt ist.

Jetzt würde ich behaupten es gibt bestimmt einen Screen-Test wie es aussieht, wenn man den Zwerginnen Bärte gibt. Da kann ich mir vorstellen, dass die Fokustestgruppe das einfach niedergevotet hat und so ein Beinbruch ist das jetzt nicht. Das gleiche gilt für die Diskussion um Hautfarben. Die gezeigten Rassen MIttelerdes sind kulturell konsistent, im Auftreten und ihren Eigenheiten zu sprechen, da ist kein Bruch mit den Büchern und die Hautfarbe ist das letzte worüber man sich den Kopf zerbrechen muss. Die Alternative wäre eine Welt zu zeigen die effektiv den Prinzipien des Ethnopluralismus folgt und in der die Bewohner effektiv ein System der Apartheit unter Völkern errichtet haben. Dann hätte wir eine Amazon Serie die effektiv eine Ideologie aus dem weit rechten Spektrum als normal darstellt. Das kann aus Sicht eines Menschen der liberal sein will und der Vernunft mehr folgt als der Ideologie nicht das Zielt sein. Im Sinne von Tolkien wäre das sicherlich nicht gewesen wage ich zu behaupten.

Oder man lässt moderne, politische Messages mal außen vor und hält sich an die Logik und an die Lore

1. Die Zwerge verstecken ihre Weiber. Besonders wahrscheinlich die Prinzessin
2. Sie leben in nem Berg. Ohne Sonnenlicht. Woher die Pigmentierung? Das ist einfach ein Logikloch

Das andere People of Color vorkommen. Meinetwegen. Es spielt vor Mittelerde, ergo dürften die Menschen noch anders verteilt sein, nicht in Rhun, Harad. Mittelerde bildet halt ein mittelalterliches Europa ab und People of Color kommen nunmal einfach eher in südlichen Gefilden vor. Numenor ist ja eher mediterran, und ein Angelpunkt. Kein Problem wenn da PoC auftauchen oder gar die Hauptrolle spielen. Das ist die Logik. Und ja die kann man auch auf Fantasy anwenden. Daher halt die Weißbrotversammlung beim Herrn der Ringe. Dort gibt es auch People of Color. Sind sogar in den Filmen zu sehen.

Es geht rein um dieses Aufdrücken. Natürlich muss es eine Zwergenprinzessin sein, natürlich ist sie schwarz, natürlich ist es ein schwarzer Elb (die Elben hat Tolkien extrem detailliert beschrieben, keine Schwarzen, keine Spitzohren, dafür andersweltlich. Er orientierte sie an Feen und Faunsagen. Wie dem Sommernachtstraum). Jetzt drückt Amazon mir das auf. Natürlich liebt Shaftelb ne Weiße und die bösen weißen wollen das nicht. Bruuuuuh. Lustig das er den Bogen hält wie ein moderner schwarzer Gangster der Cribs. Er würde nie was treffen, aber sieht edgy aus.

Wie man ein Rassismus-Fantasystory aufzieht, zeigt The Witcher oder Dragon Age. Denn die tollen Autoren machen es halt mit einer modernen Message, anstatt logisch zu denken und eher Menschen vs. Nichtmenschen oder Templer vs. Magier. Es ist einfach billig und eine Message die nix da fehl am Platz ist.

Was mich nach 5 Minuten zum Abschalten bewegte:

- Production Quality ist gut? Sag das dem schlecht gemachten CGI Papierschiffchen, den grauenhaften Fönfrisuren oder dem Hobbit Celebrimbor. Der ist nicht andersweltlich. Der sieht aus wie Justin Schmidt der bei der Omma den Rasen mäht. Gut selbe Diskussion gabs bei Hugo Weaving. Der Hobbit hat mit LEe Pace gezeigt welche Schauspieler man dafür nimmt und mit Timothy Chalamet hätte man Hochkaräter gehabt

-Die Schauspieler sind unbekannt. Ergo denke ich es sind vor allem welche aus dem Hollywood Woke Lager. Gecastet nach Ideologie. Da schalte ich House of Dragons ein und siehe da......zig bekannte, große Namen

-Galadriel ist nervig und ne Mary Sue. Sie weiß alles, sie kann alles, sie erklärt alles. Ich kanns nicht mehr sehen. So baut man keinen Charakter auf zu dem ich connect. Dazu dieses Warrior Feature um sie stark wirken zu lassen. Das ist sowas von Non Canon und am Ende wieder ne Männerfigur die von ner Frau gespielt wird. Der Witz ist: Galadriel ist in der Lore und bei Jackson ein fckin Powerhouse. Ganz ohne Schwerter und billige Larp Rüstung, ohne das sie ne Eismauer hochklettert in voller Platte. Sie ist die Einzige die Sauron das Wasser reichen kann. Aber ja. Gebt ihr ne Armor und nen Witcher Schwert. Das lässt sie stark erscheinen. Dazu diese Schauspielerin. was war die Vorraussetzung? Blond? Weil von der schönsten Elbin ever seh ich da nix. Eher blasse, graue Maus ohne Wangenknochen und Ausstrahlung. Hat Jackson besser gemacht. Der scherte sich auch ums Material

-0815 Klischees. Schwerter werden auf dem Rücken getragen, Bögen cool gehalten, jede Rüstung sieht aus wie bei Wish bestellt und bei Orange County Choppers gepimpt. Hauptsache Chrom. Das einzige was überzeugt sind die eingekauften Designs der Orks bzw. Die stammen aber von Lee und Howe. Alleine diese Großschwerter am Anfang, ich mein cmon. Was ist das ? Dungeons and fckin dragons mit Jeremy Irons? Elbenhandwerk ist fein und von höchster Qualität. Nicht so LaserLARP wie das hier. Jackson hat das besser gemacht.

-Der Look. Zu Clean. Colorgrading Standard. Macht House of Dragons besser. Man hat aus dem Hobbit nix gelernt. 2 Staffel kommt ja dann ohne Neuseeland aus, wird also noch mal schlechter. Hauptsache Greenscreen. Ich finde die Shots hat sogar Wheel of Time besser hingekriegt. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied.

-Die Story. Wenn das so weiter geht gute Nacht. Man merkt halt das alles aus den Fingern gesogen wurde. Das Silmarilion gilt als unverfilmbar und hier macht man aus 2 Seiten 5 Staffeln. Klar das da viel leeres Gelaber und null Pacing dabei ist, noch dazu kennt man den Endboss und den Ausgang. Schlechte Vorraussetzungen. Es bleibt also nur der Legacy Effekt....das Leute ab und an sagen "Ach hier guck das kenn ich". Daher auch die Haarfüße. Non Canon. Ich sags immer wieder.

25 Millionen haben eingeschaltet? Wie viele haben durchgeguckt? Und bringt man die Zahlen in der Midseason. Klar hat die ersten beiden Folgen JEDER geguckt. Saul ist rum, es steht Herr der Ringe drauf (ist aber nicht drin). Klar schaltet das erstmal jeder ein. Boba Fett haben auch viele erstmal eingeschaltet.

Was bleibt noch? Ach ja. Weekly Release. Toll. Wie im Fernsehen. Genau dafür hat man doch Streaming.


Und ich sehe ehrlich gesagt nicht wo die Milliarde steckt. Viel CGI ok, aber ich denke da ging wieder 50% ins Marketing. 250 Millionen in die lachhaften Rechte an quasi gar nichts.

Die eingekaufte Kritikerjournaille natürlich "DAS IST DAS NÄCHSTE GOT" nur um dann beim nächsten Video auf den Hatetrain für Clicks aufzuspringen.

Btw da gibts ein nächsten GOT. Es nennt sich House of Dragons. Guckt das. Ist auch nicht der Oberhammer aber WEIT besser als das hier.

Ich habe nix gegen Fanfiction. Shadows of Mordor fand ich ok. Es wird nur so sein das die Leute das hier als Kanon sehen werden. "Aber Galadriel hat doch Sauron mit dem Schwert besiegt, das war bei Amazon". Und da möchte ich als Herr Der Ringe Fan lange vor den Filmen einfach nur sowas von hart Kotzen.

Christopher hat sich über die Hobbit Filme aufgeregt? Spätestens jetzt wäre er hinüber. Aber er hätte diesen Müll nie zugelassen. Ein billiges Machwerk eines gierigen Großkonzerns. Die Hobbitfilme sind da noch weit besser.

Und ja.....selbst ohne Woky da Message und LGBTQHDGDL Zwergen wäre das ne 0 von 10. Respect the Lore. Für den Chipsfressenden Bingewatcherpleb der eh nur aufs Handy glotzt während das läuft mags reichen. Aber bei dem Erbe.......0 von 10.
 
Und zum Thema Diversität, tja, bin da zwiegespalten.
Einerseits habe ich grundsätzlich nichts dagegen, andererseit frage ich mich schon weshalb manche Bewohner Mittelerdes nun dunkelhäutig sind.
Man darf ja nicht vergessen das die Hautfarbe einen Sinn hat, Schutz vor Sonne.
Ich bin jetzt kein Fachmann aber gibts in Mittelerde so etwas wie die Äquatorregion?
Daher könnten die dann ja eingewandert sein, schwieriges Thema :ugly:
Diese Argumentationslinie find ich immer ein bisschen irritierend. Und Ähnliches habe ich bis jetzt in wirklich jedem Thread zu „Ringe der Macht“ gelesen. Bei Fantasy akzeptiert man grundsätzlich die Prämisse, dass die Naturgesetzte unserer Welt nicht gelten. Sobald es aber um die Hautfarbe geht, verlangt man plötzlich, dass die evolutionären Prozesse unserer Welt auch in Fantasy Welten gelten sollen.
 
Das mit den Zwergenfrauen und den Bärten hab ich immer für nen Witz zwischen Aragorn und Gimli gehalten, steht davon überhaupt was bei Tolkien, wo immer alle vom "Kanon" reden?

Das Argument mit der Pigmentierung in nem Fantasysetting - wirklich? Und als ob Zwerge immer nur in Minen unterm Berg gelebt haben...

Und was gerade "woke" ist und einem dann ne Entschuldigung gibt immer alles schlecht zu reden was dem eigenen "Standard" nicht entspricht ist auch sehr einfach gemacht.

Auch wie man nach 5min aus gemacht haben will, aber dann gleichzeitig die Produktionsqualität, Setting, Geschichte und World Building beurteilen will ist mir schleierhaft.

Mir hat sehr gefallen, dass man die Gesichter noch nicht kannte, zumindest ich nicht. Elrond in LotR war für mich egal wie lange Ohren er hatte immer Mr. Smith und Saruman immer Dracula. Auch wenn mir der neue Elrond auch nicht sooo sehr zusagt bislang, hat iwie was spitzbübisches. Dafür finde ich Galadriel super besetzt, tolle Ausstrahlung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt leider. 25% der Staffel sind schon rum und das Tempo ist quälend langsam, weil es wie heute üblich wieder auf Streaming-Abo-Tempo gedrosselt wurde. Das sie kein Risiko eingehen war auch abzusehen bei dem Budget. Aber schlecht ist die Serie trotzdem nicht. Mal abwarten.

Ich fand die Serie bisher vom Tempo einiges schneller als die 3 Hauptfilme. Die habe ich vorher nochmal geschaut und da wurde teilweise einfach mal 20 Minuten nur (langweilig) herumgelaufen. Beim Hobbit haben sie gefühlt erstmal eine halbe Stunde gegessen bevor es los ging.

Ich glaube eher, dass in Zeiten von 10sec TikToks und 8min Youtube-Videos die Aufmkersamkeitsspanne einfach bei sehr vielen deutlich geringer ist.
 
Es ist völlig unklar wie Zwerginnen aussehen. Tolkien beschreibt die Zwerginnen so gut wie gar nicht, außer dass sie selten die unterirdischen Bauten verlassen und dann meist für Zwerge gehalten werden. Wobei Gimli in Anhang A eben sagt, dass sie wie Männer aussehen "if they go aboard". Was eben auch bedeutet, dass die Frauen dann einen falschen Bart tragen könnten. Insgesamt ist die Frage nicht klar zu beantworten.
 
Es ist völlig unklar wie Zwerginnen aussehen. Tolkien beschreibt die Zwerginnen so gut wie gar nicht, außer dass sie selten die unterirdischen Bauten verlassen und dann meist für Zwerge gehalten werden. Wobei Gimli in Anhang A eben sagt, dass sie wie Männer aussehen "if they go aboard". Was eben auch bedeutet, dass die Frauen dann einen falschen Bart tragen könnten. Insgesamt ist die Frage nicht klar zu beantworten.
Danke, daher verstehe ich da die Aufregung erst recht nicht. Fand das in der Serie recht clever gelöst, dass die Helme sogar Aussparungen für die Bärte hatten - wenn damit jemand unter Leute geht wird automatisch gedacht er (oder sie) hätte einen.
 
Go woke get broke. Wirkt sehr unnatürlich, einfach alles zu glatt. Story telling unterdurchschnittlich. 750 Millionen für was? 500 Millionen für die rechte, 150 Millionen für Werbung, rest für die Serie. Ist nur ne 08/15 Fantasy serie, mit der herr der ringe hat es nicht viel gemeinsam.
 
@LuciusSolari :
Mit der Argumentation könnte man genauso gut die Existenz einer rosa Alienrasse auf einer Nebeninsel im Mittelerdeuniversum begründen, die mit fortschrittlichen Technologie an eigenen Ringen schmiedet und entsprechend hervorragend für einen Nebenplot taugen würde. Im Sinne von: wenn es schon Zauberei gibt, warum nicht auch Aliens?

Das Genre Fantasy (insbesondere High Fantasy) zeichnet sich ja weniger dadurch aus, dass willkürlich mit Regeln der Welt gebrochen wird, sondern viel mehr dadurch, dass ein an das europäische Mittelalter angelehntes Universum den modifizierten Gesetzmäßigkeiten (Magie, Rassen, Kreaturen, ...) streng folgt.

Tolkien gilt geradezu als Meister dieses aufwendigen, konsistenten und detailverliebten Prozesses des World Buildings. Zum Beispiel liefert Tolkien für Mittelerde lore-bedingte Erklärungen für die Existenz von Schaltjahren (die sind nicht plötzlich egal, nur weil es Zauberer und Drachen gibt).

Zudem hat sich Tolkien bereits zu Lebzeiten gegen die unauthentische/missbräuchliche Darstellung seines Werkes ausgesprochen (man denke nur an den expliziten Ausschluß von Disney an einer HdR-Verfilumung).

Gerade deshalb sind solche Änderungen im Falle Tolkiens nochmals ein besonders sensibles Thema. Für mich durchaus nachvollziehbar, dass Fans bei Ethno-Charakteren durch Woke Capitalism steil gehen.
 
Ich persönlich finde man sollte sich schon an die Vorlagen halten und das woke weglassen.
Der Herr der Ringe ist auch erfolgreich geworden ohne so einen "Woken" Anhauch.

Man muss die Bücher und auch den Ersteller dieser Werke immer im Kontext der Zeit sehen und so sollte man es auch darstellen. SO ist es mit jeder Kunst, egal ob Bücher, Gemälde oder andere Werke.
Man kann und darf nicht immer alles verändern, weil es dem aktuellen Zeitgeist nicht passt. :-)

Wenn heute wer ein Buch schreib mit dem Zeitgeist von heute, was wird man von dem wohl in 400 Jahren halten, wenn es erhalten bleibt?! Wahrscheinlich wird das auch nicht in die Zeit reinpassen.
 
Diese Argumentationslinie find ich immer ein bisschen irritierend. Und Ähnliches habe ich bis jetzt in wirklich jedem Thread zu „Ringe der Macht“ gelesen. Bei Fantasy akzeptiert man grundsätzlich die Prämisse, dass die Naturgesetzte unserer Welt nicht gelten. Sobald es aber um die Hautfarbe geht, verlangt man plötzlich, dass die evolutionären Prozesse unserer Welt auch in Fantasy Welten gelten sollen.
Bei der Hautfarbendiskussion geht es hauptsächlich um Tokenismus. In Industrie und Medien, insbesondere in Großunternehmen, AAA-Videospielen und Hollywood-Filmen werden marginalisierte Bevölkerungsgruppen ausgenutzt zur Selbstdarstellung und Zurschaustellung moralischer Überlegenheit. Man kann meinen, dass es nicht so sei aber ganz wundervoll kann man das beobachten, wenn man sich z.B. die regenbogengefärbten Logos großer Unternehmen hierzulande anschaut und sie vergleicht mit Medienpräsenzen im nicht ganz so progressiven Ländern. Oder mit geschnittenen Fassungen von Spielen und Filmen z.B. im nahen Osten wo gleichgeschlechtliche Beziehungen zensiert werden. Tokenismus wird in der westlichen Welt zur Selbstvermarktung benutzt und da wo es nicht passt, wird eben drauf verzichtet. Die Unternehmen stehen keineswegs wie so oft angepriesen hinter irgendwelchen moralischen Werten. Sie stehen einzig und allein hinter dem Wert des Geldes. Flattern wie ein Fähnchen im Wind.

Dass die Leute dann mangelnde Nähe zum Original kritisieren, was vielleicht nicht das beste Argument sein mag, ist eine Begleiterscheinung des Framing, dem man unterliegt wenn man gegen diese Strömung ist. Spricht man offen aus, dass man kein Bock auf eine bestimmte Hautfarbe oder ein bestimmtes Geschlecht, etc. hat, so landet man gleich in der rechten Ecke, ist ewiggestrig oder zu blöd um es zu verstehen. Da möchte aber schließlich niemand landen also versucht man es sich irgendwie zu rechtfertigen ohne als Deutscher einer gewissen Parteizugehörigkeit von 1933-45 bezeichnet zu werden. In Wahrheit geht es bei der Kritik nicht um irgendeine Weltanschauung, sondern um Kritik an der Doppelmoral der Unternehmen. "Ihr tut so als wärt ihr so progressiv, dabei habt ihr nur den Charakter mit dieser Hautfarbe und diesem Geschlecht gewählt, weil ihr der Meinung seid, ihr könntet damit am meisten Kohle scheffeln".

Also, ist jeder dunkelhäutige Charakter, jede Frau oder diverser Charakter ein Token? Ganz sicher nicht. Aber beim neuen LotR lässt sich eine gewisse Entfremdung vom Original hin zu klassischen Tokens durchaus erkennen.
 
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@nahraa
Kernvorwurf ist sicher nicht Tokenismus sondern Lore- bzw. Authentizitätsbruch von Tolkiens Werken und deren ideologische Instrumentalisierung bzw. Vereinnahmung sowie nicht zuletzt Black Washing.
 
Spricht man offen aus, dass man kein Bock auf eine bestimmte Hautfarbe oder ein bestimmtes Geschlecht, etc. hat, so landet man gleich in der rechten Ecke, ist ewiggestrig oder zu blöd um es zu verstehen.
Ja, das ist echt schlimm. Heutzutage darf man nicht mal mehr rassistisch sein, ohne gleich als Rassist bezeichnet zu werden. Ekelhafte Cancel-Culture.. :stupid:
 
Ja, das ist echt schlimm. Heutzutage darf man nicht mal mehr rassistisch sein, ohne gleich als Rassist bezeichnet zu werden. Ekelhafte Cancel-Culture.. :stupid:
Kannst mich gerne in diese Ecke framen aber lies dir den Text lieber nochmal in Ruhe durch.

Du ignoriest das Kernthema meines Posts und zitierst eine Zeile ohne Kontext.
Das ist langweilig :)
 
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Die Serie hat ganz andere Schwächen als geringe Werktreue und "Woke Unfug". Beides kann man wohl - vor allem angesichts der häufig detaillierten Beschreibung der Völker, - sicher auch ein wenig kritischer betrachten. Übrigens auch, wenn eigentlich dunkelhäutige Völker von Weißen dargestellt werden. Kein Thema. Black Washing und White Washing sind nun beides nicht gerade der Knüller.

Aber zu meinem eigentlichen Punkt: Die ersten beiden Folgen waren stinklangweilig. Das Pacing ist schlecht. Es werden von Anfang an zu viele Handlungsstränge etabliert. Die Figuren sind meist blass und so ausdrucksstark wie ein Schnitzel. Die Dialoge sind flach und nur gelegentlich kommt mal ein bisschen das rüber, was man von "Herr der Ringe" erwarten würde. Aber das reicht bei weitem nicht. Das CGI ist grundsätzlich echt schick, wirkt aber zu clean und die Umgebungen wirken leblos und künstlich.

Anlässlich der Serie hab ich mir heute mal Der Herr der Ringe - die Gefährten angeguckt. Die Filme sind 20 Jahre älter als die Serie, aber schon das Intro ist besser, atmosphärischer und intensiver als das, was die ersten beiden Rings of Power-Folgen im gesamten zu bieten haben. Das Auenland wird herrlich idyllisch dargestellt, musikalisch top untermalt und die Schauspieler machen einen bedeutend besseren Job, sind präsent und einprägsam. Das gilt für den Rest der Trilogie ebenso, trotz aller Längen.

Natürlich kann ein Film nicht funktionieren, wie eine Serie. Daher lass ich den Vergleich mit dem Pacing mal außen vor. Aber was Kameraführung, Optik, Kostüme, Soundtrack, Dialoge schauspielerische Leistung etc. angeht, ist Peter Jacksons Herr der Ringe der Serie himmelhoch überlegen. Selbst nach 20 Jahren noch.

Und auch ohne den Vergleich zu den Filmen funktioniert die Serie aus oben genannten Gründen kaum und bleibt weit davon entfernt, wirklich gut zu sein. Ganz zu schweigen davon, "zeitlos" zu werden, wie es die Produzenten ja vorhaben. Die Serie wird niemals ein zeitloser Klassiker werden.

Und nimmt man da noch mal die Sicht eines Kenners der Werke dazu, versagt die Serie schon jetzt katastrophal. U.a. angesichts der Tatsache, dass Amazon scheinbar auch nicht die Rechte am gesamten Silmarillion ergattert hat. Da muss man sich zwangsweise was eigenes aus den Fingern lutschen und das geht für gewöhnlich nicht gut aus.
 
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