Der Name der Serie unterstellt, dass das zentrale Element der Serie das Herstellen der Ringe ist, das wären ganze zwei Seiten im Silmarillion. Dazu dann noch vier Seiten Kurzabriss über die Konflikte die daraus entstanden sind und das Ganze deckt dann 2000 (!) Jahre Geschichte ab. Man sollte davon ausgehen, dass 99,99% dessen was auf dem Bildschirm passiert für die Serie erfunden werden musste. Klar, Galadriel irgendwie muss die da mit drinhängen (was man aus dem Silmarillion selbst nur indirekt ableiten kann, nur um ein Beispiel zu nennen. Es ist ein wenig als wolle man einen ereignisgetreuen Film über den 2. Weltkrieg machen ohne überhaupt die Namen der beteiligten Länder zu kennen.
Von daher ist es nicht verkehrt, dass man das anders aufgezogen hat und Galadriel eine kompakte Origin Story gibt und nicht eine die widersprüchlich über 400 Seiten und 10.000 Jahre verteilt ist.
Jetzt würde ich behaupten es gibt bestimmt einen Screen-Test wie es aussieht, wenn man den Zwerginnen Bärte gibt. Da kann ich mir vorstellen, dass die Fokustestgruppe das einfach niedergevotet hat und so ein Beinbruch ist das jetzt nicht. Das gleiche gilt für die Diskussion um Hautfarben. Die gezeigten Rassen MIttelerdes sind kulturell konsistent, im Auftreten und ihren Eigenheiten zu sprechen, da ist kein Bruch mit den Büchern und die Hautfarbe ist das letzte worüber man sich den Kopf zerbrechen muss. Die Alternative wäre eine Welt zu zeigen die effektiv den Prinzipien des Ethnopluralismus folgt und in der die Bewohner effektiv ein System der Apartheit unter Völkern errichtet haben. Dann hätte wir eine Amazon Serie die effektiv eine Ideologie aus dem weit rechten Spektrum als normal darstellt. Das kann aus Sicht eines Menschen der liberal sein will und der Vernunft mehr folgt als der Ideologie nicht das Zielt sein. Im Sinne von Tolkien wäre das sicherlich nicht gewesen wage ich zu behaupten.
Oder man lässt moderne, politische Messages mal außen vor und hält sich an die Logik und an die Lore
1. Die Zwerge verstecken ihre Weiber. Besonders wahrscheinlich die Prinzessin
2. Sie leben in nem Berg. Ohne Sonnenlicht. Woher die Pigmentierung? Das ist einfach ein Logikloch
Das andere People of Color vorkommen. Meinetwegen. Es spielt vor Mittelerde, ergo dürften die Menschen noch anders verteilt sein, nicht in Rhun, Harad. Mittelerde bildet halt ein mittelalterliches Europa ab und People of Color kommen nunmal einfach eher in südlichen Gefilden vor. Numenor ist ja eher mediterran, und ein Angelpunkt. Kein Problem wenn da PoC auftauchen oder gar die Hauptrolle spielen. Das ist die Logik. Und ja die kann man auch auf Fantasy anwenden. Daher halt die Weißbrotversammlung beim Herrn der Ringe. Dort gibt es auch People of Color. Sind sogar in den Filmen zu sehen.
Es geht rein um dieses Aufdrücken. Natürlich muss es eine Zwergenprinzessin sein, natürlich ist sie schwarz, natürlich ist es ein schwarzer Elb (die Elben hat Tolkien extrem detailliert beschrieben, keine Schwarzen, keine Spitzohren, dafür andersweltlich. Er orientierte sie an Feen und Faunsagen. Wie dem Sommernachtstraum). Jetzt drückt Amazon mir das auf. Natürlich liebt Shaftelb ne Weiße und die bösen weißen wollen das nicht. Bruuuuuh. Lustig das er den Bogen hält wie ein moderner schwarzer Gangster der Cribs. Er würde nie was treffen, aber sieht edgy aus.
Wie man ein Rassismus-Fantasystory aufzieht, zeigt The Witcher oder Dragon Age. Denn die tollen Autoren machen es halt mit einer modernen Message, anstatt logisch zu denken und eher Menschen vs. Nichtmenschen oder Templer vs. Magier. Es ist einfach billig und eine Message die nix da fehl am Platz ist.
Was mich nach 5 Minuten zum Abschalten bewegte:
- Production Quality ist gut? Sag das dem schlecht gemachten CGI Papierschiffchen, den grauenhaften Fönfrisuren oder dem Hobbit Celebrimbor. Der ist nicht andersweltlich. Der sieht aus wie Justin Schmidt der bei der Omma den Rasen mäht. Gut selbe Diskussion gabs bei Hugo Weaving. Der Hobbit hat mit LEe Pace gezeigt welche Schauspieler man dafür nimmt und mit Timothy Chalamet hätte man Hochkaräter gehabt
-Die Schauspieler sind unbekannt. Ergo denke ich es sind vor allem welche aus dem Hollywood Woke Lager. Gecastet nach Ideologie. Da schalte ich House of Dragons ein und siehe da......zig bekannte, große Namen
-Galadriel ist nervig und ne Mary Sue. Sie weiß alles, sie kann alles, sie erklärt alles. Ich kanns nicht mehr sehen. So baut man keinen Charakter auf zu dem ich connect. Dazu dieses Warrior Feature um sie stark wirken zu lassen. Das ist sowas von Non Canon und am Ende wieder ne Männerfigur die von ner Frau gespielt wird. Der Witz ist: Galadriel ist in der Lore und bei Jackson ein fckin Powerhouse. Ganz ohne Schwerter und billige Larp Rüstung, ohne das sie ne Eismauer hochklettert in voller Platte. Sie ist die Einzige die Sauron das Wasser reichen kann. Aber ja. Gebt ihr ne Armor und nen Witcher Schwert. Das lässt sie stark erscheinen. Dazu diese Schauspielerin. was war die Vorraussetzung? Blond? Weil von der schönsten Elbin ever seh ich da nix. Eher blasse, graue Maus ohne Wangenknochen und Ausstrahlung. Hat Jackson besser gemacht. Der scherte sich auch ums Material
-0815 Klischees. Schwerter werden auf dem Rücken getragen, Bögen cool gehalten, jede Rüstung sieht aus wie bei Wish bestellt und bei Orange County Choppers gepimpt. Hauptsache Chrom. Das einzige was überzeugt sind die eingekauften Designs der Orks bzw. Die stammen aber von Lee und Howe. Alleine diese Großschwerter am Anfang, ich mein cmon. Was ist das ? Dungeons and fckin dragons mit Jeremy Irons? Elbenhandwerk ist fein und von höchster Qualität. Nicht so LaserLARP wie das hier. Jackson hat das besser gemacht.
-Der Look. Zu Clean. Colorgrading Standard. Macht House of Dragons besser. Man hat aus dem Hobbit nix gelernt. 2 Staffel kommt ja dann ohne Neuseeland aus, wird also noch mal schlechter. Hauptsache Greenscreen. Ich finde die Shots hat sogar Wheel of Time besser hingekriegt. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied.
-Die Story. Wenn das so weiter geht gute Nacht. Man merkt halt das alles aus den Fingern gesogen wurde. Das Silmarilion gilt als unverfilmbar und hier macht man aus 2 Seiten 5 Staffeln. Klar das da viel leeres Gelaber und null Pacing dabei ist, noch dazu kennt man den Endboss und den Ausgang. Schlechte Vorraussetzungen. Es bleibt also nur der Legacy Effekt....das Leute ab und an sagen "Ach hier guck das kenn ich". Daher auch die Haarfüße. Non Canon. Ich sags immer wieder.
25 Millionen haben eingeschaltet? Wie viele haben durchgeguckt? Und bringt man die Zahlen in der Midseason. Klar hat die ersten beiden Folgen JEDER geguckt. Saul ist rum, es steht Herr der Ringe drauf (ist aber nicht drin). Klar schaltet das erstmal jeder ein. Boba Fett haben auch viele erstmal eingeschaltet.
Was bleibt noch? Ach ja. Weekly Release. Toll. Wie im Fernsehen. Genau dafür hat man doch Streaming.
Und ich sehe ehrlich gesagt nicht wo die Milliarde steckt. Viel CGI ok, aber ich denke da ging wieder 50% ins Marketing. 250 Millionen in die lachhaften Rechte an quasi gar nichts.
Die eingekaufte Kritikerjournaille natürlich "DAS IST DAS NÄCHSTE GOT" nur um dann beim nächsten Video auf den Hatetrain für Clicks aufzuspringen.
Btw da gibts ein nächsten GOT. Es nennt sich House of Dragons. Guckt das. Ist auch nicht der Oberhammer aber WEIT besser als das hier.
Ich habe nix gegen Fanfiction. Shadows of Mordor fand ich ok. Es wird nur so sein das die Leute das hier als Kanon sehen werden. "Aber Galadriel hat doch Sauron mit dem Schwert besiegt, das war bei Amazon". Und da möchte ich als Herr Der Ringe Fan lange vor den Filmen einfach nur sowas von hart Kotzen.
Christopher hat sich über die Hobbit Filme aufgeregt? Spätestens jetzt wäre er hinüber. Aber er hätte diesen Müll nie zugelassen. Ein billiges Machwerk eines gierigen Großkonzerns. Die Hobbitfilme sind da noch weit besser.
Und ja.....selbst ohne Woky da Message und LGBTQHDGDL Zwergen wäre das ne 0 von 10. Respect the Lore. Für den Chipsfressenden Bingewatcherpleb der eh nur aufs Handy glotzt während das läuft mags reichen. Aber bei dem Erbe.......0 von 10.