HDR-Bildprozessor: Bessere Bilder ohne Blitz

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Ein HDR-Bildprozessor des Microsystems Technology Laboratorys (MIT) soll binnen wenigen Millisekunden Belichtungsreihen zusammenrechnen können und so bessere Bilder ermöglichen. Die Technik klingt interessant, dürfte aber vor allem in Smartphones und Kompaktkameras zum Einsatz kommen. Wie gut Bilder werden, hängt letztendlich dann doch wieder von der verwendeten Kamera ab.

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HDR schön und Gut. Aber es gibt solche und solche. Wenn sie diesen "typischen" HDR-Look haben wirds schnell langweilig. Wenn jedoch HDR dazu genutzt wird das Bild perfekt zu belichten, ist dagegen nichts zu sagen.
Ich glaube aber dass im Laufe der Zeit jeder Fotograf dazu übergeht es zu versuchen ein Bild gleich richtig zu belichten.
Aber auch die beste Software kann keinen schwenkbaren Aufsteckblitz mit Reflektorkarte und Softbox ersetzen

Wenn die Technik auch noch schnapsschusstauglich sein soll, erfordert das so kurze Verschlusszeiten das unweigerlich der Iso-Wert hochgeschraubt werden muss. Was im unteren und mittleren Preisbereich für schlechtere Bildqualität sorgt
 
irgendwie will mir nicht so ganz einleuchten, was (außer der schnelleren berechnung des endgültigen bildes durch speziell angepasste hw) der vorteil der geschichte sein soll :huh:

ihr schreibt zu den nachteilen herkömmlicher methoden:
(...) aber häufig ist der Abstand zwischen den Einzelaufnahmen zu groß, sodass ein Stativ verwendet werden muss (...)

und weiter unten dann:
Der Prozessor sorgt dafür, dass die Bilder möglichst fix (je nach Möglichkeiten der Kamera) hintereinander gemacht (werden) (...)
aber das ist doch dann auch durch die dinge, mit der die 'herkömmliche' methode zu kämpfen hat, limitiert, oder? :huh:

oder ist das ein so viel schneller prozessor, dass der den sensor viel schneller als bisher ausliest und wieder startklar macht?
und der prozessor war bisher das limitierende glied in der berechnungskette...?
was ich mir allerdings bei den heutigen smartphones nicht vorstellen kann, da gibt es, denke ich, andere geschwindigkeitsbremsen.
 
Ich bin ja normalerweise kein Rechtschreib-Feti, aber das ist schon sehr arg:


Ein HDR-Bildprozessor des Microsystems Technology Laboratorys (MIT) soll binnen weniger Millisekunden Belichtungsreihen zusammenrechnen können und so bessere Bilder ermöglichen. Die Technik klingt interessant, dürfte aber vor allem in Smartphones und Kompaktkameras zum Einsatz kommen. Wie gut die Bilder werden, hängt letztendlich dann doch wieder von der verwendeten Kamera ab.


Die Forscher des Microsystems Technology Laboratorys haben einen neuen HDR-Bildprozessor entwickelt, der Schnappschüssen mehr Qualität verleiht. Die Aufgabenstellung dabei war recht zunächst recht simpel.


@ Topic:

ist jetzt für mich nichts spannendes... Meine DSLR kann diese Belichtungsreihen auch sehr schnell hintereinander machen, dass zusammenrechnen dauert keine 2 sek...
Interessant ist der Chip allerdings für Videos... Aber wenn ich mir die Platine so ansehe, mit Lüfter... Wie viel Leistung braucht das ding denn??
 
Schau dir doch alleine mal die größe des Chips an und lies dir durch, was im Text steht. Das ist ein von Foxconn finanzierter Prototyp. Der wird in irgendwas bei 90nm oder so gefertigt sein... Hauptsache günstig gefertigt und keine einzelne (Auftrags-) Produktion unterbrochen. Die hätten die Logik auch in Minecraft programmieren und das Ding (die Kamera) an den PC anschließen können :ugly: Hier geht es doch nur darum zu zeigen, was der Chip alleine kann. Es geht nicht darum zu zeigen wie klein und sparsam das Ding sein kann. Erstmal muss ja schließlich herausgefunden werden, ob einzelne Hersteller überhaupt Interesse daran hätten und wenn ja, ob in Lizenz oder als fertigen (dann miniaturisierten) Chip eingekauft.
 
Der Sinn dieser Neuentwicklung verschließt sich mir völlig. Hier wird ein Fortschritt in der Bildverarbeitung beschrieben, viel wichtiger wäre aber ein Fortschritt im Sensor. Ist ja schön, wenn Einzelbilder schnell verrechnet werden, aber mir ist es relativ egal, ob ich 10ms oder 1s auf ein Bild warte.

Der Knackpunkt liegt doch darin, dass ohne Blitz die Bilder unterbelichtet sind oder die Kamera die ISO-Empfindlichkeit hochstellt. Das erzeugt bei den Kompaktkameras lästiges Farbrauschen und das Luminanzrauschen wird meist gnadenlos per Software eliminiert (in schon jetzt ordentlicher Geschwindigkeit) mit den bekannten Detailverlusten und Artefakten.

Eine Belichtungsreihe selber verbessert die Situation doch nicht, denn da kommt dann noch das Problem dazu, dass ohne Stativ und bei bewegten Objekten die Bilder nicht deckungsgleich sind. Trotzdem alle mehr oder weniger verrauscht/unterbelichtet. Was soll da die Software retten?

Vom hier bereits genannten Blitz mit Softbox bin ich übrigens genauso abkommen wie vom indirekt Blitzen, weil Lichtfarbe und Ausleuchtung sich dadurch so stark verändern, dass die ursprüngliche Stimmung völlig verlorengeht - aber vielleicht liegt da ja der Fortschritt in der Bildverarbeitung: Geblitztes und ungeblitztes Bild verrechnen. Mal sehen. Bis dahin auf jeden Fall geht nichts über eine Kamera mit lichtempfindlichen Sensor.
 
Vom hier bereits genannten Blitz mit Softbox bin ich übrigens genauso abkommen wie vom indirekt Blitzen, weil Lichtfarbe und Ausleuchtung sich dadurch so stark verändern, dass die ursprüngliche Stimmung völlig verlorengeht - aber vielleicht liegt da ja der Fortschritt in der Bildverarbeitung: Geblitztes und ungeblitztes Bild verrechnen. Mal sehen. Bis dahin auf jeden Fall geht nichts über eine Kamera mit lichtempfindlichen Sensor.

Für available light mag das sicher sein um die Stimmung beizubehalten. Aber in Räumen mit Kunstlicht wie Leuchtstoff oä wird das nichts, wenn du unter anderem Portrait aufnimmst. Da hilft ein Blitz in Tageslichtemp ungemein.
 
Der Knackpunkt liegt doch darin, dass ohne Blitz die Bilder unterbelichtet sind oder die Kamera die ISO-Empfindlichkeit hochstellt. Das erzeugt bei den Kompaktkameras lästiges Farbrauschen und das Luminanzrauschen wird meist gnadenlos per Software eliminiert (in schon jetzt ordentlicher Geschwindigkeit) mit den bekannten Detailverlusten und Artefakten.
Ne, der Knackpunkt liegt darin, dass die Kontraste zwischen den Lichtern und den Tiefen zu groß sind und ein Digitalchip nur ienes von beiden vernünftig belichten kann und genau da setzt die HDR Technik an. ;)

MfG
 
Für available light mag das sicher sein um die Stimmung beizubehalten. Aber in Räumen mit Kunstlicht wie Leuchtstoff oä wird das nichts, wenn du unter anderem Portrait aufnimmst. Da hilft ein Blitz in Tageslichtemp ungemein.
Sicher. Allerdings dürfte das nicht die Situation sein, in der die genannte Technik eingesetzt werden soll.

Ne, der Knackpunkt liegt darin, dass die Kontraste zwischen den Lichtern und den Tiefen zu groß sind und ein Digitalchip nur ienes von beiden vernünftig belichten kann und genau da setzt die HDR Technik an. ;)
MfG
Insofern es nur um HDR geht, stimmt das natürlich, aber das gibt es ja schon und ob dass nun unbedingt so viel schneller werden muss...?

Ob eine Reihenaufnahme mit oder ohne HDR im Regelfall dazu geeignet ist, in den zitierten Schnappschuss-Situationen eingesetzt zu werden, bezweifle ich allerdings stark. Gerade bei Schnappschüssen geht es beim Fotografen und/oder Objekt ja meist etwas hektisch zu. Dann kommt es zu erheblichen Unterschieden in den Einzelbildern.

Und wenn es um die im Artikel beschriebene Available-Light-Fotografie geht, hilft HDR gar nicht weiter.
 
Für wirklich bessere Bildqualität in Zukunft bei gegebenem Licht gibt es nur 2 Mittel:

1. gescheite Sensoren
2. größere Sensoren.

Was bringen mir bitte ach so "tolle" Exmor Sensoren und Linsen von Zeiss, wenn der Sensor 4mm² groß ist und auf dieser Fläche durch ne oftmals verschmierte oder verdreckte Linsenabdeckung Licht für 13MP einfangen soll? "Jede" alte 4MP Kamera bietet mehr Bilddetails auf den Aufnahmen, als jeder 8 oder gar 12MP Sensor in Telefonen. Solange also die Sensoren nicht größer werden, ist es fast egal was dahinter alles an Technik rechnet, um aus dem Lichtmatsch noch Informationen zu bekommen. Wenn man brauchbare 4MP Aufnahmen mit Photoshop o.ä. auf 8MP oder gar 12MP hochrechnet, kommen da immernoch deutlich bessere Bilder bei raus, als die Fotos mit nem aktuellen 8MP- bzw. 12MP-Smartphone.
 
Wenn man brauchbare 4MP Aufnahmen mit Photoshop o.ä. auf 8MP oder gar 12MP hochrechnet, kommen da immernoch deutlich bessere Bilder bei raus, als die Fotos mit nem aktuellen 8MP- bzw. 12MP-Smartphone.
Einspruch. Von der Schärfe her definitiv nicht, von der Beleuchtung bei schwachem Licht ja aber da spielt ja die Skalierung keine Rolle. ;)

MfG
 
Einspruch. Von der Schärfe her definitiv nicht, von der Beleuchtung bei schwachem Licht ja aber da spielt ja die Skalierung keine Rolle. ;)
MfG
Sowas ist pauschal schwer zu sagen. Ich habe schon Handy-Bilder gesehen, die bedingt durch den winzigen Sensor bereits unter normalen Lichtsituationen die Bilder so massiv entrauscht wurden, dass die echte Auflösung deutlich schlechter ist, als von einer guten Kamera mit geringerer Pixelzahl. Es kommt halt -wie immer- drauf an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich? Ich habe noch mit keinem Smartphone, sei es von Apple, HTC, Samsung, LG oder wem auch immer Bilder schießen können, die ich am Monitor als scharf empfunden habe. Alles weichgespült mit ausgefranzten Rändern, Farbfehler mindestens in den Schatten, verstärkter Unschärfe zu den Bildrändern hin... gerade mal bei hellen Bildern im Freien ist es teilweise zu ertragen.
Da man mit beiden (Handy und alte 4MP Knipse) nicht wirklich brauchbar Schnappschüsse über 10x15 drucken kann, liefern mMn die alten Digitalknipsen echt noch die besseren Bilder. Alles was darüber gedruckt wird, wird eh nachbearbeitet (von mir) und da macht es dann echt keinen großen Unterschied, ob da jetzt 4MP gescheit hochgerechnet wurden oder man ne Handykamera nimmt. Da ist mir oftmals aber das Rauschverhalten, Farbtreue (hab mit ISO 800 schon grüne Schatten statt fast schwarzer Schatten gehabt) und die Belichtung wichtiger als Pixel. Naja, besser immer gleich die DSLR... aber die passt halt so schlecht in die Hosentasche ;)

€: HTC geht mit dem neuen One ja in die richtige Richtung... ob sich was an der Bildqualität merklich verbessert, bleibt zu testen/abzuwarten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich? Ich habe noch mit keinem Smartphone, sei es von Apple, HTC, Samsung, LG oder wem auch immer Bilder schießen können, die ich am Monitor als scharf empfunden habe. Alles weichgespült mit ausgefranzten Rändern, Farbfehler mindestens in den Schatten, verstärkter Unschärfe zu den Bildrändern hin... gerade mal bei hellen Bildern im Freien ist es teilweise zu ertragen.
Das liegt dann aber nicht am Prozessor sondern an der Linse, mit dem Randabfall. ;)
Da man mit beiden (Handy und alte 4MP Knipse) nicht wirklich brauchbar Schnappschüsse über 10x15 drucken kann, liefern mMn die alten Digitalknipsen echt noch die besseren Bilder. Alles was darüber gedruckt wird, wird eh nachbearbeitet (von mir) und da macht es dann echt keinen großen Unterschied, ob da jetzt 4MP gescheit hochgerechnet wurden oder man ne Handykamera nimmt. Da ist mir oftmals aber das Rauschverhalten, Farbtreue (hab mit ISO 800 schon grüne Schatten statt fast schwarzer Schatten gehabt) und die Belichtung wichtiger als Pixel. Naja, besser immer gleich die DSLR... aber die passt halt so schlecht in die Hosentasche ;)

€: HTC geht mit dem neuen One ja in die richtige Richtung... ob sich was an der Bildqualität merklich verbessert, bleibt zu testen/abzuwarten.
Die Lichtempfinldichkeit wird definitiv steigen, dass ändert dann aber leider nichts an den anderen Problemen, wie der kleinen Linse etc. :)

MfG
 
Schon klar... aber größerer Sensor bedeutet auch größere Linsen... ach so gut wie alle Probleme bessern sich mit größerem Sensor und den Folgen daraus... außer dem Platzbedarf und dem Stromhunger.
 
Ob eine Reihenaufnahme mit oder ohne HDR im Regelfall dazu geeignet ist, in den zitierten Schnappschuss-Situationen eingesetzt zu werden, bezweifle ich allerdings stark. Gerade bei Schnappschüssen geht es beim Fotografen und/oder Objekt ja meist etwas hektisch zu. Dann kommt es zu erheblichen Unterschieden in den Einzelbildern.

Wenn du aus mehreren unterbelichteten Einzelbildern ein Gesamtbild errechnet dann kann man im Zuge dieser Berechnung Bewegungsunschärfen gegebenenfalls recht gut ausgleichen, so ein Verfahren kann durchaus einige Vorteile gegenüber einer einfach nur höheren statischen Belichtungszeit haben.

Für wirklich bessere Bildqualität in Zukunft bei gegebenem Licht gibt es nur 2 Mittel:

1. gescheite Sensoren
2. größere Sensoren.

Das stimmt nicht ganz; mit besseren Bildprozessoren und insbesondere mit der Aufnahme mehrerer Einzelbilder, die nachträglich zusammengerechnet werden anstelle von einem länger belichteten Bild kann man theoretisch einiges mehr aus dem selben Sensor herausholen.

Bessere Seonsoren sind aber immer gut, größere meist auch (wobei größere Sensoren als solche natürlich auch ihre Nachteile haben können).

Schon klar... aber größerer Sensor bedeutet auch größere Linsen...

Größere Linsen sind nicht besser- sie sind bei vergleichbarer Qualität aber nicht nur größer sondern auch wesentlich teurer.
 
Wenn du aus mehreren unterbelichteten Einzelbildern ein Gesamtbild errechnet dann kann man im Zuge dieser Berechnung Bewegungsunschärfen gegebenenfalls recht gut ausgleichen, so ein Verfahren kann durchaus einige Vorteile gegenüber einer einfach nur höheren statischen Belichtungszeit haben.
Ich habe solche Bilder schon gesehen - die konnten mich bisher aber nicht gerade überzeugen. Theoretisch sollte man softwaremäßig hinreichend bei schnell hintereinander aufgenommenen Bilder Bewegungsunschärfe besser ausgleichen können. Praktisch funktioniert das aber nach meine Erfahrungen (noch)? nicht.
 
Einspruch. Von der Schärfe her definitiv nicht, von der Beleuchtung bei schwachem Licht ja aber da spielt ja die Skalierung keine Rolle. ;)
Da liegst du falsch.

Ich hab's gerade ausprobiert und mal einige 4MP Bilder meiner alten Fuji S5500 (also eine Superzoom von 2004 mit winzigem Sensor, aber moderatem Rauschfilter) hochskaliert, leicht nachgeschärft und mit aktuellen iPhone 5 8MP Bildern verglichen.

Das iPhone 5 stinkt gewaltig ab. Die agressiven Entrauschalgorithmen, die bei modernen Kompaktkameras/Smartphones eingesetzt werden, zerstören schlicht zuviele Details.
 
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