Grafikkarten-Retailmarkt: Q1/2020 noch stabil, steigende Preise, stabile Geforces und eine Radeon

Das ist ja schön wie die 5700XT preislich liegt und zu welchem Betrag sie teilweise in guten Versionen den Käufer erreicht.
Aber heute noch ernsthaft eine Karte quasi ohne Raytracing oder Deep Learning?

Bin froh mir eine 2060 Super geholt zu haben auch wenn ich fast eine Radeon bestellt hätte.

Wie viele Spiele gibt es aktuell mit Raytracing Unterstützung?
Keine 20...
So lange die von dir gespielten Spiele darunter sind: Glückwunsch.
Aktuell gibt es bei den Spielen, die ich aktiv spiele, kein einziges mit RT Support.
Und selbst wenn RT langsam Fahrt aufnimmt, braucht es noch ein paar Jahre, um wirklich interessant zu werden.
Vore allem im Mainstrem Bereich um €300 und weniger gibt es aktuell keine einzige RT fähige Karte.

Ampere und RDNA2 müssen in dem Preisbereich RT Leistung einer 2070S, oder eher mehr liefern, damit es wirklich interessant wird.
(Persönlich kann mir RT so lange gestohlen bleiben, bis wir wenigstens Beleuchtung, Schatten und Spiegelungen zusammen in einem Spiel per RT bekommen)
 
Insbesondere ist Deep Learning / DLSS Nvidia-Exklusiv und wird sich somit ohne Öffnung kaum durchsetzen.
Ähnlich ging es schon PhysX und GSync.
 
Wie viele Spiele gibt es aktuell mit Raytracing Unterstützung?
Was ich mich frage ist, wenn AMD mit seiner Software basierten Lösung von Raytracing auf den Markt kommt, ob dann eine RX 5700XT auch Raytracing können wird, oder gibt es die derzeitige Struktur der Grafikkarte nicht her? Das würde mich wirklich mal interessieren, ansonsten wäre die Grafikkarte ja ein Produkt, welches ihr Mindesthaltbarkeitsdatum quasi schon überschritten hat, oder nicht?
 
Was ich mich frage ist, wenn AMD mit seiner Software basierten Lösung von Raytracing auf den Markt kommt, ob dann eine RX 5700XT auch Raytracing können wird, oder gibt es die derzeitige Struktur der Grafikkarte nicht her? Das würde mich wirklich mal interessieren, ansonsten wäre die Grafikkarte ja ein Produkt, welches ihr Mindesthaltbarkeitsdatum quasi schon überschritten hat, oder nicht?

Wie kommst du auf Software basiert?
AMD hat zusammen mit Crytek zwar gezeigt, dass RT auch mit einer V56 funktioniert, aber RDNA2 wird Hardware RT haben.
(Auch wenn ich alle Grafikkarten in den nächsten 4 Jahren dafür zu schwach finde, die Kunden wollen es offenbar)
Selbst wenn auf einer 5700 XT kein RT kommen wird, ist es doch vollkommen egal.
Die Gegenspieler im gleichen Preisbereich sind selbst mit Hardwareunterstützung zu schwach, um Licht, Schatten und Reflektionen gleichzeitig per RT darzustellen.
Außerdem hat Nvidia auch noch Karten ohne Tensor Kerne. Da läuft RT auch nicht wirklich.

Heute eine Karte wegen RT kaufen bedeutet early adopter zu sein und man rechnet damit, dass die Karten ne sehr kurze Lebensspanne haben, bis die Technik inkompatibel verbessert wird.
Siehe surround sound Formate und HDCP.


Die Lust nach immer mehr Pixeln scheint ja langsam abzuflachen.
Auf normalen Bildschirmformaten in normaler Arbeitsentfernung unterscheiden sich UHD und 8k nicht wirklich - genau wie beim Fernseher auf größeren Formaten.

In 6 Jahren bekommen wir dann hoffentlich endlich Karten mit ausreichend Rechenleistung -mit Chiplets vielleicht schon früher.
 
Wie das bei RDNA2 (eventuell) funktionieren könnte ist hier auf Seite 3 beschrieben: Raytracing: So werden Strahlen von GPUs beschleunigt - ComputerBase

https://www.computerbase.de/2020-04/raytracing-in-spielen-gpu-beschleunigung/3/ schrieb:
Wie könnte AMDs Ansatz aussehen?

AMD hat Mitte des letzten Jahres in einem Patent einen Ansatz für Echtzeit-Raytracing in Hardware beschrieben, der von dem von Nvidia verfolgten abweicht. Darin werden die Berechnungen für Raytracing in die Texturprozessoren der Shader integriert. Für Überraschung sorgte ein Entwickler der Xbox Series X mit AMD-GPU zwei Monate später, als er von dedizierten RT-Kernen bei AMD sprach, was auf den ersten Blick einer integrierten Lösung widerspricht. Auf den zweiten deutet die Kombination beider Welten aber darauf hin, welchen Ansatz AMD bei Raytracing verfolgen wird.

Der BVH-Algorithmus benötigt einen guten Zugriff auf Cache und VRAM bei hoher Bandbreite. Als ausgegliedertes Element, wie es der RT-Kern bei Nvidia ist, bedeutet dies Flächenverbrauch durch eine zusätzliche Speicheranbindung. AMD beschreibt, dass der Texturprozessor, der für das Abrufen der Texturen beim Shading zuständig ist, bereits eine optimale Anbindung an den Speicher besitzt. Er ist dadurch prädestiniert, den BVH-Algorithmus speichereffizient auszuführen. Der zweite Schritt für Raytracing, die Schnittstellenbestimmung, wird im Anschluss durch eine neue Recheneinheit, die sogenannte „Ray Intersection Engine“, durchgeführt. Diese ist eine Fixed-Function-Einheit, also wie bei Nvidia ein ASIC, der in den Texturprozessor integriert wird. Diese Einheit könnte diejenige sein, die vom Xbox-Entwickler als dedizierte Recheneinheit für Raytracing bezeichnet wurde.

Das unterscheidet Nvidias und AMDs Ansatz

Der Ansatz von AMD unterscheidet sich von Nvidias Vorgehensweise in zwei Dingen. Zum einen führt die neue Recheneinheit nur einen anstelle von zwei Schritten der Raytracing-Pipeline aus. Dadurch kann dieser Bereich kleiner ausfallen, was Chipfläche spart. Zum anderen wird das Scheduling, also die Entscheidung, welche Schritte wann unternommen werden, vermehrt von der Shader-Einheit ausgeführt. Der Texturprozessor arbeitet stets nur den Strahlendurchgang durch eine Box-Ebene in der BVH ab und liefert das Ergebnis (Strahlen-Schnittstelle bzw. weitere Boxen, die durchlaufen werden müssen) zurück an die Shader-Einheit. Dies geschieht auf die gleiche Weise, wie bisher Texturen bereitgestellt wurden, und kann deshalb die bestehende Infrastruktur der Shader weiterverwenden. Danach entscheidet die Shader-Einheit, welche Schritte als Nächstes erfolgen, und erlaubt Entwicklern so eine bessere Kontrolle über den Rechenaufwand, der für Raytracing aufgebracht werden soll. Auch wie viele Sekundärstrahlen weiterverfolgt werden sollen, wird durch die Shader-Einheit bestimmt.

Ob AMDs Lösung tatsächlich so wie hier beschrieben aussieht und ob die Konsolen eine abweichende Lösung erhalten, wird sich im Laufe dieses Jahres zeigen. Für die kommenden Grafikkarten auf Basis von RDNA2 gibt es noch keinen genaueren Termin als das Jahr 2020. Für die Konsolen ist hingegen bekannt, dass sie Ende des Jahres erscheinen sollen. Auch von Nvidia dürfte es dieses Jahr eine neue Grafikkartengeneration geben, bei der Verbesserungen beim Raytracing zu erwarten sind. Fest steht dabei nur: Sie werden zu Microsoft DXR, wie es mittlerweile fester Bestandteil von DirectX 12 Ultimate ist, kompatibel sein.
 
Ich bin gamer und besitze eine Grafinkarte - seit 5 Jahren.
Und da die Preise für einige Komponenten seit Februar angezogen haben, verspüre ich keinerlei Bedarf, da was neues zu kaufen.

Das heißt ja nur, du besitzt eine, daher ist dein Grundbedürfnis gedeckt. Also ist alles gut. - Wie sieht es aber aus, wenn diese 5 Jahre alte Karte in zwei Monaten den Geist auf geben würde... Dann würdest du umgehend einen Ersatz besorgen - auch in der Krise. - Und wenn du es nicht nicht tun würdest, wärest du kein Gamer mehr oder ein verhinderter.

Derzeit verzögert sich alles. Grafikkarten, Spiele, Wachstum. Und allein in diesem Thread gibt es hunderte von Prognosen was kommen mag. Was davon und ob etwas davon Wirklichkeit wird, muss sich zeigen, wird sich auch zeigen. Und ob man letzteres als Drohung verstehen muss, eben auch.

Als Gamer beschäftigt dann aber doch die Frage am meisten. wie lang sich die neuen Produkte verzögern werden. Das könnte noch dauern. Zunächst kommt der Sommer danach der Herbst und auch nach Monaten wird das Virus nicht von allein verschwunden sein. Ob dann zum Weihnachtsgeschäft die neuen Konsolen weltweit verfügbar sind oder vielleicht nur in ausgewählten Gebeiten. - die PS5 in Japan und Teilen Asians und die XBOX SerieX allein in Nordamerika. Und Europa wird warten müssen, könnte passieren.

Danach kommt dann die nächste Grippewelle und in den allermeisten Ländern wird es keine Herdenimmunität gegen Corona geben, auch die wird durch die Eindämmung verhindert, sogar jene die jetzt immun geworden sind, könnten bis dahin nicht mehr immun sein; herrliche Aussichten, wenn man spannende Entwicklungen als pricklend empfindet und sich vor nichts erschreckt. Ich bin schon jetzt erschrocken, dass ich dieses Jahr wohl keine nächste Grafkkarte mehr bekommen werde - (so meine Prognose.) - Veantwortungsträger formulierten es so: "Normalität nur mit Impfstoff" - aber auch das wäre eine geänderte Normalität. Das Virus mag kontrollierbar werden, doch gewisse Folgewirkungen (Folgeschäden klänge eindeutig negativ) können aber auch mit Impfstoffen nicht einfach fortgeimpft werden.

Das ist wie in einem spannenden Film, man weiß eben nicht wie es ausgehen wird. Ich hoffe, ich erlebe die Auflösung von dem Plot; wäre zu schade wenn ich das Ende dieser spannenden Geschichte wegen eines Virus verpassen würde.

Für das Happyend stellt sich die Frage so: Wird der Held am Ende eine neue Grafikkarte in den Händen halten oder nicht.
 
Das heißt ja nur, du besitzt eine, daher ist dein Grundbedürfnis gedeckt. Also ist alles gut. - Wie sieht es aber aus, wenn diese 5 Jahre alte Karte in zwei Monaten den Geist auf geben würde... Dann würdest du umgehend einen Ersatz besorgen - auch in der Krise. - Und wenn du es nicht nicht tun würdest, wärest du kein Gamer mehr oder ein verhinderter.

Selbst wenn meine R9 290 ausfällt, hab ich noch eine alte Karte im Keller liegen - und mit etwas Glück lebt die 290 aus dem verstorbenen PC meiner Frau noch.
Und sollten wirklich alle Stricke reißen, spiel ich halt erst mal Switch, oder Wii, oder PS2, oder 3DS... Jede Konsole hat ihren eigenen pile of shame.
Ich hab auch noch einen uralt Laptop mit Sandy Bridge CPU und Mobile HD5870... ist natürlich nur noch für recht simple Spiele tauglich, aber Adventures laufen noch gut drauf.

Hmm.. auf dem Speicher stehen noch eine original XBox und ein Megadrive... obwohl die Spiele von letzterem wohl besser gealtert sind.
Selbst bei nem Stromausfall hab ich hier noch nen dicken pile of shame an Brettspielen.
Ich könnte meine Frau auch noch in den Wahnsinn treiben, indem ich häufiger DSA und DnD spiele...

Das Gamer Dasein hat ne Menge Möglichkeiten, auch wenn ich plötzlich ohne Grafikkarte dastehe.

Edit:
Zum Thema Herdenimmunität:
Die können wir nicht mal erreichen, wenn wir keinerlei Eindämmungsmaßnahmen hätten.
Dafür müssten innerhalb der nächsten 12 Monate deutlich über 60% der deutschen infiziert und genesen sein. Das wären dann "nur" knapp 50 Millionen....
Das überlebt kein Gesundheitssystem - außerdem wäre das auch nur der absolute Minimalwert, bei dem es noch immer zu lokalen Ausbrüchen kommt.
Erst bei einer Immunität von 95% der Bevölkerung (78,9 Mio.) wäre das Ganze durch - sofern der Virus nicht mutiert, wovon es schon Anzeichen gibt.

Ohne Impfstoff ist das einfach eine populistische Illusion, die nie zu erreichen ist.
Und so lang wir keinen haben, müssen wir eben weiter durchhalten und mit gewissen Einschränkungen leben und nicht wie das Vieh auf die schönen, sonnigen Wiesen laufen.
 
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