Evolutiv einprogrammiertes Verhalten als Intelligenz zu bezeichnen halte ich für nicht richtig. Was Ratten, Ameisen und Bienen machen ist nichts anderes als Instinkt.
Na da hatten z.B. Möven aber echt Glück, dass sie im laufende der Jahrtausende einen Instinkt entwickelt haben, der sie den Zusammenhang zwischen Straßenverkehr und geöffneten Miesmuscheln erkennen lässt.
Ich bezog mein Menschenähnlich weniger auf die Gene sondern mehr auf die reine Intelligenz. Und nach allem was ich gelesen habe sind da Wale den Affen immernoch vorraus, auch wenn die Affen wohl dennoch eine Spitzenposition einnehmen.
Schwierig, schwierig. Bislang haben sich die Menschen noch nicht einmal darauf einigen können, wie man die Intelligenz von Mitmenschen objektiv quantifizieren kann. Bei komplett anderen Lebewesen scheitert man i.d.R. komplett. Was wir mit Tieren machen, sind eigentlich extrem primitive Tests - aber wir sind leider unfähig, komplexere Sachen mit ihnen zu erörtern oder komplexe Hintergedanken bei Handlungen, die sie aus Eigenmotivation heraus ausführen, zu erkennen. Dazu kommt der stark unterschiedliche Forschungsumfang.
Die ersten Tiere, denen man Intelligenz bescheinigt hat, waren Affen - sehr menschenähnlich, ziemlich gut erforscht (nicht zuletzt deswegen sind von ihnen heute definitiv mehr und komplexere Aktionen bekannt, als von Walen). Danach kamen die Opfer diverser Delphinarien und mitlerweile ist man soweit, dass es als Wissenschaft akzeptiert wird, wenn jemand mal unvoreingenommen Raben, Krähen und Kraken untersucht - und siehe da: Eine "Intelligen"-Merkmal nach dem anderen findet sich. Die Grenze ist da imho klar die Betrachtungsweise der Menschen, nicht die Leistungsfähigkeit der Tiere.
(Das genannte Spiegelbildexperiment ist ein wunderschönes Beispiel: Tiere, die sich im Spiegel nicht erkennen, wird oftmals jegliches Selbstbewußtsein abgesprochen. Aber wieso bitte schön sollte z.B. ein Dachs, der sich vor allem nach Geruch orientiert, bitte schön im Spiegel erkennen? Der ist froh, wenn er nen Baum erkennt. Umgekehrt würde er Menschen vermutlich für primitive Automaten erhalten, weil wir es nicht einmal riechen, wenn eine unserer engsten Bezugspersonen vor uns auf einem Platz saß.)
So gesehen muss man auch mal ganz klar festhalten:
Die Frage, ob es Leben im restlichen Universum gibt, ist eine ganz andere, als die nach intelligentem Leben im restlichen Universum. Letztere ist nur unwesentlich schwerer objektiv und abschließend zu beantworten, als die Frage nach intelligentem Leben irgendwo im Universum.
Das kann man so sagen. Also hat die Evolution doch sehr gute Arbeit geleistet, und um zum Thema zurück zu kommen, warum sollte sie ausgerechnet nur auf unserer Erde diese gute Arbeit geleistet haben ?
Die Evolution "leistet keine Arbeit". Fortschritt durch Evolution resultiert aus der Handlung des (Aus)Sterbenes - an und für sich kein sehr zielgerichteter und konstruktiver Prozess und dementsprechend schwer bis gar nicht vorhersag- oder übertragbar.
(ein weitere Sache neben dem Universum, die sich viele Menschen nur schwer bewußt machen - im Gegensatz zum Universum ist es bei der Evolution aber imho immerhin noch möglich)
Soweit ich weiß waren am Anfang Aminosäuren und Wasser (und Methan?) die sog. Ursuppe, aus der sich die ersten Einzeller entwickelt haben.
Was ganz zu Anfang war und wie es dann anfangs weiterging, ist verdammt schwer zu sagen und die Zahl der Theorien übersteigt die Zahl der Indizien deutlich.