Gendern? Ja/Nein/Vielleicht

Was meinst Du denn, warum ich stetig von "männlicher Emanzipation" rede? Genau wegen solcher Themen. Leute wie Du argumengieren "Der Feminismus ist ***, weil er sich nicht um Männertrechte kümmert".
Ich habe nirgendwo geschrieben das Feminismus sch*ei*ße ist, nur das die Menschen im Feminismus zunehmend sch*ei*ße sind, weil es denen nicht um das Ziel vom mehr wirkliche Gleichberechtigung und Gerechtigkeit geht, sondern um reine Elbogenpolitik, für mehr Matriachat im Patriachat.

Ich möchte halt gerne mehr wirkliche Gleichberechtigung und Gerechtigkeit und die erreicht man halt nur wenn man umfassend darüber redet und nicht nach Geschlechtern getrennt. Miteinander, konstruktiv sprechen und wirken, nicht übereinander und gegeneinander!

Und warum machen sie das nicht? Weil sie dann die ganze Härte jene Bullies erleben würden, von denen sie schon auf dem Schulhof verprügelt wurden.
Nein weil sie dann von Frauen ausgelacht werden, nicht "männlich" genug zu sein.
Toxität beherrscht ihr nämlich durchaus genauso gut wie "die Männer".

Du pflegst einen destruktiven Diskussionsstil.
Weil ich den Finger in die Wunde lege?

Jetzt fängt Du auch an. Brauchst Du jetzt Zeugen? Natürlich nutze ich dieses Beispiel seit Jahren, weil es gut ist.
Computer sagt nein...
 
Was meinst Du denn, warum ich stetig von "männlicher Emanzipation" rede? Genau wegen solcher Themen. Leute wie Du argumengieren "Der Feminismus ist ***, weil er sich nicht um Männerrechte kümmert". Und ich sage, Männer sollten aufstehen und für ihre Rechte kämpfen. Und warum machen sie das nicht? Weil sie dann die ganze Härte jene Bullies erleben würden, von denen sie schon auf dem Schulhof verprügelt wurden. Das ist der gesellschaftliche Feind, die Gruppe, die niemand braucht. Jene Männer, die meinen, andere dominieren zu müssen. Dumpfbacken halt.


Du pflegst einen destruktiven Diskussionsstil.
Du erwähnst es immer wieder, dass "wir Männer" uns nicht darauf verlassen sollen, dass der Feminismus alles für uns regelt. Wie kommst du auf die Idee, dass "wir Männer" das tun, wollen oder fördern? Der Feminismus ist - das impliziert schon der Name - erst einmal für die Frauenrechte da.

Zum Thema: Wenn wir der einzigen bisher geposteten Quelle Glauben schenken dürfen, dass sich 70% der Leute vom Gendern genervt fühlen - und dann noch mit guten Willen das auf 50% runterbrechen, um für eine etwaige, einseitige Befragung (nicht, dass ich es unterstelle, aber die Möglichkeit bestünde theoretisch) zu kompensieren - dann bedeutet das, dass durch übermäßiges Gegendere eine negative Konnotation entsteht. Und so richtig der Ansatz ist, wegen dem das GEndern überhaupt jemals Thema wurde - so falsch wäre es, durch diese Tatsache das Ganze negativ zu behaften.

Und nur der Vollständigkeit halber: Ich gendere im Beruf auch und ich selbst habe kein Problem damit, es außerhalb von Fließtexten zu lesen oder zu verwenden.
 
Du erwähnst es immer wieder, dass "wir Männer" uns nicht darauf verlassen sollen, dass der Feminismus alles für uns regelt. Wie kommst du auf die Idee, dass "wir Männer" das tun, wollen oder fördern? Der Feminismus ist - das impliziert schon der Name - erst einmal für die Frauenrechte da.
Weil ich immer wieder von einzelnen Männern genau mit dieser Denkweise konfrontiert werde. Natürlich sind das nicht alle. Aber wo ist jetzt das Problem, aufzustehen und dagegen zu kämpfen? Bestimmte Themen müssen als ersten Schritt auf den Tisch. Z.B. war das Thema Vergewaltigung in der Familie zu meiner Kindheit noch tabu. Da wurde den kleinen Mädchen dann gesagt, wenn sie Anklage gegen Vater oder Bruder stellen, wären sie schuld, wenn die Familie daran zerbricht. Ebenso verlief die Mehrzahl der Gerichtsprozesse nur mit einer weiteren Traumatisierung der Frauen, ohne, dass Täter verurteilt wurden. Dass sehr viele kleine Jungs ebenfalls von Vätern und Brüdern genauso dasgleiche erfahren haben, wird immer noch kaum diskutiert. Es fängt an, aber Männer sind da noch viel verschlossener.
 
Also ich denke nicht bei Begriffen an Geschlechter ob Mann oder Frau. Man muss nicht alles verstehen. Wer denkt denn immer ist das Mann oder Frau?
Das ist eine gute Frage. Warum wollen Menschen in der Regel das Gegenüber in die beiden Kategorien "Mann/Frau" einteilen. Das ist, meiner Ansicht nach, ein tiefes evolutionäes Programm. Wenn Du irgendwo im Wald am Jagen oder Sammeln bist und am Horizont taucht eine menschliche Silhouette auf, was macht man dann? Ist es ein Mann ist man vorsichtig und beobachtet sein Verhalten, denn es droht immer Gefahr. Ist es eine Frau, macht man in Ruhe seinen Kram weiter. Die ist in der Regel harmlos.
 
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Geht es jetzt eigentlich um gendern, allgemein bzw. geschlechtsneutral gehaltene Formulierungen oder dass der Arbeitskreis Warsteinerkekse Märchenstunde hält?
Wenn Du irgendwo im Wald am Jagen oder Sammeln bist
Wer kennt nicht die Situation im Jahre 2023 in Deutschland: Die hier lebenden Menschen sind irgendwo im Wald am jagen oder sammeln und beäugen argwöhnisch den Horizont, ob dort eine menschliche Silhouette zu sehen ist.
 
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Da wurde den kleinen Mädchen dann gesagt, wenn sie Anklage gegen Vater oder Bruder oder Mutter oder Schwester

Dass sehr viele kleine Jungs ebenfalls von Vätern und Brüdern, Müttern oder Schwestern genauso dasgleiche erfahren haben, wird immer noch kaum diskutiert. Es fängt an, aber Männer sind da noch viel verschlossener.
Oder bist du der Meinung, Frauen können sowas nicht tun? Das absichtliche Weglassen dieser Tatsache hat doch schon was von Twitter-Feminismus ala "Männer können keine Opfer von Frauen sein". Alternativ hätte man auch einfach den Täter weglassen können und schreiben können: "...das sehr viele kleine Jungs genauso das gleiche erfahren..".
 
Bitte aufs Thema zurück kommen, das hat hier gerade nur noch geringfügig etwas mit dem ursprünglichen Thema und der Fragestellung zu tun.

Ja das eine führt zum anderen blablub, aber da ich jetzt keine 10 Seiten durcharbeiten möchte bleibt es nun bei diesem Hinweis im Thread. Ab hier kein OT mehr. Danke.
:kaffee:
 
Hier ein schöner Artikel zum Thema:

" ... Schon im Mittelalter gab es Phasen, in denen beide Geschlechter auf Schriftstücken explizit erwähnt wurden – zum Beispiel “Koufeler und Koufelerin” für Händler und Händlerin. Und auch damals gab es immerhin schon Diskussionen darüber, ob die männliche Form wirklich auch für die weibliche stehen kann. So empfiehlt etwa der Schriftsteller Johann Christoph Gottsched 1748 in seiner “Grundlegung der deutschen Sprachkunst”: Man solle immer dann Bezeichnungen wie “Oberstinn”, “Hauptmännin” oder “Doctorin” nutzen, wenn Frauen diese Funktion ausüben.. ..."

Um diese Themen geht es im Artikel:

Effekt 1: Frauen werden sichtbarer
Effekt 2: Gendern hat Auswirkungen auf die Berufswahl
Effekt 3: Kinder trauen sich mehr Berufe zu
Effekt 4: Menschen denken offener über Geschlechterrollen


Einwand 1: Gendern löst Irritationen aus
Einwand 2: Gendern führt zu Reaktanz
Einwand 3: Durch Gendern wird Geschlecht überbetont

Mit diesen Einzelthemen ist eigentlich alles gesagt. Jeder wird es unterschiedlich bewerten und gewichten. Ich halte Effekt 1 und 2 für sehr relevant. Andere werden andere Punkte in den Vordergrund stellen
 
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Man solle immer dann Bezeichnungen wie “Oberstinn”, “Hauptmännin” oder “Doctorin” nutzen, wenn Frauen diese Funktion ausüben.. ..."
Und warum hat sich das in ersten beiden Fällen nicht durchgesetzt?
Evt. weil Oberstinn schon vor 300 Jahren gar keinen Sinn ergeben hätte, da Oberst von dem Wort "oben", er / sie / es ist "zu oberst", abgeleitet ist, es also dann entsprechend entweder besser mit Herr Oberst und Frau Oberst abgegeolten wäre, oder wenn schon anders, nach Geschlecht, mit Oberste, statt Oberstinn?

Und warum statt Hauptmann nicht einfach Hauptfrau, was ebenfalls weit sinnrichtiger wäre, als Hauptmannin...
Das einzige wo die Form Sinn macht und was auch so in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen wurde war Doktorin.
 
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Kannst du deinen Beitrag auch bitte ohne "Geschrei" formatieren @Neuer_User :schief:

Zu deinen Effekten:
Ist eigentlich Alles nur eine Frage der Erziehung der jetzigen Generation.
Dann regelt sich auch die Sprache von selbst, so wie sie es schon immer getan hat und auch weiterhin tun wird.
Alle Zwänge helfen nichts, wenn das Denken nicht hinterher kommt...

Zu deinen Einwänden:
Richtig, und wie man auch hier sehen kann: Es gibt Menschen, die davon genervt sind.
Zu meinen Schulzeiten hat uns auch massiv die "neue deutsche Rechtschreibung" genervt und tut es bis heute noch in Teilen...
Kein Glanzstück mMn. weil:
Hat man seine Sprache erst einmal gelernt und verinnerlicht, dann ist es fast unmöglich, diese wieder zu ändern.
Sprache ändert sich mit der Zeit (viel Zeit!) von ganz alleine und das ist auch mMn. der beste Weg.

Lasst doch die "boomer" sprechen, wie sie es gelernt haben; Schwamm drüber :ka:

Meine Kinder lernen jedenfalls eine andere (deutsche) Sprache, als die, die ich vor über 30 Jahren gelernt habe.

Mein Wortschatz beinhaltet bspw. auch sowas wie "lol" und "rofl"; ich glaube kaum, dass mein Sohn damit irgendetwas anzufangen weiß :haha:
 
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Ist doch egal, du führst sie hier noch einmal extra an.

Das Schlusswort aus deinem verlinkten Artikel beschreibt es doch perfekt:

Was sich im Sprachgebrauch durchsetzen wird, entscheiden am Ende allerdings wir selbst – so ist es immer schon gewesen.

Warum sollen wir uns also die Köpfe einschlagen?
Unsere Kinder werden das schon regeln.
 
Warum sollen wir uns also die Köpfe einschlagen?
Das sagten wir auch schon mehrfach. Hier ist doch auch alles gesittet und friedlich. Wer betreibt aber diese Diskussion immer wieder und was ist das eigentliche politische Ziel hinter der Diskussion gegen einer neutrale und nicht diskriminierende Sprache. Das ist relativ schnell und einfach herausgearbeitet.

Dieser Satz sagt doch alles "Was sich im Sprachgebrauch durchsetzen wird, entscheiden am Ende allerdings wir selbst". Die einen nutzen es konsequent, ich mache es hin und wieder, oft nicht, andere machen es gar nicht. Aber eine bestimmte Gruppe will allen vorschreiben, es nicht zu machen und schlimmer noch, nicht machen zu dürfen.
 
Aber eine bestimmte Gruppe will allen vorschreiben, es nicht zu machen und schlimmer noch, nicht machen zu dürfen.
Du die gibt es auch auf der anderen Seite (einer von den Zwergen hat sich ja gerade im Post zuvor zu Wort gemeldet). Du solltest, wie Drayygo dir auch schon richtig angemerkt hatte, endlich mal aufhören hier selbst immer nur einseitig zu pauschalisieren.
 
Meine Kinder lernen jedenfalls eine andere (deutsche) Sprache, als die, die ich vor über 30 Jahren gelernt habe.
no cap, fr fr
Aber eine bestimmte Gruppe will allen vorschreiben, es nicht zu machen und schlimmer noch, nicht machen zu dürfen.
Und die Gruppe ist in der (deutlichen) Mehrheit - wie gesagt, ich berufe mich auf die einzige Quelle die bislang gepostet wurde. Wenn du eine andere hast, bitte gerne posten. Wenn die Mehrheit gendern möchte - und es ggfs. auch per Gesetz durchsetzen möchte - gerne. Aber solange die (deutliche) Mehrheit dagegen ist (ich nicht!) - macht es dennoch keinen Sinn, weil du da eher Trotzreaktion aufgrund von Genervtheit provozierst anstatt eine eigentlich gute Sache voranzubringen. Hatte ich so aber schonmal geschrieben - nur mit anderen Worten.
Probier es mal mit Begriffen wie "fernmündlich" oder "Telefax".
Man, heute regnet es wieder. Ich ziehe besser meinen Anorak an. :ugly:
 
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