Gendern? Ja/Nein/Vielleicht

Um es mal direkt zu formulieren:
Du versuchst hier nicht mehr vorhandene Probleme aus deiner Kindheit und Jugend zu lösen.
Du sollte nicht im ja/nein Schema denken. Was noch vor 50 Jahren extrem war, ist heute besser, aber keinesfalls gut. Ich habe immer noch kein Argument gehört, warum geschlechtsneutrale Sprache die Situation verschlechtern soll?

Ich sehe in Quoten und einer Sprache, die nicht geschlechtsneutral sondern explizit zwei Geschlechter benennt, durchaus das Risiko, dass sich Unterschiede verfestigen. Ich persönlich bin für eine Abschaffung des Juristischen Geschlechtes. Wir sind alle Menschen, da braucht es keine juristischen Unterscheidungen.

Ich persönlich bevorzuge darum Worte wie "Studierende" und nicht "Student*innen", "Mietende" und nicht "Mieter*innen", usw.
 
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Ich habe immer noch kein Argument gehört, warum geschlechtsneutrale Sprache die Situation verschlechtern soll?
Weil du damit vom eigentlichen Problem ablenkst. Das Problem ist ja wohl kaum die Anrede in einer Mail oder ähnliches sondern sitzt viel tiefer und mit so einer unsinnigen Diskussion lenkst du genau davon ab. Auf einmal ist nicht mehr Gleichberechtigung das Thema sondern ein beklopptes Gender Sternchen.
 
... Auf einmal ist nicht mehr Gleichberechtigung das Thema sondern ein beklopptes Gender Sternchen....

Das Thema ist: "Gendern? Ja/Nein/Vielleicht". Feminismus ist ein Teilgebiet, warum es gemacht wird. Es sind gerade die rechten Gruppen die meinen, der gesamte Feminismus beschränkt sich auf das Gendersternchen. Das ist natürlich grober Humbug. Das ist ein völlig unbedeutender Anteil, der viel zu häufig in die Diskussion gezogen wird.
 
Das Thema ist: "Gendern? Ja/Nein/Vielleicht"
Du bist ganz kurz davor das Problem zu verstehen ^^

Die eigentlich Frage sollte doch lauten:"Gleichberechtigung? Ja/Nein/Vielleicht?". Stattdessen wird eine bescheuerte Diskussion über Gendern geführt, was am eigentlichen Problem sowieso nichts ändern würde und das Thema völlig ad absurdum führt. Das wiederum spielt dann den Gegnern in die Hände.
 
Du sollte nicht im ja/nein Schema denken. Was noch vor 50 Jahren extrem war, ist heute besser, aber keinesfalls gut.

Ich habe immer noch kein Argument gehört, warum geschlechtsneutrale Sprache die Situation verschlechtern soll?
Also ich bin ja der letzte der meint DE hätte da immer Vorreiter gespielt, die 1950er-1960er waren schon ziemlich spießig und juristisch musste eine ganze Menge in den 1970er völlig zurecht nachgeholt werden.

Aber sage mir doch mal wo es Heute erheblich besser ist?
Gesellschaftliche Veränderungen brauchen immer ihre Zeit, das geht nicht von heute auf morgen. Auch eine der Problematiken der jetzigen Politik, sie wollen zu viele Veränderungen auf einmal, was weite oder einige Teile der Gesellschaft überfordert oder schlicht eine Gegenbewegung auslöst.

Gerade was Frauen anbelangt, finde ich z.B. das wir einen sehr weiten Weg sehr schnell zurück gelegt haben, ohne das es wirklich Gegenbewegungen gegeben hat.
Im 19 Jahrhundert waren Frauen noch so etwas wie Verfügungsmasse ihrer Elter, Väter, Ehemänner, das ist keine 120 Jahre her, und war mehr als 1000 Jahre manifestiert. In den letzten 120 Jahren hat sich somit in DE und aufgeklärten Gesellschaften eine Menge getan und das Patriachat ins Wanken gebracht oder teilweise schon niedergerungen.
Was aber immer bestehen bleibt ist, das Frauen nunmal Kinder kriegen und das ist ganz objektiv in unserer Gesellschaft/Ökonomie alles andere als ein Vorteil, hat aber mittlerweile, dank Verhütungsmittel auch viel mit Selbstverantwortung zu tun.
Klar kann man immer daran arbeiten dás es besser wird und das soll man auch. Genauso kann man Mißstände auch kritisieren, aber man kann "objektiv" nicht behaupten es ist alles noch so schlimm. Man sollte das Erreichte auch manchmal würdigen und nicht vergessen, bei aller Kritik die sicherlich noch angebracht ist!
 
Du bist ganz kurz davor das Problem zu verstehen ^^

Die eigentlich Frage sollte doch lauten:"Gleichberechtigung? Ja/Nein/Vielleicht?". Stattdessen wird eine bescheuerte Diskussion über Gendern geführt, was am eigentlichen Problem sowieso nichts ändern würde und das Thema völlig ad absurdum führt. Das wiederum spielt dann den Gegnern in die Hände.
RICHTIG! Aber das haben wir schon mehrfach heraus gearbeitet und darum versuche ich ja auch, so intensiv wie möglich auf das eigentliche Thema zu lenken. Vielleicht sollten wir dazu das Thema "Gleichberechtigung" eröffnen?

Im Prinzip hast Du völlig Recht, man sollte auf Themennamen wie diesen gar nicht reagieren. Treffer, versenkt! Danke
 
RICHTIG! Aber das haben wir schon mehrfach heraus gearbeitet und darum versuche ich ja auch, so intensiv wie möglich auf das eigentliche Thema zu lenken. Vielleicht sollten wir dazu das Thema "Gleichberechtigung" eröffnen?

Im Prinzip hast Du völlig Recht, man sollte auf Themennamen wie diesen gar nicht reagieren. Treffer, versenkt! Danke
Und trotzdem ist das dein erster Beitrag in dem Thema:
Zum Thema. Schon vor dreißig Jahren lud ich zum Frühstück in der Firma alle "KollegInnen ein". Vor dreißig Jahren, so alt ist das Thema und vermutlich noch zehn Jahre älter. Und heute krakelen die Leute immer noch herum.

Dazu ein Gewinnspiel:
"Zwei Polizisten finden ein schwer verunglücktes Kind. Der eine Polizist fährt zu den Eltern. Der Vater öffnet die Tür und ist völlig erschrocken. Der zweite Polizist bringt das Kind in Krankenhaus. Eine Gruppe Notärzte empfängt ihn. Dann hört der Polizist: "Das ist mein Kind, dass kann ich nicht operieren."

Frage: In Welcher Beziehung stehen Vater und Notarzt?


Umfrage zur FDP:
- Halten sie die FDP für eine wichtige Partei?
- Halten sie die FDP für überflüssig?

Äh, wichtig sind die nicht, dann passt doch überflüssig besser. Abends dann in den Nachrichten 87% der Deutschen halten die FDP für überflüssig. Jaja, die Fragestellungen, jaja
Und genau mit sowas gießt du Wasser auf die Mühlen derer die das Thema ins lächerliche ziehen. Das ist doch nicht zielführend. Warum also nicht einfach die Diskussion rund um das Gendern in eine andere Richtung lenken und zugeben dass man sich damit vllt ein bisschen verrannt hat? So entziehst du der Gegenseite die Argumentationsgrundlage und sorgst dafür dass sie sich dann mit echten Argumenten auseinander setzen muss.

Stattdessen erschaffst du irgendwelche fiktiven Probleme um damit dann irgendwie eine Brücke zum eigentlichen Problem zu schlagen.
 
... Warum also nicht einfach die Diskussion rund um das Gendern in eine andere Richtung lenken und zugeben dass man sich damit vllt ein bisschen verrannt hat? ...
Es ist kein "verrannt". Die Diskussion wird nur vorsätzlich missbraucht. Würde man sich zurückziehen, würde man den demokratiefeindlichen Kräften das Feld räumen. Aber kann man ihnen durchaus erklären, Studien dazu wurden hier schon verlinkt, wo der Sinn liegt. Dann kommt natürlich wie immer zum Tragen, dass bestimmte Gruppen gar nicht diskutieren wollen. Die wollen halt nur rumpöbeln. Muss man auch mit leben.
 
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Aber das ist eine kleine Minderheit wegen der man die ganze Sprachkultur verändern will.
Diese kleine Minderheit ist auch Teil unserer Gesellschaft.

Und diese kleine Minderheit wird in Teilen der Welt heute noch für Ihre Identität diskriminiert, ausgeschlossen und weg gesperrt.

Es ist ein Zeichen für Gleichberechtigung, Toleranz und Menschlichkeit. Niemand muss seine Sprache ändern, alles bleibt wie es ist. Das Einzige was wir dazu machen müssen, ist, es zu lesen und zu hören. Mehr nicht. Niemand muss ins Gefängnis weil er nicht gendert.

Vor noch gar nicht so langer Zeit, brauchten Frauen noch die Erlaubnis Ihres Mannes um einen Führerschein zu machen. Bis in die 90er des letzten Jahrhunderts war Homosexualität unter Männern in Deutschland verboten. Erst seit dem 11. Juni 1994 gibt es in Deutschland keine strafrechtliche Sondervorschrift zur Homosexualität mehr.

Dennoch gibt es in Deutschland immernoch Homophobie, Transfeindlichkeit, Sexismus, Diskriminierung etc.

Ja, eine Gesellschaft ändert sich, Sprache ändert sich, alles ändert sich. Zum Glück.

Und ich war schon immer der Meinung, dass wir viel mehr auf die jungen Menschen einer Gesellschaft hören sollten. Am Ende des Tages müssen die jungen Menschen noch sehr lange in unserer Gesellschaft leben. Viel länger als die, die bei jeder Wahl deutlich in der Überzahl sind. Also sollten wir die jungen Leute mitentscheiden lassen und zwar gewichtiger als die Meinung der älteren Leute. Und wenn wir in 2 bis 4 Generationen alle gendern, also wir nicht mehr ?, dann ist es normal. Dann ist das Patriarchat nur noch in Dokus und Büchern zu finden. Dann sind alle gleichgestellt, niemand muss sich für seine Identität und seine sexuellen Vorlieben schämen weil es endlich das ist was es schon heute sein sollte. Normal. Und ja, das Gendern gehört eben dazu. Heute klingt es noch seltsam, irgendwann gehört es zur Normalität.

Keine Ahnung warum sich Menschen immer vor neuen Dingen verwehren und erstmal ablehnen. Das hat noch nie zum Ziel geführt und das hat auch noch nie jemandem geholfen. Ja, auch für mich hört sich das seltsam an aber hey, wer bin ich das zu verurteilen? Das ist Freiheit. Und wenn Menschen in meinem Umfeld gendern wollen, sollen sie das doch tun. Wenn ich mich dadurch gestört fühle, ist das mein Problem. Und ehrlich gesagt kann ich auf dieses "Problem" gern verzichten.

Und Funfact: meine Posts hier im Thread sind alle genderneutral, so schlimm muss es also gar nicht sein ? ich hoffe ich habe nichts übersehen ?
 
Und trotzdem ist das dein erster Beitrag in dem Thema:
Diese Beispielgeschichte las ich vor vielen Jahren hier im Forum. Seitdem nutze ich sie gerne, wenn im privaten Kreis das Thema auf das "auf so böse Gendern" kommt. Und fast niemand kommt auf die banale und einfache Arbeit, denn das Wort "Gruppe Notärzte" erzeugt nicht das Bild, dass da eine Frau in der Gruppe ist. Und das sind auch jüngere Menschen. Das ist also kein fiktives Beispiel, sondern eines, welches ich seit Jahren ausprobiere und immer wieder verwundert bin, vor allem wenn es im Kontext dieses Themas kommt.
Jeden 3. Tag stirbt eine Frau wegen häuslicher Gewalt in Deutschland. Aber das ist noch ein anderes Thema.
Richtig, und das muss aufhören. Das ist zwar auch schon viel besser geworden. Aber eben noch nicht gut genug.
 
Diese Beispielgeschichte las ich vor vielen Jahren hier im Forum. Seitdem nutze ich sie gerne, wenn im privaten Kreis das Thema auf das auch so böse "Gendern" kommt. Und fast niemand kommt auf die banale und einfache Arbeit, denn das Wort "Gruppe Notärzte" erzeugt nicht das Bild, dass da eine Frau in der Gruppe ist. Und das sind auch jüngere Menschen. Das ist also kein fiktives Beispiel, sondern eines, welches ich seit Jahren ausprobiere und immer wieder verwundert bin, vor allem wenn es im Kontext dieses Themas kommt.
Geschichten aus dem Paulanergarten... :stupid:

Jeden 3. Tag stirbt eine Frau wegen häuslicher Gewalt in Deutschland. Aber das ist noch ein anderes Thema.
Und jeder fünfte Mann (Dunkelziffer vermutlich höher) hat ebenfalls Erfahrungen mit häuslicher Gewalt gemacht, das wird in der gesamten Thematik häusliche Gewalt aber üblicherweise gekonnt ausgeklammert. Es wäre aber wichtig genauso zu thematisieren, wenn man wirklich wollen würde das Frauen, wie Männer, sowas möglichst nicht mehr erleben müssen.

Ansonsten ändert sich nämlich an der grundsätzlichen Problematik nichts, wenn man nur eine Seite der Medaille auf Hochglanz poliert und die andere Seite rostig bleibt.

 
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Und jeder fünfte Mann (Dunkelziffer vermutlich höher) hat ebenfalls Erfahrungen mit häuslicher Gewalt gemacht, das wird in der gesamten Thematik häusliche Gewalt aber üblicherweise gekonnt ausgeklammert. Es wäre aber wichtig genauso zu thematisieren, wenn man wirklich wollen würde das Frauen, wie Männer, sowas möglichst nicht mehr erleben müssen.

Ansonsten ändert sich nämlich nichts, wenn man nur eine Seite der Medaille auf Hochglanz poliert und die andere Seite rostig bleibt.

Gewalt ist grundsätzlich zu verurteilen. Egal von welcher Seite und egal gegen wen.
 
Gewalt ist grundsätzlich zu verurteilen. Egal von welcher Seite und egal gegen wen.
Sie ist nicht nur zu verurteilen sondern präventiv zu bekämpfen und du kannst dir jede Debatte / Talkrunde, um häusliche Gewalt, die grob letzten 15 Jahre, dafür anschauen, sie sind alle absolut und rein einseitig geführt, Frauen sind Opfer, Männer Täter.

Niemand redet darüber das Männer bei häuslicher Gewalt in 20% der Fälle durchaus auch Opfer sind und sein können und Frauen Täter.
 
Erst seit dem 11. Juni 1994 gibt es in Deutschland keine strafrechtliche Sondervorschrift zur Homosexualität mehr.
Genauer: Seit dem Datum ist es auch in den alten Bundesländern und im Gebiet ehemals Westberlin nicht mehr strafbar. In den neuen Bundesländern und Gebiet Ostberlin, war es schon seit dem 3. Oktober 1990 nicht strafbar, bedingt durch Ausnahmeregelungen im Einigungsvertrag.
 
Und jeder fünfte Mann (Dunkelziffer vermutlich höher) hat ebenfalls Erfahrungen mit häuslicher Gewalt gemacht, das wird in der gesamten Thematik häusliche Gewalt aber üblicherweise gekonnt ausgeklammert. Es wäre aber wichtig genauso zu thematisieren, wenn man wirklich wollen würde das Frauen, wie Männer, sowas möglichst nicht mehr erleben müssen.

Ansonsten ändert sich nämlich an der grundsätzlichen Problematik nichts, wenn man nur eine Seite der Medaille auf Hochglanz poliert und die andere Seite rostig bleibt.

Was meinst Du denn, warum ich stetig von "männlicher Emanzipation" rede? Genau wegen solcher Themen. Leute wie Du argumengieren "Der Feminismus ist scheiße, weil er sich nicht um Männerrechte kümmert". Und ich sage, Männer sollten aufstehen und für ihre Rechte kämpfen. Und warum machen sie das nicht? Weil sie dann die ganze Härte jene Bullies erleben würden, von denen sie schon auf dem Schulhof verprügelt wurden. Das ist der gesellschaftliche Feind, die Gruppe, die niemand braucht. Jene Männer, die meinen, andere dominieren zu müssen. Dumpfbacken halt.

Geschichten aus dem Paulanergarten... :stupid:
Du pflegst einen destruktiven Diskussionsstil.
 
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