Gendern? Ja/Nein/Vielleicht

Also gaaaanz so einfach ist das mit dem Geschlecht doch nicht. Die Frage ist halt nur, ob die Gesellschaft seltene Sonderbildungen, die in der Summe im Sub-Promille bleiben dürften und jedes für sich in "one in a million"-Kategorie fallen dürften, wirklich gesondert in der Sprache berücksichtigen muss?
Der DW Beitrag von weiter vorne spricht von 100.000 Menschen in D, die das betrifft. Und ich sagte vor einigen Seiten ja schon, dass ich mit meiner Frau ja auch darüber diskutiere, ab wann eine Minderheit so relevant ist, dass man damit einer Mehrheit eine teils als massiv empfundene Veränderung der gelernten Sprache aufdrückt? Andererseits ist das auch schon wieder einer sehr fragwürdige Betrachtungsweise, denn das Konzept des Schutzes als auch die Integration und damit unweigerlich die Sichtbarmachung von Minderheiten kommt ja, wir wissen es alle, nicht von ungefähr.
 
Für uns stellt sich die Frage gar nicht, OB diese "Minderheiten" eine Stimme verdient (alleine von Norm zu sprechen ist müßig), sondern ob aufgrund der sehr fein nuancierten Unterschiede jede Facette extra benannt werden muss. Wie bei allem ist es nunmal ein Spektrum, da jede einzelne Strömung zu berücksichtigen ist eine Mammutaufgabe und geht unserer Meinung nach in die falsche Richtung.
 
Der DW Beitrag von weiter vorne spricht von 100.000 Menschen in D, die das betrifft. Und ich sagte vor einigen Seiten ja schon, dass ich mit meiner Frau ja auch darüber diskutiere, ab wann eine Minderheit so relevant ist, dass man damit einer Mehrheit eine teils als massiv empfundene Veränderung der gelernten Sprache aufdrückt? Andererseits ist das auch schon wieder einer sehr fragwürdige Betrachtungsweise, denn das Konzept des Schutzes als auch die Integration und damit unweigerlich die Sichtbarmachung von Minderheiten kommt ja, wir wissen es alle, nicht von ungefähr.
100.000 Menschen entspräche gerade einmal etwa grob 0,1% der deutschen Bevölkerung und das Problem ist, du kannst halt nicht alles und jeden in einer Gesellschaft berücksichtigen und Sonderwünsche einbauen, weil das irgendwann als Gesellschaft nicht mehr funktioniert.

An irgend einem Punkt musst du halt schlicht sagen das einer Minderheit keine Sonderwünsche gewährt werden können, mit Rücksicht auf den Rest der Menschen.
 
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So in der Art, ja. Oder das Spektrum eben bündeln. Durch diese ganze kleinteilige Fragmentierung schafft man doch nur mehr Schubladen, als welche abzuschaffen. Gerade sprachlich.
 
Sprachen sind im Laufe der Zeit immer im Wandel. Wenn sich nun was ändert, wäre das ja nur normal.

Das Problem bei dieser ganzen Genderdebatte ist allerdings:
Die Sprachänderung entsteht nicht natürlich aus der breiten Gesellschaft heraus und wird dann irgendwann öffentlich, sondern umgekehrt: Die Massenmedien versuchen es von anderer Seite aufzuzwingen.
Dann springen auch immer mehr Unternehmen auf, der Staat etc.

Es ist nicht aus der Bevölkerung raus entstanden und wird auch eigtl nur dort genutzt, wo man Angst hat, sonst negativ aufzufallen.
 
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Es gibt sogar Strömungen, die in Erwägung ziehen, dass diese ganze Debatte von aufstrebenden Mächten absichtlich gepusht wird, um von den tatsächlichen Missständen abzulenken, bzw. bewusst die Machtverhältnisse zu deren Gunsten zu beeinflussen.
 
An irgend einem Punkt musst du halt schlicht sagen das einer Minderheit keine Sonderwünsche gewährt werden können, mit Rücksicht auf den Rest der Menschen.
Das ist die Denke, die dazu führt, dass böse Menschen dann soweit gehen zu sagen, dass dies eigentlich keine Menschen seien. Minderheitenschutz setzt da an, um genau diese Gefahr zu bannen.


Für all diese Minderheiten wird sich seitens der Politik eingesetzt. Mal mehr mal weniger offensiv aber am Ende immer mit Geld und manchmal auch mit Personal. Betrifft jetzt nicht die Sprache, will damit aber zeigen, dass 100.000 kein Kriterium dafür sein sollte, ob man relevant genug ist, um nicht ignoriert oder in unserem Falle sprachlich übergangen zu werden.

Die Massenmedien versuchen es von anderer Seite aufzuzwingen.
Nein. Es ist eher so, dass die Massenmedien da keine Vorgaben machen. Schaue dir nur mal DAS Massenmedium Tagesschau an. Da wird so gut wie gar nicht gegendert.

Dann springen auch immer mehr Unternehmen auf, der Staat etc.
Beim Staat ist es tatsächlich so, dass genderneutrale Sprache bevorzugt wird. Wobei das auch von Region zu Region unterschiedlich ist. Bei Unternehmen wiederum kommt es ganz darauf an wie man sich präsentieren möchte. Heute werden Schüler und aber ganz besonders Studenten mit gendergerechter bzw. genderneutraler Sprache ausgebildet. Wenn man da als Unternehmen nicht immer auch ein Stück weit dem Zeitgeist folgt, dann beraubt man sich ggf. der Möglichkeit für Arbeitskräfte. In Zeiten, wo man sich nicht mehr aus hunderten Bewerbungen einen Sklaven aussuchen kann, wäre das eher nicht so schlau.

Es ist nicht aus der Bevölkerung raus entstanden und wird auch eigtl nur dort genutzt, wo man Angst hat, sonst negativ aufzufallen.
Kannste da empirisch was belegen, oder vermutest du nur?
 
Nein. Es ist eher so, dass die Massenmedien da keine Vorgaben machen. Schaue dir nur mal DAS Massenmedium Tagesschau an. Da wird so gut wie gar nicht gegendert.
Jep, beide ÖR Anstalten stellen es den Sprechern frei. Beim Heute Journal wird manchmal das *Innen benutzt, aber zumindest ich merke das gar nicht wenn ich nicht versuche aktiv darauf zu achten.
 
Aktuell 107 und das sind am meisten bekannten.
Quasi können es hunderte, tausende etc sein.
Jupp
und die Vielfalt der Sexualität und die sexuellen Persönlichkeiten wären unendlich.

nur um dann doch wieder anders und besonders zu sein.
Das vermag ich nicht zu beurteilen.
Es gibt 1000 verschiedene Metalrichtungen, für meine Oma ist das alles der selbe Krach.
Das kann man doch gar nicht für ernst nehmen?!?
Warum nicht? Nur weil es für die meisten seltsam klingen mag? Weil es nicht in unser Weltbild passt? Die Menschheit hat auch mal gedacht, die Erde sei eine Scheibe.
Es ist nicht aus der Bevölkerung raus entstanden und wird auch eigtl nur dort genutzt, wo man Angst hat, sonst negativ aufzufallen.
So ein Quatsch. Es entwickelt sich, weil Menschen so sprechen wollen und ein Möglichkeit gesucht wurde, sich Geschlechtsneutral auszudrücken. Auch wird das niemandem aufgedrückt.
 
Warum nicht? Nur weil es für die meisten seltsam klingen mag? Weil es nicht in unser Weltbild passt? Die Menschheit hat auch mal gedacht, die Erde sei eine Scheibe.
Wenn jemand meint er / sie fühlt sich als Wolf, oder eine Pflanze, ist es urplötzlich ein soziales Geschlecht und Diskriminierung sowas anzuzweifeln. Wenn aber jemand meint er wäre im früheren Leben mal Elvis gewesen ist er ganz klar ein schwurbelnder Spinner.

Genau deshalb kann man, zumindest manches davon, einfach nicht ernst nehmen.

Mich persönlich erinnert das immer etwas an kleine Kinder, wenn die ihre Phase haben irgendwer / irgend etwas komplett anderes sein zu wollen, du dann z.B. sagst "Fabian, komm mal kurz her" und zurückkommt, "nein Mama ich bin ein Bär, nicht der Fabian".

Nur das bei dieser "sozialgeschlechtlichen Personengruppe", anders als bei kleinen Kindern, diese Phase scheinbar nie aufgehört hat.
 
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Zumindest ziehen diese sich mehrenden Spinner die Grundidee ins lächerliche. Es gibt Menschen, für die das ganze Thema WIRKLICH ein PROBLEM Ist. Und dann gibts Spinner, die einfach gerne der Mittelpunkt des Universums wären (die haben dann nochmal ganz andere Probleme). Das zu unterscheiden ist wichtig.
 
So ein Quatsch. Es entwickelt sich, weil Menschen so sprechen wollen und ein Möglichkeit gesucht wurde, sich Geschlechtsneutral auszudrücken.

Hab ich noch von keinem Menschen im normalen Sprachgebrauch gehört.
Nur in der Firma, weil man bei Veranstaltungen keinen Shitstorm lostreten will.

Einfach mal ein paar deiner letzten Beiträge angeschaut: Du scheinst es genauso wenig zu leben. Oder was ist mit den Sportlerinnen?:
Wir sind ein kleiner Verein. Viele Sportler sind nicht mehr da und Corona hatte die Situation nicht verbessert.

Dann wird auch was von biologischen Geschlechtern und sozialen Geschlechtern geschrieben. Dass grammatikalische Geschlechter auch was anderes sind, rafft anscheinend wieder keiner oder will es nicht raffen.
Wenn das Wort „der Bewerber“ männlich ist, heißt es noch lange nicht, dass der Bewerber selbst ein Mann ist.
Es ist nunmal in der deutschen Sprache so verankert, dass das Wort die männliche Form besitzt.
Und da noch mehr Silben ranzuhängen wie Bewerberin oder BewerberInnen ist halt einfach ein unnützer Krampf, weil vorher eh schon alle angesprochen waren.
 
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Wenn jemand meint er / sie fühlt sich als Wolf, oder eine Pflanze, ist es urplötzlich ein soziales Geschlecht
Das ist deine Form der Interpretation, entspricht aber nicht dem, worüber wir hier sprechen.
Hab ich noch von keinem Menschen im normalen Sprachgebrauch gehört.
Ich schon.
Einfach mal ein paar deiner letzten Beiträge angeschaut: Du scheinst es genauso wenig zu leben. Oder was ist mit den Sportlerinnen?:
Ja und? Könnte vielleicht daran liegen, dass wir im Verein zu 99% Männer waren und sind. Ich habe hier auch nie behauptet, dass ICH permanent gendere.

Wenn das Wort „der Bewerber“ männlich ist, heißt es noch lange nicht, dass der Bewerber selbst ein Mann ist.
Das sehen einige aber eben anders. Und genau das ist doch die Thematik. Also ich fände es jetzt nicht so schön wenn man mich als Bewerberin bezeichnet. Ware die deutsche Sprache vom generischen Femininum geprägt, würden sicher viele Männer plötzlich fürs Gendern auf die Straße gehen ?
 
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