Wie vergleichsweise einfach sich zum Teil sehr teure und als diebstahlsicher bezeichnete Schlösser knacken lassen, sieht man zum Beispiel bei YouTube. Ohne hier einen Namen nennen zu wollen, aber der Hersteller mit den 4 großen Buchstaben ist besonders beliebt bei dieser Klientel

.
Es hieß ja, das normale Bordo lässt sich ganz einfach mit dem Polenschlüssel öffnen, das Bordo Granit X-Plus nicht. In einem Video aus England haben sie aber auch die besonders dicken Schlösser von Kryptonite zerlegt, mit einem fetten Bolzenschneider. Ich brauche auf jeden Fall eine Versicherung.
Ich würde ein teures Rad auch nicht im Keller stehenlassen. Hier in Leipzig schrecken die Knackis nicht mal davor zurück. sich gewaltsam Zugang in zum Teil mehrfach gesicherte Kellereingänge zu verschaffen.
Mein Wohnheim-Appartement ist sehr klein, ich bräuchte wenn dann eine Wandhalterung für das MTB (wäre viel Aufwand). Der Eingang zum Zimmer ist relativ eng, habe im Eingangsbereich (= Kochnische) ein paar Sachen stehen, u.a. ein Regal, da kriegt man das Bike nur extrem schwer dran vorbei. Außerdem wollte ich das MTB auch für den Alltag benutzen, für die Uni oder so.
Und wenn es Junkies sind, die Geld für neuen Stoff benötigen, dann ist denen sowieso jedes Risiko egal. Beschaffungskriminalität ist hier ein verdammt großes und immer größer werdendes Problem, was von den Verantwortlichen der Stadt verharmlost und zum Teil auch totgeschwiegen wird...
Ist zwar off-topic, aber Beschaffungskriminalität ist eine Folge der Prohibition. Der Schwarzmarkt verlangt überhöhte Preise und bietet Süchtigen keine Hilfe an. Betroffene haben Angst davor, sich Hilfe zu suchen, weil sie kriminalisiert werden. Alkohol ist auch eine Droge, die sehr stark abhängig machen kann, aber hier entfällt die Beschaffungskriminalität, weil sich jeder Penner Fusel für 3€ kaufen kann. Ich will absolut nicht, dass harte Drogen wie Heroin, Crack oder Meth frei verkäuflich sind, aber wer so Zeug wirklich konsumieren will, wird es sich auf irgendeinem Weg besorgen und sollte das - nach einem Beratungsgespräch mit einem Suchtmediziner - auch irgendwie legal tun können, dann gäbe es die Beschaffungskriminalität (und viele weitere Probleme) nicht mehr und am Ende wären auch unsere Bikes sicherer. Solange Menschen für den Besitz von Drogen zum Eigenbedarf verfolgt werden (was absolut unethisch ist), wird auch weiterhin ein (wenn auch kleiner) Teil von ihnen deswegen auf der Straße landen und Straftaten begehen.
Erstmal müssen zwar weiche Drogen wie Cannabis und Pilze legalisiert werden, aber auch bei hartem Zeug ist die Prohibition kontraproduktiv.
Naja, Kaiserslautern ist nicht das Frankfurter Bahnhofsviertel und auch nicht Bayern/Sachsen, was gerade mit Meth aus Tschechien überschwemmt wird, deswegen muss ich vor dieser Art von Kellerdieben nicht so viel Angst haben.