Hat hier jemand Ahnung von Fahrrädern? bräuchte ne Beratung
Die folgenden drei Posts wurden aus einem eigenständigen Thread hierher verschoben, weil auch Mods zu blöd für die SuFu sind
Aus der Rubrik "falsches Forum - richtige Antworten"?
Mein Fahrrad ist heute abhanden gekommen worden und wie man Fahrraddiebe so kennt, werde ich es wohl nicht mehr wiedersehen
Nun wäre es um ein 15 Jahre altes Fahrrad eigentlich nicht sooo schade (wären da nicht letzten Freitag 240 € Neuteile rangewandert

), aber der einzige Grund, warum ich es überhaupt noch hatte, war: Ich konnte nichts finden, was besser zu mir passt. Vielleicht hat hier jemand ne Idee...
Was ich brauche:
Die Robustheit und Fahrsicherheit eines Mountain-Bike mit der Alltagstauglichkeit eines Trecking-/Cityrades. Und das ganze bitte in groß (~60er Rahmen). Und pflegeleicht. Für nicht-zuviel-Geld.
Konkret fahre ich jeden Tag zur Arbeit und dabei zwar keine Bordsteine hoch, aber durchaus mal runter und allgemein mit bis zu 30 km/h auf Radwegen in gewohnt guter "Qualität". D.h. das Rad muss so manches Schlagloch wegstecken, außerdem müssen auch Schnee-taugliche Reifen draufpassen. Eine leichte Geländetauglichkeit (Feldweg&Co) war auch schon mehrfach von Nutzen.
In Bezug auf Felgen und Reifen hatte ich da nie etwas zu klagen - dicke Richty Z-Max drauf und gut. Aber bevor ich die Narben des alten Rades (end-90er GT Palomar, k.A. was für Unterklasseteile da verbaut waren) gegen nen Satz Deore ausgetauscht habe, hatte ich hinten zwei Achsbrüche. Und die zweite Achse war dann doch von höherer Qualität, ich bin also eine echte Zumutung für die Technik.
Ebenfalls erhöhte Anforderungen resultieren aus der Fahrweise an die Übersetzung: Bislang war 48:13 meine meist genutzte Übersetzung, gefolgt von 48:15 und 48:11 (auf 26").
26" MTBs scheitern oft an letzterem Kriterium und bieten dann 42:14 (ganz abgesehen davon, dass ich nicht nochmal so ein Murkel kaufen möchte); 29er daran, dass es keine passenden Schutzbleche, etc. zu geben scheint, um damit auch im (norddeutschen) Winter halbwegs sauber zur Arbeit zu kommen. Außerdem gibt es MTBs irgendwie nur noch mit Federgabeln, für die man wohl 300 € extra einplanen muss, damit sie sich nicht selbst zerlegen - und ich sehe nicht ein, soviel Geld in etwas zu investieren, was ich gar nicht brauche. Trekkingräder auf der anderen Seite (z.T. auch schon schwer mit Starrgabel zu bekomme

) haben zwar oft einen passenden Antrieb und passendes Zubehör - scheitern aber grandios sobald es um ein paar ordentliche Reifen geht.
Was also könnt ihr mir empfehlen?
Um es etwas leichter zu machen: Was ich nicht brauche
- ein niedriges Gewicht. Bislang hatte ich 18-19 kg und gestört haben sie mich nicht. Erneut ein Stahlrahmen (ja, ich weiß, dass die nicht schwer sein
müssen[/u[) wäre aus Robustheitsaspekten vielleicht sogar besser für mich? (scheinbar bekommt man die aber kaum noch?)
- tolle Bremsen. Zwei Finger@V-Brake blockieren die Reifen auch so ganz locker, mehr Bremsen geht nicht. Und im Gegensatz zu superdupertollen, extra teueren Hydraulikscheibenbremsen kann Felgen-Seilzugbremsen leicht selbst warten und habe keine Konflikte mit Hinterbauständer, Ärger beim Schlauchwechsel,...
-viele Gänge. Im Alltag nutze ich, zusätzlich zu den genannten, vielleicht noch 2-3 kürzere (7er Kassette mit 28 Zähnen als Maximum, aber wenn in der Mitte eine Übersetzung gefehlt hätte, hätte mich das auch nicht gestört) und nochmal 2-3 Berggänge für ein einzelnes, steiles Stück (schätze mal 38:24er Bereich). Je nach Sortierung würde eine 18er, vielleicht sogar eine 14er Konfiguration reichen. Mehr als die bisherigen 3x7 wären höchstens zur Verschleiß-Verteilung von Interesse.
- Federung. Wie bereits erwähnt, bin ich Starrgabel gewöhnt und eher in der Stadt unterwegs. Aber selbst als ich noch im Taunus die Waldwege langgerast bin, habe ich eine Federgabel nie vermist. Einziger Vorteil von den Dingern: Der Lenker liegt weiter oben, der Radstand wird etwas länger. Aber das sollte bei einem Neukauf eigentlich ein ausreichend großer Rahmen klären.
Wer also kominiert mir einen großen, stabilen Rahmen, in den auch große, dicke Räder passen, mit einem tourentauglichen Antrieb zu einem Straßenrad und lässt alle weiteren Extra weg?
Trotz langer Recherche (wie gesagt: Ich wollte das Rad eigentlich schonmal tauschen) habe ich nur super-leicht-und-noch-leichter-kaputt-zu-bekommen Tourer und bling-bling-extra-fett-fährt-aber-nicht-MTBs gefunden.
(und der Fachhandel hilft auch nicht gerade weiter. Einer wollte mir aus Robustheitsgründen ne Narbenschaltung andrehen -soweit okay. Dummerweise hatte er unterhalb von 1000-1500€ nur eine nuVinci da. Die hat zwar super-duper-viele-Gänge -was ich nicht brauche- ist aber bauartbedingt wohl so ziemlich das lastempfindlichste, was man sich vorstellen kann. "Ohne Nachteile" empfohlen hat er sie mir trotzdem...)