AW: Französisches Gericht: Valve muss Wiederverkauf von Spielen auf Steam erlauben
"Für jeden Tag Verzug setzte das Gericht eine Strafe von 3.000 Euro fest."
Also wird das niemals umgesetzt werden, denn der Verzicht darauf ist um das zigfache viel günstiger.
3000 Euro pro Tag sind lachhaft niedrig, das ist wie ein 30 Euro Knöllchen für einen Mercedes-Fahrer.
Wenn jeder User demnächst seine 2000 unerwünschten und durchgespielten Spielkeys einfach weiterverkaufen kann, werden die Gebrauchtwarenwerte bei ungefragten Spielen gleich Null sein, bei gefragten Spielen wird hingegen andersherum niemand mehr die Vollversion beim eigentlichen Publisher/Entwickler beziehen.
Letzendlich führt der stark nachlassende Geldsegen dazu, dass viele Indieentwickler ihre Pforten schließen müssen, und auch große Konzerne über ihre Spieleaufstellung udn Art der Entwicklung und Geldgenerierung nachdenken und umstrukturieren müssen.
Es werden also viele Arbeitsplätze verloren gehen, die Qualität der Spiele wird noch weiter sinken (Jahrsaufgüsse ohne Neuerung, Spiele ohne Story und kaum Spielspaß, Bugfest sondergleichen), udn die Spiele werden natürlich im Schnitt 10-20 Euro teurer gemacht werden müssen, damit man die Defizite teilweise wieder ausgleichen kann.
Aber wer will das alles überhaupt?
Soll man sich demnächst noch teurere Spiele kaufen, schnell durchspielen, und hoffen, dass man noch möglichst viel dafür wiederbekommt, um damit Neuanschaffungen querfinanzieren zu können?
Da ist mir das jetztige System viel lieber.
Spiele sind relativ schnell sehr preisgünstig zu haben, man bezahlt genau so viel, wie man ausgeben will, und man hat die Kosten im Griff.
Ich bin fest der Meinung, wenn das so kommt, wird kein Entwickler mehr darum kommen, seine Spiele komplett auf Loottboxen udn sonstige ingame Zusatzelemente aufbauen zu müssen.
Dann haben wir nur noch diese Art von quasi Free to Play Spiele, wo man sich alles im Spiel kaufen muss udn die eigentliche Spielelizenz fürn Allerwertesten ist und demnach beim Weiterverkauf nichts bringt.
Das ist eine ganz üble Sache.