News Sammelklage gegen Valve: Steam-Geschäftsmodell vor Gericht mit Streitwert von 750 Mio. Euro

alter was in UK derzeit abgeht ist wirklich zum fremdschämen und Bäume kloppen. überall bevormunden und diktieren und anderen sagen wie sie neben ihren Spielen auch ihr Geschäft zu leiten haben. der leidtragende ist am Schluss der Spieler weil alles verteuert wird und keinen Spass mehr macht.
 
Jetzt noch etwas Fiktion dazu: "Microsoft sieht die Entwwicklung von Linux mit unterstützung von Valve und Proton als Existenz bedrohend, daraufhin nam der CEO Nuntella, den Hörer in die Hand und rief paar Freunde an.


Die Frage der Fragen ist, warum erst jetzt? Jeder Store bis zur Klage von EPIC Games gegen Apple war closed und hatte seine 30% verlangt und nun ist das ein Problem?

Gut, vorher hatte man noch den Disc Markt der bei den Konsolen auch immer mehr wegfällt.
Auf gut Deutsch gesagt, MS hat zu viel Angst vor Steam und Linux. ;)
 
Nach UK Recht ist es nicht zulässig seine Marktmacht zu missbrauchen, indem man einem Anbieter die Preise diktiert.
Das hat Steam ebenso wie Amazon praktiziert, indem sie den Anbietern untersagt haben über andere Kanäle günstigere Preise anzubieten, als auf ihrer Plattform.
Die Preise auf Steam legt prinzipiell der Entwickler/Publisher fest. Steam-Versionen müssen in Drittanbierter-Shops denselben Grundpreis haben. Versionen anderer Stores wie EGS oder GOG dürfen sie andere Preise verlangen – passiert jedoch äußerst selten. Metro Exodus hat im EGS nur 50 gekostet, in Steam hatte es 60 gekostet, wurde dann dort aber vor Release aus dem Store genommen, weil Epic ja noch den Exklusivdeal eingetütet hat. Control auch 60 EGS, 70 Steam. Cyberpunk war in GOG auch günstiger als auf Steam.

Früher hat Valve die Spielehersteller schon ordentlich unter Druck gesetzt. Es gibt ja einen Grund, warum EA und Ubisoft einen eigenen Launcher gemacht haben und das war nicht nur die Einsparungen, wenn man einen eigenen Dienst hat. Ich habe von 2005 bis Ende 2014 als Einkäufer von Videospielen gearbeitet und da hat man schon einige Geschichten gehört, wie Valve ihren DRM durchzusetzen versuchte. So das "Wenn Steam als Vertriebsplattform nutzen möchtest, dann darf keine DRM-freie-Version als Disc erscheinen" war da noch das Harmloseste.
Das letzte stimmt einfach nicht. Schon immer konnte ein Entwickler eine (Steam-)DRM-freie Version, ob physisch oder anderer Store veröffentlichen. Prominente Beispiele: The Witcher 1&2, Stalker, Gothic 3
Und die Beweggründe von EA & Co. waren – und das ganz offiziell – andere: u.a. 100% Eigenanteil, eigener Shop in Steam, Kontrolle über die Kundendaten … die Liste ist lang – die waren einfach gierig

Wenn Valve tatsächlich DRM‑freie Versionen verboten hätte, wären doch viele Releases der späten 2000er und frühen 2010er unmöglich gewesen.

So weit ich weiß, bezieht sich dieser Vorwurf im engeren Sinne lediglich auf Steam Keys und deren Preise auf anderen Plattformen, nicht aber auf den Preis eines Spiels auf anderen Plattformen. Wäre dem so, könnte ein Entwickler beispielsweise sein Spiel problemlos auf Epic oder einer anderen Plattform günstiger anbieten als auf Steam.
Nicht nur im engeren Sinne. Diese kolportierte Paritätsklausel bezieht sich rein auf den Vertrieb von Steam-Keys außerhalb von Steam. Weil Entwickler/Publisher somit die Steam-Infrastruktur nutzen, ohne dass Valve (über die Provision) irgendeine Kompensation für hätte; und um den Steam-Käufer nicht zu benachteiligen. Über Rabatte haben sie dennoch Möglichkeiten die Spiele woanders günstiger anzubieten.

Und genauso darf ein marktherrschender Shop es nicht zur Bedingung machen, dass ein Publisher seine Spiele überall anders zum mindestens gleichen oder höheren Preis anbietet, zumal bei unterschiedlichen Provisionshöhen.
Das macht Valve ja auch nicht. Das unter anderem hatte den Epic Games Store zu Beginn ziemlich schnell entlarvt, weil man dort den Spielern ja bewusst die Hoffnung gemacht hatte, dass mit der geringeren Provision Spiele günstiger werden können. Das hatte dann aber nur den Effekt, dass die Entwickler/Publisher denselben Preis verlangt haben und sich durch die geringere Provision mehr Geld einstreichen konnten.

Den zwang gibt es nicht. Es darf nur woanders nicht günstiger angeboten werden als auf Steam.
Wie shaboo schon schrieb, bezieht sich das nur auf Steam-Keys die Entwickler/Publisher über eigene oder Drittanbieter-Shops verkaufen wollen.

Das ist durchaus legitim, nur zwingt Steam die Publisher dazu, von den Kunden den selben Preis zu nehmen, ob mit Steam oder ohne. Das ist hier der Knackpunkt. Sonst könnte man ganz einfach entscheiden, ob einem Steam die 20€ wert ist oder man doch lieber die Version bei Uplay für 20€ weniger nehmen möchte, bzw. bei EPIC den Preis in der Mitte zahlt.

So haben andere aber faktisch keine Chance.
Das ist eine klare Vertragsklausel, die begesagt, dass ein Spiel, welches im Steamstore angeboten wird, nicht in einem anderen Store unter den bei Steam angebotenen Preis liegen darf.
Dieser „Zwang“, wie auch oben und von dem einen oder anderen bereits richtiggestellt, gilt nur für Steam-Keys/-Versionen. Entwickler/Publisher dürfen auf Epic, GoG, etc. jeden Preis verlangen den sie wollen. Solange sie dort nicht die Steam-Version verkaufen, was mir neu wäre.
 
Oder kurz gesagt, die Preisparitätsklausel gilt nur innerhalb des Steam-Ökosystems. Von Steam komplett unabhängige Verkaufe sind davon in keinster Weise betroffen,

Daher wird auch die entsprechende Klage ziemlich sicher verloren werden. Denn die basiert ja letzlich auf einer (bewusst?) falschen Interpretation der Klausel.

Auch der Klage bzgl. der 30% Provision rechne ich eher geringen Erfolgschancen zu. Nur weil wenige andere (eigentlich nur Epic) eine geringere Provisionen haben, werden die 30% dadurch nicht automatisch wettbewerbswidrig. Abseits von Epic sind die 30% eigentlich immer noch Branchenstandard, zumal Steam ja sogar gestaffelte Provisionen hat. Je nach Umsatz eines Spiels sinkt die Provision stufenweise auf 25% und dann auf 20%.
 
Die Anwaltskanzlei, die hinter der Klage steht, hat übrigens auch Sony in Großbritannien für den gleichen angeblichen Sachverhalt verklagt. Die Kanzlei fällt eher unter die Rubrik Aasgeier, die große Unternehmen verklagen, um dann in nem Vergleich abzukassieren. Wird bei der Klage wohl eher nicht klappen, da schon die Anklageschrift mehrere inhaltliche Fehler enthält (so wird behauptet, DLCs könne man nur direkt bei Steam kaufen).
 
Wieso sollte man die Monopolstellung von Steam zerschlagen? Nennt mir einen Grund warum es keine Monopolstellung mehr haben sollte. Steam hat sich diese Stellung hart erarbeitet und verdient. Warum sollte auf zwang so etwas schönes für uns PC-Spieler zerschlagen werden, nur damit wir ein weiteres Epic Games Store oder Ubisoft Connect Schrott Programm bekommen, das alles ist, aber nicht nutzerfreundlich.
 
Ich kaufe bzw bestelle Spiele vor und zwar von GMG, was ein offizieller Key-Händler aus den UK ist.
Dieser bietet fast immer Spiele 15% günster als auf Steam an.
Dieser Rabatt kommt aus den 30% die Steam auf der Plattform nimmt, aber außerhalb davon nicht gezahlt wird.

GMG gibt es seit 2009 und ich habe auch genauso schon Spiele zwischen 2010 und 2018 gekauft.
Ich frage ich von daher auf was sie klagen wollen? Braucht die UK wieder Geld?
 
Nur mit Preisen wird man keine Kunden gewinnen.
Mit was sonst?
Den hier -und bestimmt hauptsächlich hier- so beliebten "Features"? :rollen:


Wären die Spiele bei Epic auch nur 10% billiger als bei Steam, sähe das bestimmt etwas anders aus.
Für den gleichen Preis und sonst keinen weiteren :lol: Vorteil eine zweite Vertriebsplattform installieren zu müssen würde mir noch einfallen.
Gratis bekommt man Steam nicht
Wie viel kostet das denn?
 
Google unterstützt übrigens immer wieder finanziell Firefox, obwohl es ein Konkurrenzprodukt zu ihrem Chrome ist.
Einfach nur aus Angst in eine Monopolstellung zu kommen %-)

Könnt sich Steam doch mal etwas abschauen :haha:
 
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Jup.
Sieht man jabei EPIC.
Da kosten die Spiele ja auch ~20% weniger als bei Steam. :P:-(
Darum genau geht es ja in der Klage. Momentan darf man ein Spiel nirgends günstiger anbieten als auf Steam. Entwickler die ihre Spiele auch auf Steam verkaufen wollen(was alles tun) müssen bei Epic den gleichen Preis auf rufen. Wenn Steam das untersagt wird können Spiele im Epic Store günstiger angeboten werden.
Jup.
Sieht man jabei EPIC.
Da kosten die Spiele ja auch ~20% weniger als bei Steam. :P:-(
Darum genau geht es ja in der Klage. Momentan darf man ein Spiel nirgends günstiger anbieten als auf Steam. Entwickler die ihre Spiele auch auf Steam verkaufen wollen(was alles tun) müssen bei Epic den gleichen Preis auf rufen. Wenn Steam das untersagt wird können Spiele im Epic Store günstiger angeboten werden.
 
Darum genau geht es ja in der Klage. Momentan darf man ein Spiel nirgends günstiger anbieten als auf Steam.
Was halt überhaupt nicht stimmt, wie hier im Thread jetzt schon mehrmals erklärt. Die Preisklausel von Steam bezieht sich einzig auf die über Steam vertriebene Variante des Spiels.

Welchen Preis der Hersteller bei Epic für sein Spiel verlangt, interessiert Steam in der Hinsicht nicht die Bohne.
 
Darum genau geht es ja in der Klage. Momentan darf man ein Spiel nirgends günstiger anbieten als auf Steam. Entwickler die ihre Spiele auch auf Steam verkaufen wollen(was alles tun) müssen bei Epic den gleichen Preis auf rufen. Wenn Steam das untersagt wird können Spiele im Epic Store günstiger angeboten werden.

Darum genau geht es ja in der Klage. Momentan darf man ein Spiel nirgends günstiger anbieten als auf Steam. Entwickler die ihre Spiele auch auf Steam verkaufen wollen(was alles tun) müssen bei Epic den gleichen Preis auf rufen. Wenn Steam das untersagt wird können Spiele im Epic Store günstiger angeboten werden.
Unwahrheiten werden nicht wahrer, wenn man sie wiederholt...

Die Preise werden vom Entwickler/Publisher festgelegt, Steam ist nur der Marktplatz.
Wenn im Steam Shop direkt gekauft wird, bekommt Steam 30% vom Kaufpreis.
Bei Steam Keys bekommt Valve 0%.
Die Kosten bei Steam interessiert es aber nicht, ob Steam Direktkauf oder Key, die sind immer da und immer gleich.

Passt zum derzeitigen Zeitgeist, nur Halbwissen und Unwahrheiten zu verbreiten bzw. aus dem Kontext zu reißen.
 
Ich glaube, die Kläger leben alle in einer Einhornwelt. Ganz egal, was Valve an Provision verlangt hat und ob sie gesagt haben, dass die Publisher anderswo nicht günstiger anbieten sollen - es hat den Spielepreisen nicht geschadet.

Was haben AAA-Games auf Steam gekostet? Damals 50€ bis 70€, was sie auch heute kosten und was sie vor Steam auch im Handel gekostet haben. Wing Commander 3 hat 1995 schlappe 160DM gekostet... Das ist doppelt so viel, wie AAA-Titel heute kosten. Der Standard waren schon immer 50 bis 70 Geld. =)

Oder noch ein bisschen früher: The Last Ninja kam 70DM, Gunship auch 70DM, Red Storm Rising war bei 90DM, genau wie F19 Stealth Fighter.

Genau genommen dürfte Steam einer der Gründe sein, dass die Spielepreise in den letzten Jahrzehnten so stabil geblieben sind.

Das Thema wird geprüft werden und das war's. Eine relevante Klage wird da nicht entstehen und schon gar nicht mit einem Streitwert von 750Mio Euro. 🤣
 
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