aber sagt mal, hat Anonymouse eig. überhaupt noch was anderes drauf ausser ddos?
Hatte der durchschnittliche Anonymous-Teilnehmer jemals was anderes drauf?
Wäre mir neu.
Ist es denn aus Datenschutzt rechtlichen Gründen dem Betreiber erlaubt, die Daten welche die User hochladen auf Rechtsverstöße zu untersuchen? SO viel wie ich weiß eigentlich nicht, jedenfalls in Deutschland nicht, von daher kann ich den Vorwurf der Duldung nicht nachvollziehen.
Spätestens bei Daten, von denen der Betreiber Kopien an die Allgemeinheit verteilen soll, dürfte der Datenschutz nicht mehr im Wege stehen. Wäre ja auch ein bißchen merkwürdig, wenn 7 Milliarden Menschen den Inhalt der Dateien kennen dürfen, aber ausgerechnet der Hoster nicht
Zum Beispiel in einem Bankenschließfach können auch "illegale" DInge deponiert werden, verantwortlich und haftbar dafür ist jedoch der Besitzer und nicht die Bank. Sollte dann nicht Gleiches auch für Filehoster gelten?
Nein. Ein Filehoster dient nicht der Aufbewahrung (wie ein Online-Fileserver, der in Deutschland nicht gucken darf, was er speichert - aber oft in den USA steht

) und auch nicht der zielgerichteten Übertragung von Daten (wie ein E-Mail-Provider, der afaik unters Postgesetz fällt. Wiederum: Wenn er denn von deutschen Servern arbeitet...), sondern er dient der Veröffentlichung von Daten. Damit ist er eher mit einer normalen Webseite oder auch einer Printpublikation zu vergleichen und die dürfen und müssen sehr wohl gucken, was sie da veröffentlichen.
Beispielsweise, der Eigentümer eines Mehrfamilienhauses kann auch nicht für die "Inhalte" der dortigen Mieter/ Wohnungen verantwortlich gemacht werden und Gleiches sollte eben auch bei Hostern und Webseitenbetreiber gelten.
Der Eigentümer kann sehr wohl zur Mitarbeit verpflichtet werden (z.B. Zugang für Durchsuchungen ermöglichen) und er ist afaik auch verpflichtet, vor der Vermietung zu überprüfen, wer da denn einzieht. In dem Fall macht er das schon aus Eigeninteresse, Filehoster machen es i.d.R. gar nicht und dann sind sie eben auch dafür verantwortlich, wenn ihr Online-Gegenstück zu einem Mehrfamilienhaus zu 90% vom Online-Gegenstück der Mafia für das Online-Gegenstück zum Drogenhandel verwendet wird.
Vorweg, kriminelle Aktivitäten will ich nicht gut heißen ABER: Die Medienindustrie geht seit Jahren den immer gleichen Weg, den Weg der Einschüchterung und den Weg des Wegklagens und Wegsperrens. Was erreichen sie damit? Temporär sicher einen Erfolg gegen Piraterie aber auf lange Sicht ...
Der Staat geht seit Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten - sogar Jahrtausenden immer den gleichen Weg gegen Mörder. Schnappen und bestrafen. Was erreicht er damit? Temporär sicher einen Erfolg, aber bis heute hat er die Wurzel des übels nicht ausrotten können und es finden sich immer wieder neue Mörder.
Einziger Ausweg: Legalisierung?
Warum gibt es soviele Raubkopierer? Nunja, die Motive sind unterschiedlich, aber dennoch viele gleich: Mangelnder Support, mangelnde Qualität oder wie bei Ubisoft: die Kunden solange gängeln, bis sie nichts mehr bei Ubisoft kaufen.
Das sind jetzt erstmal alles nur Gründe fürs nicht-kaufen. Wo bleiben die Gründe fürs kopieren? Oder sind alle Raubkopierer Masochisten, die einen unersättlichen Drang nach qualitätsloser Software ohne dringend benötigten Support haben, den sie aber aus Überzeugung leider nicht legal befriedigen können?
Mir sind bislang irgendwie nur Vertreter begegnet, die die neuesten Toptitel spielen wollen, aber nicht bereit sind, deren Preise zu zahlen. Deswegen nehmen sie sich das Recht raus, zu bestimmen, dass intellektuelle Eigentum anderer für 0 € zu haben sein soll
jemand, der DRM definitiv nicht gut heißt, aber sich seit geschätzt einem Jahrzehnt nichts mehr kopiert hat. Und der nicht nachvollziehen kann, warum alle Spiele überteuert sein sollen. Civ4 inklusiver aller Extensions hat mich letzte Woche 3 € gekostet und afaik kann Homo sapiens auch ohne -qualitativ minderwertige, langweilige, verbuggte,...- AAA-Titel der letzten zwei Wochen überleben.
Solche Filter, wie es oldsql.Triso vorschlägt wären eh nutzlos, da die Dateinamen dann einfach geändert werden. Ausserdem könnten (wie im Beitrag schon erwähnt oder einer der Antworten) diese Dateien verschlüsselt werden.
Damit kann man Daten sicherlich wirkungsvoll verstecken.
Vor Suchalgorithmen.
Und vor Raubkopierern
Womit der Zweck wieder erfüllt wäre bzw. es findet halt eine Verlagerung des Problems auf Linkseiten an, die als einzige ein Auffinden ermöglichen können.
Wer sich jetzt an Bittorrent und eine gewisse, nur durch wenige Rechtslücken noch überlebende, Suchplattform erinnert fühlt, liegt richtig.
Edit: Übrigens seltsam FBI. Müsste doch eigentlich CIA sein, da FBI nur innerhalb der USA arbeitet oder hat sich das geändert?
CIA ist ein Geheimdienst. FBI ist die Bundespolizei und für USA-weite (oder noch weiterreichende) illegale Aktivitäten verwantwortlich. Also quasi automatisch für Internetvergehen.
Und das es hier nur um Geld/Macht geht, und nicht um irgendwelche Gesetze bzw deren Mißachtung, das dürfte auch klar sein.
Wieso, weil hier Gesetze mißachtet wurden, aber keine nenneswerte Macht über Personen ausgeübt?
Schließlich kommen auf jede "normale" Stream-Seite ca. 100 Pr0n-Streamseiten, die quasi alle auch haufenweise eigentlich gewerblich vertriebenes Material offen/frei anbieten. Aber da passiert irgendwie nix.
Ich mag bei meinen Recherchen nicht gründlich genug gewesen sein, aber ich würde eher auf ein Verhältniss von 1:1 kommen, was die tatsächlichen Hoster angeht (Stichwort: Einbindung von Streams von fremden Servern) und das Material scheint zu einem so großen Teil aus Promotrailern der kommerziellen Seiten zu bestehen, dass der Gesamteffekt vermutlich eher positiv ist.
Zumindest groß genug, damit keine Anzeigen in nenneswertem Umfange eingehen. Oder hast du, da du hier mit enormer Sicherheit auftrittst, da genaue Zahlen?
Wer nicht anzeigt (oder nur die großen Hoster, auf denen ja genau der gleiche Porn läuft - zusätzlich), der muss natürlich auch nicht damit rechnen, dass in seiner Sache ermittelt wird.
Und bei der Verfolgung der KiPo-Vertreiber wird auch nicht so energisch vorgegangen. Aber da sind die finanziellen Verluste auch deutlich geringer... (gibt ja kein legales KiPo-Angebot...).
Wieviele KiPo-Streamingportale kennst du denn und hast du gemeldet, ohne das was passier ist?
