[eXtreme-Test] WLP wechseln bei Ivy-Bridge

Irgendwie krieg ich den Gedanken nicht auf die Reihe *grübel*. ;)

Das heisst ja dann öhm dass öhm... also Sandy bissl mehr Wärme ans Wasser abgibt und man dieses dann (geringfügig) besser kühlen muss, um das zu kompensieren.

Aber da bei Ivy der Unterschied Wasser/CPU noch größer ist wegen dem schlechteren Wärmeübergang am Heatspreader, müsste man das Wasser ja dann noch kühler halten als bei Sandy, damit man auf vergleichbare Temperaturen kommt, obwohl der weniger Hitze ans Wasser abgibt?

Steh echt aufm Schlauch : D
 
Sandy produziert mehr Wärme, gibt die aber bei einer geringeren Differenztemperatur ans Wasser ab: Luft 20 °C Wasser 30 °C Sandy 50 °C (mir-doch-egal-was-stimmt-Werte)
Ivy produziert weniger Wärme, gibt die aber mit einer hohen Differenztemperatur ab: Luft 20 °C, Wasser 25 °C, Ivy 60 °C (nicht-mal-in-Relation-richtig-Werte)

Das heißt, um Ivy Bridge auf die gleiche Temperatur zu bringen, wie Sandy Bridge, brauchst du kälteres Wasser (oder du legst Hand an den IHS) - in vielen Fällen vermutlich soviel kälter, dass du einen leistungsfähigeren Radiator brauchst, um die gleiche CPU-Temperatur zu haben.
(Das ist natürlich relativ. Wenn du bislang Wassertemperaturen 4 K über Lufttemperatur hattest, dann sinkt die Wassertemperatur auch bei einer Halbierung des Verbrauches nur um 2 K, was also keine Temperaturverschlechterung um 5-10 K durch den IHS kompensiert. Wenn du bislang 30 K über Luft lagst, dein Ivy 33% Strom spart und nur 5 K IHS-Strafe aufweist, wirds auch ohne weitere Maßnahmen um 5 K kälter. Aber die meisten hier werden eher in der Nähe des ersten Falles liegen.)
 
Noch weiter könnte man das zum Beispiel verdeutlichen mit einem Q6600. Der hat eine höhere TDP, bleibt aber seeehr viel kühler. Wieso? Der Prozessor besteht aus zwei Dualcore-Dies die fast den ganzen Raum unter dem Heatspreader einnehmen. Die Wärmeabgabe ist dementsprechend gleichmäßig und breitflächig. Bei einer Abwärme von garantiert über 225W (3,8GHz@1,5V), wahrscheinlich sogar mehr, bleibt die CPU unter Wasserkühlung damit permanent unter 60°C. Das ändert aber nichts daran, dass man einen im Vergleich zu Sandy oder Ivy Bridge entsprechend stärkeren Radiator bräuchte, um ähnliche Wassertemperaturen zu erreichen.
 
Wen ein Chip jetzt eine niedrigere TDP hat als ein anderer, aber trotzdem heisser bleibt, "staut" sich dann die Hitze im Chip oder wie muss man sich das physikalisch vorstellen? Ich denk mir immer, irgendwo hin muss die Hitze doch? Oder wird die dann lediglich verzögert abgegeben - nur dass das halt zu langsam sein kann, so dass der Chip dann überhitzt? Physik. O.o

Jedenfalls... Sandy oder Ivy mit Flüssigmetall unter dem Heatspreader sollte sich dann ja nicht so viel nehmen temperaturmäßig, nach allem was wir jetzt wissen.
Vielleicht liegt der Ivy dann doch immer noch etwas drüber was die temps angeht, aber er muss ja auch nicht ganz so hoch getaktet werden wie der Sandy für die selbe Leistung. Dann bleibts wohl gleich?

Wie ein Vorredner gesagt hat kommt es wohl ungefähr aufs selbe raus, nur hat Ivy paar mehr Features (besserer IGP, USB 3.0).

Right?
 
Ivy wird einfach heißer weil die Chipfläche kleiner ist. TDP gibt ja eine "Wärmemenge" an.

Ivy Bridge: 162 mm², 77 Watt TDP
Sandy Bridge: 216 mm², 95 Watt TDP

Ganz banale Rechnung: Watt pro mm²! (auch wenn die Rechnung realitätsfern ist, aber sie verdeutlicht was ich meine ;) )

Ivy Bridge: 0,475 W / mm²
Sandy Bridge: 0,439 W / mm²

Ivy Bridge hat zwar eine kleinere TDP, aber dafür eine noch kleinere Fläche weshalb eine größere Energie auf eine kleinere Fläche verteilt ist. Deshalb ist Ivy im Kern wärmer. Hast du eine Wasserkühlung bleibt das Wasser aber trotzdem kühler als bei Sandy Bridge durch die gesamt kleinere Wärmemenge. ;)
 
Wen ein Chip jetzt eine niedrigere TDP hat als ein anderer, aber trotzdem heisser bleibt, "staut" sich dann die Hitze im Chip oder wie muss man sich das physikalisch vorstellen? Ich denk mir immer, irgendwo hin muss die Hitze doch? Oder wird die dann lediglich verzögert abgegeben - nur dass das halt zu langsam sein kann, so dass der Chip dann überhitzt? Physik. O.o

Du musst bei ""Hitze"" zwischen Wärme und Temperatur unterscheiden.
Die CPU produziert weniger Wärme, erreicht aber trotzdem eine höhere Temperatur, ehe diese abgeführt werden kann. "Stauen" ist da gar kein so schlechter Ausdruck, allerdings dauert die Anstauphase nur Millisekunden - und läuft bei jeder CPU z.B. nach dem Einschalten ab:
Wärmeleitung, d.h. die Menge an Wärme, die abgeführt wird, ist abhängig von der Wärmeleitfähigkeit (also z.B. wie gut überhaupt der Kontakt zu IHS/Kühler ist), von der Querschnittsfläche (Hat der8auer ja gerade beschrieben) und der Differenztemperatur. So lange die Differenztemperatur zwischen CPU und Kühler niedrig ist, kann durch IHS&Co nicht die gesamte Wärme abfließen - sie staut sich. Dadurch wird die CPU wärmer und die Differenztemperatur steigt - jetzt kann etwas mehr Wärme abfließen. Dieser Prozess läuft solange ab, bis die Differenztemperatur genau so groß ist, wie nötig, um die gesamte in diesem Moment anfallende Wärme abzuleiten.
Bei einer CPU, die eine kleinere Querschnittsfläche zur Wärmeableitung nutzt und/oder pro Fläche weniger Wärme ableiten kann, weil die Verbindung minderwertig ist, kann die Temperatur, bei der alle Wärme abgeführt wird, dann also relativ hoch liegen - auch wenn es eigentlich um eher wenig Wärme geht.
 
Masterchief79 schrieb:
Noch weiter könnte man das zum Beispiel verdeutlichen mit einem Q6600. Der hat eine höhere TDP, bleibt aber seeehr viel kühler. Wieso? Der Prozessor besteht aus zwei Dualcore-Dies die fast den ganzen Raum unter dem Heatspreader einnehmen. Die Wärmeabgabe ist dementsprechend gleichmäßig und breitflächig. Bei einer Abwärme von garantiert über 225W (3,8GHz@1,5V), wahrscheinlich sogar mehr, bleibt die CPU unter Wasserkühlung damit permanent unter 60°C. Das ändert aber nichts daran, dass man einen im Vergleich zu Sandy oder Ivy Bridge entsprechend stärkeren Radiator bräuchte, um ähnliche Wassertemperaturen zu erreichen.

Das unterschreib ich so, hab selber vom Q6600 auf Ivy gewechselt.
 
OK.

Jetzt wärs für mich noch interessant zu wissen, ob ich an meiner Kühlung vom Umstieg i5-750 auf i5-3570k (wo die WLP durch Phobya LM Flüssigmetall ersetzt wird) noch was ändern müsste.

Bisher bin ich mit dem i5-750 beim Übertakten nie ins Temperaturlimit gekommen, mehr als 4,2 GHz waren bei WaKü mit der CPU oder dem Board aber auch nicht stabil zum laufen zu bekommen. Dafür waren die Temps stets mit noch Spielraum nach oben.

Kühler war der XSPC Raystorm (zu seinem erscheinen der beste erhältliche), Radi der Phobya Supernova (9x 180 mm). Es werden aber noch zwei stark übertaktete GTX 580 mitgekühlt, und die Lüfter (4x 22cm zur Zeit) sollten natürlich weiter unhörbar bleiben.
 
Also da wirst du kaum was dran ändern müssen, die Abwärme der CPU ist ja eh nur ein Tropfen auf den heißen Stein wenn du noch 650W+ von den GTX580ern in den Kreislauf kloppst. So lang die CPU im Kreislauf vor den Grakas kommt, ist alles ok. Wie gesagt, die CPU Temperaturen werden trotzdem höher liegen, aber das ist architekturbedingt - was soll man auch groß dagegen machen, wenn Intel so viel Leistung auf so wenig Fläche unterbringt?
Wo liegt denn deine Wassertemperatur nach ein paar Stunden zocken so wenn ich fragen darf?
 
Nein, die GraKas können auch vor der CPU im Kreislauf hängen oder die CPU eben nach den GraKas, ist ja das Gleiche. Wundere mich immer wieder weshalb sich dieses Gerücht so hartnäckig hält. Man braucht auch keine Radis "zwischenhängen". Das bringt einfach alles keine besseren Temperaturen. Lediglich mehr Radifläche (bis zu einer gewissen Größe) oder natürlich schnellere Lüfter bringen einen Temperaturvorteil.

Finde den Thread übrigens sehr interessant und werde meinem 3570k demnächst auch mal unters Häubchen schauen. :D Gibt ja auch schon einige Foren in denen ähnliches berichtet wurde, da werde ich mir das natürlich nicht entgehen lassen und die deutlich verbesserten Temps mitnehmen.
 
Ich werd hier natürlich auch berichten wie viel die "Köpf"-Aktion gebracht hat mit Vorher/Nachher-Messung.
Irgendeine Idee wo man gute 3570k herkriegt die sich gut für OC eignen, irgendwelche speziellen Batches?

---------
Sry für ein bisschen OT!

@Masterchief79: Momentan bau ich das System inkl. WaKü grad neu um bzw. von Grund neu auf, wenn der Prozi und das MB da sind kann ich die Temperaturen wieder angeben. Momentan ist alles zerlegt leider.

Aber hm... interessante Überlegung, was man nun "zuerst" im Kreislauf drannehmen sollte.
Dürfte für die zweite zu kühlende Komponente im Kreislauf natürlich nur minimalen Unterschied machen, da sich das Wasser ja insgesamt erwärmt.
Zumindest meiner Logik nach ( <- will aber nicht viel heißen ; D ) sollte es also nen Unterschied geben, aber keinen großen...

Was stimm nun?
Jeder hier hat bisher was anderes gesagt. :)



Wobeis natürlich auch einfach eine Frage davon ist, wie es am einfachsten praktisch zu realisieren ist.

Bislang hatte ich es so:
Auquastream XT -> beide Grafikkarten parallel angeschlossen (2x Watercool Heatkiller GPU-X3 als Kühler) -> CPU (XSPC Raystorm als Kühler) -> Radiator (Phobya Supernova, 4x 22 cm Lüfter) -> AGB -> wieder Pumpe.
So hatte ich es ein Jahr laufen, nie irgendwas dran machen müssen und nie Probleme.


Auch bei der Frage Parallel oder nicht scheiden sich ja die Geister... ich hab meine Gedanken zu dem Kapitel irgendwann damit abgeschlossen, dass Parallel da theoretisch wohl minimale Vorteile bringen kann, in der Praxis aber nahezu das selbe Ergebnis wie Reihenschaltung bringt (maximal 1 bis 2 Grad, die dann eine der GraKas wärmer wird als die andere) - dafür könnts aber Probleme geben, wenn einer der Kühler mit irgendwas verstopft.
Somit habe ich mich natürlich für Parallel entschieden, ehehe! : D Bin halt kein Freund von "play it safe". ;)

War mir aber auch von der Verschlauchung unkomplizierter in meinem Gehäuse mit Parallelschaltung.

Aber jetzt wirds System eh nochmal grundlegend anders, kann ja dann hinterher berichten wie die Temps vom neuen Ivy Prozessor werden.
 
Ja stimmt schon, die Diskussion ist mir dann auch wieder eingefallen, im Endeffekt macht es keinen großen Unterschied ob du Grakas oder CPU zuerst in den Kreislauf steckst. Nach einiger Zeit herrscht überall die gleiche Temperatur. Habs noch nie selber nachgemessen und hatte meine Wakü schon ewig nicht mehr auseinander, hab nicht dran gedacht.

Falls du nen guten (aber warmen) 3770K suchst, Dancop verkauft im HWLuxx einen, schreib ihn doch mal an (teuer aber scheint ne sahnige CPU zu sein). Kosten scheinen ja nicht in erster Linie dein Problem zu sein oder^^
 
Genau, da gab es schon etliche Threads die das Thema behandelt haben. Auch wurde das schon öfter getestet. Wenn es Unterschiede gab, lagen diese im Bereich der Messungenauigkeiten. Lohnt sich also nicht wirklich darüber nachzudenken. Ansonsten gibt es jedoch noch einiges was man an einer WaKü optimieren kann.
 
Genau, da gab es schon etliche Threads die das Thema behandelt haben. Auch wurde das schon öfter getestet. Wenn es Unterschiede gab, lagen diese im Bereich der Messungenauigkeiten. Lohnt sich also nicht wirklich darüber nachzudenken. Ansonsten gibt es jedoch noch einiges was man an einer WaKü optimieren kann.

Zum Beispiel?

Hab mir immer noch keine Lüfter-Shrouds gebastelt, ich fauler Hund. ;)
 
....so 14 Tage nach dem "köpfen", die Temps nach wie vor sehr gut.
Mit 4,4 GHz und 2 Stunden BF3 waren die Temps nicht über 60°C.

Ich bin auch gar nicht so der "Versteller", habe nur im UEFI die
Voreinstellungen für 4,4 angeklickt und so läuft es nun.
 
...das ist mein Problem:schief:
Ich sehe absolut nicht bei den Einstellungen durch, köpfen ist Prxis, da habe ich 2 rechte Hände für.
Warum soll ich was ändern? Ich weiß hier steht es im Forum.
http://extreme.pcgameshardware.de/o...fuer-jedermann-auf-gigabyte-z77x-ud3h.html#a3
Ich bin davon ausgegangen, dass eine solche Voreinstellung von Profilen auch die anderen notwendigen Änderungen nach sich zieht.
Die VCore geht nicht über 1,191 V. Zu
keiner Situation.
 
Ivy OC ist doch total einfach. Du musst nur CPU Multi und Kernspannung einstellen. Sonst gar nichts. Also das bekommst du doch hin ;)
 
..habe jetzt die VCore auf 1,130V gesetzt und Multi 44.
Bei BF3 sind die max Werte bei 58°C. Nicht anders als bei Auto und Profil 4,4.

Hier mal Prime. Welche VCore ist nun die korrekte?

HWInfo, CPU-Z oder VCore? Die Temps waren vor dem WLP Wechsel hier an dieser Stelle schon über 85°C!
 

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