AW: Euer Szenario für das Jahr 2100
Das dieser Thread keinerlei Bezug zu "Wirtschaft", wenig bis keine politischen Überlegungen und nur sehr, sehr wenig wissenschaftliche Argumentation enthält, dafür aber um so mehr lockere und amüsante Unterhaltung, erlaube ich mir mal, ihn in ein besser passendes Unterforum zu verschieben, als WPW
Ach ja, zur Umfrage:
[X] Kriege & Konflikte häufen sich
[X] Die Weltbevölkerung sinkt wieder (aufgrund von Kriegen, Konflikten und allgemeinem Mangel. Ich schätze aber mal, dass sie die ersten 2/3 dieses Jahrhunderts noch weiterwächst, bis dann in dern zweiten Hälfte die sich zeitnah zuspitzenden Probleme der sinkenden landwirtschaftlichen Erträge auf übernutzen Flächen, die Abnahme bebauberer Flächen durch Verwüstung, das Ende der Reserven an noch-nicht-erschlossenen Flächen, die ersten großen Wellen von Klimaflüchtlingen und der Zusammenbruch der ölbasierten Weltwirtschaft -vor allem des globalen Transportnetzes- die Überhand über die Reproduktionsraten gewinnen.
[X] Das Leben wie wir es kennen (Luxus, Unterhaltung, Fernsehen, Internet etc.), gibt es nicht mehr (ergibt sich aus obigem. Bzw.: Für einen schnell kleiner werdenden Teil wird es den Luxus an sich noch geben, aber nur bei massiver Abschottung und -zumindest teilweise- waffengestützter Ausbeutung der restlichen Welt. Imho entspricht das nicht ganz "wie wir es kennen", obwohl sich unser Alltag bis zum Ausfall der Transportsysteme vielleicht nur wenig ändert)
[X] Machtverhältnisse verschieben sich nicht so sehr territorial, sondern innerhalb der Gesellschaften. Ein Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung in vielen Regionen erlaubt es Oberschichten, ihre Macht freier auszuleben, wärend die Macht der Staaten allgemein abnimmt. Bei der Spitzenmacht unter den Staaten tippe ich auf Russland. Die haben die größten Rohstoffreserven und in ihrer Gesellschaft die geringste Fallhöhe. Die USA dagegen werden große Teile ihrer Macht für die Kontrolle des arabischen Raumes binden müssen und zeitgleich starke innere Spannungen in den Begriff bekommen müssen. China kocht bereits jetzt an mehreren Enden, ich würde mich nichtmal wundern, wenn sich das Land bis zum Ende des Jahrhunderts zerlegt.
[X] erneuerbare Energien bestimmen die Energiewirtschaft (ohne "Andere" - was sucht das in der Umfrage? Die Dominanz der erneuerbaren resultiert aber nicht aus der Vernunft der Menschen, sondern daraus, dass Ölkraftwerke ohne Öl nicht funktionieren, mit Ausnahme von Australien und vielleicht China -wenn die noch was übrig haben- niemand genug Kohle im eigenen Land hat und Uran ebenfalls in zu kleinen Mengen und in politisch zu instabilen Regionen vorkommmt, als das es eine Rolle spielen könnte. Für Kernfusion seh ich weiterhin keine realistische Chance. Einen Hauch einer Chance sehe ich für Plutonium basierte Systeme in den USA und ggf. bei verbündeten, falls das Militär seine nukleare Flotte auf ein Uran-unabhängigere Technologie umstellen will und auf die großen Mengen an "Abfall"Pu umsteigt)
[X] Klimawandel schreitet (definitiv) weiter voran
[X] Nahrung und sauberes Wasser sind in großen Teilen der Welt Mangelware.
[X] größere Atomwaffeneinsätze gab es nicht (nukleare Bunkerbuster und andere Mini-Nukes, auch in Terroristenhand, sind aber nicht unwahrscheinlich. Gegen einen Großeinsatz spricht, dass sich die Konflikte um Rohstoffe entzünden werden. Man kann mit strategischen Atomwaffen aber nichts erobern.)
[X] Im 21. Jh. gab es vermutlich keinen dritten Weltkrieg (Denn keine der Weltmächte hätte Vorteile davon, das Territorium einer anderen Weltmacht zu erobern - oder auch nur die technische Möglichkeit dazu. Einsätze der USA im arabischen Raum und Chinas Vorstoß zum kaspischen Meer kommen sich aber nicht in die Quere. Das einzige Potential wäre ein Konflikt zwischen China und Russland, mangels Verbündeten auf beiden Seiten würde der sich aber nicht zum Weltkrieg ausdehnen. Was es dagegen sehr wohl geben wird, ist fast-weltweiter Krieg. Mit Ausnahme des EU-Raumes, Nordamerika und Australien würde sehe ich da quasi überall Potential)
[X] Die Erforschung des Weltraums hat durch diverse Probleme nachgelassen (schon heute kaum noch zu bezahlen. Ich wäre nicht überrascht, wenn weder USA noch China noch die EU ihre derzeitigen Mondpläne zu irgend einem Ergebniss führen können)
[X] Es gibt keine Superstaaten (aber die heutige Struktur wird nicht erhalten bleiben. Afrika wird sich sicherlich deutlich umsortieren, Zentralasien könnte auch bunt gemischt werden, China -wie gesagt- sich zerteilen. In Südostasien will ich Zusammenschlüsse nicht ausschließen und eine gemeinsame Außenpolitik von zumindest Teilen der EU ist denkbar)
[X] Die Lebenserwartung der Bevölkerung der (Ex-) Industrieländer ist gesunken (ergibt sich aus der allgemeinen Verschlechterung der Umstände. Die Staaten mit sehr hoher Wirtschaftskraft und einem funktionierenden staatlichen Sozialsystem können ihr Niveau vielleicht halten)