Euer Gedanke zum Kommunismus

Das Prinzip der Korruption kann in einer Laissez-Faire Wirtschaft schon einmal garnicht auftreten. Da sich die Regierung in die Wirtschaft nicht einmischt, hätte es auch kein Sinn diese unter der Hand zu Bezahlen.

Monopole können in einer freien Wirtschaft schon einmal garnicht auftreten, da Konkurrenz so gut wie immer in einem Sektor vorhanden ist. Selbst Standard Oil hat es nie zu einem Monopol gebracht, obwohl sie die Preise (der einzige Weg überhaupt ein Monopol ohne Staatshilfe aufzubauen) stetig gesenkt haben.

Dass Laissez-Faire funktioniert, sieht man deutlich an Chile. Dazu auch ein Bericht vom Mises Institute.

Chile: Socialism, Dictatorship, and Liberalism - Ryan McMaken - Mises Daily

Selbst die heutigen Chilenischen "Sozialisten" setzen auf Laissez-Faire (im Gegensatz zu ihren verbohrten Kollegen im restlichen Latein-Amerika, die immer noch an internationale Volksbefreiungsfronten und Egalitarismus glauben).
 
Und dazu möchte ich sagen, dass GM letztenendes noch so dreist war, auf weitere deutsche Staatshilfen zu hoffen, damit man so gnädig sei und weiterhin Opel zu seinen Marken zähle. Das war eine Form der Erpressung, bei der Brüderle glücklicherweise das Paradox (GM ist ohne Opel am Arsch) erkannt hat und nicht darauf eingegangen ist (unter großen Protesten der linken Bundestagshälfte).
Kurz darauf meldet GM, dass man es wohl auch so schaffe.

Dass GM anfangs um Staatshilfe für Opel fragte war im Grunde auch vollkommen rechtens. Weshalb hätte eine andere Firma (z.B. Magna) nach diesen fragen dürfen, GM dann aber plötzlich nicht mehr.

Opel alleine ist weder als Marke noch als Unternehmen alleine überlebensfähig. Weder existieren Skaleneffekte beim Einkauf, noch verfügt Opel über eine globale Vertriebsstruktur. Durch die Bindung an GM kann Opel davon profitieren, dass die Autos überhaupt global vermarktet werden, so z.B. der Insignia als Buick Regal. Die Marke Opel selbst gibt es nur in Deutschland und einigen anderen Teilen Europas sowie Indonesien. International ist die Marke Opel vollkommen unbedeutend.

Zusätzlich verfügt Opel selbst über kein eigenes technisches Know-How, weil Patente im Rahmen von gemeinschaftlichen Forschungsarbeiten an die Mutter (also GM) übertragen wurden. Auch dies stellt bei allen großen Firmen ein übliches Prozedere dar, um sich insbesondere auch vor einem ungewollten Know-How-Transfer bei ausländischen Tochterunternehmen/Investments zu schützen.

Bedingt durch die globale Konzentration und neuen Kooperationsformen von Automobilherstellern hätte sich Opel als eigenes Unternehmens zwangsläufig einen größeren Partner suchen müssen, um nicht von der Bildfläche zu verschwinden. Dass GM als bishere Mutter am naheliegendsten ist, ist nicht verwunderlich. Wenn man sich zusätzlich die Entwicklung von "New GM" anschaut, dann erst recht nicht.
 
Dass GM anfangs um Staatshilfe für Opel fragte war im Grunde auch vollkommen rechtens. Weshalb hätte eine andere Firma (z.B. Magna) nach diesen fragen dürfen, GM dann aber plötzlich nicht mehr.

Opel alleine ist weder als Marke noch als Unternehmen alleine überlebensfähig. Weder existieren Skaleneffekte beim Einkauf, noch verfügt Opel über eine globale Vertriebsstruktur. Durch die Bindung an GM kann Opel davon profitieren, dass die Autos überhaupt global vermarktet werden, so z.B. der Insignia als Buick Regal. Die Marke Opel selbst gibt es nur in Deutschland und einigen anderen Teilen Europas sowie Indonesien. International ist die Marke Opel vollkommen unbedeutend.

Zusätzlich verfügt Opel selbst über kein eigenes technisches Know-How, weil Patente im Rahmen von gemeinschaftlichen Forschungsarbeiten an die Mutter (also GM) übertragen wurden. Auch dies stellt bei allen großen Firmen ein übliches Prozedere dar, um sich insbesondere auch vor einem ungewollten Know-How-Transfer bei ausländischen Tochterunternehmen/Investments zu schützen.

Bedingt durch die globale Konzentration und neuen Kooperationsformen von Automobilherstellern hätte sich Opel als eigenes Unternehmens zwangsläufig einen größeren Partner suchen müssen, um nicht von der Bildfläche zu verschwinden. Dass GM als bishere Mutter am naheliegendsten ist, ist nicht verwunderlich. Wenn man sich zusätzlich die Entwicklung von "New GM" anschaut, dann erst recht nicht.

Klar. Gegen Fragen hat ja Niemand etwas. Dass aber die Regierungen auch nur darüber nachdachten zu helfen, ist der verwerfliche/stupide Teil.

Dann kann man das Geld auch gleich verbrennen. Wobei das dann wenigstens noch der Inflationsbekämpfung geholfen hätte.
 
Klar. Gegen Fragen hat ja Niemand etwas. Dass aber die Regierungen auch nur darüber nachdachten zu helfen, ist der verwerfliche/stupide Teil.

Dann kann man das Geld auch gleich verbrennen. Wobei das dann wenigstens noch der Inflationsbekämpfung geholfen hätte.

Die ganzen Staatshilfen, waren doch sowieso einfach nur lächerlich :schief:

Die haben nur Firmen bekommen, wo man das Geld nie wieder sieht z.b. die Hypo Real.... Und bei Firmen, die das Geld wieder hätten zurückzahlen können wie z.b. Porsche hat mein nein gesagt...

Und letztendlich ist der Bürger wieder der dumme, da es nur eine Frage der Zeit ist, bis die nächsten Steuererhöhungen kommen, da der ganze Unsinn irgendwie ja auch bezahlt werden will...

Daraus schließe ich, dass der IQ unserer Politiker zweistellig ist und in der Mitte von einem Komma getrennt wird.

Traurig, aber wahr.

mfg

Bärenmarke
 
Hmm.... Sehr interessant hingegen sind die Handlungen der US-Regierung. Republikaner sowie zahlreiche Interessensverbände haben jedwege Leistungen an Unternehmen teilweise vehement zerissen. Selbiges galt auch vielen Demokraten, die auch um die Zustimmung im Volk bangten.
Doch gute zwei Jahre später zeigte sich, dass fast alle Firmen die Bürgschaften und Unterstützungskredite hochverzinst zurückbezahlten. In Folge dessen konnte der US-Fiskus bei fast allen Einlagen auch schicke Gewinne verzeichnen. Sicherlich gibts auch ein paar weniger ruhmreiche Beispiele wie die Fanny Mae oder Freddie Mac, aber im Kern war das Geschäft erfolgreich. Zugleich konnte die Wirtschaft wieder stabilisiert werden.
Zusätzlich machten sich die Firmen auch daran, sich möglichst schnell vom Staatsgeld zu trennen, um den enormen Auflagen zu entgehen. Selbiges streben übrigens auch hier einige Firmen an, wie z.B. die Commerzbank.

Dagegen liefen die Handlungen in Deutschland etwas anders. Der Deutschlandfonds entpuppte sich nicht unmittelbar zu dem, was man sich erhoffte - zumal ihn auch nicht so viele Firmen in Anspruch nahmen.
Weitere Einlagen wie bei der HRE oder bei der Commerzbank sind - zumindest im Moment - noch keine Gewinnbringer.
Dafür wurde aber auch hier das System stabilisiert sowie in Teilen auch die Binnennachfrage angeregt. Weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen wie bspw. die Kurzarbeit verhinderten eine Kündigungswelle.

Zwar waren viele Maßnahmen in D mit denen in den USA zu vergleichen, doch im Kern gab es doch ziemliche Unterschiede. Doch im Unterschied zu den USA konnte sich D mittlerweile wieder verstärkt stabilisieren und ist zum Konjunkturmotor in der EU geworden. Allerdings liegt das auch an der enormen Nachfrage in Asien, wodurch insbesondere die exportorieniterten Unternehmen profitierten konnten.

Aber gut, langsam driften wir etwas vom Thema ab...
 
Hmm.... Sehr interessant hingegen sind die Handlungen der US-Regierung. Republikaner sowie zahlreiche Interessensverbände haben jedwege Leistungen an Unternehmen teilweise vehement zerissen. Selbiges galt auch vielen Demokraten, die auch um die Zustimmung im Volk bangten.
Doch gute zwei Jahre später zeigte sich, dass fast alle Firmen die Bürgschaften und Unterstützungskredite hochverzinst zurückbezahlten. In Folge dessen konnte der US-Fiskus bei fast allen Einlagen auch schicke Gewinne verzeichnen. Sicherlich gibts auch ein paar weniger ruhmreiche Beispiele wie die Fanny Mae oder Freddie Mac, aber im Kern war das Geschäft erfolgreich. Zugleich konnte die Wirtschaft wieder stabilisiert werden.
Zusätzlich machten sich die Firmen auch daran, sich möglichst schnell vom Staatsgeld zu trennen, um den enormen Auflagen zu entgehen. Selbiges streben übrigens auch hier einige Firmen an, wie z.B. die Commerzbank.

Dagegen liefen die Handlungen in Deutschland etwas anders. Der Deutschlandfonds entpuppte sich nicht unmittelbar zu dem, was man sich erhoffte - zumal ihn auch nicht so viele Firmen in Anspruch nahmen.
Weitere Einlagen wie bei der HRE oder bei der Commerzbank sind - zumindest im Moment - noch keine Gewinnbringer.
Dafür wurde aber auch hier das System stabilisiert sowie in Teilen auch die Binnennachfrage angeregt. Weitere wirtschaftspolitische Maßnahmen wie bspw. die Kurzarbeit verhinderten eine Kündigungswelle.

Zwar waren viele Maßnahmen in D mit denen in den USA zu vergleichen, doch im Kern gab es doch ziemliche Unterschiede. Doch im Unterschied zu den USA konnte sich D mittlerweile wieder verstärkt stabilisieren und ist zum Konjunkturmotor in der EU geworden. Allerdings liegt das auch an der enormen Nachfrage in Asien, wodurch insbesondere die exportorieniterten Unternehmen profitierten konnten.

Aber gut, langsam driften wir etwas vom Thema ab...

Hier fehlt überall das kleine Wort "zeitweilig" dazwischen.

Diese Politik des "Spending Spree" und der "Animal Spirits" nennt man Keynesianismus und es hat noch nie funktioniert, trotzdem schwört so gut wie jeder darauf (ähnlich wie beim Sozialismus und Kommunismus also). Die Wirtschaft wird dadurch nur kurzzeitig aufgepumpt, aber nie wirklich völlig stabilisiert, wie es bei einem ordentlichen Sparkurs in Verbindung mit einer ehrlichen Marktwirtschaft der Fall wäre. Konzerne die einmal durch Staatshilfe (sogenannte Bailouts) gerettet wurden, bedürfen dieser meist in den darauffolgenden Geschäftsjahren wieder.
Mismanagement lässt sich nicht einfach durch einen künstlichen Geldstrom ausgleichen.

Abgesehen davon, stehe ich der Aussage die Wirtschaft hätte sich stabilisiert sehr kritisch gegenüber. Man sollte immer daran denken, dass sich diese Aussagen auf den GDP Wert beziehen und GDP so gut wie kein Aussagekraft besitzt.
 
Doch gute zwei Jahre später zeigte sich, dass fast alle Firmen die Bürgschaften und Unterstützungskredite hochverzinst zurückbezahlten. In Folge dessen konnte der US-Fiskus bei fast allen Einlagen auch schicke Gewinne verzeichnen. Sicherlich gibts auch ein paar weniger ruhmreiche Beispiele wie die Fanny Mae oder Freddie Mac, aber im Kern war das Geschäft erfolgreich. Zugleich konnte die Wirtschaft wieder stabilisiert werden.
Zusätzlich machten sich die Firmen auch daran, sich möglichst schnell vom Staatsgeld zu trennen, um den enormen Auflagen zu entgehen. Selbiges streben übrigens auch hier einige Firmen an, wie z.B. die Commerzbank.

Ja das ist schon richtig was du sagst, nur in Deutschland haben es halt nur wenige Firmen bekommen und dann auch noch die Firmen, von denen man lange keinen cent sehen wird...
Während hingegen Firmen die nur kurz in Schwierigkeiten waren und Hilfe gebraucht hätten, keine bekommen haben... Und gerade diese Firmen, hätten es auch gut verzinst wieder zurückzahlen können ;)

Aber du hast recht, das passt nun gar nicht zur topic :D

mfg

Bärenmarke
 
Eigentlich passt es schon zum Thema. Da es sich dabei ja um Keynesianismus handelt, was zwar ein dritter Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus werden sollte, sich letztlich aber Richtung Korporatismus und Sozialismus entwickelt hat und daher eher als Lieblingskind der "modernen" Linken gilt.

Keynesianismus ist also wirtschaftlich schon sehr nahe am Marxismus, abgesehen davon, dass es noch private Institutionen zulässt. In den Grundzügen ist es aber gleich.
 
Das Prinzip der Korruption kann in einer Laissez-Faire Wirtschaft schon einmal garnicht auftreten. Da sich die Regierung in die Wirtschaft nicht einmischt, hätte es auch kein Sinn diese unter der Hand zu Bezahlen.

Monopole können in einer freien Wirtschaft schon einmal garnicht auftreten, da Konkurrenz so gut wie immer in einem Sektor vorhanden ist.

Siehe z.B. Software, CPUs, Suchmaschienen, Browser?
In einem nicht von außen beeinflussten System kann es zu einem Zeitpunkt nur einen stärksten geben und dieser wird am meisten wachsen können. In einer kapitalistischen Marktwirtschaft ist der größte der stärkste (bei sonst gleichen Konzepten/technologischen Fortschritt, was langfristig im Durchschnitt der Fall ist) -> Er wird den Markt übernehmen und kontrollieren.
Dass das in vielen Marktsegmenten heute (noch) nicht der Fall ist, liegt primär an der historischen Entwicklung (der Ausschluss läuft auf den meisten Märkten so langsam ab, dass sich mehrere Unternehmen, die sich auf den präglobalisierten Märkten gebildet hat, noch halten können) und sekundär an staatlichen Reglementierungen (vor allem im PC Markt zu sehen, der von Anfang an global und auf wenige, extrem dominante Unternehmen gestützt war)


Die haben nur Firmen bekommen, wo man das Geld nie wieder sieht z.b. die Hypo Real.... Und bei Firmen, die das Geld wieder hätten zurückzahlen können wie z.b. Porsche hat mein nein gesagt...

Es ging bei den Staatshilfen darum, Unternehmen vor der Pleite zu retten - nicht Gewinne zu machen. Unternehmen, die das Geld mittelfristig zurückzahlen hätten können, hatten es unter dieser Prämisse gar nicht nötig.
Warum/dass man sich anstelle der Rückzahlungsoption nicht wenigstens Macht in Form von Teilhabe hat geben lassen, mag der Wähler honorieren (oder auch nicht...)

Und letztendlich ist der Bürger wieder der dumme, da es nur eine Frage der Zeit ist, bis die nächsten Steuererhöhungen kommen, da der ganze Unsinn irgendwie ja auch bezahlt werden will...

Erstmal kommen Neuregelungen für HartzIV und Krankenkassen, Kürzungen bei (imho) Zukunftsinvestionen,... .
Steuerhöhungen könnten ja am Ende alle Treffen, z.B. diejenigen, denen man derzeit offensichtlich noch Geld schenken muss/will.
 
Siehe z.B. Software, CPUs, Suchmaschienen, Browser?
In einem nicht von außen beeinflussten System kann es zu einem Zeitpunkt nur einen stärksten geben und dieser wird am meisten wachsen können. In einer kapitalistischen Marktwirtschaft ist der größte der stärkste (bei sonst gleichen Konzepten/technologischen Fortschritt, was langfristig im Durchschnitt der Fall ist) -> Er wird den Markt übernehmen und kontrollieren.

Dass das in vielen Marktsegmenten heute (noch) nicht der Fall ist, liegt primär an der historischen Entwicklung (der Ausschluss läuft auf den meisten Märkten so langsam ab, dass sich mehrere Unternehmen, die sich auf den präglobalisierten Märkten gebildet hat, noch halten können) und sekundär an staatlichen Reglementierungen (vor allem im PC Markt zu sehen, der von Anfang an global und auf wenige, extrem dominante Unternehmen gestützt war)




Es ging bei den Staatshilfen darum, Unternehmen vor der Pleite zu retten - nicht Gewinne zu machen. Unternehmen, die das Geld mittelfristig zurückzahlen hätten können, hatten es unter dieser Prämisse gar nicht nötig.
Warum/dass man sich anstelle der Rückzahlungsoption nicht wenigstens Macht in Form von Teilhabe hat geben lassen, mag der Wähler honorieren (oder auch nicht...)



Erstmal kommen Neuregelungen für HartzIV und Krankenkassen, Kürzungen bei (imho) Zukunftsinvestionen,... .
Steuerhöhungen könnten ja am Ende alle Treffen, z.B. diejenigen, denen man derzeit offensichtlich noch Geld schenken muss/will.

Interessant. Ich wusste garnicht, dass es nur noch Intel Prozessoren und Mozilla Browser gibt?

Es gibt keinen einzigen freien Markt, auf dem auch nur ein Monopol vorhanden ist. Die einzigen Monopole die in Deutschland je gebildet wurden, waren jene durch die Bundesregierung gestützten (Deutsche Post, Deutsche Bahn, Telekom) und wohin das geführt hat sieht man heute an der Servicewüste Deutschland.

Ein reines Monopol ist grundlegend nur möglich, wenn es keinerlei (funktionierende) Konkurrenz auf dem (Welt)Markt gibt. Dies ist in keinem Einsatzgebiet der Fall. Selbst die besten Dumpingpreise sorgen nicht dafür, dass jeder nur noch von einer Firma kauft. Zumal man bei Dumpingpreisen davon ausgehen kann, dass die Innovation auf der Strecke bleibt. Innovation ist in manchen Einsatzgebieten (beispielsweise Speicherchips für high-end RAM Module) aber nunmal essentiell, wonach sicher ist, dass diese Hersteller dann auf einen anderen Lieferanten setzen, der auch gerne mal gut 2/3 kleiner sein darf.

Was das "vor der Pleite retten" angeht. Dem will ich ja garnicht widersprechen. Nur weiss jeder, der ECON 101 beherrscht, dass eine Rettung aus der Pleite völliger Schwachsinn ist. Die Unternehmen sind nicht ohne Grund überhaupt erst in die Pleite gekommen. Wären sie konkurrenzfähig, gäbe es keinen Grund für eine Pleite und demzufolge auch keinen Grund für eine Rettung.
Alles was diese Bailouts erreichen, ist eine teilweise Verunsicherung der Anleger und eine höhere Inflation.
 
Es ging bei den Staatshilfen darum, Unternehmen vor der Pleite zu retten - nicht Gewinne zu machen. Unternehmen, die das Geld mittelfristig zurückzahlen hätten können, hatten es unter dieser Prämisse gar nicht nötig.
Warum/dass man sich anstelle der Rückzahlungsoption nicht wenigstens Macht in Form von Teilhabe hat geben lassen, mag der Wähler honorieren (oder auch nicht...)

Falsch, Porsche hat z.b. keine Staatshilfen bekommen und die gehören jetzt zu VW, sprich sie haben es nicht geschafft.
Und die hätten den Kredit locker wieder zurückzahlen können :schief:
Und da gibts noch genügend Beispiele, werfen wir mal einen Blick nach Amerika ohne Finanzspritzen des Staates hätte GM nicht überleben können, fährt jetzt aber bereits wieder Gewinne ein, mit denen sie auch ihre Kreditschulden an den Staat zurückbezahlen können.
Gerade Firmen die wegen der Krise in kurzzeitige Not geraten sind sollte man helfen, den die können das mit der Zeit auch wieder zurückbezahlen...
Auf bereits sinkende Schiffe zu setzen, wie es Deutschland gemacht hat kostet im Endeffekt nur den Steuerzahler ein Vermögen...

mfg

Bärenmarke
 
Interessant. Ich wusste garnicht, dass es nur noch Intel Prozessoren und Mozilla Browser gibt?

Vielleicht sind dir hohen Marktanteile und verschwindende Konkurrenz 5-10-15-20 Jahren (je nachdem, was/wen man betrachtet) von Intel und IE sowie die erfolgreichen Einschränkungen durch EU und afaik auch US-Regierung sowie durch das Kartellrecht im allgemeinen in Erinnerung, die das erreichen eines vollständigen Monopols verhinderten...


Falsch, Porsche hat z.b. keine Staatshilfen bekommen und die gehören jetzt zu VW, sprich sie haben es nicht geschafft.

Sind sie Pleite gegangen? Wurden die Werke geschlossen?

Ganz so weit reicht der Einfluss der Wirtschaftslobby dann doch noch nicht, dass Unternehmen des Unternehmens wegen gerettet werden - es ging immer noch primär um die Verhinderung von Massenentlassungen. Solange andere Firmen bereit waren, einzuspringen, musste der Staat das nicht selber machen.
(Außerdem: Wie hätte man denn dann auf linken Porschefahrern rumhacken sollen? ;) )

Auf bereits sinkende Schiffe zu setzen, wie es Deutschland gemacht hat kostet im Endeffekt nur den Steuerzahler ein Vermögen...

Ich sag nicht, dass die Entscheidungen richtig waren - ich sag nur, welches Ziel sie hatten.
Imho hätte der Staat niemanden "retten" sollen, sondern selbst aktiv werden sollen. D.h.: Die Banken wollen keine Finanzgeschäfte mehr machen? Schön, verdient halt die Bundesbank. Aktionäre lassen Firmen mit Potential verhungern? Gutes günstig aufzukaufen ist immer eine gute Idee.
Auf diese Art hätte der Staat genauso in problematischen Zeiten Geld unter die Leute gebracht, wie mit der unsäglichen Verschrottungsprämie oder Geschenke an Banken, aber er hätte wenigstens direkte Kontrolle über die Teile der Wirtschaft bekommen, für die Privatinvestoren offensichtlich zu blöd oder verantwortungsunbewusst waren.
Aber sowas war ja schon zu sozialistisch (b2t ;) ), da hat man doch lieber Geld verschenkt, wie das so üblich ist in einer Marktwirtschaft.
Oder so ähnlich.
 
Vielleicht sind dir hohen Marktanteile und verschwindende Konkurrenz 5-10-15-20 Jahren (je nachdem, was/wen man betrachtet) von Intel und IE sowie die erfolgreichen Einschränkungen durch EU und afaik auch US-Regierung sowie durch das Kartellrecht im allgemeinen in Erinnerung, die das erreichen eines vollständigen Monopols verhinderten...

Die Frage ist, ob dies wirklich der Fall gewesen wäre.

Letztlich sind selbst 89% (das höchste, was Standard Oil je erreichte) noch 200% vom Monopol entfernt (nicht wörtlich gesprochen, natürlich. Aber der Aufwand kommt dem recht nahe).
 
Standard Oil war aber afaik nicht am Ende der Ausweitung des Geschäftes, als es zerschlagen wurde und vor allem gab es damals noch keinen globalisierten Markt, sondern eine ganze Reihe von Nationalstaaten, die -gerade auch in Europa- auf Unabhängigkeit/Kontrolle setzen wollten.

Nimm dagegen z.B. Microsofts Betriebssystemanteil von afaik >95% (Desktopmarkt) in Spitzenzeiten. Auch nach rund 1,5 Jahrzehnten Auflagen zur Veröffentlichung von Schnittstellen und Öffnung von Standards und Einschränkung von Verkaufsoptionen/Bündelungen gibt es nichts, was auch nur annähernd gegen die Marktmacht von M$ ankommt. (Ich sag nur "64 Bit")
Und das obwohl die Konkurrenz z.T. ein Preisleistungverhältniss bietet, dass auf einem 0€-Preis basiert.
 
Sind sie Pleite gegangen? Wurden die Werke geschlossen?

Ganz so weit reicht der Einfluss der Wirtschaftslobby dann doch noch nicht, dass Unternehmen des Unternehmens wegen gerettet werden - es ging immer noch primär um die Verhinderung von Massenentlassungen. Solange andere Firmen bereit waren, einzuspringen, musste der Staat das nicht selber machen.
(Außerdem: Wie hätte man denn dann auf linken Porschefahrern rumhacken sollen? ;) )

Pleite sind sie in der Tat, sonst würden sie jetzt ja nicht zu VW gehören ;)
Werke wurden zwar keine geschloßen, aber dadurch, dass sie jetzt nicht mehr eigenständig sind gehen der Stadt Stuttgart und unter anderem auch wo ihr Entwicklungszentrum steht in Weisach jährlich Millionen verloren, da dort keine Steuer mehr verrichtet werden müssen, zumindest nicht in der Höhe wie es einmal war!
Und eine andere Firma musste nur einspringen, weil der Staat an seinem Komunistengesetz zum schutze von VW nicht loslassen wollte :ugly:

Von daher sehe ich das schon als sehr dumm an, dass man viele Firmen nicht geholfen hat und wie du an meinem Steuerbeispiel siehst, verliert letztendlich auch der Staat daran :daumen2:

mfg

Bärenmarke
 
Standard Oil war aber afaik nicht am Ende der Ausweitung des Geschäftes, als es zerschlagen wurde und vor allem gab es damals noch keinen globalisierten Markt, sondern eine ganze Reihe von Nationalstaaten, die -gerade auch in Europa- auf Unabhängigkeit/Kontrolle setzen wollten.

Nimm dagegen z.B. Microsofts Betriebssystemanteil von afaik >95% (Desktopmarkt) in Spitzenzeiten. Auch nach rund 1,5 Jahrzehnten Auflagen zur Veröffentlichung von Schnittstellen und Öffnung von Standards und Einschränkung von Verkaufsoptionen/Bündelungen gibt es nichts, was auch nur annähernd gegen die Marktmacht von M$ ankommt. (Ich sag nur "64 Bit")
Und das obwohl die Konkurrenz z.T. ein Preisleistungverhältniss bietet, dass auf einem 0€-Preis basiert.

Wenn es eine Konkurrenz gibt, ist es kein Monopol. PUNKT
>95% sind kein Monopol. PUNKT.

Mono heißt 1 (eins), nicht 1.5, 2 oder zweieinhalb. Dementsprechend ist ein Monopol auch die Herrschaft des Einzelnen über den gesamten Markt (ohne Außnahme), so etwas trat bisher nur durch Zutun des Staates auf (siehe Telekom).

Politiker und Regulatoren die behaupten Firmen wie Microsoft oder Standard Oil seien je eine Monopoly gewesen, haben keine Ahnung von der Wirtschaft und sollten zu Nachhilfestunden verdonnert werden.

Die Aussage, wer auf 95% kommt, schafft auch mal eben 100% ist auch "moot". Das weiss jeder Erstsemester Student, der etwas von Marketing und Wirtschaft versteht.

Selbst die Aussage "Wer >95% des Marktes besitzt kontrolliert den Markt" ist nur bedingt richtig. Vorallem auf Märkten mit vielen Teilmärkten.
 
Werke wurden zwar keine geschloßen, aber dadurch, dass sie jetzt nicht mehr eigenständig sind gehen der Stadt Stuttgart und unter anderem auch wo ihr Entwicklungszentrum steht in Weisach jährlich Millionen verloren, da dort keine Steuer mehr verrichtet werden müssen, zumindest nicht in der Höhe wie es einmal war!
Und eine andere Firma musste nur einspringen, weil der Staat an seinem Komunistengesetz zum schutze von VW nicht loslassen wollte :ugly:

Nach §4 des Gewerbesteuergesetzes unterliegen die Gewerbebetriebe der Gewerbesteuer in der Gemeinde, in der eine Betriebsstätte zur Ausübung des stehenden Gewerbes unterhalten wird.
Befinden sich Betriebsstätten desselben Gewerbebetriebs in mehreren Gemeinden, oder erstreckt sich eine Betriebsstätte über mehrere Gemeinden, so wird die Gewerbesteuer in jeder Gemeinde nach dem Teil des Steuermessbetrags erhoben, der auf sie entfällt.

Somit muss Porsche für den produzierenden Teil des Unternehmens weiterhin eine Gewerbesteuer für die Betriebsstätte in Stuttgart bezahlen. Selbiges gilt auch für weitere Werke wie das in Leipzig. Da aber Porsche eine Holding (Salzburg) ist, können Gewinne auch verschoben werden. Gerade für international agierende Unternehmen ist es auf diese Weise möglich, internationale Verrechnungen durchzuführen. Somit ist es - je nach Unternehmenslage - sogar möglich in ganz Deutschland keine Gewerbesteuer entrichten zu müssen, wie es beispielsweise bei Daimler 2009 der Fall war.

Zudem galt der Deutschlandfonds nur denjenigen Firmen, welche unmittelbar von der Finanzkrise betroffenen waren. Das finanzielle Problem Porsches war aber spekulativer Natur und hatte mit dem produzierenden Gewerbe nichts zu tun. Aufgrund dieser Spekulationen war es ja auch möglich, dass die Porsche Holding größere Gewinne als Umsätze (durch den Absatz von Autos) vorweisen konnte. Als diese Finanzkonstruktion aber dann stückweise zusammenbrach (weil die VW Stammaktionen an Wert verloren), geriet die ganze Porsche Holding ins Rutschen. Damit das Konstrukt dann nicht vollständig zusammenbrach, drehte VW den Spieß um und gliederte Porsche als 10. Marke ein.
 
Nach §4 des Gewerbesteuergesetzes unterliegen die Gewerbebetriebe der Gewerbesteuer in der Gemeinde, in der eine Betriebsstätte zur Ausübung des stehenden Gewerbes unterhalten wird.
Befinden sich Betriebsstätten desselben Gewerbebetriebs in mehreren Gemeinden, oder erstreckt sich eine Betriebsstätte über mehrere Gemeinden, so wird die Gewerbesteuer in jeder Gemeinde nach dem Teil des Steuermessbetrags erhoben, der auf sie entfällt.

In diesem Themenkomplex ist insbesondere das Stichwort "Organschaft" zu nennen (§§14ff. KStG in Verbindung mit §7 und §§28ff. (Zerlegung anhand der Arbeitslöhne der Betriebsstätte) GewStG).

Keine Ahnung, ob es so auch bei Porsche/VW ist. Vermutlich schon. Sollte der Organträger (nicht mit der untergeordneten Organgesellschaft verwechseln) im Ausland sein, so behält sich der Fiskus zumindest ein beschränktes Steuerrecht vor (§18 KStG).

Aber das Ganze ist so kompliziert, dass man ohne genaue Kenntnis der Organstruktur nur schwer sagen kann, in wie weit das Auswirkungen für die Gemeinden haben wird.
 
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