Epic vs. Apple: Microsoft geht die Schlacht auch etwas zu weit

... und die wirklich interessante Frage lautet wer Schuld daran trägt wenn es soweit kommt. Epic die glauben sie könnten sich über Veträge hinwegsetzen oder Apple die offensichtlich nicht mit Vetragsbrechern zusammenarbeiten wollen. Ist es angemessen von Apple möglicherweise anderen zu schaden ? Nein. Ist es angemessen von Epic so eine Situation überhaupt erst bewusst zu provozieren ? Nein. Aber trotzdem sehe ich eigentlich ganz klar Epic in der Bringschuld sich halt einfach an bestehende rechtsgültige Verträge zu halten zumindest so lange um in Sachen Developerprogramm eine Alternativlösung zu verhandeln.

Epic wird ja sonst nicht müde ständig und überall zu betonen wie sehr sie anderen Entwicklern helfen wollen - also - dann bitte die eigenen Worte zu Herzen nehmen und sich weniger wie ein störrisches Kind benehmen.
Eine Vertragsklausel kann nur gebrochen werden, wenn sie rechtlich legitim ist und genau das wird doch gerade geprüft also mal ganz langsam mit der Vorverurteilung. ;)

PS: Wer hat eigentlich mehr Kohle, Epic/Tencent, oder Apple ?
Dank Sonys Finanzspritze von einer viertel Milliarde Euro wächst Epic Kapital in jedem Fall rasant an. Schön das sie es in Form von Gratisgames an uns Spieler weitergeben. :daumen:
Bezüglich dem erst genanntem Punkt, den sollte jeder mal schön im Hinterkopf behalten, wenn er mal wieder über Epic herzieht und im nächsten Threat dann erklärt sich die PS5 kaufen zu wollen. ;)

MfG
 
Dank Sonys Finanzspritze von einer viertel Milliarde Euro wächst Epic Kapital in jedem Fall rasant an. Schön das sie es in Form von Gratisgames an uns Spieler weitergeben. :daumen:

Immer her damit ! I love Epic/Tencent ! :D :love:

(Schon wieder 2 Pluspunkte gesammelt ! ;) )


edit:

(Es geht doch nur um den Social Score ! ;) )
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Is ähnlich wie payback Punkte sammeln. Wenn man zu viel Kritik äußert wird zurückgeschlagen, daher Payback. ;)
Ich sammel lieber Pluspunkte. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur weil es in einem Vertrag steht und Leute den unterschrieben haben weil damit schnell Geld zu scheffeln war, muss das System das dahintersteht nicht rechtens sein. Beispiel: Ein Vertrag mit einem Mafiapaten über den Import von Drogen in ein bestimmtes Land, der die Regeln festlegt nach denen das geschieht.

Ein Mafiapate kann die Rechtmäßigkeit eines solchen Vertrages kaum vor Gericht erstreiten, weil das sonnenklar ist, dass so ein Vertrag hinfällig ist vor Gericht. Bei Apples Geschäftsmodell ist das nicht sofort superklar, also kann Apple damit drohen die Rechtmäßigkeit des Vertrags vor Gericht zu erstreiten und wenn das Millionen von Euros kostet. Weil das System das Apple errichtet hat die Einnahmen über die Masse der Entwickler betrachtet asymmetrisch zu Apples Gunsten verteilt, wird sich den Streit niemand geben.

Epic macht das jetzt und Epic hat in der Hinterhand, dass früher Gerichtsurteile nicht im Sinne der Betreiber von geschlossenen Plattformen waren. Atari, Nintendo und Sega mussten das bereits feststellen. Was heute hinzukommt ist, dass die Hardware nicht mehr so statisch ist wie früher und man nicht mehr auf der nackten Hardware aufsetzt, sondern auf einer Softwareschicht.

Perspektivisch geht es in dem Streit darum, ob wir einen freien Markt für kommerzielle Software behalten, oder ob kommerzielle Software hinter einem Vorhang von Tech-Oligarchen und einer handvoll Plattformen verschwindet. Auch Gabe von Valve hatte ja sein Erweckungserlebnis als Microsoft seinen Store gebracht hat. Plötzlich ist dem auch die Düse gegangen und es musste schnell ein SteamOS her. Als Kunden sollten wir hier klar auf der Seite von Epic stehen. Die Explosion an Indie-Entwicklern braucht freie Märkte und keine Zollstationen die sich an der Arbeit anderer bereichern.
 
Ausgerechnet Microsoft.
Wieviele Spiele hat Microsoft denn auf z.B. Linux portiert?
Gleiche Frage an Epic? Den Store gibts auch nur für Windows und Mac (jedenfalls noch), aber kein Linux.
 
Kollektivhaftung, Erpressung und "Geiselnahme"...Mafiöse Zustände. Für Apple kein Problem wie es scheint. Und Epic in der Opferrolle....
 
Eine Vertragsklausel kann nur gebrochen werden, wenn sie rechtlich legitim ist und genau das wird doch gerade geprüft also mal ganz langsam mit der Vorverurteilung. ;)

Ich bitte dich, es ist ja nicht so als hätte man Epic in einer Nacht und Nebelaktion mal eben übers Ohr gehauen sondern wir reden hier von einer Geschäftsbeziehung die seit 2 1/2 Jahren besteht. Du kannst mir einfach nicht erzählen das du als Milliardenunternehmen mit wahrscheinlich einer ganzen Armee von Anwälten 2 1/2 Jahre brauchst um zu merken das dir die Bedingungen doch nicht passen. Über die 30% von Apple auf absolut alles kann und sollte man gerne diskutieren ( sehe ich auch kritisch so ist es ja nicht ), aber das gibt Epic trotzdem nicht das Recht Vetragsbedingungen einfach einseitig zu ändern bzw. sich einfach über die Applestore ToS hinwegzusetzen wie es ihnen grade passt und man danach noch so tut als wäre man Che höchstpersönlich.
 
Naja, der faule Apfel und sein behinderter, wenn auch erfolgreicherer, Zwilling von der zwergenweich (war das die richtige Übersetzung von MS? Hört sich auf Deutsch schon gar nicht mehr so "cool" an) Front. Weiß nicht, ob die Silikonvalley- Konglomerate aus den verfallenden Staaten dort drüben das noch so lange bringen.

Aber immerhin ist man im Gespräch, das habt ihr gut gemacht MS. Das ist wie bei Stars im Abgang oder abgehalfterten SexualbgewerbearbeiterInnen, no news are bad news.
 
Hmm, bei Microsoft scheint man die eigenen Geschäftsbedingungen vergessen zu haben...

Werfen wir doch mal kurz einen Blick hinein: https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/946581/000104746914000555/a2218068zex-10_1.htm

Unter "EXHIBIT 1 — PAYMENTS" finden wir heraus, das Publisher an Microsoft Gebühren entrichten müssen, egal ob Retail(!) oder Digital. Also wie bei Apple.
Unter Punkt "20.2 Termination" finden wir heraus, dass Microsoft das Vertragsverhältnis umgehend beenden kann, wenn der Vertragspartner den Vertrag bricht. Also wie bei Apple.
Unter Punkt "20.3 Effect and sell-off" finden wir heraus, dass nach Vertragsende kein Zugriff mehr auf das XBox Development Kit samt zugehöriger Tools besteht. Also wie bei Apple.

Halten wir also fest, dass die Geschäftsbedingungen bei Microsoft denen von Apple ziemlich ähnlich sind.
Und nun sagt Microsoft, dass es nicht in Ordnung ist, dass Apple Epic den Zugang zu den Entwicklertools entziehen will, weil dadurch zu viele Unbeteiligte potentiellen Schaden erleiden könnten, obwohl die eigenen Geschäftsbedingungen genau das gleiche besagen...

Also im Grunde genommen hat Microsoft Epic damit nen Freifahrtschein ausgetellt, auch den Vertrag mit Microsoft zu brechen...
Wird bestimmt nicht später mal für Probleme sorgen...
 
Die Frage ist nicht ob du an Tag 1 des Vertrags merkst, ob du beschissen wirst. Die Frage ist, ob du an Tag 1 etwas machen kannst.

Epic hat zweifelsohne an Tag 1 gemerkt, dass die abgezockt werden. Die sind lange genug im Konsolengeschäft dabei und sind oft genug abgezockt worden. Das erzeugt ja die Motivation hier zum Täter aus Idealismus zu werden.

Andere Firmen merken vielleicht auch, dass sie abgezockt werden, aber sie kommen halt irgendwann in die Situation in der die Entscheidungsträger und Nutznießer darüber befinden müssen, ob sie jetzt aus Prinzip einen Rechtsstreit anfangen, oder ob die Gans nicht doch ganz gut goldene Eier legt. Deswegen kommt ja Apple damit durch. Die kleinen Entwickler sind heilfroh über die Million die sie gemacht haben, die denken nicht an die 300k die ihnen durch die Lappen gegangen sind, weil Apple oben abschöpft. Die großen Konzerne sind zynisch genug das Gebahren von Apple hinzunehmen und zocken ihre Kunden dann halt noch härter ab.

Epic bewohnt diese gefährliche Zone mittendrin. Die haben eine Rechnung offen, die sind von den Apple Einnahmen nicht abhängig, die haben Fans die sie in die Schlacht schicken können und während sie früher nie die Kohle für solche Scherze gehabt haben, seit Fortnite haben sie die. Wenn mit Lootboxkohle geschlossene Plattformen per Gericht wieder vom Markt verschwinden, dann haben Lootboxen wenigstens etwas gutes gehabt.

Wenn Microsoft beschließt keine Spiele auf Linux zu bringen, dann ist das ok. Denn sie verbieten auch keinem Linux Team ihr Spiel dann doch noch auf Windows zu portieren und dort zu veröffentlichen. So sieht eine offene Gesellschaft aus. Man muss nicht alles machen und man versperrt jemand anderem auch nicht sinnlose den Weg. Bei Apple und Konsolen ist das anders, das sind totalitäre Betriebssysteme. Sowas vertritt nicht wofür unsere Gesellschaft steht und zeigt die dreckigsten Seiten des Kapitalismus auf. Firmen wollen ja immer zeigen wie BLM und Transgender sie sind, aber solche Lippenbekenntnisse kosten ja nix. Geht es darum zu zeigen welche anderen Werte des Grundgesetzes man vertritt, stellt sich raus, dass von diesen Werten nicht viel übrig bleibt, wenn es darum geht mit geschlossenen Bertriebsystemen abzukassieren.
 
Du kannst mir einfach nicht erzählen das du als Milliardenunternehmen mit wahrscheinlich einer ganzen Armee von Anwälten 2 1/2 Jahre brauchst um zu merken das dir die Bedingungen doch nicht passen.

Du kannst nicht gegen die Vertragsklauseln zwischen 2 anderen Firmen klagen, wenn du nicht selbst davon betroffen bist. D.h. es sollte jedem klar sein dass Epic die Vertragsklauseln in vollem Bewusstsein akzeptiert hat, um dann dagegen zu klagen. Deswegen ist ein moralisches Urteilen über das Vorgehen von Epic in diesem Fall auch Blödsinn, Sie machen es so wie es gemacht werden muss wenn man vor Gericht eine Chance haben will.

Im Grund rüttelt Epic hier einfach mal die Marktregulatoren ein bisschen wach und erzwingt ein bisschen mehr Klarheit bei der Frage, wie sehr ein Technologie-Unternehmen Marktmacht durch vertikale Integration in sich vereinen darf.
 
Auch wenn Steve Jobs das mal in einer Rede erwähnt hat, laut den Kreativen hinter dem Clip ging es um "Apple gegen den Konformismus". Und in teilen ist Apple immernoch Nische, ob man das nun Wahrhaben will oder nicht. Siehe auch:
Betriebssysteme - Marktanteile weltweit bis Juli 2020 | Statista

So Big Brother, the villain from Apple's '1984' Mac ad, represented IBM, right? According to the ad's creators, that's not exactly the case. The original concept was to show the fight for the control of computer technology as a struggle of the few against the many, says TBWA/Chiat/Day's Lee Clow. Apple wanted the Mac to symbolize the idea of empowerment, with the ad showcasing the Mac as a tool for combating conformity and asserting originality. What better way to do that than have a striking blonde athlete take a sledgehammer to the face of that ultimate symbol of conformity, Big Brother?"

1984 (advertisement) - Wikipedia


1. sind über 17 Prozent schon lange keine Nische mehr
2. machen sie trotzdem den meisten Gewinn

schau mal, ist von 2013 - das dürfte mittlerweile noch viel krasser aussehen:
Apple verkauft 5% aller Computer — macht damit 45% aller PC-Gewinne


@Whispercat & Casurin:
Es fällt mir echt schwer nachzuvollziehen wie du - rein emotional - eine Firma wie Apple hier so verteidigen kannst.
Uns allen ist doch geholfen wenn Store´s wie Valve oder Apple weniger Prozent bekommen beim Verkauf.
Selbst wenn wir als Endkunden nichts davon haben. Den kleinen Studios wird es nützen.

Also bist du so großer Apple Fan?
Selbst wenn ja, die gehen schon nicht unter, nur weil sie in Ihren Shop ein wenig zurückstecken müssen.

Bist du Epic Hater?
Dann reflektier dich doch bitte mal und schwimme nicht mit anderen mit.
Epic hat NICHTS getan was deinen persönlichen Ärger verdient.
 
Wenn das wirklich vor Gericht geht, dann wird es richtig interessant, denn den selben Fall haben wir damals auch gehabt als Valve EA von Steam gekickt hat. Das ganze wird weitreichende Konsequenzen haben, denn man kann das ganze auf alle digitalen Verkaufsplattformen übertragen. Wenn Epic damit durchkommt, dann werden alle Publisher nachziehen und nur noch das Hauptspiel im Store direkt anbieten und alles andere über getrennte in-game Shops verkaufen um Provision an die Plattform zu umgehen. Digitale Verkaufsplattformen werden damit dann stärker zu Werbeplattformen und die Anbieter wie Valve, Apple usw. werden dann sicherlich die Gebühren für Verkäufe auf der Plattform anheben, denn ich kann mir nicht vorstellen das die sich mit geringeren Einnahmen zufrieden geben werden und höhere Gebühren würden sich dann negativ für gerade die kleinen Entwickler auswirken, die nicht ihre Spiele mit Mikrotransaktionen zukleistern.
 
Wenn das wirklich vor Gericht geht, dann wird es richtig interessant, denn den selben Fall haben wir damals auch gehabt als Valve EA von Steam gekickt hat. Das ganze wird weitreichende Konsequenzen haben, denn man kann das ganze auf alle digitalen Verkaufsplattformen übertragen. Wenn Epic damit durchkommt, dann werden alle Publisher nachziehen und nur noch das Hauptspiel im Store direkt anbieten und alles andere über getrennte in-game Shops verkaufen um Provision an die Plattform zu umgehen. Digitale Verkaufsplattformen werden damit dann stärker zu Werbeplattformen und die Anbieter wie Valve, Apple usw. werden dann sicherlich die Gebühren für Verkäufe auf der Plattform anheben, denn ich kann mir nicht vorstellen das die sich mit geringeren Einnahmen zufrieden geben werden und höhere Gebühren würden sich dann negativ für gerade die kleinen Entwickler auswirken, die nicht ihre Spiele mit Mikrotransaktionen zukleistern.
Kurze Anmerkung/Korrektur: Valve hat EA nicht rausgeworfen. EA hat damals Steam verlassen, weil sie mit Origin ihr eigenes Ding machen wollten. Die Rechnung ist halt leider nur nie aufgegangen, deshalb …
 
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