Richtig, für ganztägige statische Inhalte ist ein OLED nicht geeignet. Behauptet auch niemand.
Sofern man OLED halbwegs so nutzt wie vorgesehen, braucht man sich keine Gedanken über Burn-In zu machen.
Die Sache ist halt eben nur: Nicht jeder möchte einen Tausender und mehr für einen Monitor hinlegen, der sich nur fürs Spielen und den Medienkonsum wirklich eignet. Klar, das ist letztlich dann eine persönliche Entscheidung, aber gerade für diese Fraktion ist ein Test wie der angeführte durchaus nützlich in seiner Aussage.
Aber manche Leute meinen halt mit einem Koenigsegg müsse man durch unbefestigten Dschungel fahren können.
Dann umgehst Du halt nicht die Schutzmechanismen, die Burn-In verhindern und nimmst das Model, welches am besten zu deinen Ansprüchen passt.
Die Schutzmechanismen wurden von Tim auch nicht wirklich umgangen. Er hat nur auf explizites Babysitting für das Panel verzichtet, sprich Dinge wie Dark Mode, Ausblenden der Taskleiste, Vermeidung statischer Inhalte etc. pp.
Man sollte sich natürlich nicht nach nur einem einzelnen Test richten, aber MUB arbeitet schon auf recht hohem Niveau, weshalb Vorsicht wohl offenbar nach wie vor in großem Maße geboten ist.
Mein CX ist noch tip top, obwohl der auch regelmäßig länger läuft als vorgesehen, fürs mobile Arbeiten genutzt wird und gar nicht als Monitor konzipiert wurde, sondern als TV.
Der Test von Monitor Unboxed sagt einfach nur aus, dass man Burn-In provozieren kann, wenn man die Schutzmechanismen deaktiviert und es dann darauf anlegt. Wow. Wenn ich falsch schalte und tanke geht der Motor kaputt, ist ja n Ding.
Wie gesagt, die Schutzmechanismen wurden nicht umgangen. Es wurde nur gearbeitet, wie man es auf einem LCD täte und auf Babysitting verzichtet.
Darüber hinaus hinkt der Autovergleich insofern etwas, dass es ja Monitore gibt, auf denen in keiner Form von Betrieb Bestandteile des Bildes einzubrennen sind und die gleichzeitig weit günstiger sind. Da gibt es also kein "falsches Schalten", obwohl man weniger Geld ausgegeben hat.
Dass, wer auf ein Luxusprodukt setzt, dieses nicht zusätzlich wie ein rohes Ei behandeln möchte, dürfte wohl verständlich sein, nehme ich an. Zumal ein Arbeiten an besagten OLED-Monitoren durch Features wie ein KVM, das viele von ihnen bieten, eher ermutigt wird als sonst etwas.
Bei mir ist Mischbetrieb angesagt. (AM)OLED auf TV/Tablet/Smartphone und Smartwatches. Am PC absichtlich MiniLED. Mit 2400 Dimmingzones, 12Bit und HDR1000 ist das kaum ein Unterschied. Obendrein ohne die bekannten Nachteile und für mich ein absolutes Muss am PC: Matt.
Leider ist der Unterschied schon recht groß, besonders was die Schaltzeiten angeht. Es gibt keine Mini-LED-Monitor, die auch nur annähernd so schnell sind wie OLED. Auf der anderen Seite sind diese LCDs heller und frei von Einbrenneffekten. Es ist bedauerlich, dass dieser eine Schönheitsfehler von OLED technisch nicht zu beheben ist.
Matte OLEDs gibt es davon abgesehen auch.
Grundsätzlich stimme ich aber zu, aus den genannten Gründen bleibt es für mich auch erstmal bei LCDs am PC.