Ein zweites Tschernobyl? Atomunfall im Atomkraftwerk Saporoschje

nfsgame

Lötkolbengott/-göttin
Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax soll es im Südosten der Ukranie einen "Atomunfall" gegeben haben. Betroffen sein soll das Atomkraftwerk Saporoschje, 70km entfernt von der Stadt Enerhodar.
Präsident Jazenjuk kündigte eine Pressekonferenz an. Laut weiterer Quellen (welt.de) soll es bereits am 28.11. zu einer Abschaltung von Reaktorblock 3 gekommen sein, der bis zum angestrebten Termin des Wiederanfahrens am 5.12. repariert werden sollte - die letzten Tage kam es im Versorgungsgebiet von Europas leistungsstärksten Atomkraftwerk immer wieder zu Stromausfällen.


Meiner Meinung nach war ein solcher Zwischenfall - gerade in der momentan "instabilen" Ukraine - vorauszusehen. Das Land bezieht einen Großteil seiner Energie aus Kernreaktoren und hatte Pläne, die Anzahl dieser Reaktoren in den kommenden Jahren zu vervielfachen. Leider zeigte uns die Vergangenheit bereits, dass dort etwas sensibler mit dem Thema hätte umgegangen werden sollen. Ebenfalls bleibt abzuwarten, wie der Informationsfluss aus der Ukraine zu bewerten ist. Ich denke, dass uns bereits einiges, was in der Südostukraine passiert, vorenthalten wird - vielleicht gar nicht mal schlecht (alles muss man ehrlich nicht wissen bei diesen bürgerkriegähnlichen Zuständen). Aber gerade bei solch einem Zwischenfall sollte nicht mit Informationen gegeizt werden. Nachrichtensender überschlagen sich mal wieder, Onlinemagazine mutmaßen - wahrscheinlich alles, weil Interfax die bisher einzige "richtige" Quelle ist und echte Informationen aus der Ukraine bislang fehlen.


Edit 03.12.2014 13:10Uhr: Laut Energieminister Demtschschin soll keine Radioaktivität ausgetreten sein. Es gäbe "keine Probleme mit den Reaktoren". Es verließ laut mehrerer Quellen die PK nach dieser Aussage hastig.

Quellen:
http://www.heute.de/jazenjuk-berichtet-ueber-atomunfall-im-suedosten-der-ukraine-36185276.html
http://www.focus.de/politik/ausland/gau-alarm-atomunfall-im-suedosten-der-ukraine_id_4318578.html
http://www.welt.de/politik/article134971070/Ukraine-meldet-Stoerfall-in-Europas-groesstem-AKW.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Genial. Wir steigen aus dem Atomprogramm nach und nach aus und schalten immer mehr AKWs ab, nur um dann trotzdem an atomarer Verseuchung durch unsere östlichen Nachbar- (bzw Nachbars-Nachbar)Länder zu sterben. Es ist wie mit den Amis und dem Klimawandel. Was bringt es uns wenn unsere Autos immer mehr auf Downsizing und geringeren Verbrauch getrimmt werden, wenn weit weg überm großen Teich die Autos immer noch 20l aufwärts verbrauchen? Zumindest sehen die Amis das langsam ein. Nur weitreichende Veränderungen setzen auch voraus dass alle mitmachen:schief: Was bringt es uns auf die teure Energiewende zu setzen, wenn wir trotzdem durch Atomkraft sterben (oder zumindest an Krebs etc. erkranken) und die Umwelt verseucht wird ?
 
Habe es auch gerade bearbeitet gehabt - bin nebenher nur nicht so schnell ;).

Es bleibt aber abzuwarten... Was war die erste Aussage in Fukushima? "Es ist keine Radioaktivität ausgetreten und es besteht keine Gefahr" ;)
 
Lasst mal die Kirche im Dorf. Die Überschrift ist reichlich übertrieben.
Wenn dein Auto einen Patten hat, ist der Tank doch auch nicht automatisch undicht.

Soweit bekannt ist, ist dort ein Generator ausgefallen und ein Block wurde deshalb vorsorglich vom Netz genommen.
Bis Freitag soll der Generator repariert sein und der Block wieder ans Netz gehen.

Also: Nichts wurde verseucht, kein Grund zur Panik.
 
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Genial. Wir steigen aus dem Atomprogramm nach und nach aus und schalten immer mehr AKWs ab, nur um dann trotzdem an atomarer Verseuchung durch unsere östlichen Nachbar- (bzw Nachbars-Nachbar)Länder zu sterben. Es ist wie mit den Amis und dem Klimawandel. Was bringt es uns wenn unsere Autos immer mehr auf Downsizing und geringeren Verbrauch getrimmt werden, wenn weit weg überm großen Teich die Autos immer noch 20l aufwärts verbrauchen? Zumindest sehen die Amis das langsam ein. Nur weitreichende Veränderungen setzen auch voraus dass alle mitmachen:schief: Was bringt es uns auf die teure Energiewende zu setzen, wenn wir trotzdem durch Atomkraft sterben (oder zumindest an Krebs etc. erkranken) und die Umwelt verseucht wird ?

Wie sieht denn deine Lösung aus? Wie machen auch weiter unseren Lebensraum kaputt, lächeln und winken in den Untergang? Oder wir fangen einfach mal an und vllt hat jemand so viel Verstand und macht mit? Ist natürlich einfacher sich immer rauszureden und zu sagen "abe rdie machen das ja auch so!", statt mal den Backen zusammen zu kneifen und zu zeigens wies besser geht.
 
Lasst mal die Kirche im Dorf. Die Überschrift ist reichlich übertrieben.
Zum Zeitpunkt des Onlinestellens waren die verfügbaren Infos die folgenden:

-Reaktor mit 1000MW Bruttoleistung beschädigt (Interfax)
-Atomunfall in der Südukraine (Jazenjuk)

Da war nichts übertrieben. Nur weil nach und nach mehr Infos ans Licht kommen, werde ich aus dem Thread mit Sicherheit kein unübersichtliches Updatebastelmonster zusammfrickeln wo am Ende niemand mehr weiß was Tango ist.
 
oh-noes-everybody-panic.gif

Oh nein! Im Kontrollraum eines AKWs ist eine Leuchtstoffröhre ausgefallen, wir werden alle sterben!

Wie lange dauert es wohl bis wieder alle Geigerzähler ausverkauft sind?
 
Finde immer lustig wie Leute AKWs verurteilen und gar nicht das Potential darin sehen. Wir werden eh nicht drum herum kommen bei wachsenden Bevölkerung, AKWs weiter zu entwickeln. Leute die nach Wind- und Sonnenkraft lechzen haben keine Ahnung von Energieverteilung und -anbindung und die dazugehörigen Netze. Mal von der Ökologischen Seite ganz abgesehen (Off-Shore z.B.).

Man sollte weg von der Kernspaltung, okay, aber Kernfusion sollte dass sein, worauf sich die Breite Masse einigen sollte. Meine ganz eigene Meinung!
 
Focus schrieb:
Unterdessen liegen dem Bundesumweltministerium weitere Informationen vor:Die Berichte über einen Atomunfall in der Ukraine beruhen demnach auf einem Missverständnis. Einen Atomunfall habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin unter Berufung auf einen Kontaktmann der Gesellschaft für Reaktorsicherheit in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dieser habe von den Behörden im Land die Auskunft erhalten, dass es vielmehr vor einigen Tagen einen Brand im nichtnuklearen Teil des Atomkraftwerks Saporischschja gegeben habe. Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen nach Angaben einer Sprecherin keine eigenen Erkenntnisse vor.


Damit wäre einiges klarer ;)
 
Es ist wie mit den Amis und dem Klimawandel. Was bringt es uns wenn unsere Autos immer mehr auf Downsizing und geringeren Verbrauch getrimmt werden, wenn weit weg überm großen Teich die Autos immer noch 20l aufwärts verbrauchen? Zumindest sehen die Amis das langsam ein. Nur weitreichende Veränderungen setzen auch voraus dass alle mitmachen:schief: Was bringt es uns auf die teure Energiewende zu setzen, wenn wir trotzdem durch Atomkraft sterben (oder zumindest an Krebs etc. erkranken) und die Umwelt verseucht wird ?

Denen geht es mittlerweile auch schon gehörig an den Kragen, die Zeiten eines 5,7 Liter Big Block Motor sind längst passé, der US typische V8 liegt sogar schon langsam am sterben. Der neue Mustang in den USA muss z.b. mittlerweile mit einem V6 Ecoboost Motor auskommen, und bei den aktuellen Regelungen, die jedes Jahr automatisch schärfer werden, ist in 2024 der US Prius (!) (1. Generation) zu verschwenderisch, als dass er eine Neuzulassung bekommen würde. Kurz, die USA holen in dem Bereich mächtig auf.
 
Wie sieht denn deine Lösung aus? Wie machen auch weiter unseren Lebensraum kaputt, lächeln und winken in den Untergang? Oder wir fangen einfach mal an und vllt hat jemand so viel Verstand und macht mit? Ist natürlich einfacher sich immer rauszureden und zu sagen "abe rdie machen das ja auch so!", statt mal den Backen zusammen zu kneifen und zu zeigens wies besser geht.
Ich meine nicht dass wir auch so weiter machen sollen, sondern dass um wirklich etwas zu ändern auch alle mitziehen müssen. Sicher, einer muss voraus gehen. Aber gerade die Ukraine, welche mit Tschernobyl das größte Negativbeispiel geliefert hat für die Atomenergie sollte nicht weitere AKWs bauen, sondern eher schließen
 
Finde immer lustig wie Leute AKWs verurteilen und gar nicht das Potential darin sehen. Wir werden eh nicht drum herum kommen bei wachsenden Bevölkerung, AKWs weiter zu entwickeln. Leute die nach Wind- und Sonnenkraft lechzen haben keine Ahnung von Energieverteilung und -anbindung und die dazugehörigen Netze. Mal von der Ökologischen Seite ganz abgesehen (Off-Shore z.B.).

Man sollte weg von der Kernspaltung, okay, aber Kernfusion sollte dass sein, worauf sich die Breite Masse einigen sollte. Meine ganz eigene Meinung!

Ich sehe das Potential, verurteile AKWs aber trotzdem. Was denn nun? Darf ich das nicht. Entweder, oder?

"Wir werden eh nicht drum herum kommen bei wachsenden Bevölkerung, AKWs weiter zu entwickeln." Das musst du mir erklären. Weiß nicht, ob man hier eine Kausalkette eröffnen sollte, lasse mich aber überzeugen.
" Leute die nach Wind- und Sonnenkraft lechzen haben keine Ahnung von Energieverteilung und -anbindung und die dazugehörigen Netze." Leute, die pauschalisieren, sollten vielleicht mal nicht zu allen Themen was sagen. Es könnte ein paar Leser geben, die auf den Zug aufspringen. Das wird dann zu einer Bewegung, die am Ende brandtschatzend durch die Gegend ziehen. Einen dummen Mob will doch keiner vor seiner Haustür stehen haben.
"Mal von der Ökologischen Seite ganz abgesehen (Off-Shore z.B.). " Auch dazu bitte eine kleine Erklärung. Aber bitte bedenke, ich gehöre zu den AKW Verurteilern (böses AKW, pfui), habe keine Ahnung von Energieverteilung und -anbindung, da ich nach Wind und Sonnenenergie lechze und von Netzen habe ich schon gar keine Ahnung, bin ja kein Fischer oder Lepidopterologe.

Bei der Kernfussion stimme ich dir allerdings zu, die ist witzig und irgendwann bestimmt auch Marktreif. Und was ist davor?

Na ja, egal, zurück zum Thema.

Man sollte noch viel mehr Panik vor der atomaren Katastrophe machen. Gar nicht mehr mit aufhören. Jeden Tag muss darüber berichtet werden. Einseitig und ohne konkrete Fakten. Hauptsache, auch der letzte Kernspaltungsbeführworter traut sich nicht mehr, in aller Öffentlichkeit über die Vorteile und die Sicherheit dieser zunkunftsweisenden Technologie zu berichten. Auf das wir das Damoklesschwert des atomaren Supergaus endlich in den Kuriositätenschrank unnützer Technologien verstauen können.

derGronf
 
Und in ein paar Tagen sagt Jazenjuk wahrscheinlich, dass es die Schuld der Separatisten war oder es war der pöse, pöse Putin, weil einige Bauteile aus Russland stammen :ugly:
 
Denen geht es mittlerweile auch schon gehörig an den Kragen, die Zeiten eines 5,7 Liter Big Block Motor sind längst passé, der US typische V8 liegt sogar schon langsam am sterben. Der neue Mustang in den USA muss z.b. mittlerweile mit einem V6 Ecoboost Motor auskommen, und bei den aktuellen Regelungen, die jedes Jahr automatisch schärfer werden, ist in 2024 der US Prius (!) (1. Generation) zu verschwenderisch, als dass er eine Neuzulassung bekommen würde. Kurz, die USA holen in dem Bereich mächtig auf.
Sehr gewagte These, den 5 Liter V8 gibt es natürlich weiterhin im neuen Mustang.
Einstiegsmotor ist ein 2,3 Liter Vierzylinder Ecoboost.
 
Aloha :-)

Finde immer lustig wie Leute AKWs verurteilen und gar nicht das Potential darin sehen. Wir werden eh nicht drum herum kommen bei wachsenden Bevölkerung, AKWs weiter zu entwickeln. Leute die nach Wind- und Sonnenkraft lechzen haben keine Ahnung von Energieverteilung und -anbindung und die dazugehörigen Netze. Mal von der Ökologischen Seite ganz abgesehen (Off-Shore z.B.).
Man sollte weg von der Kernspaltung, okay, aber Kernfusion sollte dass sein, worauf sich die Breite Masse einigen sollte. Meine ganz eigene Meinung!
Lustig finde ich es wenn Leute die keine Ahnung haben einen solchen Unsinn von sich geben. Schon mal darüber nachgedacht was die Atomkraft mit sich zieht? Aktuell ist es in den Nachrichten: auslaufende Fässer weil sie in den Salzstöcken vor sich hin gammeln. Oups, wie kann den so was nur passieren? Als wenn wir nicht wüssten wie Metall auf Salzlauge reagiert!?

Kernfusion ist etwas anderes als Kernspaltung. Sagt schon der Begriff. Mal abgesehen davon das wir bei Thema Kernfusion noch Meilenweit von einer brauchbaren Lösung entfernt sind ist es meine Meinung das die Kernfusion eine gute Lösung aber es damit nicht getan ist. Und schädliche Stoffe aus der Luft bzw. im allgemeinen von allen Lebewesen fern zu halten kann wohl niemand verurteilen (außer Ignoranten und ewig Gestrige). Einen Beitrag dazu leisten können Windparks, Solaranlagen usw. Wenn wir aber nicht in diese Richtung forschen wie sollen wir dann zurecht kommen wenn eines Tages unsere Rohstoffe nicht mehr verfügbar sind (dazu zählt auch Uran -> wichtig für AKWs ;)).

Back 2 Topic:
Die ersten Meldungen waren wohl "etwas" übertrieben. Die Angst davor aber nicht. Wir erinnern uns an Tschernobyl das ganz zufällig auch in der Ukraine liegt und somit die Angst vor einem zweiten Supergau sicher gerechtfertigt ist.

Gruß,
Eco_F83R
 
Das Hauptproblem bei den meisten AKW ist, dass deren Bau oder mindestens deren Design bestenfalls aus den frühen 80er stammt, sprich Sicherheittechnisch völlig veraltet sind. Modernisierung hin oder her, am Grunddesign lässt sich einfach nichts ändern.

Ich bin für Atomenergie, aber die veralteten Zentralen sollten gefälligst durch neue Designs ersetzt werden. Was nicht geschieht, weltweit nicht, denn die alten Designs kosten halt nur einen Bruchteil der neuen, so dass viele neue Zentralen immer noch auf 80er Jahre Designs basieren.

Sehr gewagte These, den 5 Liter V8 gibt es natürlich weiterhin im neuen Mustang.
Einstiegsmotor ist ein 2,3 Liter Vierzylinder Ecoboost.

Stimmt, der GT hat einen 5 Liter Coyote V8 mit 441 PS, der soll aber afaik 2016-2017 durch einen ähnlich starken 3,5 Liter V6 ausgetauscht werden, weil sie sonst die CAFE (Corporate Average Fuel Economy) Standards nicht mehr halten können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und schädliche Stoffe aus der Luft bzw. im allgemeinen von allen Lebewesen fern zu halten kann wohl niemand verurteilen (außer Ignoranten und ewig Gestrige). Einen Beitrag dazu leisten können Windparks, Solaranlagen usw. Wenn wir aber nicht in diese Richtung forschen wie sollen wir dann zurecht kommen wenn eines Tages unsere Rohstoffe nicht mehr verfügbar sind (dazu zählt auch Uran -> wichtig für AKWs ;)).
Ist alles schön und richtig, nur muss man sich natürlich fragen, ob der plötzliche Ausstieg aus der Kernenergie (so wie wir sie bisher kennen) mit umso mehr dreckiger Kohle und auch Gas aus dem fernen Osten aufgewogen werden kann. Denn ein paar Windräder vor der Nordseeküste können den Wegfall von etwa 25% erzeugtem AKW-Strom an der Gesamteinspeisung wohl nur schwerlich stemmen, in Japan ist die ganze Lage noch etwas pikanter (da wollte man afair auf über 40% AKW-Strom gehen). Dass dazu noch Kohle- und AKW-Strom aus Polen und Frankreich eingekauft werden muss, macht es auch nicht besser.Aber ich gebe dir natürlich recht, dass Erneuerbare weiterhin stark erforscht werden müssen, gerade jetzt - wo zwar die Langzeitfolgen durch AKWs etwas gemindert werden (zumindest hier bei uns, denn viele neue Kraftwerke, werden das mehr als aufwiegen), aber die Kurz-und Mittelzeitfolgen durch Kohle umso schlimmer sind.

@Thema: "Böse Amerikaner auf der anderen Seite des Teichs"

Bei den Amis läuft gerade ein gravierender Umbruch im Energiemarkt. Dort wird dermaßen viel Gas gefördert, dass sämtliche Sektoren damit überschwemmt werden (Industrieanlagen, Züge und LKWs werden umgerüstet, ...). Die nicht benötigte Kohle kommt nach Europa und sonst wohin, wo sie wieder CO2-Bilanzen ruiniert. Amerika hatte in den letzten Jahren sehr gute Einsparquoten an CO2, besser als die der meisten anderen auf der Welt (liegt aber natürlich auch daran, dass ihr Ausgangspunkt sehr hoch war). Sollte dieser Gas- und Ölboom in den Staaten weiter anhalten, was ich stark vermute, wird das die ganze "Energieweltkarte" (zumindest mittelfristig) über den Haufen werfen, die Auswirkungen merkt man jetzt schon an den Tankstellen. Und wenn der weltweite Ausbau am Flüssiggashandel rapide ansteigt (was er zwangsweise muss, da Amerika und die nächsten Fracking-Nationen sonst ihr Gas nicht los werden), kann man nur hoffen, dass sich Europa langsam von Russland losreißen kann und alle Welt schneller als prognostiziert von der Kohle weg kommt, denn die hält von allen Fossilen leider am längsten vor...Gas ist zwar kein Allheilmittel (Fracking auch nicht, aber wen interessiert das schon, wenn man dafür Geld bekommt...), aber um Welten besser als Kohle und würde so genügend Zeit schaffen weiter an Erneuerbaren zu forschen.
 
Das mit dem Fracking werden alle überdenken wenn erst mal Ihr Trinkwasser verseucht ist.
Lieber eine Woche frieren als kein Wasser haben.
 
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