AW: Ein paar Fragen zur ersten Wasserkühlung
Jep - kurz und knapp kann man das so sagen

- allerdings nur innerhalb der für alufreie Waküs üblichen Glykolkonzentrationen. Die leichte Viskositätsänderung hat nur minimalen Einfluss auf den Druchfluss, der seinerseit im Regelfall nur minimalen Einfluss auf die Kühlleistung hat, sofern man sich nicht bereits im Ausgangszustand am Rande kritischer Werte bewegt. Letzteres ist aber selbst mit schwachen Pumpen in großen Kreisläufen fast nur möglich wenn irgendwo was verstopft ist. Außerdem bringt eine leichte Viskositätsangaben gegenüber reinem Wasser den von mda31 genannten positiven Effekt für die Lebensdauer der Pumpenlager und bezüglich Laufruhe mit.
Bei hohen Glykolkontratrationen sieht es zumindest mit dem theoretischen Einfluss auf die Kühlleistung etwas anders aus. Das ist aber nur teilweise auf die erhöhte Viskosität zurückzuführen, sondern auch auf die Tatsache, dass Glykol eine etwas geringere Wärmekapazität hat als Wasser. Zwar hat Glykol für eine Flüssigkeit noch eine recht hohe Wärmekapazität, aber an Wasser kommt, es wie fast alle anderen flüssigen Medien nicht heran. Erhöht man die Glykolkonzentration über das übliche Maß hinaus (z.B. um Alu-Kühler vor schneller Korrosion zu bewahren) sollte sich die Wärmekapazität dementsprechend mit steigender Konzentration verschlechtern - nicht drastisch aber vermutlich auch nicht vernachlässigbar. Ob das in der Praxis einen messbaren Effekt in Punkto verschlechterter Kühlleistung mit sich bringt, sei mal dahingestellt, aber bei sehr hohen Glykolkonzentrationen ist eigentlich davon auszugehen.
Indirekt führen so hohe Glykolkonzntrationen natürlich auch über die Viskositätssteigerung dazu, dass die Pumpe mehr Arbeit hat und der Durchfluss zusätzlich sinkt. Das macht sich zwar wie gesagt im Normalfall kaum bemerkbar, hängt aber eben auch von Ausgangsniveau ab und wenn man es übertriebt kann eine Pumpe dabei u. U. auch das Zeitliche segnen.
Da man es aber in einer Wakü tunlichst vermeidet derart hohe Gykolkonzentrationen zu fahren, gibt zu solchen Glykol-Eskapaden recht wenig Messwerte aus der Praxis, und wenn dann meistens keine aussagekräftigen.