E10 - Der neue Kraftstoff

Tankt ihr E10?

  • Ja, ich tanke E10

    Stimmen: 18 12,2%
  • Nein, ich tanke E10 nicht

    Stimmen: 103 70,1%
  • Nein, ich tanke Diesel

    Stimmen: 19 12,9%
  • Sonstiges (evtl. erläutern)

    Stimmen: 7 4,8%

  • Umfrageteilnehmer
    147
Mir kommt das Dreckszeug nicht in den Tank.

Wieso Dreckszeug?
Rein historisch betrachtet ist der Benzinanteil im Sprit der Dreck.

Wenn der Leiter Mechanikentwicklung von BMW sagt, daß es da durchaus zu größeren Problemen bei längerer Nutzung kommen kann, glaube ich dem das einfach mal, auch wenn offiziell alle BMWs mit Benzinmotor für E10 freigegeben sind.

Das der "Techniker" schon längst zurückgerudert ist hast du wohl nicht mitbekommen, oder?

Und da mein Motor erst letztes Jahr für über € 2.000 repariert wurde, werde ich ihn jetzt nicht absichtlich mit so einer mindertwertigen Brühe füttern. Aber BMW und Mercedes wollen die Langzeitwirkungen ja jetzt gemeinsam untersuchen.

Was heißt hier minderwertig. Alkohol ist ideal zum verbrennen im Ottomotor geeignet.
Und an Langzeitwirkung ist da nicht viel zu erreichen. Da an den Grenzen Deutschlands die Erdscheibe nicht zu Ende ist, gibt es schon seit den siebziger Jahren Erfahrungswerte im großen Stil aus der ganzen Welt mit Ethanol Beimischungen von 5% bis tw. mehr als 85%. Und es funktioniert einwandfrei. Wieso auch nicht?

Aber wie heißt es so schön im Bordbuch? "Ihr BMW kann mit allen Ottokraftstoffen zwischen 91 und 98 Oktan betankt werden. Allerdings sinkt bei weniger als 95 Oktan die Motorleistung und der Verbrauch steigt, während bei höherer Oktanzahl die Leistung steigt und der Verbrauch sinkt." Letztere Option klingt mir da sehr sympathisch. ;-) Und wenn ich die paar Cent den Liter, die Super Plus mehr kostet, gegen die Kosten eines neuen Motors oder gar eines neuen Autos vor der Zeit aufrechne, kann ich gar nicht so viel E10 verfahren, daß ich auch nur den Hauch einer Chance hätte, mit E10 billiger unterwegs zu sein.

Du weißt aber schon das Ethanol einen deutlich höheren Oktanwert als Benzin hat (E10 = 96,5 Oktan, E85 = 107 Oktan).
Und was der Oktanwert aussagt weißt du hoffentlich auch?

Das ist (war?) aber auch eine spezielle VW-Krankheit. Die Turbodiesel von BMW und Mercedes gehen so gut wie nie kaputt. Es liegt also weniger am Konzept als an der konkreten Ausführung.

Ist eine Seuche beim 3 Liter TurboDiesel von BMW, da gehen reihenweise die Turbos um.
 
Hatte BMW und Merceds Pumpe Düse Technik? ;)

Ich bin mir nicht sicher, ob das direkt was mit dem Lader an sich zu tun hat.

Das der "Techniker" schon längst zurückgerudert ist hast du wohl nicht mitbekommen, oder?

Ist er nicht selbst. Der Vorstand hat seine Aussagen relativiert. Das ist aber was völlig anderes.

Was heißt hier minderwertig. Alkohol ist ideal zum verbrennen im Ottomotor geeignet.
Und an Langzeitwirkung ist da nicht viel zu erreichen. Da an den Grenzen Deutschlands die Erdscheibe nicht zu Ende ist, gibt es schon seit den siebziger Jahren Erfahrungswerte im großen Stil aus der ganzen Welt mit Ethanol Beimischungen von 5% bis tw. mehr als 85%. Und es funktioniert einwandfrei. Wieso auch nicht?

Der Alkohol bringt einen größeren Wasseranteil in den Motor. Wasser will man aber wirklich nicht im Motor haben, vom Kühlkreislauf mal abgesehen.


Du weißt aber schon das Ethanol einen deutlich höheren Oktanwert als Benzin hat (E10 = 96,5 Oktan, E85 = 107 Oktan).
Und was der Oktanwert aussagt weißt du hoffentlich auch?

Richtig. Allerdings wird Super E5 vor der Ethanolbeimischung mit 93 Oktan und Super E10 mit 91 Oktan hergestellt. Am Ende hast Du nur ein Produkt mit derselben Oktanzahl aber einer geringeren Energiedichte.

Ist eine Seuche beim 3 Liter TurboDiesel von BMW, da gehen reihenweise die Turbos um.

Habe ich selbst jetzt noch nicht gehört. Allerdings fällt mir aus meinem Bekanntenkreis auch niemand ein, der ein Auto mit diesem Motor fährt. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu also leider nichts sagen.
 
Richtig. Allerdings wird Super E5 vor der Ethanolbeimischung mit 93 Oktan und Super E10 mit 91 Oktan hergestellt. Am Ende hast Du nur ein Produkt mit derselben Oktanzahl aber einer geringeren Energiedichte.

Wo hast du denn den Quatsch her?
Es wird kein Benzin mit weniger als 95 Oktan produziert. Bei Stichproben kam schon heraus das Super in der Regel 98 Oktan hat. SuperPlus kratzt an der 100 Oktan Schwelle.
Die Energiedichte ist niedriger, dafür ist der Preis geringer und es kann im Ottomotor besser als Benzin genutzt werden, dadurch ergibt sich ein relativ geringer Mehrverbrauch.
 
Ich werde bald nur noch E85 Tanken! Da E85 1. mehr Leistung bringt und 2. Umweltverträglicher ist. Bei einer Verbrennung von Alkohol ensteht nur Wasser und CO² und keine Stickoxide wie beim normalen Benzin. Ob mein Motor jetzt 500.000 oder nur 400.000 Km hält ist mir dann auch egal.

Aber E10 hat leider den unangenehmen nachteil, bei mir zumindest das ich etwa 1 Liter mehr auf 100 brauche. Da Tanke ich lieber Super, da bin ich deutlich billiger dabei.
 
E85? Das geht doch mit den "normalen" Motoren nicht, oder? :huh:

Doch. Am Motor muss nicht zwangsläufig etwas geändert werden. Wenn dann nur an den Treibstoff führenden Teilen und zur optiomalen Nutzung sollte ein passendes Profil in der Motorsteuerung enthalten sein. Bei älteren Motoren wurden noch die Ventilsitze angepaßt. Habe aber erst die Tage gelesen das dies nicht mehr nötig ist.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob das direkt was mit dem Lader an sich zu tun hat.

FSI garantiert nicht. Aber VW setzt afaik beide Techniken gerne auch ein, um vollkommen überdrehte Knallbüchsen zu bauen (genauso wie Kompressor-Turbokombinationen oder seinerzeit den G-Lader). Diese Leistungsausschöpfung ist es, die in Verbindung mit dem Verhalten der Nutzer (man kauft sich ein entsprechendes Auto halt nicht für motorschonenende Fahrweise), z.T. für verkürzte Lebensdauern sorgt(e). (Bestes Beispiel sind Typen, die ihren T3 TDI über die Autobahn heizen, dann am Rastplatz rausspringen und gucken, wie der Turbo glüht...)

Ist er nicht selbst. Der Vorstand hat seine Aussagen relativiert. Das ist aber was völlig anderes.

Jup. Es ist eine sorgfältig abgewägte Entscheidung, bei der es um den Ruf einer Marke geht, die nur von ihrem Ruf lebt, auf der einen Seite - und einer Einzelmeinung auf der anderen Seite.

Der Alkohol bringt einen größeren Wasseranteil in den Motor. Wasser will man aber wirklich nicht im Motor haben, vom Kühlkreislauf mal abgesehen.

Eigentlich nicht. Dampf ist ein hervorragendes Medium, wenn man thermische in mechanische Energie umsetzen möchte. Es wurde sogar lange Zeit mit Wassereinspritzungen für Flugzeugantriebe experimentiert, um kurzfristig die Leistung zu steigern. Dass es sich nicht durchgesetzt hat, lag letztlich nur an dem geringfügig höheren Potential von Lachgas bei Kolbenmotoren bzw. an dem Wegfall eines kompletten zusätzlichen Leistungs- und Tanksystem im Vergleich zu Nachbrennern bei Düsentriebwerken. Aber nicht an technischen Problemen im Motor selbst.

Richtig. Allerdings wird Super E5 vor der Ethanolbeimischung mit 93 Oktan und Super E10 mit 91 Oktan hergestellt. Am Ende hast Du nur ein Produkt mit derselben Oktanzahl aber einer geringeren Energiedichte.

Was -bei entsprechenden Preisen- aber auch nur ein Problem der Tankgröße ist.


Doch. Am Motor muss nicht zwangsläufig etwas geändert werden. Wenn dann nur an den Treibstoff führenden Teilen und zur optiomalen Nutzung sollte ein passendes Profil in der Motorsteuerung enthalten sein. Bei älteren Motoren wurden noch die Ventilsitze angepaßt. Habe aber erst die Tage gelesen das dies nicht mehr nötig ist.

Afaik muss man je nach Motor auch Kopf- und Kolbendichtung ausgetauscht werden, um ganz sicher zu gehen, dass kein Wasser in den Ölkreislauf eindringt. (Denn da will man es wirklich nicht haben)
 
Ich hab jetzt des erste mal E10 nachgetankt und hatte zur Verwunderung 1,5l/100km weniger verbrauch wie mit normalem Super, villeicht schmeckt meinem 16Jahre alten Benz das E10 besser ^^
 
Wo hast du denn den Quatsch her?
Es wird kein Benzin mit weniger als 95 Oktan produziert. Bei Stichproben kam schon heraus das Super in der Regel 98 Oktan hat. SuperPlus kratzt an der 100 Oktan Schwelle.
Die Energiedichte ist niedriger, dafür ist der Preis geringer und es kann im Ottomotor besser als Benzin genutzt werden, dadurch ergibt sich ein relativ geringer Mehrverbrauch.

Ich meine den Grundstoff, dem bei der Befüllung der Tankwagen zur Auslieferung Ethanol zugesetzt wird, um eben E5 oder E10 zu haben. Da Ethanol eine deutlich höhere Oktanzahl als reines Benzin hat, muß der Grundstoff vor der Vermischung eine geringere Oktanzahl haben, um eine möglichst genaue Punktlandung auf der gewünschten Oktanzahl zu schaffen. Irgendwie logisch, oder? Der Grundstoff hat also tatsächlich nur 91 oder 93 Oktan, das Produkt an der Zapfsäule erfüllt aber natürlich mit Ethanol die vorgeschriebenen Mindestwerte.

FSI garantiert nicht. Aber VW setzt afaik beide Techniken gerne auch ein, um vollkommen überdrehte Knallbüchsen zu bauen (genauso wie Kompressor-Turbokombinationen oder seinerzeit den G-Lader).

:lol: Der G-Lader! Waren das Zeiten... Ich glaube, nichts ist in der Automobilgeschichte so oft hochgegangen wie der G-Lader.

Aber was meinst Du mit Kompressor-Turbokombinationen? Die TSI-Motoren? Eigentlich finde ich das Konzept sehr ansprechend, aber ich hatte schon vor Jahren Bedenken, ob denn wohl 170 PS aus 1,4 Litern Hubraum der Weisheit letzter Ratschluß sein könnten. Gehen die oft kaputt? Würde mich ehrlich gesagt nicht wundern.
 
Ich meine den Grundstoff, dem bei der Befüllung der Tankwagen zur Auslieferung Ethanol zugesetzt wird, um eben E5 oder E10 zu haben. Da Ethanol eine deutlich höhere Oktanzahl als reines Benzin hat, muß der Grundstoff vor der Vermischung eine geringere Oktanzahl haben, um eine möglichst genaue Punktlandung auf der gewünschten Oktanzahl zu schaffen. Irgendwie logisch, oder? Der Grundstoff hat also tatsächlich nur 91 oder 93 Oktan, das Produkt an der Zapfsäule erfüllt aber natürlich mit Ethanol die vorgeschriebenen Mindestwerte.

Ist ja eine tolle Vermutung aber dennoch falsch. 91 Oktan wäre ungecracktes Benzin, dass wird seit Jahren nicht mehr hergestellt.
Entsprecht ist die Oktanzahl, nicht zuletzt durch die Beimischung von Ethanol, stetig gestiegen. Wie bereits erwähnt, es ist heute annähernd unmöglich irgendein Zeug zu tanken was deutlich unter 98 Oktan hat.
 
Ich hab jetzt des erste mal E10 nachgetankt und hatte zur Verwunderung 1,5l/100km weniger verbrauch wie mit normalem Super, villeicht schmeckt meinem 16Jahre alten Benz das E10 besser ^^

:ugly:

nach einmal tanken kann man doch keine solche aussage treffen :schief:

Wenn ich wenig im stau stehe und human fahre hab ich auch einen verbrauch von 5,7 l, ansonsten sind es halt 7 :D

Mach das ganze über einen längeren Zeitrahmen und dann wirst du sehen, ob du was sparst oder nicht;)

mfg

Bärenmarke
 
Aber was meinst Du mit Kompressor-Turbokombinationen? Die TSI-Motoren? Eigentlich finde ich das Konzept sehr ansprechend, aber ich hatte schon vor Jahren Bedenken, ob denn wohl 170 PS aus 1,4 Litern Hubraum der Weisheit letzter Ratschluß sein könnten. Gehen die oft kaputt? Würde mich ehrlich gesagt nicht wundern.

Das Konzept ist auch eine gute Idee - bis man es eben Einsetzt, um 170 PS aus 1,4 Litern zu quetschen ;)
(soviel schon? Wenn ich dran denke, dass ich für 100 Pferde noch 1,6 l habe...)
Ob sie wirklich oft kaputt gehen kann ich mangels Überblick nicht sagen (und will da VW auch nicht schlecht reden), aber sie erfordern wohl zumindest in eingen Versionen mehr Werkstattaufenthalte, als ein guter alter Sauger.
 
Ob sie wirklich oft kaputt gehen kann ich mangels Überblick nicht sagen (und will da VW auch nicht schlecht reden), aber sie erfordern wohl zumindest in eingen Versionen mehr Werkstattaufenthalte, als ein guter alter Sauger.

Mal abgesehen davon das es den Motor mittlerweile auch schon mit 185 PS gibt. Ist der Wartungsintervall nicht höher als bei vielen "guten, alten Saugern". Sprich er benötigt nur alle 2 Jahre bzw. 30.000 km einen Ölwechsel und alle 4 Jahre bzw. 60.000 km eine Inspektion. Denn mit etwa 132 PS pro Liter Hubraum ist die Literleistung nach heutigen Maßstäben gar nicht so hoch. Z.B. hat ein TT-S 136 PS pro Liter, bei identischem Wartungsintervall.
 
Ich meinte nicht vorgeschriebene Werkstattaufenthalte ;)

Ausserplanmäßige Aufenthalte sind bei den Turbo-Kompressormotoren nicht in erwähnenswertem Umfang bekannt. Laut einem Ingenieur der Motorenentwicklung sind die Motoren auf eine Lebensdauer von 300tkm ausgelegt. Bisher scheint es auch zu klappen. Wenn man mal das kleine Problem mit den quietschenden Wasserpumpen mal ausblendet.
 
Laut einem Ingenieur der Motorenentwicklung sind die Motoren auf eine Lebensdauer von 300tkm ausgelegt. Bisher scheint es auch zu klappen.

Hmm. Bei Autoscout24 gibt es momentan nur zwei Golf V TSI GT, die eine Laufleistung über 120.000 km aufweisen, und nur 13 mit über 100.000 km auf der Uhr. Das erscheint mir für ein Brot-und-Butter-Auto keine sehr hohe Stückzahl. Allerdings weiß ich auch nicht, wie oft der überhaupt verkauft wurde.
 
Die Wahrscheinlichkeit eines Defekts steigt auch mit der Anzahl an verbauten Teilen an und in einem Motor. Hat man keinen Turbolader, kann er auch nicht kaputt gehen.
 
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