@empy
Das ist eben der Punkt, dazu kann kaum einer wirklich etwas sagen. Und mir selbst fehlt da die nötige Expertise das vorherzusagen. Forscher vom Fraunhofer Institut haben allerdings die Sache mal unter die Lupe genommen und konnten das auch nicht so richtig ausschließen das der Ausbau von PV für jene die nicht auf den Zug aufspringen können die Stromkosten verteuert bzw. Die Netzentgelte...
Rein logisch betrachtet ergibt das für mich auch Sinn... Wenn man Grundlastkraftwerke wegen diverser negativen Eigenschaften des grünen Zappelstroms nach wie vor braucht. Der Betrieb dieser aber feste Fixkosten verursacht die sich dann aber auf immer weniger Verbraucher aufteilen können, weil immer mehr privilegierte nach Autarkie streben. Dann werden die Betriebskosten für die Netzinfrastruktur unweigerlich für die Letztverbraucher teurer!
Schließlich müssen die Kraftwerksbetreiber irgendwie wirtschaftlich profitabel bleiben. Und sobald die Grundlast von Wind und Sonne irgendwann auch Brutto ausreichen mag, so wird man wegen Unabhängigkeit diverse Sicherheitsreserven an Kraftwerken vorhalten müssen um Netzstabilität wegen Potenzialunterschiede und Dunkelflauten in der kalten Jahreszeit überbrücken/gewährleisten zu können.
Wenn aber immer mehr wohlhabendere Teilnehmer aus dieser Kostenteilhabe aussteigen wegen Autarkie, dann kann, dann wird, und dann muss zwangsläufig sogar der Preis für die übrigen Teilhaber steigen. Anders geht's das rechnerisch überhaupt nicht! Oder aber der Staat, und somit der Steuerzahler muss WIEDER einspringen, wie bei Uniper, und die Betreiber vor der pleite retten mit Geld von jenen die sowieso schon am meisten Beitrag leisten!
Mit anderen Worten profitieren in dieser Zukunft die wohlhabenden davon das sie sich Autarkie leisten können bei der Energieversorgung, und werden die ersten sein die rumheulen weil sie ihren Arbeitnehmern Mindestlohn zahlen müssen.
Und genau so wird sich das mit der Kraftstoffsteuer verhalten. Die Propheten der E-Mobilität sollten sich besser jetzt schon bewusst darüber werden, daß die Kraftstoffsteuer und die Mineralölsteuer und die darauf zusätzlich anfallende Mehrwertsteuer, bei einer Mobilitätswende zwangsläufig irgendwie ersetzt werden MUSS.
Oder was denkt ihr wie der Staat sonst künftig die ganzen Sonderausgaben bezahlen soll? Wer also denkt das diese neue Form von Energie und Mobilität uns langfristig gesehen mehr Geld im Portemonnaie bescheren wird, dem sollte klar werden das er da vermutlich einem Irrtum Auflaufen könnte.
Nur eins ändert sich so schnell nicht, und das ist das man für sein Geld und auskommen arbeiten gehen oder fahren muss. Und dafür muss man auch irgendwie zur Arbeit kommen!
Also komplexes Thema...
Achso.... Eine interessante Lektüre vielleicht noch.