News Durchgerechnet: Ab wann rechnet sich eine PV-Anlage?

@latiose88 solarthermie ist heutzutage sowas von tot. Es gibt für Wärmepumpen Kombimodule, welche Luft-Sole? Auf dem Dach mit einer PV verbinden. Also dickere Module welche die Wärme nutzen und nochmal PV drüber haben.

Wenn die Statik vom Dach schlecht ist UND es eh neu gedeckt werden muss, bieten sich Dachintegrierte Module an. Dann sparst du dir gleich die Ziegel und deren Gewicht.
 
Was viele in ihrer Rechnung hier leider total vergessen, und zwar unabhängig davon in welchen Szenarien sich eine pv rechnet und wie schnell, ist die Tatsache das man das Geld entweder zur Investition bar oder per Kredit aufbringen muss.

Und ich weiß ja nicht in welcher Welt hier manche leben, aber ab einem gewissen Alter oder je nach Beruf und Einkommen geben die Banken nicht mal eben so anstandslos einen Kredit dafür. Den Banken ist nämlich bekannt das bei einer Laufzeit von 10 Jahren oder länger auch mal was passieren kann. Und dann ist derjenige wieder auf Bürgschaften angewiesen.

Also entweder sind hier manche wegen üppiger Einkommen so derart realitätsfern weil sie die Bodenhaftung verloren haben, noch jung und unerfahren, total dämlich oder von allem etwas.

Aber da sieht man wieder wie mal schnell Leute von sich auf andere schließen. Was bei einem selbst gut funktioniert und Sinn ergibt muss bei anderen deshalb noch lange nicht die selbe Geschichte sein.

Lebenssituation, Nutzungsverhalten, zu überbrückende Entfernungen und und und...

Es gibt so viele Variablen die beim Thema Mobilität als auch PV eine große Rolle spielen das anlage a die sich bei Person a super schnell amortisiert, bei Person b eben ein totaler Griff ins Klo wären. Dazu noch Standort der Immobilie, Ausrichtung des Daches, Isolierung des Hauses...

Vieles über Jahre oder Dekaden hinweg genau aufeinander abgestimmt. Da gehst nicht mal eben hin und änderst eine Sache um dann festzustellen das es so nicht geht.

Du willst die Module aufs Dach anbringen lassen, aber die Dachdäckerei sagt dir die Tragkonstruktion muss eigentlich neu dafür, und damit ne Wärmepumpe sinn ergibt muss erst zwischendecke und Dach vernünftig gedämmt werden. Außerdem ist die Hauselektrik schon sehr alt und es müssen neue Leitungen verlegt werden, dann wiederum greift aber der Bestandschutz nicht mehr und man muss die gesamte Hauselektrik nach VDE auf den neusten Stand bringen. Beim Gespräch mit den Heizungsbauern bezüglich der Planung der neuen Heizungsanlage sagt der dir das die Rohrleitungen etc. pp auch neu müssen weil diese für ein Niedertemperatursystem unzureichend isoliert sind. Und die vorhandenen Heizkörperdimensionen und überhaupt dafür absolut nicht geeignet sind.

Alles zu weit her geholt? Nein überhaupt nicht, genau diese Gespräche mit dem neuen Heizungsgesetz in den letzten Jahren etliche Male erlebt. Das Hauseigentümer mit dem Wunsch einer neuen Heizung und pv Anlage zur Bank sind, sich erstmal die Rahmenbedingungen haben absichern lassen was möglich wäre finanziell, am Ende nach Gesprächen mit Energieberatern und Fachbetrieben, total desillusioniert ihr Projekt wieder verworfen haben weil es einfach nicht tragbar gewesen wäre.

Beim Thema Eigenheim reden wir über Existenzen die entsprechend der dort lebenden Einkommensverhältnissen in den Jahren zuvor geplant und überlegt worden sind. Und leider kann sich eben nicht jeder selbst aussuchen das mal kurzerhand abzureißen und dann baut man mal eben neu.

Ich persönlich fände es deshalb ziemlich schnieke wenn der ein oder andere mal berücksichtigen würde in seiner Betrachtungsweise das nicht alle Bürger dieses Landes vom Medianeinkommen zehren!
 
Eine lohnende PV-Anlage ab 10 besser 15kw Peak bei Kauf einzuplanen bedeutet immer die Kreditsumme um, 20-40.000€ zu erhöhen Was sich auf die gesamte Laufzeit auswirkt.
Die ersten meist 10 bis zu manchmal 20 Jahren ist die Festschreibung um, und erst in etwa diesem Zeitraum "KANN" die Anlage wenn es günstig läuft also gut geplant wurde, einen kleinen Anteil der Nachfinazierung tragen. zu diesem Zeitpunkt sind die Module und Akkus aber schon recht Alt.
Ich müsste die Infos noch mal reinholen, aber die Preise für die Anlagen variieren um mehrere Tausend Euro. Die PV Module selbst können es nicht mehr sein. Die kosten wirklich nicht mehr viel. 15 kWp für 2000 Euro für 36 Module mit 400-450 kWp. Auf dem Dach meiner Eltern sind nach 20 Jahren 3 Panele ausgewechselt worden. Kostenpunkt heute: 200 Euro für neue Panele. Wurden selbst getauscht. War etwas abenteuerlich ohne die richtige Ausrüstung die sperrigen Teile auf das Dach zu bekommen und einzusetzen (würde ich definitiv niemanden empfehlen), aber das kann es nicht mehr sein. Bei Akkus schaut es da schon anders aus. Die werden ja bekanntlich mit der Zeit etwas schwach.
Die bei uns durch die beiden Energieberater gerechnete Anlage; um Wärmepumpe, Haushalt und Zwei E-PKWs die jedes Jahr etwa 200 mal geladen werden müssen also gut 400 Ladungen im Jahr.... Liegt bei einigen angefragten Unternehmen zwischen 23.000€ mit minimalster Anlage und günstigstem Unternehmen und teuerste Firma mit 38.000€ mit dem optimum, um noch etwas an den Versorger zu verkaufen statt dazu zu kaufen!
Scheint Regional unterschiedlich zu sein. Ich meine, es waren 15-23k Euro hier in der Region für 15 kWp mit Wechselrichter und 6 kWh Speicher. Erscheint mir auch eher realistisch, wenn 3-4 Osteuropäer anrücken und die Anlage in ein paar Tagen installieren.

Das setzt natürlich alles schon voraus, dass keine weiteren Umbauten gemacht werden müssen. Die Wärmepumpe ist - wie gesagt - im Winter in Kombination mit der PV Anlage eine Katastrophe. November bis Februar bekommt man nur ca 25% der Leistung. Bei einer 15 kWp Anlage werden die 3-4 kWh/Tag niemals ausreichen um ein Haus zu heizen. Nicht mal um die allgemeine Betriebsenergie zu decken. Da kann man die Wärmepumpe nachts auch ausstellen und es wird nicht viel helfen. Luft-Luft Wärmepumpen sind eine Katastrophe. Ich würde auf Luft-Sole setzen um eine möglichst konstante Leistung zu erzielen, sofern möglich. Das können aber auch gut und gerne +15k Euro für die nötige Bohrung kosten. Ob sich das bei 20 ct/kWh lohnt... keine Ahnung. Es könnten ~2000-3000 kWh anfallen, die sich vielleicht um 30% reduzieren lassen. Der Spareffekt ist eher gering.
Alternativen zur Wärmepumpe? Kenne ich nicht. Kohle ist inzwischen unbezahlbar geworden. Öl schwankt auch und ist keine sichere Wette für die Zukunft. Gas könnte noch eine Weile funktionieren – wenn besagte Wasserstoffproduktion mit der überschüssigen Energie im Sommer den Bedarf decken kann auch einigermaßen zukunftssicher. Pellets? Möglich, aber das ist keine Generallösung für alle Haushalte. So viel Holz können wir nicht schlagen.
Bleibt also das Problem: Woher kommt der Strom (für die Wärmepumpe) im Winter?
 
@Penman

Vollkommen richtig! Wärmepumpen müssen schon richtig zur Immobilie geplant sein und im Wirkungsgrad abgestimmt. Und mMn führt nach wie vor nichts an einer vernünftigen Bivalenten Anlage vorbei, sprich ein gut aufeinander abgestimmtes Hybridsystem.

Was aber 1.) laut GEG garnicht mehr vollumfänglich gefördert wird. Und 2.) Die nötigen investitionssummen wieder erhöht und es schwerer macht das Projekt auch umzusetzen.

Aber anders kann man kaum eine gewissen Redundanz herstellen oder geschweige denn unabhängigkeit erzielen einzelner Energiepreise. Denn gerade der Energiemix hatte in den vergangenen Jahren die Energie und Heizkosten so bezahlbar gehalten.

Nur bei einem Bivalenten oder multivalentem Hybridsystem kann man jedoch durch Lastmanagment auf kostenschwankungen des einen oder anderen Energieträgers reagieren, sonst ist man total abhängig vom Markt!

Und was die Installation von Akkuspeichersystemen anbelangt, hat mal jemand zahlen oder Fakten was die Gebäudeversicherung dazu sagt und wie sich da Versicherungsbeiträge verhalten wegen Brandschutz o. Ä?
 
Die Kosten der Netzinfrastruktur und Kraftwerksbau, Windkraft usw. werden auf Verbraucher umgelegt. Nur wohlhabender und Eigentümer sind aber in der Lage dazu in diese neue Technik zu investieren.
Naja, dass Kosten der Gesellschaft aufgedrückt werden und die Gewinne an die ausgeschüttet werden, die eh schon besser gestellt sind, ist doch leider sowieso Gang und Gäbe. Ich sehe auch schon einen nicht unerheblichen Teil des Rüstungssondervermögens als Dividende enden. Und dass Leute mit wenig Geld allgemein nicht investieren können und deswegen arm bleiben, ist leider auch völlig normal.
Das wird früher oder später dazu führen das für alle ohne pv Strom zum Luxusgut wird.
Warum? Gerade wenn weniger Solaranlagen gebaut würden, würden doch die Preise länger höher ausfallen, oder nicht? Statt Förderungen rauszuhauen, direkt von dem Geld auszubauen wäre doch vermutlich noch teurer gewesen. Und was ist mit z.B. genossenschaftlichem Solarstrom?
 
@empy

Das ist eben der Punkt, dazu kann kaum einer wirklich etwas sagen. Und mir selbst fehlt da die nötige Expertise das vorherzusagen. Forscher vom Fraunhofer Institut haben allerdings die Sache mal unter die Lupe genommen und konnten das auch nicht so richtig ausschließen das der Ausbau von PV für jene die nicht auf den Zug aufspringen können die Stromkosten verteuert bzw. Die Netzentgelte...

Rein logisch betrachtet ergibt das für mich auch Sinn... Wenn man Grundlastkraftwerke wegen diverser negativen Eigenschaften des grünen Zappelstroms nach wie vor braucht. Der Betrieb dieser aber feste Fixkosten verursacht die sich dann aber auf immer weniger Verbraucher aufteilen können, weil immer mehr privilegierte nach Autarkie streben. Dann werden die Betriebskosten für die Netzinfrastruktur unweigerlich für die Letztverbraucher teurer!

Schließlich müssen die Kraftwerksbetreiber irgendwie wirtschaftlich profitabel bleiben. Und sobald die Grundlast von Wind und Sonne irgendwann auch Brutto ausreichen mag, so wird man wegen Unabhängigkeit diverse Sicherheitsreserven an Kraftwerken vorhalten müssen um Netzstabilität wegen Potenzialunterschiede und Dunkelflauten in der kalten Jahreszeit überbrücken/gewährleisten zu können.

Wenn aber immer mehr wohlhabendere Teilnehmer aus dieser Kostenteilhabe aussteigen wegen Autarkie, dann kann, dann wird, und dann muss zwangsläufig sogar der Preis für die übrigen Teilhaber steigen. Anders geht's das rechnerisch überhaupt nicht! Oder aber der Staat, und somit der Steuerzahler muss WIEDER einspringen, wie bei Uniper, und die Betreiber vor der pleite retten mit Geld von jenen die sowieso schon am meisten Beitrag leisten!

Mit anderen Worten profitieren in dieser Zukunft die wohlhabenden davon das sie sich Autarkie leisten können bei der Energieversorgung, und werden die ersten sein die rumheulen weil sie ihren Arbeitnehmern Mindestlohn zahlen müssen.

Und genau so wird sich das mit der Kraftstoffsteuer verhalten. Die Propheten der E-Mobilität sollten sich besser jetzt schon bewusst darüber werden, daß die Kraftstoffsteuer und die Mineralölsteuer und die darauf zusätzlich anfallende Mehrwertsteuer, bei einer Mobilitätswende zwangsläufig irgendwie ersetzt werden MUSS.

Oder was denkt ihr wie der Staat sonst künftig die ganzen Sonderausgaben bezahlen soll? Wer also denkt das diese neue Form von Energie und Mobilität uns langfristig gesehen mehr Geld im Portemonnaie bescheren wird, dem sollte klar werden das er da vermutlich einem Irrtum Auflaufen könnte.

Nur eins ändert sich so schnell nicht, und das ist das man für sein Geld und auskommen arbeiten gehen oder fahren muss. Und dafür muss man auch irgendwie zur Arbeit kommen!


Also komplexes Thema...

Achso.... Eine interessante Lektüre vielleicht noch.

 
Zuletzt bearbeitet:
Rein logisch betrachtet ergibt das für mich auch Sinn... Wenn man Grundlastkraftwerke wegen diverser negativen Eigenschaften des grünen Zappelstroms nach wie vor braucht. Der Betrieb dieser aber feste Fixkosten verursacht die sich dann aber auf immer weniger Verbraucher aufteilen können, weil immer mehr privilegierte nach Autarkie streben. Dann werden die Betriebskosten für die Netzinfrastruktur unweigerlich für die Letztverbraucher teurer!
Naja, wenn wohlhabende Endverbraucher von grundlastfähigen Kraftwerken unabhängig werden können, können das genossenschaftliche oder gewerbliche "Zappelstrom"-Erzeuger ja wohl auch hinkriegen. Dank Economy-of-Scale wird das vermutlich sogar deutlich günstiger, als für den einzelnen. Ich denke, dass es sich in den meisten Fällen nicht lohnen wird, etliche Kilowattstunden an Akkukapazität, sowie eine Hydrolyseanlage nebst Brennstoffzelle und Wasserstofftanks zu privat im Haus zu installieren.
Und genau so wird sich das mit der Kraftstoffsteuer verhalten. Die Propheten der E-Mobilität sollten sich besser jetzt schon bewusst darüber werden, daß die Kraftstoffsteuer und die Mineralölsteuer und die darauf zusätzlich anfallende Mehrwertsteuer, bei einer Mobilitätswende zwangsläufig irgendwie ersetzt werden MUSS.
Mir zumindest ist absolut klar, dass die Antriebswende die Verkehrswende nicht ersetzen kann. Von mir aus kann man das einfach auf die KFZ-Steuer aufschlagen oder eine PKW-Maut einführen.
 
Wir waren in der glücklichen Lage eines verwilderten Gartenteils (300m²) und haben da die PV stehend, Ost-West Ausrichtung istalliert. Zwischendrinn ist nun der Gemüsegarten. :)
Die Stahlgerüste habe ich selbst zusammengeschweißt, das waren für die ca. 46 m² keine 2000 € + ca. 800 € für die Betonsteinfundamente.
Im Winter ist das saupraktisch, weil kaum Schnee drauf liegen bleibt und hier in Oberbayern selbst im Januar damit noch Strom produziert wird.
OK, nur 5 - 25%, aber immerhin.
Schon seit 12 Jahren am Laufen.
Wir kaufen seit 4 Jahren jedes Jahr einen Akkupack dazu, noch 2-3 Jahre, dann dürften wir strom-vollautark auch in Dunkelflaute sein.
 
Ihr vergesst die >50%, welche zur Miete, oder in Mehrfamilienhäuser in Deutschland lebt und wo der Vermieter entscheidet was aufs Dach kommt.
Ist halt wie immer: Wer Geld hat (und da nehme ich mich mit dazu, um gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen ;)) dem wird es einfach gemacht noch mehr zu sparen, während der Rest die staatlichen Hilfen dazu auch noch mit bezahlen darf.
 
Ihr vergesst die >50%, welche zur Miete, oder in Mehrfamilienhäuser in Deutschland lebt und wo der Vermieter entscheidet was aufs Dach kommt.
Ist halt wie immer: Wer Geld hat (und da nehme ich mich mit dazu, um gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen ;)) dem wird es einfach gemacht noch mehr zu sparen, während der Rest die staatlichen Hilfen dazu auch noch mit bezahlen darf.
Das ist prinzipiell richtig.
Aber als wir damit angefangen haben, gabs noch gar keine Förderung - nur mitleidiges Lächeln der Nachbarschaft.
Und damals wars deutlich teurer.
Die Module kosten ja fast nix mehr heutzutage.
Wer aber auch als Mieter scharf nachrechnet, selbt so ein Balkonkraftwerk, wo möglich, lohnt sich.
Die 1000 € oder weniger sind nach 2-3 wieder drinnen und dann spart man bares.
Und das darf jeder hinmachen.
 
Ihr vergesst die >50%, welche zur Miete, oder in Mehrfamilienhäuser in Deutschland lebt und wo der Vermieter entscheidet was aufs Dach kommt.
Ist halt wie immer: Wer Geld hat (und da nehme ich mich mit dazu, um gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen ;)) dem wird es einfach gemacht noch mehr zu sparen, während der Rest die staatlichen Hilfen dazu auch noch mit bezahlen darf.

Deswegen müssen Anreize her, damit auch der Vermieter einen Grund hat zu investieren. So lange die Energie- und Heizkosten komplett auf den Mieter umgelegt werden, funktioniert das freilich nicht.

Und mit gesetzlichem Zwang ist auch wenig gewonnen.

Da den richtigen Weg zu finden, der nicht wieder einen Berg negative Konsequenzen hat, ist nicht ganz einfach.

Aber ein Weg wäre z.B. eine gewisse Mindesttemperatur in den Räumen vom Vermieter gesetzlich verlangen zu können und in die Miete als Festpreis zu integrieren.

Auch das hat natürlich wieder negative Auswirkungen: Die Motivation für den Mieter an Heizung und Warmwasser zu sparen würde dadurch deutlich leiden. Wie immer, leichte Lösungen gibt es nicht.
 
Deswegen müssen Anreize her, damit auch der Vermieter einen Grund hat zu investieren. So lange die Energie- und Heizkosten komplett auf den Mieter umgelegt werden, funktioniert das freilich nicht.
Das Thema haben wir fast jedes Jahr auf der Eigentümerversammlung. In der (sehr gepflegten) Wohnanlage sind Balkonkraftwerke, Satschüsseln, etc. aufgrund der Optik nicht erlaubt. Den allgemeinen Hausstrom über PV zu realisieren, lohnt sich (noch) nicht, die Immoverwaltung hat's durchgerechnet. Eine Einzelverlegung mit separater Abrechnung wäre so teuer, dass hier die Mieten aufgrund der Umlagen steigen würden.
 
Aber ein Weg wäre z.B. eine gewisse Mindesttemperatur in den Räumen vom Vermieter gesetzlich verlangen zu können und in die Miete als Festpreis zu integrieren.
So weit mir bekannt, ist die Auslegung einer Heizung so, dass bei einer bestimmten Außentemperatur eine bestimmte Innentemperatur erreicht werden muss.
Bin aber kein Bauingenieur, schätze das steht irgendwo in einer DIN drinnen.
Da jedoch Menschen unterschiedlich sind, Energiesparer wie Verschwender, wäre ein System, bei dem quasi eine fixe Warmmiete Grundlage wäre ungerecht gegenüber jenen, die sorgsam mit der Energie umgehen.
Neben dem obligatorischen Stoßlüften zur Schimmelvermeidung gibt es ja durchaus nicht wenige Zeitgenossen, welche die Heizung auf Vollast ballern lassen, aber gleichzeitig fröhlich das Fenster oder die Balkontür den ganzen Tag offen haben.

Zum Obigen:
Ich kenne einen bei uns im Dorf, der ein 4-Parteien-Haus besitzt.
Der hat ganz offen mit seinen langjährigen Mietern darüber gesprochen.
Am Ende war es eben so, dass er den Strom teurer verkaufen müsste, als die über Verivox und Co. derzeit beziehen.
Sprich, keiner der Mieter war bereit, die 3 oder 4 ct. mehr zu bezahlen.
Auch verständlich.
Die wissen ja nicht, ob sie nach 5 Jahren, wenn sich das Teil amortisiert hat, noch dort in Miete sind und von der eigenen Anlage vs. Stromanbieter profitieren können.
 
Deswegen müssen Anreize her, damit auch der Vermieter einen Grund hat zu investieren. So lange die Energie- und Heizkosten komplett auf den Mieter umgelegt werden, funktioniert das freilich nicht.
Was glaubst du was der Vermieter macht? Er greift die Förderung ab und schlägt die Restkosten als Modernisierung (8% pro Jahr zzgl. der Miete mit bis zu 15%) auf die
Mieter um! Da können sich die Mieter evtl. über "kostenlose" Energie für die Heizungsanalage freuen, die müssen sie aber doppelt und dreifach selbst bezahlen. Der Vermieter freut sich nach 10 Jahren Solar und Wärmepumpe für umsonst erhalten zu haben.
Und mit gesetzlichem Zwang ist auch wenig gewonnen.

Da den richtigen Weg zu finden, der nicht wieder einen Berg negative Konsequenzen hat, ist nicht ganz einfach.
Der einzige vernünftige Weg ist, das die gewünschte Technologie günstiger ist als die alte, aber eben ohne solche Luftnummern wie CO² Abgabe um die Preise künstlich zu erhöhen.
Aber ein Weg wäre z.B. eine gewisse Mindesttemperatur in den Räumen vom Vermieter gesetzlich verlangen zu können und in die Miete als Festpreis zu integrieren.

Auch das hat natürlich wieder negative Auswirkungen: Die Motivation für den Mieter an Heizung und Warmwasser zu sparen würde dadurch deutlich leiden. Wie immer, leichte Lösungen gibt es nicht.
Glaube ich nicht, die Lebenserhaltungskosten sind so hoch, da spart jeder wo er kann.
 
Puh, wenn Nimbyism mal olympisch wird, würde ich die Bande direkt anmelden.

Man kennt das ja mit den Windrädern, die alle supercool finden, solange die nicht in deren Nähe stehen :schief:
Ich könnte zwar "undercover" auf der Dachterrasse autark installieren lassen (sieht keiner), aber ich will da jetzt auch nicht -zig Panele rumstehen haben.
 
So weit mir bekannt, ist die Auslegung einer Heizung so, dass bei einer bestimmten Außentemperatur eine bestimmte Innentemperatur erreicht werden muss.
Bin aber kein Bauingenieur, schätze das steht irgendwo in einer DIN drinnen.
Da jedoch Menschen unterschiedlich sind, Energiesparer wie Verschwender, wäre ein System, bei dem quasi eine fixe Warmmiete Grundlage wäre ungerecht gegenüber jenen, die sorgsam mit der Energie umgehen.
Neben dem obligatorischen Stoßlüften zur Schimmelvermeidung gibt es ja durchaus nicht wenige Zeitgenossen, welche die Heizung auf Vollast ballern lassen, aber gleichzeitig fröhlich das Fenster oder die Balkontür den ganzen Tag offen haben.
Das mit der Temperatur sagt nur aus, ab wann die Heizung in Betrieb sein muss. Die ist aber bei 99% Mietwohnungen das ganze Jahr an, weil die Heizkosten zu 100% auf die Mieter umgelegt werden. Die paar Euro CO² Abgabe für den Vermieter jucken ihn da nicht.
 
Das mit der Temperatur sagt nur aus, ab wann die Heizung in Betrieb sein muss. Die ist aber bei 99% Mietwohnungen das ganze Jahr an, weil die Heizkosten zu 100% auf die Mieter umgelegt werden. Die paar Euro CO² Abgabe für den Vermieter jucken ihn da nicht.
Ist es nicht so, dass in Mietwohnungen i. d. R. Verbrauchszähler installiert sind?
Ich kenne das nicht anders, als dass Firmen wie Techem (Fern-)Auslese zu Stichtagen macht und dann "nur" der Realverbrauch verrechnet wird.
Da es viele Varianten der Heizungsanlage gibt (Fernwärme/Gas/WäPu/aber auch z. B. Wohnungstationen in den einzelnen Mieteinheiten) kann es natürlich sein, dass die Heizungsanlage (meist dann Ölbasis) durchläuft, damit Warmwasser in den Wohnungen aus dem Hahn kommt.
Warmwasser wird aber separat gezählt.
Halbswegs moderne Anlagen liefern ja nur Wärme (sei es Heizen oder Warmwasser) auf Anforderung, das machte ja die Altanlage meines Vaters schon vor 30 Jahren.

Kurzum, ich glaube nicht, dass einfach umgelegt (werden kann), sondern der tatsächliche Verbrauch ordnungsgemäß verrechnet wird.
Und wenn nicht, kann man ja dagegen Einspruch erheben.
 
@emp1 Bis letztes Jahr war ich noch mieter, dann sollte Modernisiert werden....

Kurzum: 4 Mietpartein Altbau mit Ölheizung. Die Heizung läuft immer 24h am Tag, verbrauchszähler gibt es natürlich. Aber: die Grundkosten können rechtlich einwandfrei mit 50% angesetzt werden. Also 50% des Verbrauches, egal wie er verwendet oder verloren geht, wird dann durch 4 gerechnet. Die anderen 50% werden tatsächlich prozentual durch ablesen auf die Haushalte verrechnet. Übriges war die Abrechnung von techem.

Die Abrechnung hatte ich extra prüfen lassen...alles legal. Der Witz war das eine Mietpartei vorher ein Alter Mann war und nach seinem tod eine 7 köpfige Familie in seine 4 Zimmer Wohnung gezogen ist. Die Konsequenz war ein 100% höhere Grundverbrauch, den die anderen Partein mitbezahlen müssen.

Noch ein Ansporn ins Eigenheim zu ziehen 😉...wenn man es den kann.

Das einzige was der Vermieter übernehmen muss, ist prozentual nach energetischen Stand einen Teil der CO² Steuer, da der Mieter ja nichts dafür kann, dass der Vermieter seit 50 Jahren nichts am Haus gedämmt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, wusste ich nicht.
Dass dann da so ne Ölheizung ohne größere Regeltechnik dahintersteckt, habe ich fast geahnt...
 
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