News Durchgerechnet: Ab wann rechnet sich eine PV-Anlage?

Eine PV Anlage lohnt sich immer.
Frisch das zu teure Haus in der hippen Wohngegend gekauft und gerade so die Raten zahlen können. Jeder mit eigenem PKW natürlich. Aber für die PV Analge ist nie Geld da,
Das ist pauschal schlichtweg alles falsch.

Warum sich eine PV bei mir nicht lohnt habe ich bereits beschrieben. Und es ist kein Geldproblem - ich habe mehr als genug Geld um mir eine PV aufs Dach schnallen zu lassen. Nur ists einfach auch auf die ganze Lebenszeit der Anlage (Stand Energiekosten jetzt) billiger es nicht zu machen.


Was dagegen stimmt ist:
Gerade wer gerade ein Haus baut sollte das Geld für eine PV aufwenden.
Wenn ich eine Möglichkeit hätte, einfacher umzurüsten bzw. es sogar in einem neuen Haus planen kann wäre es ja bescheuert es nicht zu machen. Es ist n ur ein sehr großer Unterschied, ob man wie in den Werbeprospekten ein neues (und gut dokumentiertes!) Haus aufrüstet oder ob man ein Haus aus 1933 hat das mehrfach um und angebaut wurde und alle Menschen die noch wissen wo Rohre, Kabel usw. liegen schon lange tot sind und es NICHTS an Doku gibt. Da etwas in der Form zu machen (wo man dann natürlich wenn schon alles macht, also PV, WP, Strom, Heizung, Wasser etc.) kommt einer Kernsanierung gleich.


Öffentliche Ladestationen, bei denen man deutlich unter 0,40€ laden kann (inzwischen eher weniger), stehen zumindest bei uns in der Gegend überall rum, mehrere in 5 Minuten Gehweite von unserer alten Wohnung.

Und auch für Deine Heizung gäbe es sicher eine rentable Lösung. Das Haus zu isolieren macht immer Sinn, auch wenn Du mit Öl heizt. Denn Öl wird sicher nicht billiger werden.
Ladesäulen sind hier im ländlichen Bereich sehr selten, vor allem welche über 22kW gibts fast keine. Ich müsste (und wollte) sowieso daheim laden. Ladezeit spielt keine Rolle, über Nacht reichen auch 10kW locker für mich (selbst 3kW am Schukostecker würden die meiste Zeit reichen :ugly:).

Isoliert habe ich schon so gut es machbar ist. Neue fenster, Wandisolierung außen, Dachdämmung usw. ist alles schon da. Das ist ja von der anderen Seite her gesehen auch ein Grund dafür dass es sich nicht lohnt: Würde ich jetzt viele Tausend Liter Öl verbrennen müssen wäre der Spareffekt ja viel größer, aber ich verbrauche hier für ein große Zweifamilienhaus mit Dach und Keller etwa 2200-2400 Liter Öl pro Jahr (einschließlich Warmwasser). Früher vor der Isolierungsaktion waren das mal 4000-5000 je nach Winter...
 
Was dagegen stimmt ist:

Wenn ich eine Möglichkeit hätte, einfacher umzurüsten bzw. es sogar in einem neuen Haus planen kann wäre es ja bescheuert es nicht zu machen. Es ist n ur ein sehr großer Unterschied, ob man wie in den Werbeprospekten ein neues (und gut dokumentiertes!) Haus aufrüstet oder ob man ein Haus aus 1933 hat das mehrfach um und angebaut wurde und alle Menschen die noch wissen wo Rohre, Kabel usw. liegen schon lange tot sind und es NICHTS an Doku gibt. Da etwas in der Form zu machen (wo man dann natürlich wenn schon alles macht, also PV, WP, Strom, Heizung, Wasser etc.) kommt einer Kernsanierung gleich.

Ja, richtig. Aber ich sprach ja von bauen und nicht von renovieren/nachrüsten. Nachrüsten ist immer ein massiver Aufwand und oft mit hohen Mehrkosten verbunden
 
Den Klimawandel halten wir sowieso nicht mehr auf, selbst wenn Deutschland komplett Co2-neutral ist.
Und deswegen feuern wir ihn lieber gleich noch mehr an, denn es ist ja eh egal, wie schnell die Erde kaputt geht, kaputt gehen tut sie sowieso.

Wenn bestimmte Kipppunkte erreicht werden (was tatsächlich leider kaum noch zu verhindern ist) dann wird's nicht mehr lustig sein. Die Erde trägt dann keine 8 Mrd Menschen mehr.

Wenn man das schon nicht mehr verhindern kann, dann sollte man es möglichst so lange wie es geht hinauszögern. Um der Menschheit die Möglichkeit zu gebeben, sich darauf vorzubereiten und mit den Konsequenzen klar zu kommen.
Ladesäulen sind hier im ländlichen Bereich sehr selten, vor allem welche über 22kW gibts fast keine. Ich müsste (und wollte) sowieso daheim laden. Ladezeit spielt keine Rolle, über Nacht reichen auch 10kW locker für mich (selbst 3kW am Schukostecker würden die meiste Zeit reichen :ugly:).

Isoliert habe ich schon so gut es machbar ist. Neue fenster, Wandisolierung außen, Dachdämmung usw. ist alles schon da. Das ist ja von der anderen Seite her gesehen auch ein Grund dafür dass es sich nicht lohnt: Würde ich jetzt viele Tausend Liter Öl verbrennen müssen wäre der Spareffekt ja viel größer, aber ich verbrauche hier für ein große Zweifamilienhaus mit Dach und Keller etwa 2200-2400 Liter Öl pro Jahr (einschließlich Warmwasser). Früher vor der Isolierungsaktion waren das mal 4000-5000 je nach Winter...
Es mag Situationen geben, wo sich ein Umstieg heute rechnerisch nicht loht - aber auch das halt ich für fragwürdig.

Man übersieht einfach vieles. Die steigenden Kosten von Fossil - auch die, die man *heute* zumindest noch nicht monetär zahlt.

Ich kann daheim auch nicht mit mehr als 11kW laden. Das reicht dicke. Mit PV Überschuss lade ich gar nur mit 4-5 kW. Auch das reicht.

Wenn Du also eine Möglichkeit hast, Dir eine eigene Wallbox zu installieren, dann sehe ich keinen Grund, der Dich davon abhalten sollte.
 
Und deswegen feuern wir ihn lieber gleich noch mehr an, denn es ist ja eh egal, wie schnell die Erde kaputt geht, kaputt gehen tut sie sowieso.

Wenn bestimmte Kippunkte erreicht werden (was tatsächlich leider kaum noch zu verhindern ist) dann wird's nicht mehr lustig sein. Die Erde trägt dann keine 8 Mrd Menschen mehr.

Wenn man das schon nicht mehr verhindern kann, dann sollte man es möglichst so lange wie es geht hinauszögern. Um der Menschheit die Möglichkeit zu gebeben, sich darauf vorzubereiten und mit den Konsequenzen klar zu kommen.

Hör auf mir Dinge in den Mund zu legen. Meine Aussage war, dass der Klimawandel ohne globale Anstrengung nicht aufzuhalten ist und diese globale Anstrengung ist nicht zu erkennen, bzw. auch überhaupt nicht zu finanzieren (nach regulären ökonomischen Prinzipien) -> Klimwandel ist nicht mehr aufhaltbar, nur abschwächbar.

Ich habe lediglich das Fördersystem kritisiert und zwar den Teil, dass die einkommensschwachen Einwohner finanzieren, dass sich wohlhabendere die Säcke noch voller machen. Da beruhigt es mein Gewissen nicht, mit dem Wissen, dass da jetzt 5t Co2 eingespart werden.

Dann sollen Stadtwerken gefördert werden, die im Allgemeinwohl handeln, damit dann auch die breite Bevölkerung was von hat.
 
Wir haben hier knapp 2100 Sonnenstunden pro Jahr, sollte sich bei den aktuellen Preisen eigentlich für jeden lohnen.

Schön wärs, wenn die Entwicklung in Zukunft richtung
a) noch mehr Effizienz geht
b) mehr Lebensdauer der PV bei gleichzeitig
c) besser umweltverträglichen Materialien (bei der Entsorgung irgendwann)
d) akku für jeden privathaushalt zum Zwishcenspeichern, die Akkus sollen dabei mehr Kapazität haben und umweltfreundlicher sein. Ich mein ich hab 40.000m² Grund, ich stell mir auch gerne irgendwo einen größeren Akku hin, würde mir aber wünschen, dass das gesetztlich für jeden Neubau verankert ist, sodass jedes Haus bzw. jede Wohnung energieautark sein kann
 
Ich hab den Satz "Wir in D halten den Klimawandel eh nicht mehr auf" schon so oft von Apologeten gehört, die damit ihre Passivität rechtfertigen, dass mir solch entrüstete Ausbrüche wie Deiner, @Blutrache2oo9 ziemlich am Allerwertesten vorbei gehen.

Kritisieren kann man viel, auch an dem was der Staat macht.

Aber bei jeder Kritik sollte man aber bitte gleich dazu schreiben, wie es denn besser geht. Und auch diese Lösung gleich mal durchdenken, was das am Ende bedeutet.

Denn jede Maßnahme des Staates hat Nebenwirkungen. Oder ist rechtlich gar nicht machbar.

Das vergessen die Kritiker leider viel zu oft.
 
Man übersieht einfach vieles. Die steigenden Kosten von Fossil - auch die, die man *heute* zumindest noch nicht monetär zahlt.
Wie gesagt, selbst wenns Benzin 4€ kostet irgendwann lohnt sich in meinem Fall der komplette Umbau nicht einfach weil der 6-stellig kostet.
Wenn Du also eine Möglichkeit hast, Dir eine eigene Wallbox zu installieren, dann sehe ich keinen Grund, der Dich davon abhalten sollte.
Wenns nur um die Wallbox ginge, die könnte ich bei der vorhandenen Installation wahrscheinlich ohne größeren Aufwand einbauen. Der hier ausschlaggebende Faktor warum ich das (die nächsten Jahre noch) nicht mache ist: Die zusätzlichen zigtausend Euros die ein Elektroauto kosten würde.
Wenn die aktuellen beiden Benziner die wir haben "durch" sind werden wir sicherlich umsteigen. Aber die fahren noch minimum bis 2030 wenn nichts unerwartetes passiert. DIe Autos sind erst 6 bzw. 3 Jahre alt.
 
Für meine Familie und meinerseits hat sich die PV-Anlage längst rentiert . Hier in Irland bekommen Wir allein für Einspeisung 25 Cent /KW . Eine Baugenehmigung auf dem eigenen Grundstück ist nämlich auch nicht nötig . Der Ioniq 5 meiner Frau wird damit locker geladen und Strom für das eigene Zuhause ist damit auch reichlich vorhanden . Zu mal auch der irische Staat PV -Anlagen fördert .
 
Das ist doch Quatsch. Jedes Auto kostet. Und E-Autos sind nicht mehr wirklich teurer als Benziner.
Ich soll also einen 3 Jahre alten, mir gehörenden (=komplett bezahlten) GTI CS jetzt abgeben, nur um mir ein vergleichbares Elektroauto (da bin ich gespannt welches das für 40K sein soll...) zu kaufen? Völlig ohne Not? Wegen 500€ mehr oder weniger Kosten im Jahr?

Also die Definition von Quatsch musste echt nochmal überdenken. :fresse:
 
Das ist doch Quatsch. Jedes Auto kostet. Und E-Autos sind nicht mehr wirklich teurer als Benziner.

Wenn es kein gebrauchter sein darf (wie unserer i3), dann least man sich halt ein billiges E-Auto. Auch die gibt es inzwischen ausreichend.

Okay... https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/elektroauto-kostenvergleich/

"Die Beispiele zeigen, dass man bei einem Strompreis von 18 Ct/kWh mit den elektrischen Modellen noch günstiger fährt als mit den entsprechenden Verbrenner-Optionen. Schon bei einem angenommenen Strompreis von 35 Ct/kWh sieht es anders aus: Dann sind beim BMW und beim Cupra die Dieselmodelle günstiger. Beim Opel Astra ist dies ab einem Strompreis von 45 Ct der Fall."
 
Ich soll also einen 3 Jahre alten, mir gehörenden (=komplett bezahlten) GTI CS jetzt abgeben, nur um mir ein vergleichbares Elektroauto (da bin ich gespannt welches das für 40K sein soll...) zu kaufen? Völlig ohne Not? Wegen 500€ mehr oder weniger Kosten im Jahr?
Was Du machst ist absolut Deine Sache und Deine Entscheidung. Wenn Du Deinen GTI CS verkaufst, fährt den ja jemand anderer, ist also kein Gewinn für die Umwelt. Da bin ich bei Dir.

Ich hätte mir halt vor drei Jahren schon keinen GTI CS neu gekauft.

Aber hey, das musst Du schon mit Dir ausmachen. Nur liest sich alles was Du schreibst wie eine Litanei an Gründen, wieso Du nichts ändern kannst. Das kaufe ich Dir aber nicht ab.

Also die Definition von Quatsch musste echt nochmal überdenken. :fresse:
Nö. Ich nenne Quatsch was ich für Quatsch halte.

"Die Beispiele zeigen, dass man bei einem Strompreis von 18 Ct/kWh mit den elektrischen Modellen noch günstiger fährt als mit den entsprechenden Verbrenner-Optionen. Schon bei einem angenommenen Strompreis von 35 Ct/kWh sieht es anders aus: Dann sind beim BMW und beim Cupra die Dieselmodelle günstiger. Beim Opel Astra ist dies ab einem Strompreis von 45 Ct der Fall."
Das hängt immer extrem von den Parametern ab, wie man die Anschaffung rechnet, die Kilometerleistung, Wertverlust usw.

Ob der Wertverlust bei Diesel so bleibt wie ihn der ADAC annimmt, würde ich für die mittlere Zukunft schwer in Zweifel ziehen z.B.

Jeder muss die Rechnung für sich selbst aufmachen. Und objektiv rechnen.
 
Das ist doch Quatsch. Jedes Auto kostet. Und E-Autos sind nicht mehr wirklich teurer als Benziner.
Naja Moment.
Ich kaufe meine Autos gebraucht.
Ich habe für den Superb Kombi meiner Frau 4000 bezahlt und für meinen E Klasse Kombi (220d, BJ 2018) 8000.
Außerdem haben wir einen e-Smart für die kleineren Touren.
Fakt ist, es gibt bei Diesel/Benzinmodellen eine größere Auswahl und auch mehr Gebrauchte.

Wo finde ich einen gut ausgestatteten, komfortablen gebrauchten E-Kombi um die oben genannten Preise?
Das näheste, was an meinen E-Klasse Kombi rankommt ist der aktuelle BMW 5er Kombi, den es als E Modell gibt.
Der hat halt 1700Liter Kofferraum statt meiner fast 2000 im Superb und kostet mit Ausstattung knapp unter 100.000 :O

Geplant ist der dauerhafte Umstieg auf E-Autos natürlich schon, aber es müsste halt ein gewisser Sinn dahinter stecken. In 10 Jahren gibts wohl genug Kombis und Co am GEbrauchtmarkt
Wenn es kein gebrauchter sein darf (wie unserer i3), dann least man sich halt ein billiges E-Auto. Auch die gibt es inzwischen ausreichend.
Leasing müsste ich mir mal überlegen, ja.
 
Qualitativ hochwertige Luft haben wir im internationalen Vergleich schon jetzt. Da ändert auch die PV-Anlage nichts mehr groß. Der Rest wird von den E-Autos getragen.

Genau. Und die kam nicht davon, das Kraftwerksbetreiber, Industrieunternehmen und Automobilhersteller freiwillig und ohne Anreiz ihren Schadstoffausstoß verbessert hätten. Es waren immer Zwang und Anreize notwendig.
Den Klimawandel halten wir sowieso nicht mehr auf, selbst wenn Deutschland komplett Co2-neutral ist. Wobei durch das Senkenmodell eine Reduktion auf 50 % reichen würde. Aber das ist ein anderes Thema.

Natürlich halten wir den nicht mehr auf. Behauptet ja auch keiner. Verlangsamen und begrenzen ist das realistische Ziel.
Genannte Person hat die Anlage trotzdem zu 50 % gefördert bekommen, ich habe den Bescheid gesehen.
Es gibt noch lokale Föderung durch Bundesländer und Gemeinden. 50% halte ich trotzdem für kaum realistisch und wenn dann die absolute Ausnahme.
Also wir hatten 0% Förderung. Unser Bundesland fördert aber z.B. Speicher, den wir aber nicht haben.
Die Allgemeinheit bezahlt trotzdem die Förderungskosten derjenigen, die eigentlich genug Geld haben sich das auch ohne Förderung hinzustellen.
Ob jemand "genug" Geld hat, ist doch sehr subjektiv, gerade wenn es andere als genug beurteilen.
Es geht bei Förderungen und Steuern i.d.R. nicht darum, jemand etwas zu ermöglichen, dass er sich sonst nicht leisten könnte. Es geht darum, ein gewünschtes Verhalten (Investition, bestimmtes Kaufverhalten usw.) zu fördern und dazu anzuregen.
Vereinfacht: Der Staaat (wir alle als Gemeinschaft, als Volkswirtschaft) haben eine PV-Anlage und deren Nutzen für 20000€, wovon der größte Teil aber aus privaten Vermögen finanziert wurde und nur ein geringer Teil aus öffentlich Geldern.
 
Wo finde ich einen gut ausgestatteten, komfortablen gebrauchten E-Kombi um die oben genannten Preise?
Gibt es nicht. Da gebe ich Dir unumwunden recht.

DAS ist für mich ein echter, persönlich nachvollziehbarer Grund gegen E-Mobilität, HEUTE. Da dauert es einfach noch ein wenig und man muss unserer Auto-Industrie mal etwas in den Hintern treten.

(Leider sind Kombis zu Gunsten der unseligen SUVs total unter die Räder gekommen).
 
Gibt es nicht. Da gebe ich Dir unumwunden recht.

DAS ist für mich ein echter, persönlich nachvollziehbarer Grund gegen E-Mobilität, HEUTE. Da dauert es einfach noch ein wenig und man muss unserer Auto-Industrie mal etwas in den Hintern treten.

(Leider sind Kombis zu Gunsten der unseligen SUVs total unter die Räder gekommen).
Ja, für uns führt eh kein Weg an E-Autos vorbei, aber es würde halt jetzt wirtschaftlich wenig Sinn ergeben.
Wir fahren die jetztigen Autos halt noch bis sie kaputt sind und dann sind wir bei den E-Autos hoffentlich in leistbaren Bereichen.
 
Ich soll also einen 3 Jahre alten, mir gehörenden (=komplett bezahlten) GTI CS jetzt abgeben, nur um mir ein vergleichbares Elektroauto (da bin ich gespannt welches das für 40K sein soll...) zu kaufen? Völlig ohne Not? Wegen 500€ mehr oder weniger Kosten im Jahr?

Also die Definition von Quatsch musste echt nochmal überdenken. :fresse:
Nachhaltig ist es auch nicht. Worum es ja primär geht
 
Ich hätte mir halt vor drei Jahren schon keinen GTI CS neu gekauft.
Ich habe 2020 versucht, meinen alten Leon Cupra zu ersetzen. Damals waren (gute) Elektroautos unbezahlbar und Verbrenner (erst wegen Corona/Chipkrise, dann wegen Ukrainekrieg) nicht lieferbar. Ich habe exakt 521 Tage auf den Golf gewartet - zu der Zeit war es eher Priorität überhaupt irgendein Auto zu kriegen (die Gebrauchtwagenpreise waren ebenso utopisch hoch).
Heute würde die Entscheidung sicherlich anders ausfallen, aber da sind nunmal auch 5 Jahre dazwischen und es ist viel (bei Elektro) passiert. Aber jetzt aus Aktionismus heraus sich viel Aufwand zu machen und viel geld draufzulegen nur um dann ein E-Auto zu haben sehe ich keinen Sinn drin. Ich fahr mein Auto jetzt wie schon den Vorgänger bis er platt ist bzw. Reparatur/Wartung unwirtschaftlich wird und dann schaun mer mal was es gibt. Vielleicht sind dann auch Elektroautos in dem Bereich kaufbar die keine gefühlten 70K kosten. Der Trend ist ja immerhin erkennbar.

Nur liest sich alles was Du schreibst wie eine Litanei an Gründen, wieso Du nichts ändern kannst. Das kaufe ich Dir aber nicht ab.
Ich sagte ich WILL nichts ändern, mit entsprechender wirtschaftlicher Begründung. Ich KANN schon, es hat nur für mich keinen Sinn. Das ist nur schwer nachvollziehbar wenn die eigene Einstellung anders ist (was völlig ok ist).

Ob jemand "genug" Geld hat, ist doch sehr subjektiv, gerade wenn es andere als genug beurteilen.
Es geht bei Förderungen und Steuern i.d.R. nicht darum, jemand etwas zu ermöglichen, dass er sich sonst nicht leisten könnte. Es geht darum, ein gewünschtes Verhalten (Investition, bestimmtes Kaufverhalten usw.) zu fördern und dazu anzuregen.
Das sind auch zwei unterschiedliche Dinge, also genug Geld haben und das Geld für den gewünschten Zweck ausgeben.
Es wird immer davon geredet dass Leute zu wenig Geld für ein Elektroauto hätten beispielsweise. Oder für eine PV Anlage, egal. Das Ding ist eine solche Anschaffung muss auch offensichtliche, starke Argumente aufweisen um jemanden dazu zu bewegen es zu kaufen, selbst wenn er das Geld dafür hat.
Beispiel: Selbst wenn ich ne Million auf dem Konto hätte würde ich mir aktuell kein Elektroauto kaufen wollen so lange ich noch einen fast neuen Verbrenner habe und in meiner Umgebung keine sinnvollen Lademöglichkeiten da sind. So lange benutze ich den eben weiter und hoffe dass es später besser ist.
Es gibt bei nahezu allem andere Argumente als den Kontostand - ich habe auch keine RTX5090 im PC obwohl ich mir die sofort kaufen könnte - einfach weil ich keinen Sinn darin sehe bzw. die 4080 alles kann was ich brauche. Ist mit nem Elektroauto ähnlich - ich könnte mir nen ID4 GTX kaufen (das Beispiel ist willkürlich da das wohl das Elektroäquivalent zum GTI ist), nur sehe ich keinen Sinn darin weil mein "alter" alles kann was ich brauche (und ein solcher GTX für mich keine nennenswerte Vorteile hätte).

Wir fahren die jetztigen Autos halt noch bis sie kaputt sind und dann sind wir bei den E-Autos hoffentlich in leistbaren Bereichen.
Genau das.
 
Egal wie man es dreht und wendet, selten ist etwas billiger als etwas was einem die Natur kostenlos, selbst mit niedrigster Effizienz produziert, zur Verfügung stellt (fossile Energien) und man nur noch fördern muss.

Vergleichstechnologien werden erst konkurrenzfähig wenn die Verknappung und damit Verteuerung eintritt und wenn man es künstlisch erhöht (Co2-Preis) wird, oder eben gefördert. Wenn nicht jeder von der Verteuerung betroffen ist, führt das zu ökonomischen Nachteilen, die eine Volkswirtschaft schädigen können.

Das heißt nicht, dass regernative Systeme kacke sind, sie haben jedoch oft nur Vorteile, die finanziell nicht vergütet werden. Da muss sich die Gesellschaft dann fragen, ob sie die Vorteile über Förderung, etc. zahlen wollen.

Um es fair zu gestalten, müssten die Mehrinvestitionen bei teuren Filteranlagen mit Einsparungen bei der Gesundheitsversorgung gegen gerechnet werden, die durch bessere Luft eingespart werden, etc. etc.. Davon hat aber der Betreiber des Kohlekraftwerks wieder nichts von, sondern nur die höheren Kosten.

Überdachte Parkplätze haben Stromgestehungskosten von 30-50 Cent (je nachdem), dafür sind dann eben die Autos im Sommer kühl. Ein Vorteil der finanziell auch nicht vergütet wird.

Solagen Unternehmen und Bürger das aber nicht zu schätzen wissen und nicht lokal einkaufen, weil es teurer ist, oder abwandern, weil es woanders günstiger ist, ist der ökonomische Schaden eben höher und damit eine Gefahr für den Wohlstand
 
Egal wie man es dreht und wendet, selten ist etwas billiger als etwas was einem die Natur kostenlos, selbst mit niedrigster Effizienz produziert, zur Verfügung stellt (fossile Energien) und man nur noch fördern muss.
Nur sind diese Energien weder kostenlos noch Konsequenz-los.

Nur der Mensch ist perfekt darin, die wahren Kosten zu ignorieren und die Konsequenzen auf die Zukunft zu schieben. Aus dem Auge aus dem Sinn.

Wenn man von vorne herein eingerechnet hätte, was es *wirklich* kostet, fossile Brennstoffe zu verfeuern, dann hätte es nie eine Industrialisierung in dieser Form und einen Individual-Verkehr auf Basis dieser Brennstoffe gegeben.

Also "billig" ist daran gar nichts, nur wenn man die Augen ganz fest zumacht.

(Das gleiche gilt auch für Energie aus Atomspaltung übrigens)
 
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