Drei Manager verlassen AMD ohne Nachfolger

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Das Personalkarussell bei AMD hat noch nicht gestoppt: Nun verlassen drei wichtige Manager das Unternehmen, darunter der Carrizzo-Entwickler John Byrne, der laut AMD auf eigenen Wunsch geht.

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Sagen wir es doch einfach wie es ist; AMD hat den Karren so gründlich vor die Wand gefahren, dass da nicht mehr viel zu retten ist. Sie sind stark im GPU-Markt, führend bei APUs und statten beide große Spielekonsolen aus, und schaffen es trotzdem nicht damit Gewinn zu machen?!

Dazu scheinen sie an das High-End-Segment einfach nicht mehr anschließen zu können, und langsam ist Intel als größter Konkurrent auch schon am Horizont verschwunden.


Es ist traurig, aber ich sehe derzeit wenig Zukunft bei AMD. Vielleicht sollten sie einfach mal alle rausschmeißen und nur ein paar richtig gute Entwickler ins Boot holen. Denn ihr Hauptproblem scheint zu sein, dass sie gigantische Kosten haben aber nicht im passenden Maßstab in ihre technologische Zukunft investieren.
 
AW: Drei Manager verlassen AMD ohne Nachfolger und es ist um keinen schade.

Kein Verlust für AMD, denn Carrizo ist kein großer Wurf. Hat Byrne auch die Modulbauweise verbrochen?
Und um die beiden anderen Klugscheißer ist es auch nicht schade. Kennt irgendjemand von euch einen von McKinsey der jemals etwas sinnvolles von sich gegeben hat?
 
Sagen wir es doch einfach wie es ist; AMD hat den Karren so gründlich vor die Wand gefahren, dass da nicht mehr viel zu retten ist.

Das würde ich nicht so sagen. AMD´s missere begann eigentlich durch den Wettbewerbsbetrug den Intel zu Pentium 4 Zeiten begangen hat. AMD ist vor die Wand geschubst worden.

Sie sind stark im GPU-Markt, führend bei APUs und statten beide große Spielekonsolen aus, und schaffen es trotzdem nicht damit Gewinn zu machen?!

Die Grafiksparte macht regelmäßig Gewinn, bei den konsolen wird man derart unter Preisdruck stehen, dass da abzüglich der Entwicklungskosten nicht viel bei rum kommt ;)

Dazu scheinen sie an das High-End-Segment einfach nicht mehr anschließen zu können, und langsam ist Intel als größter Konkurrent auch schon am Horizont verschwunden.
Es ist traurig, aber ich sehe derzeit wenig Zukunft bei AMD. Vielleicht sollten sie einfach mal alle rausschmeißen und nur ein paar richtig gute Entwickler ins Boot holen. Denn ihr Hauptproblem scheint zu sein, dass sie gigantische Kosten haben aber nicht im passenden Maßstab in ihre technologische Zukunft investieren.


Das ist richtig, aber wie soll das auch gelingen? Intel macht ein vielfaches von dem an Gewinn was AMD Umsatz macht. Wo sollen da die Investitionen in Forschung und Entwicklung rausspringen? Das ist ein Kampf David gegen Goliath den AMD nicht gewinnen kann, da nützen auch die fähigsten Entwickler nix^^
 
Sagen wir es doch einfach wie es ist; AMD hat den Karren so gründlich vor die Wand gefahren, dass da nicht mehr viel zu retten ist. Sie sind stark im GPU-Markt, führend bei APUs und statten beide große Spielekonsolen aus, und schaffen es trotzdem nicht damit Gewinn zu machen?!

Dazu scheinen sie an das High-End-Segment einfach nicht mehr anschließen zu können, und langsam ist Intel als größter Konkurrent auch schon am Horizont verschwunden.


Es ist traurig, aber ich sehe derzeit wenig Zukunft bei AMD. Vielleicht sollten sie einfach mal alle rausschmeißen und nur ein paar richtig gute Entwickler ins Boot holen. Denn ihr Hauptproblem scheint zu sein, dass sie gigantische Kosten haben aber nicht im passenden Maßstab in ihre technologische Zukunft investieren.

Konzernspitze: Chip-, Marketing- und Strategiechefs verlassen AMD - Golem.de

"Offenbar schart die neue Chefin mehr Führungskräfte mit technischem Hintergrund um sich, ähnlich wie einst Hector Ruiz und Dirk Meyer. So kehrten beispielsweise Apples Prozessorarchitekt Jim Keller, der entscheidend am Erfolg des Athlon XP und Athlon 64 beteiligt war, und der ebenfalls zwischenzeitlich bei Apple angestellte und für das Mantle-API verantwortliche Grafikexperte Raja Koduri zu AMD zurück."

Also für mich klingt das eher positiv, wenn die ganzen Finanzoptimierer rausfliegen und wieder mehr Personal mit Ahnung von der Materie in der Führungsspitze sitzt.
 
Das würde ich nicht so sagen. AMD´s missere begann eigentlich durch den Wettbewerbsbetrug den Intel zu Pentium 4 Zeiten begangen hat. AMD ist vor die Wand geschubst worden.

Wohl kaum, das Problem bei AMD begann als man ATI aufgekauft hat. Mit dem Schritt hat man sich damals sehr weit aus dem finanziellen Fenster gelehnt, wohl mit dem Gedanken das die Gewinne die ATI im Grafikkartensegment einfährt einen Teil der Ausgaben wieder auffangen. Dumm nur das selbiges die nästen Jahre nicht in dem Maße der Fall war wie man es wohl erhoft hat da man mit der Radeon X2900er Reihe sehr heftig gefloppt ist und das nachdem man mit der Radeon, X800, X1800 und X1900, sowie der X1950er Reihe eigentlich seine Führung gegenüber Nvidia gut ausgebaut hatte.
Statt nur die Sorge um die finanzielle Lage hatte man da auch noch plötzlich die zeitweise wenig profitable Sparte von ATi an der Backe und so eine doppelte Belastung.

Dazu kam noch das AMD im Laptop Bereich schon eine Zeit zuvor ehr mäßig interessante Prozessoren anbot. Der Pentium M, auf dem ja später zu teilen auch die Core 2 Duo Architektur beruhte war insgesammt deutlich interessanter.
Und hätte AMD eigentlich auch schon ein Warnschuss dafür sein müssen was Intel wohl als nästes auf den Markt bringen könnte.
Stattdessen hat man sich aber lieber mit ATI finanziell belastet und auf eine "überabreitete" Version der K-Architektur gesetzt.

Nun ja der Rest ist ja bekannt. Seid diesem Zeitpunkt hat man eigentlich nur noch schlechte Entscheidungen getroffen und Probleme gehabt: Phenom I, Bug und geringe IPC-Leistung, Phenom II, stark verspätet, Bulldozer, geringe IPC-Leistung und zu starker Fokus auf Multithreading.

Also nein, eigentlich sehe ich nicht das Intels Wettbewerbsbetrug dafür verantwortlich ist das AMD heute so schlecht dasteht Es war zwar sicher ein spürbarer finanzieller Verlust für AMD, aber war zu der damaligen Zeit alles andere als ein herber Schlag gegen die finanzielle Situation des Konzerns.

@Der Toerke:
Hört sich für mich auch danach an als würde man versuchen mehr know how in die Firma zu holen. Bleibt nur zu hoffen das zuviele "Fachidioten" nicht am Ende genauso schädlich für AMD sind wie zuviele "Finanzidioten" Im Grunde ist eine gesunde Mischung das was man anstreben sollte. ;)
 
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Jau, etwas Konkurrenz für Intel wäre auch gut. Aber ich fände es auch schön, wenn AMD auch im oberen Leistungssegment mal wieder was brauchbares bringen würde.

Ich auch. ;)

Nur können die Roten da selber leider nix mehr investieren,
und potentielle Investoren versenken Ihr Kapital da auch nicht mehr.
 
Denn Anschluss bei CPUs haben sie ja eigentlich schon verloren. Wenn sie sich jetzt etwas verkleinern, Kapital bekommen und sich dann neu formieren, käme wieder ein wenig Leben in den Markt.
Momentan arbeitet Intel aber wahrscheinlich schon aus langweile an der 9. Core-i Generation :ugly:
 
Wohl kaum, das Problem bei AMD begann als man ATI aufgekauft hat. Mit dem Schritt hat man sich damals sehr weit aus dem finanziellen Fenster gelehnt, wohl mit dem Gedanken das die Gewinne die ATI im Grafikkartensegment einfährt einen Teil der Ausgaben wieder auffangen. Dumm nur das selbiges die nästen Jahre nicht in dem Maße der Fall war wie man es wohl erhoft hat da man mit der Radeon X2900er Reihe sehr heftig gefloppt ist und das nachdem man mit der Radeon, X800, X1800 und X1900, sowie der X1950er Reihe eigentlich seine Führung gegenüber Nvidia gut ausgebaut hatte.
Statt nur die Sorge um die finanzielle Lage hatte man da auch noch plötzlich die zeitweise wenig profitable Sparte von ATi an der Backe und so eine doppelte Belastung.

Dazu kam noch das AMD im Laptop Bereich schon eine Zeit zuvor ehr mäßig interessante Prozessoren anbot. Der Pentium M, auf dem ja später zu teilen auch die Core 2 Duo Architektur beruhte war insgesammt deutlich interessanter.
Und hätte AMD eigentlich auch schon ein Warnschuss dafür sein müssen was Intel wohl als nästes auf den Markt bringen könnte.
Stattdessen hat man sich aber lieber mit ATI finanziell belastet und auf eine "überabreitete" Version der K-Architektur gesetzt.

Nun ja der Rest ist ja bekannt. Seid diesem Zeitpunkt hat man eigentlich nur noch schlechte Entscheidungen getroffen und Probleme gehabt: Phenom I, Bug und geringe IPC-Leistung, Phenom II, stark verspätet, Bulldozer, geringe IPC-Leistung und zu starker Fokus auf Multithreading.

Also nein, eigentlich sehe ich nicht das Intels Wettbewerbsbetrug dafür verantwortlich ist das AMD heute so schlecht dasteht Es war zwar sicher ein spürbarer finanzieller Verlust für AMD, aber war zu der damaligen Zeit alles andere als ein herber Schlag gegen die finanzielle Situation des Konzerns.

@Der Toerke:
Hört sich für mich auch danach an als würde man versuchen mehr know how in die Firma zu holen. Bleibt nur zu hoffen das zuviele "Fachidioten" nicht am Ende genauso schädlich für AMD sind wie zuviele "Finanzidioten" Im Grunde ist eine gesunde Mischung das was man anstreben sollte. ;)

Sehe ich fast so denn eine Sache wäre AMD ohne ATI definitiv auf den Magen geschlagen, Bulli nur mit der Prozessorsparte über 5 Jahre zu schleifen wäre auch nicht fördernd gewesen vielleicht schon der Untergang. APU und GPU haben wenigstens noch etwas wenn auch wenig gebracht.
 
Sehe ich fast so denn eine Sache wäre AMD ohne ATI definitiv auf den Magen geschlagen, Bulli nur mit der Prozessorsparte über 5 Jahre zu schleifen wäre auch nicht fördernd gewesen vielleicht schon der Untergang. APU und GPU haben wenigstens noch etwas wenn auch wenig gebracht.

Ich würde sogar sagen, das sind mittlerweile eindeutig ihre besten Bereiche.
Gerade die APUs wären bestimmt ncith so gut geworden, wenn sie nicht mit ATI die Grafikspezialisten eingekauft hätten. Und ohne APUs hätten sie gerade eigentlich kaum noch ein Gebiet, wo sie Intel voraus wären ...
 
Artikel schrieb:
der laut AMD auf eigenen Wunsch geht.
:lol: Ja ne, is klar :schief:
Entweder verlassen wirklich die ersten Ratten freiwillig das sinkende Schiff (für die ungebildeten), aber dies würde eher bedeuten das sie die langfristigen Chancen für Amd als schlecht bewerten, oder man hat sie dazu gezwungen, beides wäre möglich, an einen freiwilligen Abgang glaube ich nicht, das wird viel zu oft als Grund genannt.
 
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