Seit ihr noch beim Thema EU oder wollt ihr euch in den Bundespolitk-Thread verkrümeln?
Rechts scheint mir nicht gleichbedeutend zu sein mit Opposition zur EU.
Dann trügt dein Schein mal wieder. Da es bis auf weiteres keinen EU-Nationalbewegung gibt, sind typisch rechte Grundpositionen bis auf weiteres das exakte Gegenteil des Gemeinschaftsprinzip der europäischen Union.
Mit Ähnlichem kann man auch rechnen, wenn hier die AfD in die Regierung kommt.
Wenn die AFD hier an die Macht kommt, soll die EU explizit abgeschafft werden. Aber einige Leute sehen halt nicht einmal bei solchen Forderungen eine Opposition...
Bei dem ganzen Geschwätz wüsste ich gerne mal wo Schnittpunkte zwischen Union und oder FDP und der AfD sind?
Ich würde mal sagen: Alle drei streben an, dass es nur einer relativ begrenzten Gruppe von Menschen gut geht und alle anderen einstecken müssen

.
Außenpolitik -> vollkommen konträr, niemand in der Union will aus der EU, die Union steht für Westbindung und Unterstützung der Ukraine und einem klaren Abgrenzungskurs zur RU und China.
Jede Menge Politiker der Union, darunter gerade auch die führenden Populisten wie Merz und Söder, fordern mit schöner Regelmäßigkeit, dass Deutschland irgendwelche EU-Maßnahmen/-Ziele stoppen, aufheben, umwandeln, neu verhandeln, etc. soll. Die Abgabe von Kompetenzen ist der Union auch bei der Real-Poliitk ein riesen Dorn im Auge. Vor 2022 haben Unions-Landespolitiker Kontakte zu Putin, Orban & Co gepflegt, Investitionsunterstützung für deutsche Unternehmen, insbesondere aus der Autombilbranche, bei Projekten in China sind ebenfalls Standard usw usw usw usw.
Ich will nicht behaupten, dass die Union an der Stelle gemeinsame Politik mit der AFD machen könnte (wie will man überhaupt etwas gemeinsam mit jemandem machen, der gar nichts machen will und auch zu blöd wäre, um irgendwas zu machen?). Aber die Liste der Gemeinsamkeiten ist deutlich länger, als das Fassungsvermögen typischer deutscher Wahlkampfflyer (oder durchschnittlicher deutscher Wählerhirne) und der unlösbaren Konflikte nicht unbedingt kürzer als z.B. zu den Grünen.
Klimapolitik -> Die Union hat sich per Parteitagsbeschlüssen zu den Klimazielen bekannt, es wird eher über den Weg gestritten, die AfD bestreitet den menschengemachten Klimawandel.
Beide sind sich einig darin, dass sie nichts tun wollen und werden.
Innenpolitik -> die Union ist ein Garant für das GG,
Solange sich keine Migranten darauf bezeihen...
die AfD will das GG und Menschrechte abschaffen.
Nö. "Nur" auf nicht-Migranten beschränken.
Dann informiere dich doch einmal. Die AfD wurde als marktliberale Partei gegründet, sie ist da der FDP sehr ähnlich.
Die FDP ist nur auf dem Papier marktliberal. Seitdem sie wieder an der Regierung beteiligt ist, werden nahezu im Wochentakt irgendwelche Subventionen und Wirtschaftsunterstützungmaßnahmen gefordert, Vorschläge zur Abschaffung von verzerrenden Elementen auf schärfste bekämpft. Da gibt es 0 Überlappung zur tatsächlich marktliberalen Früh-AFD (namenhafte Vertreter dieser Positionen haben die Partei aber nach zähem Kampf mit den Rechtsextremen einer nach dem anderen verlassen, davon ist heute nichts mehr übrig). Umgekehrt ist der Lobbyismus der FDP für die deutsche Exportwirtschaft komplett unvereinbar mit den Anti-EU-Kernthesen der AFD.
Einzige Gemeinsamkeit zwischen beiden: Sie wollen den Sozialstaat für ziemlich viele Menschen abschaffen. Aber während die FDP über das Konto definiert, wem es gut gehen soll, macht die AFD das über die Blutlinie. Da kommt auch keine gemeinsame Politik bei raus. Tatsächlich einig ist man sich nur bei populistischen Wahlkampfslogans, die Wähler über realpolitische Pläne hinwegtäuschen sollen.