Die Zeitschrift PC Action wurde eingestellt

Natürlich kostet Drucken und Versand mehr, aber digitale Medien befinden sich nun einmal im Vormarsch und Printmedien sind rückläufig (vergleiche E-mail vs. Brief), siehe auch die boomenden Tabletverkäufe - im Endeffekt zählt für den User was bei ihm ankommt (S/N) und dementsprechend wird entschieden, da helfen auch keine künstlich eingeflößten Schuldgefühle (oder "Wertvermittelung" wie man so schön sagt, wenn die Tendenz klar zeigt was für den User in der heutigen Zeit mehr Wert besitzt).

Magazine weisen ein weites Spektrum auf weil vieles aus dem Web zusammengesucht und am Ende des Monats wiedergekäut wird.
Ein nicht unbeachtlicher Teil eines Heftes ist eigentlich nur ein News-Aggregator (wie erwähnt, mir wurden die Artikel und Snippets welche ich bereits aus dem Web kannte in den Game-Zeitschriften einfach zu viel).
Es ist auch klar, dass User welche ihre Nachrichten online beziehen mehr Eigeninitiative zeigen und verschiedene Seiten bzw. Feeds ablaufen müssen - dafür hat man dann aber auch einen fokussierten und auf eigene Interessen abgestimmten Informationsfluss (ich wollte dies eigentlich im Ursprungspost erörtern, habe es aber vergessen bzw. hielt es für logisch).
Außerdem finde ich, dass allgemeine Technews-Sites schon einen guten Umfang besitzen und sich auch noch im Wachstum befinden, für spezifischere Dinge gibt es dann auch Seiten welche sich auf den Bereich spezialisieren (Beispiel PRAD/tftcentral bei TFTs) da bei den allgemeinen Sites die Konkurrenz bereits besonders hoch ist. Zusätzlich kann man auch mehrere Tests eines Produkts miteinander abgleichen und so einen präziseren Konsens erlangen - wenn ich das mit Magazinen durchführen würde wäre ich pro Monat mindestens 100€ los.
Wenn die Online-Magazine den Umfang eines Printmediums erreichen wollen, und damit meine ich nicht seitenlange USB-Hub Tests, dann wirst du früher oder später löhnen müssen. Dann ist es aus mit dem gemütlichen zur Tanke latschen. Nein, dann kannst du online zahlen und das wird sicher nur im Abo und eventuell noch für einzelne Artikel gehen. Denk mal darüber nach.
 
Wenn die Online-Magazine den Umfang eines Printmediums erreichen wollen, und damit meine ich nicht seitenlange USB-Hub Tests, dann wirst du früher oder später löhnen müssen. Dann ist es aus mit dem gemütlichen zur Tanke latschen. Nein, dann kannst du online zahlen und das wird sicher nur im Abo und eventuell noch für einzelne Artikel gehen. Denk mal darüber nach.

Warum gehst du davon aus, dass jede einzelne Netzpublikationen das Ziel hat denselben Monatsumfang zu erreichen wie ein Printmagazin?
Schon mal überlegt, dass es solche gibt die das NICHT wollen (oder gar können) und trotzdem gut davon leben können?
Wobei manche schon soviele Newsschnippsel (natürlich auch zusammengetragen von überall her) und Artikel pro Tag rausrotzen, dass es vom reinen Textvolumen schon hinkommen könnte.
Der User ist ja nicht auf eine bestimmte Seite beschränkt und kann Content von diversen Quellen beziehen welche so zahlreich sind, dass sie insgesamt ein einzelnes Magazin weit hinter sich lassen.
Wie ich aber schon schrieb, ohne Eigeninitiative geht das natürlich nicht - wer dazu nicht fähig oder willig ist, der holt sich seine Informationen eben nur von einer Quelle (also nur ein Print- oder Online-magazin), logischerweise verpasst man meiner Meinung nach dann einiges und muss sein Vertrauen voll und ganz in einen Verlag investieren und dessen Meinung unangefochten aufnehmen (siehe BILD-Leser), Gegenprüfen entfällt ja.
Gerade bei Reviews erweitert sich der Horizont besonders wenn man mehrere zum vergleichen hat und daraus besser einen Konsens bilden kann.

Zu deinem letzten Satz: Und wo liegt das Problem?
Wenn die Inhalte hochwertig genug sind wird sich auch passende Kundschaft für ein Abo- oder ein pro-Artikel-Bezahlmodell finden.
Immer mehr Magazine vertreiben ihre Inhalte digital über Tablets und deren nutzen die Stores des jeweiligen OS als Plattform um neue Kundschaft zu erreichen.
So wie früher Hefte ausgestorben sind, welche nicht den Geschmack des Zielpublikums getroffen haben, wird es in Zukunft auch bei Online-Publikationen sein.
 
Wenn die Inhalte hochwertig genug sind wird sich auch passende Kundschaft für ein Abo- oder ein pro-Artikel-Bezahlmodell finden.
Allerdings greifen auch Blogs die Informationen auf und stellen diese anschließend kostenlos (mit eigenen Worten) ins Netz welche wiederum von anderen Blogs/Seiten übernommen werden was auch das Ende der qualitativ hochwertigen Medien bedeuten kann (was nun allerdings nicht bedeuten soll das man sich nicht anstrengen muss/soll. Natürlich ist die Qualität der jeweiligen Artikel auch stark ausschlaggebend für den Erfolg da man sonst in der großen Masse der mittleren bis unteren Qualität untergeht und nicht mehr wahrgenommen wird).

Das aber schlechte Qualität auch Erfolg haben kann sieht man allerdings auch an der Bild Zeitung :( auch wenn die Auflagen (zur Zeit) stark fallen aber dafür immernoch mMn "zu gut" verkauft werden für das was die abliefern.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/39/Auflage_"Bild".png
(Nicht umsonst hat sich die Webseite http://www.bildblog.de/ gebildet)
 
Zuletzt bearbeitet:
Allerdings greifen auch Blogs die Informationen auf und stellen diese anschließend kostenlos (mit eigenen Worten) ins Netz welche wiederum von anderen Blogs/Seiten übernommen werden was auch das Ende der qualitativ hochwertigen Medien bedeuten kann (was nun allerdings nicht bedeuten soll das man sich nicht anstrengen muss/soll. Natürlich ist die Qualität der jeweiligen Artikel auch stark ausschlaggebend für den Erfolg da man sonst in der großen Masse der mittleren bis unteren Qualität untergeht und nicht mehr wahrgenommen wird).

Das aber schlechte Qualität auch Erfolg haben kann sieht man allerdings auch an der Bild Zeitung :( auch wenn die Auflagen (zur Zeit) stark fallen aber dafür immernoch mMn "zu gut" verkauft werden für das was die abliefern.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/39/Auflage_%22Bild%22.png
(Nicht umsonst hat sich die Webseite BILDblog | Ein Watchblog für deutsche Medien gebildet)

Eben deswegen erwähnte ich das Leistungsschutzrecht.
Google für news-snippets zur Kasse zu bitten ist ja erst der Anfang.
Wird Information welche 100% exklusiv hinter einer Paywall sitzt nach außen getragen (sei es durch eine andere news site, einen blog, ja selbst durch einen Forumspost um darüber zu diskutieren), werden so manche sich dafür einsetzen eben dieses re-posten egal in welcher Forum durch eine verschärfte Gesetzgebung zu verhindern.
Im Extremfall spinnt sich das ganze weiter zu einem kompletten Abschreibeverbot (egal wie gut neu-formuliert) auch außerhalb der Paywall, was wie erwähnt für viele eher ein Fluch statt des gewünschten Segens werden könnte - den mal ehrlich, es wird so viel aus anderen Quellen berichtet denn mit nur originalem Content ist es immens schwieriger sich über Wasser zu halten.
 
Mir wurde es irgendwann zu niveaulos und stumpf. Außerdem stand bei PCG meist das selbe drin. Nur der schwarze und derbe Humor konnte halt auch nichts retten.
^This.



Nur - teils einfach nur dämliche - offensichtliche Versuche komisch zu wirken haben es auch nicht rausreissen können. Ab und zu mal ganz witzig gewesen dieses Möchtegern-Gehabe zu lesen, aber auf Dauer nicht wirklich fesselnd .... mal sehen, ob einiges der Reds bei anderen Computec-Zeitschriften unterkommen, den Heinis von 4players könnten sie ja ein paar Leute unterjubeln, der Laden ist ja grad frisch aufgekauft worden. ;-)
 
Naja da nun wirklich fast jeder ein Smartphone und eine schnelle Inet Leitung kann man sich viel schon im Netz anschauen, wofür da ein Magazin kaufen wenn man sich dass auch auf nem Tab oder eben Smartphone "gratis" anschauen kann und erst noch von verschiedensten Quellen etc..?
 
Ich selber nutze kein Smartphone oder Tablet und finde es trotzdem ganz angenehm die Papierform zum lesen zu haben. Nur müssen es jetzt nicht mehr X Zeitschriften sein
 
Eben deswegen erwähnte ich das Leistungsschutzrecht.
Google für news-snippets zur Kasse zu bitten ist ja erst der Anfang.
Google, Bing und co. kann nichts dafür wenn die Betreiber zu blöd sind ihre Webseiten via robot.txt aus dem Suchmaschinen Algorithmus auszuschließen bzw. bestimmte Bereiche auszuschließen. Außerdem würde ich sicherlich keinen Artikel "auf gut Glück" kaufen um dann am Ende rauszufinden das er mir garnichts gebracht hat. Also eine kleine Einführung sollte schon da sein.
Leistungsschutzrecht - Verteidige Dein Netz : SemperVideo

Im Extremfall spinnt sich das ganze weiter zu einem kompletten Abschreibeverbot (egal wie gut neu-formuliert) auch außerhalb der Paywall, was wie erwähnt für viele eher ein Fluch statt des gewünschten Segens werden könnte - den mal ehrlich, es wird so viel aus anderen Quellen berichtet denn mit nur originalem Content ist es immens schwieriger sich über Wasser zu halten.
Das würde aber auch das Ende von Wikipedia und co. bedeuten. Außerdem was bringt einem Wissen das nicht verbreitet werden darf? Studenten die ihre Arbeiten schreiben bekommen erstmal eine sechstellige Urheberrechtsklage aufgebrummt. In Schulen ist das Schreiben und Lösen von Aufgaben aus Schulbüchern verboten da es Rückschlüsse auf die im Buch gestellten Aufgaben geben kann.

Am besten wir reservieren schonmal den letzten Platz in der PISA Studie für Deutschland.
 
Zuletzt bearbeitet:
Google, Bing und co. kann nichts dafür wenn die Betreiber zu blöd sind ihre Webseiten via robot.txt aus dem Suchmaschinen Algorithmus auszuschließen bzw. bestimmte Bereiche auszuschließen. Außerdem würde ich sicherlich keinen Artikel "auf gut Glück" kaufen um dann am Ende rauszufinden das er mir garnichts gebracht hat. Also eine kleine Einführung sollte schon da sein.
Leistungsschutzrecht - Verteidige Dein Netz : SemperVideo


Das würde aber auch das Ende von Wikipedia und co. bedeuten. Außerdem was bringt einem Wissen das nicht verbreitet werden darf? Studenten die ihre Arbeiten schreiben bekommen erstmal eine sechstellige Urheberrechtsklage aufgebrummt. In Schulen ist das Schreiben und Lösen von Aufgaben aus Schulbüchern verboten da es Rückschlüsse auf die im Buch gestellten Aufgaben geben kann.

Am besten wir reservieren schonmal den letzten Platz in der PISA Studie für Deutschland.

Yep, Wikipedia müsste halt die Server dann nach China stellen ;) würden sie damit Geld verdienen, Wiki ist aber Non-Profit.

Ich rede von der rein kommerziellen Nutzung (Einnahmen mithilfe von Content anderer), Studenten und Schüler haben damit nichts zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich konnte der PCA noch nie etwas abgewinnen, Niveau-Tiefpunkt war die Zeit mit Herrn Gürnth, da wurde mir das dann alles endgültig zu blöd. Was die im Printmagazin die letzten Jahre getrieben habe, kann ich nicht mehr beurteilen, sehe es aber ähnlich wie einige meiner Vorredner: Der Markt schrumpft, und zwei Zeitschriften aus dem gleichen Haus mit dem gleichen Klientel sind dann doch eine zuviel.

Auf Print-Ausgaben mag ich aber keinesfalls verzichten, in der U-Bahn oder auf dem Klo habe ich lieber Papier in der Hand, Tablets erreichen da einfach nicht das gleiche Feeling :D Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich es regelrecht liebe, ab und an doch noch mal gedruckte Texte in der Hand zu halten und mich, zumindest kurzzeitig, dem ganzen Technikbrimborium zu entsagen.
 
Ich habe mir seit JAhren keine Game Zeitung mehr gekauft.
Ich muss nicht lesen welche Games in der Preview drin sind die vielleicht in 3 Jahren mal erscheinen.
Und der Rest war entweder Geschwafel oder woanders geklaut.

genau so ist es.

zwar schade für die radakteure, aber leider ist das leben nicht so leicht wie man es sich denkt.
 
Selbst du FAZ und die NY Times werden den betrieb einstellen :wow:.

Das ist aber schon ne Hausnummer. Sind ja nicht gerade unbekannten. Mein Erdkunde lehrer hat immer gerne die FAZ gelesen und auch mit in den Unterricht gebracht um uns einige Beiträge zu zeigen.
Sehr schade.

Wenn ich das richtig verstehe wird nicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung sondern die Frankfurter Rundschau eingestellt.
 
Naja PC Action war schon so bisschen das Boulevard-PC-Blatt. Mit Bildunterschriften wie "Ruf die 0190-666666 an, dein heißer Retter spritzt dich ab" beim Test von Emergency 3 konnte man mich vor 8 Jahren noch unterhalten, aber jetzt ist man irgendwie seriöser geworden ;)
Schade um die Zeitschrift, aber vor allem dieser Markt ändert sich: Nach Anschauen von 2-3 "Let's Plays" auf Youtube hat man wohl einen mindestens genauso guten Eindruck vom Spiel, wie nach dem Lesen einer Games-Zeitschrift.
 
...
Schade um die Zeitschrift, aber vor allem dieser Markt ändert sich: Nach Anschauen von 2-3 "Let's Plays" auf Youtube hat man wohl einen mindestens genauso guten Eindruck vom Spiel, wie nach dem Lesen einer Games-Zeitschrift.

Richtig und zudem sagen viele User geradewegs heraus was ihnen an einem Spiel nicht passt. Da spielt der Hype um einen Titel keine so große Rolle wie bei den Printmedien.

Hauptgrund warum ich keine Spiele Zeitschriften mehr kaufe: Über die wenigen Titel die mich interessieren (und für die ich dann Zeit habe) kann ich mich auch online sehr gut informieren. Mir sagen gute Amazon Wertungen teilweise mehr als ein Test in einer Zeitschrift. Ich brauche meine Infos kurz und knackig, dafür brauche ich keine ein bis drei Seiten Test.
 
Ja, der Hype. Deswegen lese ich keine Bewertungen in Heften und Online-Gaming-Seiten mehr. Genauso gut kann ich die Lobeshymnen der Vertriebe lesen.
Leider ist dies mittlerweile bei jedem Spiel so.
 
die goldenen 90 iger waren mal und ältere hasen wissen genau was ich meine


damals war ja internet und co. alles noch neu und hatte fast keiner. da war man dann auf so hefte angewiesen, wo man die neusten demos und treiber her bekam. Und es waren die vollversionen die einen gereizt haben ein solches heft zukaufen.
Dem stimme ich zu.

Ich selbst habe die (goldenen 90er) zeiten mit erlebt in der man sich über die zeitungs cds noch demos, patches und treiber versorgt hat - und das ging bei mir bis zum jahre 2005 als hier endlich mal dsl ausgebaut wurde.

meiner meinung nach ist es nicht nur allein der grund das man heute fast alles aus dem inet bekommt, wie eben treiber, videos, berichtie usw usf.
Ein entscheidender teil hat bspw. dazu beigetragen das im laufe der jahre immer weniger demos heraus gegeben wurden um sich live vorab mal ein bild von dem spiel machen zu können. heute ist ne demo ja schon fast ne seltenheit und wenn ist sie meist an steam/origin und wie der ganze kram heißt gekoppelt.
 
Zurück