Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

Giffeys Arbeit ist von 2010...
Davon abgesehen stellt sich die Frage, wie beliebige Zeitungsartikel einen maßgeblichen Beitrag zu einer wissenschaftlichen Arbeit leisten können? Keiner der auf die Fresse geflogenen Politiker hat Ärger bekommen, weil die Quellenangaben zu den Untersuchungsobjekten falsch waren, sondern weil sie Argumentationen übernommen haben. Da sollte man sich vielleicht mal fragen, welche herausragende Doktorwürde diese Dissertationen überhaupt nachweisen? Ich habe noch von keinem Dr. phys. gehört, der einen P.M.-Artikel eingereicht hat.
Also es ist nachgewiesen, das Guttenberg die Argumentationslinie der FAZ Gastautorin übernommen hat (mehrere Artikel), sie nicht zitiert hat und teilweise sogar wörtlich abgeschrieben hat. Wie ich schon erwähnt habe, gibt es nun mal Fächer wo das eher möglich ist, sich so zu bedienen. Das ging im politischen Bereich eigentlich schon immer, nur seit Anfang der 2000er Jahre befinden sich halt immer mehr Artikel im Netz gespeichert und auch Doktorarbeiten, sind online abrufbar.
 
Anderes Extrembeispiel: Kevin Kühnert. Hat meines Wissens alles abgebrochen es aber trotzdem weit geschafft. Ich halte ihn für sehr gebildet und als Politiker geeignet. Er steht auch dazu und ist kein Hochstapler.
Was hat er denn bisher so vorzuweisen?
Ich meine jetzt abgesehen von einem abgebrochenen Studium und eins, das er gerade ruhen lässt? ;)
Ich wusste nicht mal, dass man ein Studium ruhen lassen kann. :ka:
Was soll das denn heissen? "Der ist in der SPD"? :D
Und nur mal zur Info: Stellvertretender Parteivorsitzender ist das zweit bzw dritthöchste Amt nach dem gestellten Kanzler (kandidaten). Eventuell sogar das zweithöchste wenn der Vorsitzende gleichzeitig auch Kanzler (kandidat) ist.
Meistens ist das auch so.
Na ja, stellvertretende Vorsitzende gibt es ja wie Sand am Meer. :ugly:
Interessant wird es dann, wenn Scholz im Herbst klar verliert, die SPD weiter abschmiert und die beiden Vorsitzenden selbst merken, dass sie überflüssig sind.
Vielleicht greift er dann nach der Macht.
 
Was hat er denn bisher so vorzuweisen?
Ich meine jetzt abgesehen von einem abgebrochenen Studium und eins, das er gerade ruhen lässt? ;)
Ich wusste nicht mal, dass man ein Studium ruhen lassen kann. :ka:
Das meine ich ja. Er hat trotzdem einen hohen Bildungsstand und ist für solche Ämter scheinbar gewachsen.
Es wird nur auf Abschlüsse und Qualifizierungen geschaut.
Aber Quereinsteiger und Autodidakten sollten auch eine Chance bekommen.
Na ja, stellvertretende Vorsitzende gibt es ja wie Sand am Meer. :ugly:
Eigentlich nur soviele wie die Anzahl der Parteien. :ugly:
Interessant wird es dann, wenn Scholz im Herbst klar verliert, die SPD weiter abschmiert und die beiden Vorsitzenden selbst merken, dass sie überflüssig sind.
Vielleicht greift er dann nach der Macht.
Kevin übernimmt dann den Laden.:D
 
Das meine ich ja. Er hat trotzdem einen hohen Bildungsstand und ist für solche Ämter scheinbar gewachsen.
Bildung kann man mit lesen erreichen. Man muss halt das richtige lesen.
Es wird nur auf Abschlüsse und Qualifizierungen geschaut.
Das ist leider so in Deutschland.
Aber Quereinsteiger und Autodidakten sollten auch eine Chance bekommen.
Aber bitte nicht bei Lehrer*innen. Das ist in den letzten Jahren echt schlimm geworden. Man merkt, dass im Bildungswesen Geld bis zum Erbrechen gespart wird.
 
Das meine ich ja. Er hat trotzdem einen hohen Bildungsstand und ist für solche Ämter scheinbar gewachsen.
Es wird nur auf Abschlüsse und Qualifizierungen geschaut.
Aber Quereinsteiger und Autodidakten sollten auch eine Chance bekommen.
Bekommen sie, bekommen sie, siehe den guten Joschka Fischer.
Ob Kühnert auch nur annähernd dieses Kaliber hat, wage ich zu bezweifeln, aber der gute Joschka hat ohne wirklichen Schulabschluss und Ausbildung, "nur" mit einem Taxischein bewaffnet, es zum Außenminister gebracht.

In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach.
 
Also es ist nachgewiesen, das Guttenberg die Argumentationslinie der FAZ Gastautorin übernommen hat (mehrere Artikel), sie nicht zitiert hat und teilweise sogar wörtlich abgeschrieben hat. Wie ich schon erwähnt habe, gibt es nun mal Fächer wo das eher möglich ist, sich so zu bedienen. Das ging im politischen Bereich eigentlich schon immer, nur seit Anfang der 2000er Jahre befinden sich halt immer mehr Artikel im Netz gespeichert und auch Doktorarbeiten, sind online abrufbar.
Ich denke @ruyven_macaran wollte darauf hinaus, dass ein Artikel welcher sich an jemand fachfremden richtet und aus einer Tageszeitung stammt in den meisten Fächern garnicht dazu geeignet ist eine Doktorarbeit zu fälschen weil das Niveau drei Stufen zu tief liegt.
Man stelle sich den Physiker vor der den Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft übernimmt, oder ich hätte meine Masterarbeit aus der CT kopiert etc. pp.
 
Ich wusste nicht mal, dass man ein Studium ruhen lassen kann. :ka:

Der Unterschied zwischen "abgebrochen" und "ruhend" ist im wesentlichen "ich habe später vor, nochmal weiterzumachen". Ggf. ist man auch noch eingeschrieben. Weiß nicht, wie es heute bei dem Bachelorkram aussieht, aber eigentlich gab es in Deutschland noch nie einen Zwang, irgendwas in seinem Studium zu machen. Wer einen Abschluss will, muss halt am Ende die dafür nötigen Scheine vorlegen und eine Abschlussarbeit erstellen, aber das war es auch. Wie und wann du an die Leistungsnachweise kommt, bleibt dir überlassen und wenn ein paar Jahre lang kein neuer dazu kommt, weil du nicht mehr Sichtweite der Uni gehst, ist das auch okay. Daher explodieren die Semesterzahen ja ab einer gewissen Grenze oft auch: Wer es nicht innerhalb der Regelstudienzeit bis maximal ein Jahr drüber, kriegt kein Bafög mehr und wenig später meist auch die Eltern keinen Bock mehr, aber das heißt ja nicht, dass man gleich aufgibt. Viele versuchen es dann mit Arbeit+Studium, wobei erstere schnell soviel Zeit einnimmt, wenn sie den gesamten Lebensunterhalt finanzieren soll, dass sich der Abschluss nicht um 1-2, sondern um 10-20 weitere Semester hinauszögert. Ich kannte auch mal eine Stufe weiter einen, der hat mit um die 50 seine Dissertation beendet, die er mal nach dem (normal langen) Studium angefangen hatte - kam halt Arbeit dazwischen.
 
Weiß nicht, wie es heute bei dem Bachelorkram aussieht, aber eigentlich gab es in Deutschland noch nie einen Zwang, irgendwas in seinem Studium zu machen.
Dort ist es zum Teil extrem Anders. Zum einen gibt es jetzt z.T. Kurse mit Anwesenheitspflicht und zum Anderen auch Exmatrikulation wenn man gar keine Prüfungen ablegt.
Letzteres kommt aber afaik weniger aus den Reformen als aus dem Effekt dass sich für irgendwas einzuschreiben vielerorts die billigste Möglichkeit war eine Busfahrkarte zu bekommen.
 
Sitzscheine waren außerhalb der Naturwissenschaften auch früher schon weit verbreitet. Die Nummer mit der Zwangsexmatrikulation kannte ich dagegen bislang nicht. Finde ich auch merkwürdig: Zumindest bei mir waren zweimal Semestergebühren + Semesterticket immer teurer, als eine normale Jahreskarte. Und das man zusätzlich günstiger in der Mensa essen, etc. kann, ist für nicht-Studenten ja wenig hilfreich.
 
Was soll der Schwachsinn?
Ich habe Guttenberg genauso erwehnt und es geht nicht um die Qualität einer oder "der Doktorarbeiten", sondern um akademischen Betrug! Falls du den Unterschied nicht kennst, mache dich schlau!

Gegenfrage: was soll dieser Ton?

Und Nein, ich mache mich gewiss nicht "schlau". Wenn Du Betrug unterstellst, bist Du beweisbelastet. Kannst Du diesen Beweis nicht erbringen, dann erfuellst Du Deine eigenen Anforderungen nicht, die Du an Andere stellst.
 
Sitzscheine waren außerhalb der Naturwissenschaften auch früher schon weit verbreitet. Die Nummer mit der Zwangsexmatrikulation kannte ich dagegen bislang nicht. Finde ich auch merkwürdig: Zumindest bei mir waren zweimal Semestergebühren + Semesterticket immer teurer, als eine normale Jahreskarte. Und das man zusätzlich günstiger in der Mensa essen, etc. kann, ist für nicht-Studenten ja wenig hilfreich.
Der Semesterbeitrag kostet in NRW im Schnitt 240€ (zu meiner Zeit sogar unter 200€) ein "Schönes JahrTicket NRW" kostet 256€ pro Monat. Lohnt sich also locker weil sich die Kosten sechsteln.
 
Preislich schon, kennen halt das rechtliche Risiko nicht das man hat wenn man sich ein Ticket "erschleicht"
Es ist nicht illegal sich irgendwo einzuschreiben und es ist auch nicht illegal von den Vorlesungen weg zu bleiben.
Also ausser dass man bei den erwähnten darauf angepassten Studiengängen früher oder später wieder raus fliegt ist die "Mitgliedschaft" bis dahin afaik vollkommen legal.

Die Frage die man stellen kann und sollte ist eher warum sich das (so extrem) lohnen kann. Heißt das etwa dass der VRR auch deutlich günstigere Tickets anbieten könnte?
 

Ziemlich eindeutig das Ganze und eher kein Kavaliersdelikt!
Die FU Berlin hat der SPD-Politikerin ihren Doktortitel entzogen. Sie habe diesen durch "Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung" erworben.
 
War für die Bevölkerung jedenfalls billiger als die Union dieses Jahr :D
Aber eigentlich wähle ich lieber jemanden mit einer ehrlich gemachten Ausbildung als mit einem
betrogenen Doktor. Das traurige ist, dass sich in der akademischen Welt scheinbar einige Menschen
ihren Doktor unrechtmäßig erschleichen.
Funfact: Guckt mal was ihr Mann angestellt hat^^


Die Frage die man stellen kann und sollte ist eher warum sich das (so extrem) lohnen kann. Heißt das etwa dass der VRR auch deutlich günstigere Tickets anbieten könnte?
Sorry hatte vor Tagen ganz vergessen zu antworten.
Ja das sind halt erhebliche Zuschüsse die es da gibt.
 

Ziemlich eindeutig das Ganze und eher kein Kavaliersdelikt!
Ein Doktor in Geisteswissenschaft.
Ich will mir nicht ausmalen, wie viele Doktortitel in dem Bereich erschlichen sind.
In der Naturwissenschaft ist bescheißen deutlich schwieriger.
 
Ein Doktor in Geisteswissenschaft.
Ich will mir nicht ausmalen, wie viele Doktortitel in dem Bereich erschlichen sind.
In der Naturwissenschaft ist bescheißen deutlich schwieriger.
Ein wenig schwieriger, aber nicht deutlich. Auch in den MINT-Fächern sind die allermeisten Doktorarbeiten lediglich Zusammenfassungen bestehender Erkenntnisse und basieren auch Recherche, nicht auf Forschung. Da wird genauso blafaselt, was das Zeug hält und plagiert, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Es fällt nur seltener auf, weil die Leute, die das machen, weniger häufig im Rampenlicht stehen. Die gehen selten in die Politik und arbeiten, sofern sie keine leitende - quasi politische - Position einnehmen und/oder prominent forschen, stillvergnügt an unspektakulärer Stelle bis zur Rente und kein Aas interessiert sich dafür, was sie für ihren Doktortitel verzapft haben.
 
Ein wenig schwieriger, aber nicht deutlich. Auch in den MINT-Fächern sind die allermeisten Doktorarbeiten lediglich Zusammenfassungen bestehender Erkenntnisse und basieren auch Recherche, nicht auf Forschung. Da wird genauso blafaselt, was das Zeug hält und plagiert, was nicht bei drei auf dem Baum ist.
Hast du dafür Beweise?
NAtürlich sind 99% aller Doktorarbeiten Zusammenfassungen bestehender Erkenntnisse, wichtig dabei ist aber wissenschaftlich korrekt zu arbeiten und eben richtig zu zitieren.
Wenn du also hier die Behauptung aufstellst, das ist bei der Mehrzahl aller Doktorarbeiten nicht der Fall, dann bringe gefälligst Belege.
Bei so etwas flippe ich echt aus, als wenn alle Doktorranden betrügen würden und nicht korrekt zitieren!
 
Zurück