AW: Die Europäische Union - Mehr schlecht als recht?
Das sehe ich anderst, da es einfach nicht ausgeglichen ist.
Für meinen Geschmack gibt es viel zu viele Nehmerländer und viel zu wenig Geberländer....
Das ist in einer Welt, in der es viele Reiche und viele Arme nunmal nicht anders möglich. Egal wie klein man die Gruppe macht, es werden immer mehr Staaten unter ihrem Durchschnitt liegen, als darüber. Und z.B. Deutschland würde, wenn man nach Wirtschaftskraft geht, nur in einem Bündniss mit den USA, Japan und oder/China zu einem "Nehmerland" werden können.
In einem kleineren Verbund wäre die EU viel effektiver.
Sie wäre flexibler - aber sie wäre auch instabiler und ggf. ineffizienter. Der Hintergedanke von Zentralisierung ist schließlich die Vermeidung von Redundanz und der Sinn einer Wirtschaftsunion ist ein großer, gemeinsamer Markt. Beides macht umso mehr Sinn, je größer man plant.
Das darunter die Entscheidungsfähigkeit leidet, muss gegen die Vorteile abgewogen werden.
Was auch ein rießen Betrug ist, das die Länder nicht im Verhältnis zur Bevölkerung Stimmanteile haben
Tjo - andere finden es Betrug, dass sie nicht nach ihrer Wirtschaftskraft/Zahlungen stimmen dürfen, wieder andere wären für Gleichberechtigung, wieder andere für direkte Demokratie...
"Betrug" kann man immer vorwerfen, wenn man ausschließlich die Argumente einer Gruppe betrachtet.
Deutschland wird für meinen Geschmack viel zu sehr benachteiligt und das obwohl ohne Deutschland die EU nichts wäre
Nichts? Darüber ließe sich streiten, zumindest wäre sie ein Verein, in dem ein paar weniger sich darüber beschweren würden, dass ihnen ständig jemand anderes Vorschriften macht. Umgekehrt wäre in jedem Fall die deutsche Wirtschaft und damit das ganze Land arg wenig ohne die EU.