Deutsche Rechtschreibung einen/einem, es ist zum haareraufen.

Meine Großeltern reden immer noch so, sind halt echte Ruhrpott Urgesteine: Dat is dem Ernst Kuzorra seine Frau ihr Stadion!
[emoji1]
 
Und wenn ich teilweise lese, was da für Bewerbungsschreiben kommen, frage ich mich in der Tat, was man den jungen Leuten eigentlich beigebracht hat?
Bezüglich Rechtschreibung oder Formulierung?:D
Also dass Schullehrer letzteres nicht auf die Reihe kriegen ist wirklich nichts neues.:ugly:
Sprache muss sich verändern, sie muss sich weiter entwickeln und neue Wege beschreiten. Dabei darf das Alte aber nicht außer Acht gelassen werden.
Schlimm finde ich, wenn angelsächsische Sprachgebräuche ins Deutsche einfließen, wie "das macht Sinn", was nun mal falsch ist.
Aber das wird inzwischen überall so verwendet. Man hat eine direkte Übersetzung einfach so übernommen, anstatt die eigene Sprache zu pflegen.
Schlimmer ist der Anglizismus, wenn überall mitten in deutschen Sätzen plötzlich diese versnobt klingenden, englischen Begriffe auftauchen.
Das mag bei Wörtern wie "Profiling" oder Begriffe aus der Informatik ja noch durchgehen (weil es dafür ja häufig keine deutsche Entsprechung gibt) aber wenn dann mit so Wörtern wie "kidswear", "Fullfillment" oder "Moonshine-Tarif" geworben wird, könnte einem die Galle hochkommen.:kotz:
 
Und wenn ich teilweise lese, was da für Bewerbungsschreiben kommen, frage ich mich in der Tat, was man den jungen Leuten eigentlich beigebracht hat?

Du meinst den Text unter den Kaffeeflecken? :ugly:

Nein im Ernst, stimmt schon. Es gibt durchaus auch sehr gute und vor allem fehlerfreie Bewerbungen. Aber grade bei der Geschichte würde ich doch als Bewerbender dauaf achten, unabhängig vom Inhalt der Bewerbung zumindest formell fehlerfrei zu sein. Das schaffen nach meiner Erfahrung mindestens die Hälfte aller Bewerber nicht. :(

Auch immer gerne genommen sind inhaltliche Knaller... ich hatte schon ne Bewerbung wo derjenige in den Kontaktdaten die Mailadresse [vorname.nachname]@klippenpisser.de angegeben hat. :haha:
 
Dat is dem Ernst Kuzorra seine Frau ihr Stadion!

Daran ist ja auch nichts verkehrt, diese Form stammt letztendlich aus dem Lateinischen und ist in vielen Regionen weit verbreitet. Allerdings sollte man sie nicht in der Schriftsprache verwenden.

Was mich viel mehr stört sind Fehler die dadurch entstehen, dass die jeweiligen Personen grundlegende grammatikalische Konzepte in der 5. Klasse nicht verstanden haben. Und das sind nicht unbedingt Hauptschüler, sondern häufig Abiturienten, von denen ich eigentlich mehr erwarte.
 
In letzter Zeit habe ich mich des öfteren beim Grübeln erwischt ob das wo (^^) ich geschrieben habe in Schriftdeutsch korrekt ist oder nur im Dialekt so verwendet wird.
Das Problem dürfte sein, dass ich in letzter Zeit meist auf Englisch lese und schreibe.
Wenn ich bedenke, dass jemand den ganzen Tag in Messangern und Socialmedia schreibt und liest bei welchen so gut wie nicht auf die Grammatik geachtet wird dann verwundert es nicht, dass sich Fehler in der Grammatik einschleichen.
 
Soll eigentlich ein Fun Thread werden, habt ihr ähnliche Erfahrungen?
zunge.gif
Ähnliche Fehler hört man neuerdings sogar in der Tagesschau. Die Sprache verfällt....
 
Schlechter Versuch. Die Moderne wird im Geschichtsunterricht kaum behandelt und an unseren Staatsprinzipien hat sich auch nach der Wiedervereinigung wenig geändert.
Das gilt eigentlich für fast alle Bereiche, die in der historischen Vergangenheit liegen. Primärquellen ändern sich nicht.
Auf dieses ständig relativierende Subjektivgequatsche lasse ich mich hier nicht ein. :D

Deine Prämissen sind offenkundig recht seltsam.
 
In letzter Zeit habe ich mich des öfteren beim Grübeln erwischt ob das wo (^^) ich geschrieben habe in Schriftdeutsch korrekt ist oder nur im Dialekt so verwendet wird.

Gut, da haben ich natürlich einen klaren Vorteil, denn einen Dialekt haben wir hier in Bremen nicht (mehr), bzw. nur einen seeeehr leichten. Ich kann auf jeden Fall nicht bewusst zwischen Dialekt und Hochdeutsch wechseln, sondern spreche immer gleich. Und Plattdeutsch hat zuletzt mein Großvater gesprochen ^^
 
Gut, da haben ich natürlich einen klaren Vorteil, denn einen Dialekt haben wir hier in Bremen nicht (mehr), bzw. nur einen seeeehr leichten. Ich kann auf jeden Fall nicht bewusst zwischen Dialekt und Hochdeutsch wechseln, sondern spreche immer gleich. Und Plattdeutsch hat zuletzt mein Großvater gesprochen ^^

Ohje, dann wart mal aufs nächste Mod-Treffen und ich rede mal kurz mit dir wie im Saarland wohl 90% der Leute reden... wenn du nur das Thema erkennst geb ich dirn Bier aus.* :haha:
Aber immerhin wirds deutlich besser über die Zeit. Wo meine großeltern noch so übel reden dass selbst ich nicht immer weiß was sie wollen ists in der jungen generation weistaus üblicher tatsächlich hochdeutsch zu können, auch wenn man nur in den seltensten Fällen seine Wurzeln verschleiern kann.

* Satz auf Dialekt: Do wartschte dannemol ab wemma us mo sejn uffm Treff unn ich so schwätzen wie die Leit bei uus dahemm, wenn de do wäscht wat ich der verzappen krieschte en Beierwasser for nix.
 
* Satz auf Dialekt: Do wartschte dannemol ab wemma us mo sejn uffm Treff unn ich so schwätzen wie die Leit bei uus dahemm, wenn de do wäscht wat ich der verzappen krieschte en Beierwasser for nix.

I freü mi scho uf es tröffa, abr i ha ko loscht zum so wit in norda z fahra. Wenn mers recht öbrleg wärs a biar wo nünt kostet scho drwärt. Abr i müast zersch jo noch n mod wöra =)

edit:
Ich sollte nicht nur den Dialektteil lesen -.-
 
I freü mi scho uf es tröffa, abr i ha ko loscht zum so wit in norda z fahra. Wenn mers recht öbrleg wärs a biar wo nünt kostet scho drwärt. Abr i müast zersch jo noch n mod wöra =)

edit:
Ich sollte nicht nur den Dialektteil lesen -.-
Sollte ich mir Gedanken machen, wenn ich das verstehe? :ugly:
 
Schlimmer ist der Anglizismus, wenn überall mitten in deutschen Sätzen plötzlich diese versnobt klingenden, englischen Begriffe auftauchen.
Das mag bei Wörtern wie "Profiling" oder Begriffe aus der Informatik ja noch durchgehen (weil es dafür ja häufig keine deutsche Entsprechung gibt) aber wenn dann mit so Wörtern wie "kidswear", "Fullfillment" oder "Moonshine-Tarif" geworben wird, könnte einem die Galle hochkommen.:kotz:

Das merkst du gut, wenn wieder irgendwo sinnlose Stellen geschaffen werden, damit irgendwelche Leute irgendwo geparkt werden können, damit sie nicht herummaulen.
Die werden dann in der Regel immer in angelsächsisch dargestellt.
Und im Supermarkt steht dass das Schild mit "Sale" oder "Weekend sale". :ugly:
 
Das merkst du gut, wenn wieder irgendwo sinnlose Stellen geschaffen werden, damit irgendwelche Leute irgendwo geparkt werden können, damit sie nicht herummaulen.
Die werden dann in der Regel immer in angelsächsisch dargestellt.
Und im Supermarkt steht dass das Schild mit "Sale" oder "Weekend sale". :ugly:

Das Schlimmste in die Richtung finde ich immer noch den Pullover :wall:
 
Klar kann man zwei oder vier Sprachen lernen, aber die Basis in der Grundschule ist Deutsch und das sollte man den Kindern entsprechend vermitteln, dass sie das auch können.
Dann kannst du gerne eine zweite Sprache dazu nehmen. Aber auch hier sollte man sie gut vermitteln. Das ist mit 2x Fremdsprache in der Woche nicht möglich.
Bei uns in der Firma wird im Büro erwartet, dass man Englisch als Zweitsprache kann. Es muss nicht in schriftlicher Form perfekt sein, aber man muss sich artikulieren können. Daran scheitert es schon häufig.
Ist es nun ein Fehler der Schüler oder des Bildungssystems?
Englisch ist wichtig, sehr wichtig sogar, wie auch bei dir in der Firma ja quasi Voraussetzung. Deswegen sollte man da schon ganz früh anfangen. Man kann sehr wohl mehrere Sprachen unterrichten, und in der Grundschule sind es ohnehin nur einfache Dinge, aber die Schüler sollen einmal damit vertraut werden.
Englisch artikulieren, was bedeutet das? Smalltalk? Business-Englisch? Viel spezifisches Vokabular? Kontakt zu anderen Firmen in Englisch? Die Bandbreite ist sehr groß. Und wie wird das nachgeprüft? Braucht man Zertifikate?

Klar ist deutsch schwer. Man kann einem Engländer nicht erklären, wieso die Deutsche Sprache drei Artikel und vier Fälle braucht.
Aber ich erwarte, dass ein Brief oder eine Mail korrekt geschrieben wird. Ich kann mir nicht noch einen Lektor einstellen, der die Mails überprüft, bevor sie abgeschickt werden.
Und wenn ich teilweise lese, was da für Bewerbungsschreiben kommen, frage ich mich in der Tat, was man den jungen Leuten eigentlich beigebracht hat?
Ja, selbstverständlich, das bestreite ich ja nicht. Ich hab ja geschrieben, dass es vom jeweiligen Anwendungsgebiet abhängt.
Eine Bürogehilfin in einer Anwaltskanzlei hat auch mal geschrieben "das Urteil wurde gefehlt". Sowas geht halt überhaupt nicht.
Im Forum, auf Facebook oder sonstwo bin ich nicht pingelig, bei offiziellen Dingen aber sehr wohl. Und im Beruf wirkt es eben arg unprofessionell und ein negatives Urteil wird sehr schnell gefällt, und das zurecht.

Was geht? :huh: :D
Man darf eben die "Straßensprache" nicht mit der "normalen" Sprache vermischen.
Viele machen das aber. Die nutzen dann die gleichen Abkürzungen wie beim Whatsapp tippen.
Echt erschreckend. :(
Mündliche Sprache ist etwas anderes, das ist jeder schlampig, und sei es oft aus zeitökonomischen Gründen. Außerdem kann man entweder nachfragen oder man weiß trotzdem um was es geht.

Sprache muss sich verändern, sie muss sich weiter entwickeln und neue Wege beschreiten. Dabei darf das Alte aber nicht außer Acht gelassen werden.
Schlimm finde ich, wenn angelsächsische Sprachgebräuche ins Deutsche einfließen, wie "das macht Sinn", was nun mal falsch ist.
Aber das wird inzwischen überall so verwendet. Man hat eine direkte Übersetzung einfach so übernommen, anstatt die eigene Sprache zu pflegen.
Doch, ich finde das zwanghafte Festhalten an "Traditionen" falsch. Das werfe ich dir nicht vor, aber manche verstehen nicht dass es zu keinem Zeitpunkt bisher die "eine" Sprache gegeben hat, die irgendwo festgelegt wird. Dazu ist die Sprache einfach von zu vielen Faktoren abhängig und beeinflussbar.
Was ist daran schlimm? Das Englische besitzt sehr viele Wörter mit französischem Ursprung, und deutsche sowieso.
"Das macht Sinn" ist eigentlich Umgangssprache, aber es wird halt irgendwann zur Standardsprache. Genauso wie damals Englisch vereinfacht wurde, Endungen einfach weggelassen wurde und so weiter, genau das passiert in allen Sprachen die nicht ausschließlich schriftlich sind. Das ist nicht schlecht oder sonstwas, sondern natürlich. Und ob man nun sagt "das ergibt Sinn", oder "es macht Sinn", alle wissen was gemeint ist. In einem akademischen Paper oder einem formellen Brief nutzt man "makes sense" sowieso nicht, ergo ist auch das egal.
"Something makes a lot of sense", da wäre die korrekte Übersetzung "Das ergibt eine Menge Sinn", und das wäre idiomatisches Englisch. Allerdings ist auch das für sehr sehr viele Leute völlig uninteressant, und Dolmetscher können das sowieso richtig übersetzen. Ob ich es nun umgangssprachlich übersetze oder völlig korrekt, ist in den allermeisten Fällen völlig nebensächlich, der Sinn bleibt unverändert.
Früher wäre so eine Übersetzung nicht möglich gewesen, heute schon, ein schönes Beispiel für die Veränderungen in der Sprache.
Was nützt es dir die "eigene Sprache zu pflegen"? Nichts, in den meisten Fällen ist es einfach nicht ökonomisch.

Schlimmer ist der Anglizismus, wenn überall mitten in deutschen Sätzen plötzlich diese versnobt klingenden, englischen Begriffe auftauchen.
Das mag bei Wörtern wie "Profiling" oder Begriffe aus der Informatik ja noch durchgehen (weil es dafür ja häufig keine deutsche Entsprechung gibt) aber wenn dann mit so Wörtern wie "kidswear", "Fullfillment" oder "Moonshine-Tarif" geworben wird, könnte einem die Galle hochkommen.:kotz:
Was ist daran so schlimm? Ich traue mich zu wetten dass solche Begriffe sicher eine Daseinsberechtigung haben, und sei es nur wegen der verstärkten Werbewirkung. Und die Werbeindustrie nutzt sehr oft Hilfe von Linguisten. Moonshine-Tarif bleibt eher hängen als Mondschein-Tarif. Warum? Weil es außergewöhnlicher klingt. Und hier außergewöhnlich bitte nicht als "besser" interpretieren. Wird sind trotz allem anscheinend noch von so viel "deutscher" Sprache umgeben, dass uns Anglizismen eher auffallen und im Gedächtnis bleiben.

Schlechter Versuch. Die Moderne wird im Geschichtsunterricht kaum behandelt und an unseren Staatsprinzipien hat sich auch nach der Wiedervereinigung wenig geändert.
Das gilt eigentlich für fast alle Bereiche, die in der historischen Vergangenheit liegen. Primärquellen ändern sich nicht.
Auf dieses ständig relativierende Subjektivgequatsche lasse ich mich hier nicht ein. :D
Die Fragestellung an die Primärquellen kann sich aber ändern, und dadurch können sowohl die Quelle selbst, als auch gewisse Ereignisse, in einem anderen Lich dargestellt werden.
Außerdem gibts für jeden Quellentyp eine andere Herangehensweise, und da wünsche ich dir viel Spaß das im Detail im Unterricht zu behandeln.
Und doch, Primärquellen ändern sich sehr wohl.

Das merkst du gut, wenn wieder irgendwo sinnlose Stellen geschaffen werden, damit irgendwelche Leute irgendwo geparkt werden können, damit sie nicht herummaulen.
Die werden dann in der Regel immer in angelsächsisch dargestellt.
Und im Supermarkt steht dass das Schild mit "Sale" oder "Weekend sale". :ugly:
Und auch hier wieder, die Werbeindustrie hat sich etwas dabei gedacht.
Sale findest du auch im Duden, ist nämlich ein Substantiv und maskulin. Wieso sollte man auch "Preisreduzierung bei Produkten" schreiben, wenn Sale auch jeder versteht?^^
 
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