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Großmeister(in) des Flüssigheliums
Zeig mal Gott.Nein Gottes Werk.
Nein Gottes Werk!
Zeig mal Gott.Nein Gottes Werk.
Nein Gottes Werk!
Zeig mal Bewusstsein.Zeig mal Gott.
Dafür müssten wir erstmal Gott definieren.Sind wir dann Gott für die KI?
Ich habe vor zwei Jahren eine systemische Beraterausbildung absolviert und natürlich neben Luhmanns Systemtheorie auch Paul Watzlawicks Theorie der Wirklichkeitsordnung angeschnitten.
Watzlawick ist allgemein für sein 4-Ohren-Modell berühmt, aber die Wirklichkeitsordnung ist auch sehr interessant und passt gerade sehr gut in der Bewusstseinsdebatte.
Seine Wirklichkeitsordnung besagt, dass es drei Ordnungen gibt, die wie folgt lauten:
1. Wirklichkeits-Ordnung: physikalische Wirklichkeit von Materie, Licht, Wellen etc.
2. Wirklichkeits-Ordnung: die interaktiv-kommunikative Wirklichkeit von sozialer Interaktion ("soziale Tatbestände“ á la Émile Durkheim u.v.a.m.) und
3. Wirklichkeits-Ordnung: die sinnhaft gedeutete Wirklichkeit des subjektiven Erlebens.
Die 1. Wirklichkeitsordnung wäre demnach, das was objektiv wirklich 'wirklich' ist.
Die 2. Wirklichkeitsordnung wäre dann, wie die 1. Wirklichkeits-Ordnung von Subjekten subjektiv wahrgenommen wird.
Die 3. Wirklichkeitsordnung bedeutet wohl, wie wir Subjekte über die 2. Wirklichkeitsordnung reflektieren, also eigentlich genau das, was wir hier gerade im Thread verbalisieren.
Sprichst du über Dopamin-Ausschüttung im Gehirn?Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.
Bei Erregung werden Teile des Gehirn stimuliert.
Liebe auf einen chemischen Vorgang im Gehirn zu reduzieren, würde nicht erklären, wieso es Beispiele gibt, wo Menschen sich selber aufgeopfert haben, damit andere (aus Nächstenliebe? Menschlichkeit?) überleben.Ähnlich läuft das auch bei geistiger Liebe.
Ne, ist tatsächlich ein Teil der systemischen Lehre:Die 3. Wirklichkeitsordnung hast du jetzt von dir aus eingefügt, oder? Ich meine, Watzlawik schrieb über 2 Ordnungen.
Dort finden Interaktionen und Beeinflussungen statt. Wir verändern auch die Umwelt. Aber wir erschaffen nicht die Realität. Die Regeln der Naturgesetze gelten auch dort. Wenn jemand vom Hochhaus springt, weil er meint er könne fliegen, wird er das mit dem Tod bezahlen. Nur mal als einfaches plumpes Beispiel.Besteht nicht die Implikation, unsere Bewusstseine existieren unabhängig von unseren Bewusstseinen, wenn die Bewusstseine Teil der Realität sind?
Wenn unsere Bewusstseine Teil der Realität sind, und sich in einem kausalen Verhältnis zueinander befinden, sogar gemeinsame Wirkung haben, wie kann die Realität dann unabhängig von unseren Bewusstseinen existieren?
Es ist nicht nur die Großhirnrinde, sondern auch viele andere Bereiche welche miteinander vernetzt sind und verschiedene Funktionen haben.Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.
Bei Erregung werden Teile des Gehirn stimuliert.
Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:
- Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.
- Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise Gehirn und Bewusstsein zusammenhängen.
- Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.
- Zugriffsbewusstsein: Ein Lebewesen, das Zugriffsbewusstsein besitzt, hat Kontrolle über seine Gedanken, kann Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.
- Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.
- Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.
- Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
Man kann nicht nur mit den Augen sehen, wie soll ich Dir das versuchen zu erklären.Zeig mal Gott.
Bewusstsein ist nicht ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde. Es korreliert mit neuronalen Zuständen, ist aber kategorisch davon verschieden. Rote Farbe, die sensorische Farbwahrnehmung, der neuronale Zustand während der Fabrwahrnehmung und das Empfinden der Person, also der mentale Zustand, beim Sehen roter Farbe, sind vier unterschiedliche Kategorien.Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.
[...]
Hier gab es vor 10 Jahren einmal eine News, dass bei einem Like unter einem Post Hirnareale stimuliert werden, die das als angenehm empfinden.
Da würde ich mal zum Halsnasenohrenarzt gehen.Du versuchst mit den Augen zu hören, mit den Ohren zu schmecken und mit der Nase zu sehen?
Naja, so 'ne Seele existiert ja auch nach dem Ableben, aber dann eher im Jenseits; oder sie plöppt im nächsten Waschbär auf (Reinkarnation). Wenn wir die Seele mit ins Boot holen, wäre dies aber der Theologie Thread.Ich weiß nicht ob das zu glaubenslastig ist, aber sitzt das Bewußtsein nicht in der Seele des Lebewesens?
Ein Stück Holz ist Teil der Realität. Wenn ich es anzünde, weil mir bewusst ist, dass ich friere, brennt es. Ich habe also die Realität verändert, weil ich das Feuer verursacht habe. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst. Bewusstsein ist keine notwendige Bedingung für die Realität - es gibt sie auch ohne Bewusstsein. Jedenfalls lehrt uns die Geologie, dass es die Erde bereits vor den ersten Lebenswesen gab. Und das ist ja auch das eigentliche Meaning des Ontologischen Realismus.Dort finden Interaktionen und Beeinflussungen statt. Wir verändern auch die Umwelt. Aber wir erschaffen nicht die Realität. Die Regeln der Naturgesetze gelten auch dort. Wenn jemand vom Hochhaus springt, weil er meint er könne fliegen, wird er das mit dem Tod bezahlen. Nur mal als einfaches plumpes Beispiel.
Und was ist mit den Bereichen der Natur in denen kein Mensch anwesend ist? Diese existieren ja trotzdem. Ergo eine BuR.
Oder die Erde vor 1 Million Jahren. Die hat da ja trotzdem existiert. Auch ohne uns Menschen.
Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.
Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.
Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.
Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
Im Idealismus geht man ja davon aus, dass das Bewusstsein die Realität konstruiert. Also erschafft.Für uns unproblematisch, weil glücklicherweise beides - Ontologischer Realismus und Koregulation von Bewusstsein und Realität - miteinander vereinbar sein kann. Es bleibt die Frage, in welchem kausalen Verhältnis sich Bewusstsein, Gehirn und übrige Realität befinden. Und was bedeutet dieses Verhältnis jeweils für das Phänomenale Bewusstsein, das Intentionale Bewusstsein, das Selbstbewusstsein und das Individualitätsbewustsein.
Meinst du das wortwörtlich so? Ich=Bewusstsein?Natürlich kann ich diese Aussagen auch nur als Bewusstsein machen.
Geschlossen, wie in der Thermodynamik? Also bezogen auf den Austausch von Energie bzw. Materie gäbe es geschlossen, abgeschlossen und offen?Wir sind außerdem biologisch gesehen "geschlossene Systeme".
Ja, da gehe ich mit. Ich mache das Feuer nicht mit Kraft meiner Gedanken, sondern mit meinen Händen.Wenn dann wird die Realität nur indirekt durch unser Bewusstsein beeinflusst. Wir können ja keine Telekinese oder so.
Erschaffen und beeinflussen ist auch nochmal ein Unterschied.
Unser Körper hat sich evolutionär an seine Umwelt angepasst.
Über die Sinnesorgane nehmen wir Informationen auf.
Ja warum nicht?Meinst du das wortwörtlich so? Ich=Bewusstsein?
Dennoch wird bei Organismen von geschlossenen Systemen gesprochen.Geschlossen, wie in der Thermodynamik? Also bezogen auf den Austausch von Energie bzw. Materie gäbe es geschlossen, abgeschlossen und offen?
Bedenke dann bitte Atmung, die Blut-Hirn-Schranke, Haut als Organ zur Temperaturregulation, Aufnahme von Licht über die Augen, Schwitzen, Ernährung usw. usf.
Mit dem Körper kann der Geist Handlungen in der Welt vornehmen.Ja, da gehe ich mit. Ich mache das Feuer nicht mit Kraft meiner Gedanken, sondern mit meinen Händen.
Aber wie steht es um Ursache und Wirkung zwischen Bewusstsein <> Körper <> Welt?
Da sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze des Systems Mensch passieren kann, würde ich uns als offene Systeme begreifen. Welche Einwände siehst du dabei?Thermodynamische Systeme lassen sich nach der Wechselwirkung mit ihrer Umgebung klassifizieren; also danach, ob Energie und Materie die Systemgrenzen passieren kann:
[...]
Geschlossenes System
Bei geschlossenen thermodynamischen Systemen kann nur Energie in Form von Wärme und Arbeit die Systemgrenzen passieren.
Adiabatisches System
Das adiabatische System ist ein Spezialfall des geschlossenen, bei dem nur der Austausch in Form von Arbeitsenergie möglich ist.
Offenes System
Bei offenen Systemen kann sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze passieren. Offene Systeme findet man häufig bei technischen Anlagen. Eine Turbine hat zwei Eingangsströme (Luft und Treibstoff), einen Ausgangsstrom von Verbrennungsgasen und eine Abgabe mechanischer Leistung über eine Welle. Bei einer Rektifizierungskolonne gibt es einen einlaufenden Strom aus einem Gemisch und mindestens zwei auslaufende Ströme mit den angereicherten Komponenten des Gemisches. In der Zellbiologie wird eine Zelle als ein offenes thermodynamisches System betrachtet.
Okay. Also der Geist oder das Bewusstsein verursacht eine Handlung des eigenen Körpers, welche sich auf die Welt auswirkt. Richtig?Mit dem Körper kann der Geist Handlungen in der Welt vornehmen.
Ja ok als Mensch bin ich im Ganzen.Ich hätte angenommen, auch du würdest dich in deiner Ganzheit als "Ich" bezeichnen. "Ich" bezöge sich dann nicht nur auf dein Bewusstsein, sondern auf alles, was deine Haut begrenzt. Warum klammerst du deinen Körper aus?

Keine Ahnung. Ich hatte das früher mal in einen Biologiebuch gelesen. Vielleicht auch falsch in Erinnerung gehabt.Über Thermodynamik weiß ich nicht allzu viel. Ich beziehe mich der Einfachheit halber auf einen Abschnitt in dem Artikel Thermodynamisches System der Wikipedia:
Da sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze des Systems Mensch passieren kann, würde ich uns als offene Systeme begreifen. Welche Einwände siehst du dabei?

Wir nehmen doch ständig etwas wahr. Körperlich und durch unsere Umwelt. Darauf reagiert dann unser Bewusstsein.Okay. Also der Geist oder das Bewusstsein verursacht eine Handlung des eigenen Körpers, welche sich auf die Welt auswirkt. Richtig?
Wie ist es andersherum? Die Welt verursacht eine Reaktion der Körpers, welche sich auf das Bewusstsein auswirkt? Die entsprechenden Vorgänge der Welt, welche sich auf den Körper auswirken, lassen sich (weitgehend) naturwissenschaftlich beschreiben, d.h. wir müssen jetzt nicht nach der Ursache der Kälte suchen, die mich frieren lässt. Aber wie kommt es zur Initiative des Bewusstseins? Wodurch werden Regungen des Bewusstseins verursacht? Oder sei das Bewusstsein keiner Kausalität unterworfen?
Thermodynamisch betrachtet ist der Mensch ein nicht Gleichgewicht System. Er nimmt niedrig entopische Nahrung auf und gibt hoch entopische Abfälle ab. Das gilt natürlich für alle Lebewesen. Der Sinn des Lebens mag philosophischer Matur sein, das Leben an sich ist aber ein physikalischer Vorgang. Es hat ja ein Grund, wieso das Leben auf Elemente beruht, die häufig im Universum vorkommen.Keine Ahnung. Ich hatte das früher mal in einen Biologiebuch gelesen. Vielleicht auch falsch in Erinnerung gehabt.![]()
Das ist klar und weiß ich längst.Thermodynamisch betrachtet ist der Mensch ein nicht Gleichgewicht System. Er nimmt niedrig entopische Nahrung auf und gibt hoch entopische Abfälle ab. Das gilt natürlich für alle Lebewesen. Der Sinn des Lebens mag philosophischer Matur sein, das Leben an sich ist aber ein physikalischer Vorgang. Es hat ja ein Grund, wieso das Leben auf Elemente beruht, die häufig im Universum vorkommen.
Ein Lebewesen muss sich begrenzen. Das fängt bei einer Zelle an.,Und wird sind durch die Haut auch nach aussen einigermaßen geschützt.
Bei einer Zelle ist es das Membran.
Wir sind ja kein geschlossenes System, weil wir einen Stoffwechsel haben.Außerdem spricht die relativ konstante Körpertemperatur dafür das wir ein biologisch geschlossenes System sind.
Eben! Und diese Begrenzung spricht für das geschlossene System!Ein Lebewesen muss sich begrenzen. Das fängt bei einer Zelle an.,
Das Leben konnte ja nur beginnen, weil es sich begrenzen konnte.
Du hast es leider nicht verstanden.Wir sind ja kein geschlossenes System, weil wir einen Stoffwechsel haben.
Ich meine die Verwertung der Nahrung. Was meinst du warum wie die ganzen Verdauungsorgane haben und 5 Meter Darm? Das spielt sich alles im Körper ab.Wie lange kannst du ohne den Austausch von Gas überleben? Lange ist es nicht.
Ich rede von physikalischen und chemischen Vorgängen.Du hast es leider nicht verstanden.
Ich auch. Wo findet denn die Verdauung statt? Und der größte Teil des Stoffwechsels? Im Körper!Ich rede von physikalischen und chemischen Vorgängen.