Der Philosophie Thread

Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.

Bei Erregung werden Teile des Gehirn stimuliert.
Ähnlich läuft das auch bei geistiger Liebe.

Hier gab es vor 10 Jahren einmal eine News, dass bei einem Like unter einem Post Hirnareale stimuliert werden, die das als angenehm empfinden.

Und wenn die KI irgendwann ein Bewusstsein erlangt?
Sind wir dann Gott für die KI?
 
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Ich habe vor zwei Jahren eine systemische Beraterausbildung absolviert und natürlich neben Luhmanns Systemtheorie auch Paul Watzlawicks Theorie der Wirklichkeitsordnung angeschnitten.
Watzlawick ist allgemein für sein 4-Ohren-Modell berühmt, aber die Wirklichkeitsordnung ist auch sehr interessant und passt gerade sehr gut in der Bewusstseinsdebatte.

Seine Wirklichkeitsordnung besagt, dass es drei Ordnungen gibt, die wie folgt lauten:

1. Wirklichkeits-Ordnung: physikalische Wirklichkeit von Materie, Licht, Wellen etc.
2. Wirklichkeits-Ordnung: die interaktiv-kommunikative Wirklichkeit von sozialer Interaktion ("soziale Tatbestände“ á la Émile Durkheim u.v.a.m.) und
3. Wirklichkeits-Ordnung: die sinnhaft gedeutete Wirklichkeit des subjektiven Erlebens.

Die 1. Wirklichkeitsordnung wäre demnach, das was objektiv wirklich 'wirklich' ist.
Die 2. Wirklichkeitsordnung wäre dann, wie die 1. Wirklichkeits-Ordnung von Subjekten subjektiv wahrgenommen wird.
Die 3. Wirklichkeitsordnung bedeutet wohl, wie wir Subjekte über die 2. Wirklichkeitsordnung reflektieren, also eigentlich genau das, was wir hier gerade im Thread verbalisieren.

Die 3. Wirklichkeitsordnung hast du jetzt von dir aus eingefügt, oder? Ich meine, Watzlawik schrieb über 2 Ordnungen. Über die 4 Ohren schrieb Schulz von Thun. W. hängt sich da ein Stück weit an den Dualismus (Leib-Seele-Problem), wie er auch von Descartes beschrieben wurde.

Die Wirklichkeit 1. Ordnung sind faktische Abläufe und objektiv unbezweifelbare Tatsachen, z.B. Bäume und Blumen‎, die uns vom Sinnesorgan vermittelt werden, wenn wir über ein normal funktionierendes Zentralnervensystem verfügen.
Die Wirklichkeit 2. Ordnung ist das Ergebnis verschiedener Bedeutungszuweisungen. Es ist die Ebene der Wert-, Bedeutungs- und Sinnzuschreibung, d.h. der unterschiedlichen Weltbetrachtungen/bilder, die nicht objektiv und ein für alle mal beschreiben und klar definiert sind.
https://www.paulwatzlawick-institut.at/konstruktivismus-als-lebens-philosophie/

Ein Problem der Wirklichkeit 1. Ordnung ist, dass sich der faktische, objektiv unbezweifelbare Charakter nicht halten lässt, denn jede Empirie beruht auf Theorie. Sind es nun 15 cm, 6 Inch oder 1 Banane? Besteht Licht aus Teilchen oder Wellen? Es bedarf etlicher Konventionen, um sich auf einen Urmeter zu einigen.
Also: Das Bewusstsein hat Auswirkungen auf die Realität, wie wir sie wahrnehmen.

Der Versuch, eine Theorie des Bewusstseins zu entwickeln, ist u. a. so schwer, weil man die unterschiedlichen Domänen nicht aufeinander reduzieren kann und sie auch nicht miteinander verknüpfen kann. Neurowissenschaft und Philosophie des Geistes haben kein gemeinsames Vokabular, und sie können auch nicht mit der jeweils anderen Sprache beschrieben werden. Bewusstsein ist nicht einfach nur durch neurologische Erklärungen verständlich.

Bewusstsein zeigt sich weder im CT oder MRT, noch im EEG und auch nicht im Liquor.
 
Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.

Bei Erregung werden Teile des Gehirn stimuliert.
Sprichst du über Dopamin-Ausschüttung im Gehirn?
Ähnlich läuft das auch bei geistiger Liebe.
Liebe auf einen chemischen Vorgang im Gehirn zu reduzieren, würde nicht erklären, wieso es Beispiele gibt, wo Menschen sich selber aufgeopfert haben, damit andere (aus Nächstenliebe? Menschlichkeit?) überleben.
Die 3. Wirklichkeitsordnung hast du jetzt von dir aus eingefügt, oder? Ich meine, Watzlawik schrieb über 2 Ordnungen.
Ne, ist tatsächlich ein Teil der systemischen Lehre:


Interessanterweise habe ich jetzt auch nichts darüber gefunden, dass Watzlawick über eine 3. Ordnung sprach. Wird jedoch so in der systemischen Theorie unter Lehre des Konstruktivismus vermittelt.

Die systemische Beratung als solches stellt sich im Selbstverständnis wohl als eine Bildung der 3. Ordnung da, wo Subjekte im Idealfall von problematischen/destruktiven Wirklichkeitskonstrukten zu konstruktiven Wirklichkeitskonstrukten geführt werden, weil hier die Problemquelle in der Wahrnehmung der 2. Ordnung liegt.

Ich muss mal meine alte Ausbilderin fragen, ob sie weiß, wer diese 3. Ordnung zur ursprünglichen Theorie hinzugefügt hat.
 
Besteht nicht die Implikation, unsere Bewusstseine existieren unabhängig von unseren Bewusstseinen, wenn die Bewusstseine Teil der Realität sind?
Wenn unsere Bewusstseine Teil der Realität sind, und sich in einem kausalen Verhältnis zueinander befinden, sogar gemeinsame Wirkung haben, wie kann die Realität dann unabhängig von unseren Bewusstseinen existieren?
Dort finden Interaktionen und Beeinflussungen statt. Wir verändern auch die Umwelt. Aber wir erschaffen nicht die Realität. Die Regeln der Naturgesetze gelten auch dort. Wenn jemand vom Hochhaus springt, weil er meint er könne fliegen, wird er das mit dem Tod bezahlen. Nur mal als einfaches plumpes Beispiel.

Und was ist mit den Bereichen der Natur in denen kein Mensch anwesend ist? Diese existieren ja trotzdem. Ergo eine BuR.

Oder die Erde vor 1 Million Jahren. Die hat da ja trotzdem existiert. Auch ohne uns Menschen.

Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.
Bei Erregung werden Teile des Gehirn stimuliert.
Es ist nicht nur die Großhirnrinde, sondern auch viele andere Bereiche welche miteinander vernetzt sind und verschiedene Funktionen haben.
Für mich ist das Bewusstsein eine Art Kollektiv aus bestimmten Neuronen.

Und die Definition von Wikipedia finde ich ganz gut was das Bewusstsein angeht:

Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:

  1. Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.
  2. Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, auf welche Weise Gehirn und Bewusstsein zusammenhängen.
  3. Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.
  4. Zugriffsbewusstsein: Ein Lebewesen, das Zugriffsbewusstsein besitzt, hat Kontrolle über seine Gedanken, kann Entscheidungen treffen und koordiniert handeln.
  5. Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.
  6. Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.
  7. Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
 
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Man kann nicht nur mit den Augen sehen, wie soll ich Dir das versuchen zu erklären.

Du versuchst mit den Augen zu hören, mit den Ohren zu schmecken und mit der Nase zu sehen?

Gott wirst Du im Glauben finden und spüren.....sehen kannst Du Ihn nicht, das hat vor tausenden Jahren schon
der Prophet Moses versucht und war 40 Jahre ohnmächtig.
Höre in dein Herz und Du wirst Gott finden.....


Ich weiß nicht ob das zu glaubenslastig ist, aber sitzt das Bewußtsein nicht in der Seele des Lebewesens?
 
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Bewusstsein ist ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde.
[...]
Hier gab es vor 10 Jahren einmal eine News, dass bei einem Like unter einem Post Hirnareale stimuliert werden, die das als angenehm empfinden.
Bewusstsein ist nicht ein elektrochemisches Feld in der Großhirnrinde. Es korreliert mit neuronalen Zuständen, ist aber kategorisch davon verschieden. Rote Farbe, die sensorische Farbwahrnehmung, der neuronale Zustand während der Fabrwahrnehmung und das Empfinden der Person, also der mentale Zustand, beim Sehen roter Farbe, sind vier unterschiedliche Kategorien.
Und es sind nicht die Hirnareale, die es angenehm finden, wenn sie stimuliert werden - es ist die Person, welche diese Empfindung erlebt.

Du versuchst mit den Augen zu hören, mit den Ohren zu schmecken und mit der Nase zu sehen?
Da würde ich mal zum Halsnasenohrenarzt gehen.
:schief:

Ich weiß nicht ob das zu glaubenslastig ist, aber sitzt das Bewußtsein nicht in der Seele des Lebewesens?
Naja, so 'ne Seele existiert ja auch nach dem Ableben, aber dann eher im Jenseits; oder sie plöppt im nächsten Waschbär auf (Reinkarnation). Wenn wir die Seele mit ins Boot holen, wäre dies aber der Theologie Thread.


Dort finden Interaktionen und Beeinflussungen statt. Wir verändern auch die Umwelt. Aber wir erschaffen nicht die Realität. Die Regeln der Naturgesetze gelten auch dort. Wenn jemand vom Hochhaus springt, weil er meint er könne fliegen, wird er das mit dem Tod bezahlen. Nur mal als einfaches plumpes Beispiel.

Und was ist mit den Bereichen der Natur in denen kein Mensch anwesend ist? Diese existieren ja trotzdem. Ergo eine BuR.

Oder die Erde vor 1 Million Jahren. Die hat da ja trotzdem existiert. Auch ohne uns Menschen.
Ein Stück Holz ist Teil der Realität. Wenn ich es anzünde, weil mir bewusst ist, dass ich friere, brennt es. Ich habe also die Realität verändert, weil ich das Feuer verursacht habe. Aber ich weiß, worauf du hinaus willst. Bewusstsein ist keine notwendige Bedingung für die Realität - es gibt sie auch ohne Bewusstsein. Jedenfalls lehrt uns die Geologie, dass es die Erde bereits vor den ersten Lebenswesen gab. Und das ist ja auch das eigentliche Meaning des Ontologischen Realismus.

Worauf ich hinaus will ist, dass die Realität nicht gänzlich unabhängig von deinem und meinem Bewusstsein existiert. Dies würde, wenn man das Wort unabhängig streng auslegt, bedeuten, dass es keine Abhängigkeit gibt bzw. geben kann. Ob das Stück Holz brennen wird, ist abhängig von meiner Entscheidung, es anzuzünden oder eben nicht. Denn die Erde befindet sich anscheinend in einem Zustand, der meine Existenz einschließt, wodurch die Realität durch mich beeinflusst werden kann, somit von meinem möglichen Verhalten abhängig ist. Ein Punkt ist: Bewusstsein und der übrige Teil der Realität bestehen zueinander koregulativ, also in einem wechselseitigen Verhältnis. Das bedeutet nicht, ich hätte die Macht Naturgesetze mit meinem Bewusstsein zu verändern, denn ich kann ja nicht macken, dass das Feuer plötzlich kalt ist. Aber ich kann im Lexikon die Seite mit dem Artikel "Naturgesetzte" herausreißen.

Für uns unproblematisch, weil glücklicherweise beides - Ontologischer Realismus und Koregulation von Bewusstsein und Realität - miteinander vereinbar sein kann. Es bleibt die Frage, in welchem kausalen Verhältnis sich Bewusstsein, Gehirn und übrige Realität befinden. Und was bedeutet dieses Verhältnis jeweils für das Phänomenale Bewusstsein, das Intentionale Bewusstsein, das Selbstbewusstsein und das Individualitätsbewustsein.

Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein wurde in der Philosophie des Geistes als Qualiaproblem thematisiert.

Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. In der Philosophie des Geistes wurde es als Intentionalitätsproblem thematisiert.

Bewusstsein des Selbst: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern auch wissen, dass sie ein solches Bewusstsein haben.

Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt. Man trifft es beim Menschen und andeutungsweise im Verhalten einiger anderer Säugetierarten an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für uns unproblematisch, weil glücklicherweise beides - Ontologischer Realismus und Koregulation von Bewusstsein und Realität - miteinander vereinbar sein kann. Es bleibt die Frage, in welchem kausalen Verhältnis sich Bewusstsein, Gehirn und übrige Realität befinden. Und was bedeutet dieses Verhältnis jeweils für das Phänomenale Bewusstsein, das Intentionale Bewusstsein, das Selbstbewusstsein und das Individualitätsbewustsein.
Im Idealismus geht man ja davon aus, dass das Bewusstsein die Realität konstruiert. Also erschafft.
Das halte ich für Quatsch!
Natürlich kann ich diese Aussagen auch nur als Bewusstsein machen. Und diese Aussagen sind auch konstruiert.
Aber wie ich schon schrieb gibt es Indizien und Beweise, welche auf ein Vorhandensein der Realität oder Welt auch schon ohne den Menschen schließen lassen.
Wir sind außerdem biologisch gesehen "geschlossene Systeme". Wenn dann wird die Realität nur indirekt durch unser Bewusstsein beeinflusst. Wir können ja keine Telekinese oder so.
Erschaffen und beeinflussen ist auch nochmal ein Unterschied.
Unser Körper hat sich evolutionär an seine Umwelt angepasst.
Über die Sinnesorgane nehmen wir Informationen auf.
Ohne diese Informationen hätten wir keine Bewusstseinsinhalte. Könnte nicht denken und hätten auch keine Ideen.
Ohne Input kein Output!
Die Entwicklung fängt schon im Mutterleib an, wenn das Nervensystem und Gehirn gebildet wird. Dann werden schon Informationen gesammelt. Und das geht das ganze Leben lang so weiter.
Also eine Anpassung an die Umwelt und nicht umgekehrt!
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich kann ich diese Aussagen auch nur als Bewusstsein machen.
Meinst du das wortwörtlich so? Ich=Bewusstsein?
Wir sind außerdem biologisch gesehen "geschlossene Systeme".
Geschlossen, wie in der Thermodynamik? Also bezogen auf den Austausch von Energie bzw. Materie gäbe es geschlossen, abgeschlossen und offen?
Bedenke dann bitte Atmung, die Blut-Hirn-Schranke, Haut als Organ zur Temperaturregulation, Aufnahme von Licht über die Augen, Schwitzen, Ernährung usw. usf.
Wenn dann wird die Realität nur indirekt durch unser Bewusstsein beeinflusst. Wir können ja keine Telekinese oder so.
Erschaffen und beeinflussen ist auch nochmal ein Unterschied.
Unser Körper hat sich evolutionär an seine Umwelt angepasst.
Über die Sinnesorgane nehmen wir Informationen auf.
Ja, da gehe ich mit. Ich mache das Feuer nicht mit Kraft meiner Gedanken, sondern mit meinen Händen.

Aber wie steht es um Ursache und Wirkung zwischen Bewusstsein <> Körper <> Welt?
 
Meinst du das wortwörtlich so? Ich=Bewusstsein?
Ja warum nicht?
Geschlossen, wie in der Thermodynamik? Also bezogen auf den Austausch von Energie bzw. Materie gäbe es geschlossen, abgeschlossen und offen?
Bedenke dann bitte Atmung, die Blut-Hirn-Schranke, Haut als Organ zur Temperaturregulation, Aufnahme von Licht über die Augen, Schwitzen, Ernährung usw. usf.
Dennoch wird bei Organismen von geschlossenen Systemen gesprochen.
Ja, da gehe ich mit. Ich mache das Feuer nicht mit Kraft meiner Gedanken, sondern mit meinen Händen.

Aber wie steht es um Ursache und Wirkung zwischen Bewusstsein <> Körper <> Welt?
Mit dem Körper kann der Geist Handlungen in der Welt vornehmen.
 
Ich hätte angenommen, auch du würdest dich in deiner Ganzheit als "Ich" bezeichnen. "Ich" bezöge sich dann nicht nur auf dein Bewusstsein, sondern auf alles, was deine Haut begrenzt. Warum klammerst du deinen Körper aus?

Über Thermodynamik weiß ich nicht allzu viel. Ich beziehe mich der Einfachheit halber auf einen Abschnitt in dem Artikel Thermodynamisches System der Wikipedia:
Thermodynamische Systeme lassen sich nach der Wechselwirkung mit ihrer Umgebung klassifizieren; also danach, ob Energie und Materie die Systemgrenzen passieren kann:
[...]
Geschlossenes System
Bei geschlossenen thermodynamischen Systemen kann nur Energie in Form von Wärme und Arbeit die Systemgrenzen passieren.

Adiabatisches System
Das adiabatische System ist ein Spezialfall des geschlossenen, bei dem nur der Austausch in Form von Arbeitsenergie möglich ist.

Offenes System
Bei offenen Systemen kann sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze passieren. Offene Systeme findet man häufig bei technischen Anlagen. Eine Turbine hat zwei Eingangsströme (Luft und Treibstoff), einen Ausgangsstrom von Verbrennungsgasen und eine Abgabe mechanischer Leistung über eine Welle. Bei einer Rektifizierungskolonne gibt es einen einlaufenden Strom aus einem Gemisch und mindestens zwei auslaufende Ströme mit den angereicherten Komponenten des Gemisches.
In der Zellbiologie wird eine Zelle als ein offenes thermodynamisches System betrachtet.
Da sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze des Systems Mensch passieren kann, würde ich uns als offene Systeme begreifen. Welche Einwände siehst du dabei?

Mit dem Körper kann der Geist Handlungen in der Welt vornehmen.
Okay. Also der Geist oder das Bewusstsein verursacht eine Handlung des eigenen Körpers, welche sich auf die Welt auswirkt. Richtig?

Wie ist es andersherum? Die Welt verursacht eine Reaktion der Körpers, welche sich auf das Bewusstsein auswirkt? Die entsprechenden Vorgänge der Welt, welche sich auf den Körper auswirken, lassen sich (weitgehend) naturwissenschaftlich beschreiben, d.h. wir müssen jetzt nicht nach der Ursache der Kälte suchen, die mich frieren lässt. Aber wie kommt es zur Initiative des Bewusstseins? Wodurch werden Regungen des Bewusstseins verursacht? Oder sei das Bewusstsein keiner Kausalität unterworfen?
 
Ich hätte angenommen, auch du würdest dich in deiner Ganzheit als "Ich" bezeichnen. "Ich" bezöge sich dann nicht nur auf dein Bewusstsein, sondern auf alles, was deine Haut begrenzt. Warum klammerst du deinen Körper aus?
Ja ok als Mensch bin ich im Ganzen. ;)
Über Thermodynamik weiß ich nicht allzu viel. Ich beziehe mich der Einfachheit halber auf einen Abschnitt in dem Artikel Thermodynamisches System der Wikipedia:

Da sowohl Energie als auch Materie die Systemgrenze des Systems Mensch passieren kann, würde ich uns als offene Systeme begreifen. Welche Einwände siehst du dabei?
Keine Ahnung. Ich hatte das früher mal in einen Biologiebuch gelesen. Vielleicht auch falsch in Erinnerung gehabt.:ka:
Okay. Also der Geist oder das Bewusstsein verursacht eine Handlung des eigenen Körpers, welche sich auf die Welt auswirkt. Richtig?

Wie ist es andersherum? Die Welt verursacht eine Reaktion der Körpers, welche sich auf das Bewusstsein auswirkt? Die entsprechenden Vorgänge der Welt, welche sich auf den Körper auswirken, lassen sich (weitgehend) naturwissenschaftlich beschreiben, d.h. wir müssen jetzt nicht nach der Ursache der Kälte suchen, die mich frieren lässt. Aber wie kommt es zur Initiative des Bewusstseins? Wodurch werden Regungen des Bewusstseins verursacht? Oder sei das Bewusstsein keiner Kausalität unterworfen?
Wir nehmen doch ständig etwas wahr. Körperlich und durch unsere Umwelt. Darauf reagiert dann unser Bewusstsein.
Natürlich auch kausal. Wenn du deine Hand ins Feuer hälst wird sie heiss und du empfindest dabei Schmerzen. Dadurch wird dein Bewusstsein (Gehirn) gezwungen die Hand wieder rauszuziehen. Wenn du ernsthafte Verbrennungen vermeiden willst.
 
Keine Ahnung. Ich hatte das früher mal in einen Biologiebuch gelesen. Vielleicht auch falsch in Erinnerung gehabt.:ka:
Thermodynamisch betrachtet ist der Mensch ein nicht Gleichgewicht System. Er nimmt niedrig entopische Nahrung auf und gibt hoch entopische Abfälle ab. Das gilt natürlich für alle Lebewesen. Der Sinn des Lebens mag philosophischer Matur sein, das Leben an sich ist aber ein physikalischer Vorgang. Es hat ja ein Grund, wieso das Leben auf Elemente beruht, die häufig im Universum vorkommen.
 
Thermodynamisch betrachtet ist der Mensch ein nicht Gleichgewicht System. Er nimmt niedrig entopische Nahrung auf und gibt hoch entopische Abfälle ab. Das gilt natürlich für alle Lebewesen. Der Sinn des Lebens mag philosophischer Matur sein, das Leben an sich ist aber ein physikalischer Vorgang. Es hat ja ein Grund, wieso das Leben auf Elemente beruht, die häufig im Universum vorkommen.
Das ist klar und weiß ich längst.

Aber der Stoffwechsel findet größtenteils im Körper statt.
Und wird sind durch die Haut auch nach aussen einigermaßen geschützt.
Bei einer Zelle ist es das Membran.
Ich denke das ist mit einen biologisch geschlossen System auch gemeint.

Außerdem spricht die relativ konstante Körpertemperatur dafür das wir ein biologisch geschlossenes System sind.
 
Und wird sind durch die Haut auch nach aussen einigermaßen geschützt.
Bei einer Zelle ist es das Membran.
Ein Lebewesen muss sich begrenzen. Das fängt bei einer Zelle an.,
Das Leben konnte ja nur beginnen, weil es sich begrenzen konnte.
Außerdem spricht die relativ konstante Körpertemperatur dafür das wir ein biologisch geschlossenes System sind.
Wir sind ja kein geschlossenes System, weil wir einen Stoffwechsel haben.
Wie lange kannst du ohne den Austausch von Gas überleben? Lange ist es nicht.
 
Ein Lebewesen muss sich begrenzen. Das fängt bei einer Zelle an.,
Das Leben konnte ja nur beginnen, weil es sich begrenzen konnte.
Eben! Und diese Begrenzung spricht für das geschlossene System!
Wir sind ja kein geschlossenes System, weil wir einen Stoffwechsel haben.
Du hast es leider nicht verstanden.
Wie lange kannst du ohne den Austausch von Gas überleben? Lange ist es nicht.
Ich meine die Verwertung der Nahrung. Was meinst du warum wie die ganzen Verdauungsorgane haben und 5 Meter Darm? Das spielt sich alles im Körper ab.
 
Ich rede von physikalischen und chemischen Vorgängen.
Ich auch. Wo findet denn die Verdauung statt? Und der größte Teil des Stoffwechsels? Im Körper!
Außerdem wird Körperinneres von der Umwelt durch Haut geschützt und eine Grenze gezogen.
Die Körpertemperatur ist immer die selbe etc.
Ich sage ja nicht das es absolut geschlossen ist. Aber zum Großteil schon.
 
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