Der "Naturwissenschaften" Thread

Ich denke mal, unser Erkenntnishorizont ist noch sehr beschränkt.:D

Nicht alles, was sich mathematisch berechnen lässt,

ist in Natura auch wahr.
 
Nicht alles, was sich mathematisch berechnen lässt,

ist in Natura auch wahr.
Deswegen hatte ich u.a Anfangs hier im Thread die (philosophischen) Fragen gestellt: "Was ist Wahrheit, Wirklichkeit oder Realität" ?:)

Ich habe versucht da zu differenzieren.
Und das Beispiel einer mathematischen Rechnung genannt:
Mathematisch wahr muß nicht bedeuten das es in der Wirklichkeit oder Realität auch zutrifft.
Auch wenn die Rechnung mathematisch-logisch korrekt ist.
 
Wir leben nun mal, das ist eine Realität, also Fakt. ;)
Demzufolge, also auch wahr und wirklich.

Da gibt es doch nicht zu rütteln. :D
Nein. Du mußt differenzieren.:D

Was mathematisch "wahr" ist, das ist nicht zwingend wirklich.
Hast du oben weiter ja auch schon selber festgestellt.;)
 
Du musst aber mal differenzieren zwischen "da Sein",

und unserer beschränkten Intelligenz.

Was wir als mathematisch "korrekt lösbar" sehen,

wird im Endeffekt vlt. falsch sein, wenn wir das Universum beschreiben wollen.
 
Was wir als mathematisch "korrekt lösbar" sehen,

wird im Endeffekt vlt. falsch sein, wenn wir das Universum beschreiben wollen.
Vieles ist mathematisch deckungsgleich. Z.B die meisten Vorhersagen der ART.

Aber die Stringtheorien z.B. könnten auch eine Sackgasse sein und an der Wirklichkeit vorbeigehen.
Das Problem ist auch die Überprüfbarkeit.
Genau verhält es sich mit "Unendlichkeiten". In der Realität schwer zu erfassen.
 
Genau verhält es sich mit "Unendlichkeiten". In der Realität schwer zu erfassen.

Deswegen versagt die Physik auch bei einer Singularität. Mathematisch lässt sie sich aber berechnen.
Mathematik ist ja auch keine Naturwissenschaft. Sie muss sich nicht um natürliche Abläufe kümmern. Für die Mathematik spielt es auch keine Rolle, dass die Zeit nur in eine Richtung fließen kann.
 
Die kannst du aber mathematisch berücksichtigen. Wenn nur Zustände von einem vielfachen der Planck-Einheiten erlaubt sind, dann ist das eben ein genau so definierter Zahlenraum. Genau wie z.B. die natürlichen Zahlen. Wenn du dich auf N beschränkst, hat "1:2" auch keine Lösung, das würde analog für den Zahlenraum P(lanck) gelten, wenn ein Gleichung auf 0,5 Planck-Längen zustrebt. Das ist die Verknüpfung von Mathematik und Realität, die man gemeinhin als Physik bezeichnet: Du musst Formeln und deren Grund(!)bedingungen so definieren, dass sie die Realität beschreiben. Solange sich deine Gleichungen auch realitätsfremd lösen lassen, hast du einen Fehler darin und den wirst du nicht los, in dem du "falsche" Ergebnisse einfach ignorierst/für ungültig erklärst. Das wäre das gleiche Vorgehen wie ein Naturwissenschaftler, der unliebsame Messreihen verwirft, weil sie nicht zu seiner Theorie passen.
 
Ich meinte damit nur, dass es die kleinsten bekannten Werte sind, mit denen man noch rechnen kann. So habe ich das zumindest verstanden.
 
Ich meinte damit nur, dass es die kleinsten bekannten Werte sind, mit denen man noch rechnen kann. So habe ich das zumindest verstanden.

Die Planck-Zeit ist das kleinste Zeitintervall, für das die bekannten physikalischen Gesetze noch gelten, für die Planck-Länge gilt das gleiche nur eben auf die Distanz bezogen, die das Licht in der Planck-Zeit zurücklegt.

Da sich die Planck-Zeit aber mit unter aus der Gravitationskonstante ergibt, ist der Wert so genau gar nicht bekannt. Zudem heißt das btw. auch nicht, dass die Zeit, wie die Energie, gequantelt sein muss.
 
Die Planck-Zeit ist das kleinste Zeitintervall, für das die bekannten physikalischen Gesetze noch gelten, für die Planck-Länge gilt das gleiche nur eben auf die Distanz bezogen, die das Licht in der Planck-Zeit zurücklegt.
Ja darum ging es mir. Die Gültigkeit der physikalischen Gesetze.
 
Da sich die Planck-Zeit aber mit unter aus der Gravitationskonstante ergibt, ist der Wert so genau gar nicht bekannt. Zudem heißt das btw. auch nicht, dass die Zeit, wie die Energie, gequantelt sein muss.

Und was willst du uns jetzt damit sagen? Dass man die Gravitationskonstante nur schätzt?
 
Und was willst du uns jetzt damit sagen? Dass man die Gravitationskonstante nur schätzt?

Nein, die Messungen sind nur schwieriger und die relative Genauigkeit des Wertes ist im Vergleich zu anderen Konstanten nicht so hoch. Abweichende Werte ändern dann auch die Werte für "Konstanten" wie die Planck-Zeit und kleine Änderungen bei solchen Zahlen sind normal über die Zeit.
 
Die Gravitationskonstante ist nach der vierten Stelle hinterm Komma ungenau, was eben daran liegt, dass die Gravitation extrem schwach ist.
Nichtsdestotrotz sehe ich da keinerlei Probleme bei den Planck Einheiten.
 
Das ist schon ein sehr interessantes Thema. :daumen:

Ich freue mich auch, mit solchen begeisterten Usern hier im Kontakt stehen zu dürfen. :)

Jetzt muss ich leider mal wieder etwas ablenken,
ob nun die 4. oder 8. Stelle hinterm Komma ungenau ist,
wird uns aus "menschlicher Entwicklung" nicht weiter voran bringen.

Unseren Erkenntnishorizont (und Finanzen) sollten wir erstmal darauf konzentrieren,
unsere irdischen Probleme zu lösen.
 
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