Der "Naturwissenschaften" Thread

Nö, soviele werden es nicht werden,

so ein schnelles Wirtschaftswachstum wird es gar nicht geben,

damit alle Menschen mit den grundlegendsten Bedürfnissen befriedigt werden können. :ugly:

Geld ist ja genug da, nur an der gerechten Verteilung hapert es.

Damit es mehr Menschen werden, müssen nur sehr wenige Bedürfnisse befriedigt werden. Solange kein akuter Hunger herrscht, vermehrt sich Homo sapiens.


Ich könnte mir gut vorstellen, dass man um das Jahr 2050 schon erste Anzeichen hat, denn ich kann nicht erkennen, dass sich die Menschen darauf einigen können, den Klimawandel abzuwenden.
Deutschland feuert ja mehr CO2 raus als noch vor ein paar Jahren. Der Reiseverkehr per Flugzeug steigt immer weiter -- und gerade der Flugverkehr tötet das Klima sprichwörtlich.
Und solange es Leute wie Trump und Co gibt, die eh alles ignorieren, wird das munter so weiter gehen.

"Klimawandel abwenden"? Die Menschheit hat bereits heute >60% des Klimapuffers, den man sich hätte gönnen können, ausgereizt und wir haben es nicht einmal geschaft, die einfachsten Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zum abwenden ist es zu spät, begrenzen ist nur noch ein theoretische Möglichkeit, die einen Austausch der halben Menschheit über Nacht gegen bessere Menschen erfordern würde. Ich persönlich wäre nicht überrascht, wenn wir die +1,5 K, die wir hochundheilig nie überschreiten wollen bereits 2050, spätestens 2060 reißen. Ob es dann bis 2100 +4 oder +5 oder noch deutlich mehr werden hängt von Verstärkungsprozessen ab, von denen wir gerade mal den Hauch einer Ahnung haben. Und erste Anzeichen für Probleme hatten wir zur Jahrtausendwende, erste Anzeichen dass was im Gange ist in den 70er/80ern. Da brauchst du definitiv nicht bis 2050 warten.
Das alles ändert aber nichts daran, dass Menschen gerne mehr Menschen machen und sich davon nur sehr schwer abhalten lassen (s.o.). Deswegen würde ich damit rechnen, dass die Weltbevölkerung auch nach dem verbreiteten auftreten großer Probleme noch 1-2 Jahrzehnte weiterwächst. Mein Tipp: Bis 2040 geht es im globalen Schnitt noch bergauf mit dem Lebensstandard, ab 2060 werden überall die sich akkumulierenden negativen Folgen die Produktivität überflügeln und für ein allgemeines absinken sorgen und gegen 2070 sind dann so große Teile der Welt soweit abgesunken, dass die globale Sterblichkeitsrate die bis dahin stetig gestiegene Geburtenrate überflügelt. Bereits vorher dürfte sich aber die globale Alterstruktur deutlich verjüngen - in den nächsten Jahrzehnten dürfte die Verbreitung medizinisches Wissens und grundlegender Hygiene-Konzepte sowie einfacher Medikamente die Kindersterblichkeit weiter verringern, aber ab Mitte des Jahrhunderts werden Hunger, hohe Temperaturen und vor allem die physischen Belastungen der einhergehenden Fluchtbewegungen und Kriege die Altersterblichkeit in weiten Teilen der Welt drastisch ansteigen lassen. Deswegen rechne ich auch mit einem relativ lange anhaltenden Momentum in der Bevölkerungsentwicklung - zwar wird es schon 2060 in vielen Teilen der Welt weniger lebensfreundlich sein als heute, aber es werden relativ und durch die bis dahin gewachsene Bevölkerung erst recht absolut wesentlich mehr Frauen in gebährfähigem Alter auf dem Planeten leben.


Nice,
Forscher haben versucht, die Masse von Oumuamua zu berechnen und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.
Es könnte sich auch um ein antikes Alien-Sonnensegel gehandelt haben.
Ausführlicher Originalbericht in englisch incl. Berechnungen?
Bitte sehr:
https://arxiv.org/pdf/1810.11490.pdf

Bin ich der einzige, der Festigkeitsanalysen in dem Paper vermisst? Abbremsung durch Kollisionen und Materialverlust durch Verdampfen mögen ja bei Berechnungen für Asteroiden die spannenste Fragen sein, aber wenn ich ein 0,9 mm dickes Objekt mit 300000 km/h durch interstellaren Staub rasen lasse, dann erwarte ich vor alleme eine Erklärung wie ein paar Jahrmillionen später am andere Ende etwas anderes als schweizer Käse rauskommen soll. Und selbst wenn man ein paar Löcher tolleriert, sind Analysen der Eigenschwingung und -faltung nach so einer Kollision der logische nächste Schritt und die Festigkeitsanalysen der Zugbelastung wurden auch nur für uniforme, homogene Körper durchgeführt, was ein Sonnensegel spätestens nach der ersten Kollision aber eben nicht mehr wäre.

Will jetzt nicht überheblich wirken, aber für mich spekulieren da Astrophysiker über raumfahrttechnische Fragen und beweisen nur, dass es sich um zwei verschiedene Wissenschaften handelt.


Es gibt Fotos des Objektes. Das sieht absolut nicht nach einem "Sonnensegel" aus.

Da hast du recht. Die Fotos sehen samt und sonders aus wie "weißer Punkt auf schwarzem Grund" oder alternativ "grauer Punkt auf schwarzem Grund" :wall:
 
Bin ich der einzige, der Festigkeitsanalysen in dem Paper vermisst? Abbremsung durch Kollisionen und Materialverlust durch Verdampfen mögen ja bei Berechnungen für Asteroiden die spannenste Fragen sein, aber wenn ich ein 0,9 mm dickes Objekt mit 300000 km/h durch interstellaren Staub rasen lasse, dann erwarte ich vor alleme eine Erklärung wie ein paar Jahrmillionen später am andere Ende etwas anderes als schweizer Käse rauskommen soll. Und selbst wenn man ein paar Löcher tolleriert, sind Analysen der Eigenschwingung und -faltung nach so einer Kollision der logische nächste Schritt und die Festigkeitsanalysen der Zugbelastung wurden auch nur für uniforme, homogene Körper durchgeführt, was ein Sonnensegel spätestens nach der ersten Kollision aber eben nicht mehr wäre.
Will jetzt nicht überheblich wirken, aber für mich spekulieren da Astrophysiker über raumfahrttechnische Fragen und beweisen nur, dass es sich um zwei verschiedene Wissenschaften handelt.

Merci für diesen Beitrag, ruyven_macaran,
du hast genau den Schwachpunkt meiner Begeisterung erkannt und benannt.
Ich kann leider nicht wirklich alle Berechnungen "nachvollziehen", hier habe ich einfach zu wenig Hintergrundwissen, muss mich primär auf den Textteil und die hier dargelegten Infos verlassen und war gespannt auf eine entsprechende Meinung.
Wie oben schon herauskopiert, gibt es ja zwei Möglichkeiten der Körperbeschaffenheit:
1. ein eher exotisches, derzeit unbekanntes Material, dass nicht den gängigen Modellen von der natürlichen Entstehung solcher Himmelskörpern entspricht = was könnte so leicht und gleichzeitig so groß sein?
2. die Hypothese, dass es ein künstlich hergestelltes Objekt ist (ob es nun ein "Sonnensegel" ist, lasse ich jetzt einfach mal im Raum stehen) = welcher Zweck könnte dieses Objekt haben?

Immerhin haben wir den gemessenen und unbestreitbaren Fakt, dass das Objekt (sofern es keinen Eigenantrieb hat :)) eine Kursänderung vorgenommen hat, das ca. der Energiemenge entspricht, dass es mit dem Sonnenwind auf dem Kurs mitbekommen hat.

Im scienceblog wird in den Kommentaren diskutiert, ob es sich nicht evtl. um einen komplett ausgebeuteten Kometen (Rohstoffgewinnung) einer Alien-Ziv. handelt,
die was Größeres in deren System gebastelt haben und nicht verwerteten "Schrott" zum Schutze derer Strukturen einfach aus dem System herausbeschleunigt haben.
Ein ursprünglicher Komet, der zu ca. 80% ausgebeutet wäre, würde wieder in die ermittelte Masse passen und wäre so leicht, dass unser Sonnenwind ihn beeinflussen konnte.
Dass das Teil nach weisderteufelwielange dann bei uns aufgetaucht war, wäre dann vollkommener Zufall.
Diese Hypothese fand ich auch spannend und ist u. U. sogar realistischer, wie ein micrometerdickes Sonnensegel, das halb zusammengefaltet durchs All düst.

Ich finde es nur schade, dass wir theoretisch die techn. Möglichkeiten hätten, ein solch exotische Objekt zu untersuchen, wir aber das Geld auf der Erde lieber für Dinge ausgeben, um uns gegenseitig umzubringen.

Ich bin überzeugt davon, dass die Nachricht "da draussen gibt es tatsächlich noch andere" nachhaltig die Menschheit (zumindest die wissenschaftliche und politische Elite) beeinflussen würde.
Entweder um uns "vor der Gefahr da draussen" vorzubereiten oder noch mehr aktiv "nach den anderen zu suchen".
 
"Klimawandel abwenden"? Die Menschheit hat bereits heute >60% des Klimapuffers, den man sich hätte gönnen können, ausgereizt und wir haben es nicht einmal geschaft, die einfachsten Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zum abwenden ist es zu spät, begrenzen ist nur noch ein theoretische Möglichkeit, die einen Austausch der halben Menschheit über Nacht gegen bessere Menschen erfordern würde. Ich persönlich wäre nicht überrascht, wenn wir die +1,5 K, die wir hochundheilig nie überschreiten wollen bereits 2050, spätestens 2060 reißen. Ob es dann bis 2100 +4 oder +5 oder noch deutlich mehr werden hängt von Verstärkungsprozessen ab, von denen wir gerade mal den Hauch einer Ahnung haben. Und erste Anzeichen für Probleme hatten wir zur Jahrtausendwende, erste Anzeichen dass was im Gange ist in den 70er/80ern. Da brauchst du definitiv nicht bis 2050 warten.
Das alles ändert aber nichts daran, dass Menschen gerne mehr Menschen machen und sich davon nur sehr schwer abhalten lassen (s.o.). Deswegen würde ich damit rechnen, dass die Weltbevölkerung auch nach dem verbreiteten auftreten großer Probleme noch 1-2 Jahrzehnte weiterwächst. Mein Tipp: Bis 2040 geht es im globalen Schnitt noch bergauf mit dem Lebensstandard, ab 2060 werden überall die sich akkumulierenden negativen Folgen die Produktivität überflügeln und für ein allgemeines absinken sorgen und gegen 2070 sind dann so große Teile der Welt soweit abgesunken, dass die globale Sterblichkeitsrate die bis dahin stetig gestiegene Geburtenrate überflügelt. Bereits vorher dürfte sich aber die globale Alterstruktur deutlich verjüngen - in den nächsten Jahrzehnten dürfte die Verbreitung medizinisches Wissens und grundlegender Hygiene-Konzepte sowie einfacher Medikamente die Kindersterblichkeit weiter verringern, aber ab Mitte des Jahrhunderts werden Hunger, hohe Temperaturen und vor allem die physischen Belastungen der einhergehenden Fluchtbewegungen und Kriege die Altersterblichkeit in weiten Teilen der Welt drastisch ansteigen lassen. Deswegen rechne ich auch mit einem relativ lange anhaltenden Momentum in der Bevölkerungsentwicklung - zwar wird es schon 2060 in vielen Teilen der Welt weniger lebensfreundlich sein als heute, aber es werden relativ und durch die bis dahin gewachsene Bevölkerung erst recht absolut wesentlich mehr Frauen in gebährfähigem Alter auf dem Planeten leben.
Ich denke auch das es sich so ähnlich abspielen wird. Die Anzahl der Klimaflüchtlinge wird drastisch zunehmen.
Und der allgemeine Lebensstandard sinken.
 

Keine Ahnung, mit einem Raketenmotor, kurzer Schubimpuls zur Bahnänderung und dann per swing-by um deren Sonne herum, so wie wir es machen würden?

Ist im Rahmen einer Spekulation eines künstlich ausgehöhlten Asteroiden und im Kontext, dass es Baustrukturen von Aliens im Wege rumstand zu sehen.
Ist genau so zutreffend, oder auch nicht, wie das Sonnensegel und soll alleinig eine Annahme sein, um die ungewöhnlich geringe Masse/Dichte und Form des Körpers zu erklären.

Der Forschungsansatz: unbekannte Materie mit außergewöhnlicher Dichte, die sich nicht mit der anerkannten Enstehungstheorie solcher Asteroiden in Einklang bringen lässt, ist genau so unbefriedigend.

Wie du schon richtiger Weise weiter oben angemerkt hast, ist dat Teil leider schon wieder weit weg, als dass wir nachschauen könnten.

Völlig egal, ob natürlich oder künstlich wäre es sicherlich interessant gewesen, das Ding näher zu untersuchen - große Chance verpasst....

Interessant fand ich die auch gerade aufgetauchte Idee, dass es die Überreste eines Crashes von zwei (Proto-)Planeten gewesen sein könnten.
Die Dichte entspräche angeblich ca. dem Kern eines Neptun-Planeten (nur abgeschrieben - selbst keinen Plan) und der Energieimpuls, dass das Teil durch den interstellaren Raum fliegt, wäre auch durch die Kollision erzeugbar.
Und die Form wäre durch die Eigenrotation und die Plastizität von gefrorenem Methan erklärbar.
Klingt auch nicht aus der Welt und würde wieder in Richtung "natürlichen" Ursprung führen.
 
Wieso das nicht?
Unsere Galaxis hat mutmaßlich > 13 Mrd. Jahre auf dem Buckel, die galaktische Scheibe ca. 9-10 Mrd. Jahre.
Unser Sonnensystem "nur" 5 Mrd. Jahre alt.
Dazwischen ist massig + realistisch Zeit, gefühlt locker 2-4 Mrd. Jahre, dass aus vorhergehenden Supernovaes mittelalte Sternenpops entstehen konnten.
Ein paar hundert Mio. Jahre sind da nix.
Ist eh meine Hauptvermutung, dass es sicherlich intelligentes Leben da draußen gibt , geben wird oder gab, aber eben nur nicht zu unserer Zeit.

Ganz einfach,

wenn es künstliche Ursprungs wäre,

dann würde es sicherlich keine Mrd. an Jahren durchhalten. ;)
 
Moooment, adi1 :)

Ausgangspunkt war meine spekulative Aussage, dass das Objekt nicht zwangsweise erst ein paar tausend, sondern vielleicht ein paar hundert Mio. Jahre auf dem Buckel hat.
Das ist auch eine ordentliche Zahl, aber eben nicht eine Mrd. oder mehr.

Was ich damit sagen wollte ist, das es problemlos + evtl. eine Vollumdrehung der galaktischen Scheibe mitgemacht haben könnte. z. B. eben 250 Mio. Jahre.
Mir ist durchaus bewußt, dass die galaktische Strahlung und andere Einflüsse auf das Objekt eingewirkt haben.
Und wenn es künstlichen Ursprungs war, durchaus wie ein Schweizer Käse aussehen könnte, wir alle aber kaum die Auswirkungen auf ein uns unbekanntes Material auf so ein langen Zeitraum vorhersagen können.

Ein vielleicht hinkendes Beispiel aus der Paläontologie:
Trotz vollkommener Versteinerung von Zähnen lassen sich mit den heutigen Untersuchungstechniken molekulare eingebettete Reste von DNA bis ca. 150 Mio. Jahre feststellen, darüber hinaus nicht mehr.
Das Zeugs ist/war komplex organisch und ist eben über diesen Zeitraum nicht komplett verschwunden. Ab 150 Mio. Jahre scheint so eine Grenze zu sein, bei der selbst die allerletzten Überreste dann nicht mehr auffindbar sind.

Projiziert man das nun auf ein künstlich hergestelltes Objekt im Weltraum, so spricht doch alles mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dafür, dass sicherlich nicht mehr funktionierende und evtl. auch nicht mehr erkennbare Strukturen doch eine gewaltige "Lebenszeit" haben.

Ich möchte an der Stelle betonen, dass es ja nicht meine Idee mit dem Sonnensegel war, sondern die von
Shmuel Bialy: https://sbialy.wixsite.com/astro
und Abraham Loeb: Professor Abraham (Avi) Loeb
vom Harvard Smithsonian Center for Astrophysics.

Gerade Prof. Loeb ist jetzt nicht gerade ein Nobody in der Astrophsik, sondern einer der wohl besten 10 auf der Welt, die haben ja immerhin auch einen Ruf zu verlieren und werden normalerweise mit Spekulationen ganz vorsichtig umgehen.
 
Da haben wir wohl etwas vorbeigeredet. ;)

Zitat:
"Der Forschungsansatz: unbekannte Materie mit außergewöhnlicher Dichte, die sich nicht mit der anerkannten Enstehungstheorie solcher Asteroiden in Einklang bringen lässt, ist genau so unbefriedigend."

Das ist richtig,

aber vlt. bringt ja dieser etwas Licht in die Welt der Unwissenden

Erich von Daeniken – Wikipedia :lol:
 
Nee jetzt, das muss nicht sein und hatten wir erst vor kurzem hier... :)

Ich verteidige das nicht aufs Blut, sondern fand den Ansatz in einer wissenschaftlichen Arbeit interessant.

Der Ansatz der im Scienceblog gerade diskutiert wird, dass es eine Art "plastisches Methaneis mit erheblichen Helium oder Wasserstoffeinschlüssen und mit einer organischen Staubschicht bedeckt" ist,
klingt um so glaubwürdiger, je länger die Helden da drüben fachsimpeln (ohne es in Gänze zu verstehen, jetzt schmeissen sie sich auch noch Formeln um die Ohren ;) )
 

Oje, du stellst aber Fragen, werter Threshold ;)
Ich habe ja Raketenmotor geschrieben = Triebwerk.

Aber lassen wir mal spekulativ spinnen, was passiert sein könnte.
Die Herren Aliens bauen in ihrem System wahlweise ein Generationenraumschiff oder eine Art Dyson-Sphäre oder oder irgendwas, was wir uns nicht vorstellen können.

Eventuell gibt es in deren System auch eine Art Asteroidengürtel und die denken sich... - Hey, bevor wir das ganze Baumaterial von unserem Heimatplaneten ins All transportieren, lass uns unseren Astro-Gürtel hierfür ausbeuten.

Gesagt, getan.
Also bauen die in jahrzehntelanger Fleißarbeit Raumfabriken auf, um die Rohstoffe sinnvoll (aus deren Sicht) zu verwerten.
Die Asteroiden manövrieren sie mittels Ionentriebwerken zu den Fabriken (oder umgekehrt), kratzen alles an Elementen heraus, was brauchbar ist und übrig bleibt ein mehr oder weniger hohler Rest aus irgendwas nicht weiter Verwertbaren - wahlweise Staub, Eis aus verschiedenen Stoffen usw.

Unser Asteroidenfreund, der uns vor kurzem besuchte, ist dem nächsten abzubauenden Asteroiden "im Weg" und weiter verwerten kann man es auch nicht und das örtliche Raumfahrtprogramm sollte auch noch ungehindert weiter laufen, außerdem stört es die Ästhetik der Aliens, wenn sowas herumflaggt.

Also schnallt man dem Ding ein kleines Ionentriebwerk auf, sagt dem Tower, die stellare Flugroute 08/15 ist die nächsten 25 Jahre blockiert und bremst das Teil so ab, dass es finaly im engen Bogen um deren Sonne swingt und auf nimmerwiedersehen in den Tiefen des Raumes verschwindet.

Davor hat man längst das Ionentriebwerk abgekoppelt, welches wahlweise die nächsten 100 Jahre Alien-Touristen zum nächsten Highlight im System befördert oder schon wieder den nächsten Brocken am Haken hat, oder, oder oder....

50.000 oder 500.000 oder 5.000.000 oder 50.000.000 oder 500.000.000 Jahre später sauste der Brocken zu unserem Erstaunen durch unser System und alle wundern sich, warum er so leicht ist und so ne komische Form hat.


Und wenn es doch ein Raumsegel ist oder war....?
Meist schleppt so ein Raumsegel ja was...
Wir haben aber nix gesehen...
Weil es so weit weg war?
Weil es so klein ist?
Weil die Fracht vorher abgetrennt wurde - absichtlich? Unfall?
Weil "die Fracht" vor Eintritt in unser System eine leichte Kurskorrektur gemacht hat und hofft, die Aliens namens Menschen schauen nur auf das große, zerschlissene komische Ding und bemerken den "Frachtcontainer" nicht?
Wer weiss...
In dem Fall könnte so ein Alien-Artefakt u. U. näher sein, als uns lieb ist und uns vielleicht sogar gerade "zusehen", wie wir hier in den Compi tippen...

Ich glaube, ich mach jetzt mal das Fenster zu und zieh die Vorhänge vor.... :D
 
Und wenn es doch ein Raumsegel ist oder war....?
Meist schleppt so ein Raumsegel ja was...
Wir haben aber nix gesehen...
Weil es so weit weg war?
Weil es so klein ist?
Weil die Fracht vorher abgetrennt wurde - absichtlich? Unfall?
Weil "die Fracht" vor Eintritt in unser System eine leichte Kurskorrektur gemacht hat und hofft, die Aliens namens Menschen schauen nur auf das große, zerschlissene komische Ding und bemerken den "Frachtcontainer" nicht?
Wer weiss...
In dem Fall könnte so ein Alien-Artefakt u. U. näher sein, als uns lieb ist und uns vielleicht sogar gerade "zusehen", wie wir hier in den Compi tippen...

Ich glaube, ich mach jetzt mal das Fenster zu und zieh die Vorhänge vor.... :D

Ein Raumsegel macht wirklich wenig Sinn. Wie schon geschrieben wurde... bei dem was da draussen rumschwirrt ist das ruckzuck durchlöchert wie ein Schweizer Käse.;)
 
Wozu braucht ein Sonnensegel extra ein Triebwerk?
Das Sonnensegel selbst ist ja der Antrieb. Zumindest ist das das Prinzip dahinter.
Nur funktioniert ein Sonnensegel nur dann, wenn der Druck des Sterns darauf hoch genug ist.
Und welche Geschwindigkeit kann ein Flugobjekt mit einem Sonnensegel maximal erreichen?
Und ist es überhaupt in der Lage das eigene Sonnensystem zu verlassen? Wie hoch muss also die dritte kosmische Geschwindigkeit sein?
Und selbst wenn es das Sonnensystem verlassen kann -- wie ist ein Sonnensegel in der Lage, einen anderen Stern zu erreichen?
 
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendein Körper (ich nehme jetzt mal bewußt nicht das Segel in den Mund) auf einer Flugroute von 10 Lichtjahren bei einer durchschnittlichen Partikeldichte von 10hoch6 Teilchen pro Kubikmeter im interstellaren Raum ernsthaft auch nur einen Kratzer abbekommt, ist kurz vor einem 0-Ereignis.
Was aber sehr entscheidend ist, dürfte die hohe Strahlendosis sein.
Wir können nur theoretisch ermitteln, welche Auswirkungen es hat.
Ich habe mal wo gelesen (finde aber den link gerade nicht), dass in 1 Mio. Jahren die interstellare Strahlung bei einem Gesteinsplanetoiden/Astereoiden usw. 2 Micrometer Schichtdicke in flüchtigen Staub verwandeln würde.

Keine Ahnung, wie lange die z. B. von uns verwendeten Materialien für Sonnensegel sich da draussen halten würden:
Sonnensegel (Raumfahrt) – Wikipedia
Das Mylar ist extrem reisfest, wie ich aus meinem Rettungskoffer aus dem Auto her kenne:
Biaxial orientierte Polyester-Folie – Wikipedia
 
Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendein Körper (ich nehme jetzt mal bewußt nicht das Segel in den Mund) auf einer Flugroute von 10 Lichtjahren bei einer durchschnittlichen Partikeldichte von 10hoch6 Teilchen pro Kubikmeter im interstellaren Raum ernsthaft auch nur einen Kratzer abbekommt, ist kurz vor einem 0-Ereignis.
Aber nicht innerhalb von Sonnensystemen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es sowieso immer erstaunlich, dass sich bei Star Trek überhaupt irgendwelche Raumschiffe getroffen haben. :ugly:

Jedenfalls ist die Materiedichte im interstellaren Raum so dünn, dass da nichts passiert. Die ISS selbst ist ja gegen kosmische Strahlung abgeschirmt -- zumindest die wichtigen Systeme.
Ich kann mich erinnern, dass der Alexander Gerst mal davon gesprochen hat, dass die privaten Laptops der Astronauten schon mal Opfer kosmischer Strahlung geworden sind und dann kaputt waren.
Sonden sind ja entsprechend eingepackt, auch um eine gleichbleibende Temperatur im Inneren zu bewahren.
Ein Sonnensegel selbst ist aber jetzt keine Elektronik, die besonders geschützt werden muss.
Wie das aber mit dem Verschleiß aussieht, wird sicher keiner wirklich beurteilen können.

Aber nicht innerhalb von Sonnensystemen. Oder Galaxien.
Ausserhalb von Galaxien vielleicht.

Auch da nicht. Selbst innerhalb des Sonnensystems ist das Vakuum schon echt klasse. Sowas könnten wir im Labor nicht herstellen.
Lustig ist ja in dem Zusammenhang, dass die Flacherdler immer behaupten, dass niemand die Erde verlassen könnte, weil die Temperatur in der Ionosphäre 2000 Grad beträgt und da ja alles sofort schmelzen würde.
 
Ich muß mich korrigieren... ich habe interstellaren mit intergalaktischen Raum verwechselt.

Interstellarer Raum – Wikipedia

Und die Materiedichte müßte im interplanetaren Raum höher sein wenn ich mich nicht irre.:)
Da schwirren auch Gesteinsbrocken von Asteoriden usw rum.
 
Wozu braucht ein Sonnensegel extra ein Triebwerk?
Das Sonnensegel selbst ist ja der Antrieb. Zumindest ist das das Prinzip dahinter.
Nur funktioniert ein Sonnensegel nur dann, wenn der Druck des Sterns darauf hoch genug ist.
Und welche Geschwindigkeit kann ein Flugobjekt mit einem Sonnensegel maximal erreichen?
Und ist es überhaupt in der Lage das eigene Sonnensystem zu verlassen? Wie hoch muss also die dritte kosmische Geschwindigkeit sein?
Und selbst wenn es das Sonnensystem verlassen kann -- wie ist ein Sonnensegel in der Lage, einen anderen Stern zu erreichen?

Du solltest bitte den ganzen Text im Kontext lesen.
Das eine ist ein hypothetisch ausgehöhlter Asteroid (ob durch Aliens oder Natur sei jetzt mal dahingestellt) um die ungewöhnliche Leichtigkeit des Körpers zu erklären (Grundannahme Asteroid)
Und da gibts zwei Szenarien, die eine habe ich mit den Aliens skizzieren und da bedarf es schlichtweg irgend einen Antrieb um einen Asteroiden aus seiner Umlaufbahn zu werfen.
Und wenn es sein natürliches Ereignis gewesen ist, bedarf es gleichermaßen die Energie eines swing-by an einer Sonne, weil sonst bekommt nothing genügend Dampf um aus einem Sonnensystem abzuhauen.

Das Sonnensegel habe ich in diesem Kontext gar nicht thematisiert, sondern da wird lediglich darüber gesprochen, in wie weit irgend ein Material lange genug den interstellaren Raum aushalten kann = keine Ahnung

Unter "Konzept" im Wicki-link kannst du selbst abschätzen, wie viel speed man mit einem Sonnensegel erreichen kann.

Und wenn dat Ding ja mal im interstellaren Raum unterwegs ist, was spricht dagegen, dass es so lange es das Material aushält, für ewig herumfliegt und per Zufall sich zu uns verirrt?
Klar ist es in der Lage irgendeinen anderen Stern zu erreichen, werden unsere Voyager 1 & Co. ja auch irgendwann mal - nur eine Frage der Zeit.
 
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