Der Libyenkonflikt

Ich denke die USA fliegen ihn schon in irgendein Urlaubsparadies, damit er nicht die ganzen dreckigen Geschäfte rausposaunt - vielleicht machts auch der kleine Franzosenzwerg.
 
Aber interessant was aus der FLUGVERBOTSZONE gemacht wurde. Schon weit über tausend tote Zivilisten, und zwar nicht durch Gaddhafi, nein, durch NATO-Bomben:daumen2::daumen2::daumen2:
 
nyso schrieb:
Aber interessant was aus der FLUGVERBOTSZONE gemacht wurde. Schon weit über tausend tote Zivilisten, und zwar nicht durch Gaddhafi, nein, durch NATO-Bomben:daumen2::daumen2::daumen2:

Du vergisst, das jeder Mensch, der von unseren guten Bomben getroffen wird, prinzipiell Gadaffi-Anhänger war und deswegen kein Zivilist sein kann.

Das land wird noch ein paar Jahre Bürgerkrieg haben und iwann wieder einen autoritären Herrscher haben.
 
Aber interessant was aus der FLUGVERBOTSZONE gemacht wurde. Schon weit über tausend tote Zivilisten, und zwar nicht durch Gaddhafi, nein, durch NATO-Bomben:daumen2::daumen2::daumen2:

Tjo - die NATO kann sich in dem Fall wohl sehr sicher sein, dass sie niemand anklagt und eine Erklärung verlangt, was Verwaltungsgebäude und Fernsehstudios für eine entscheidende Rolle beim Einsatz von Kriegsgerät gegen Zivilisten spielen.

(Fällt mir gerade auf: Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass die Rebellen zu 100% die Definition von Unlawful-Combatants erfüllen und somit bei Anwendung US-amerikansichen Rechtes durch Gadaffi beliebig ohne Gewährung von Rechten nach Genfer Konvention oder Strafrecht inhaftiert werden dürften? D.h. ohne Anklage, ohne Anwalt, ohne Mindestanforderungen an die Unterbringung)
 
Klar wird es besser. Für uns...

Gaddhafi hat uns die Ressourcen nicht geschenkt, wenn er weg ist ein willigerer Herrscher eingesetzt der Lybiens Schätze an uns verscherbelt.
 
Gaddhafi hat uns die Ressourcen nicht geschenkt, wenn er weg ist ein willigerer Herrscher eingesetzt der Lybiens Schätze an uns verscherbelt.

Gadaffi hat eigentlich seit ettlichen Jahren sehr bereitweilig mit dem Westen gehandelt, insbesondere mit Europa. Nicht umsonst haben Merkel & Westerwelle vor einem Jahr noch Pläne mit den Energiekonzernen bezüglich Großkraftwerken in der lybischen Wüste geschmiedet.
Das muss jetzt nicht schlechter werden, aber eine demokratisierte Regierung beinhaltet zumindest die konkrete Gefahr, dass der Lebensstandard und damit die Lohnkosten vor Ort steigen. Ganz abgesehen davon, dass auch Lybien am Schutz Europas vor afrikanischen Mirgranten beteiligt war, was in einem totalitären System natürlich vergleichsweise gut funktionierte. Nimmt man noch das potentielle Risiko einer islamistischen Machtübernahme dazu (Gaddafi war zwar früher auch kein Unschuldslamm, aber seit Jahren recht ruhig und vor allem immer nur eingeschränkt vernetzt), stellt der Umschwung definitiv ein Risiko für die westliche Welt dar.
Darum hat man ja die Politik ja auch so lange gar nichts gemacht und sich erst bei den Rebellen angebiedert, als klar wurde, dass es ein Lybien wie in den vergangenen Jahren so oder so nicht wieder geben wird. (Bedacht, welche Folgen ein NATO-Lufteinsatz typischerweise für die Zivilbevölkerung und damit fürs Image des Westens hat, hat aber vermutlich wieder niemand...)


Das wird sicher nicht passieren oder verschenkt Afghanistan was oder der Irak?

Die Preise für ausländische Investoren im Irak sind afaik lächerlich niedrig, Beschränkungen gibt es gar keine und afaik verdienen US-Firmen weiterhin sehr gut an Wiederaufbau und Sicherheitsdienstleistungen. In kleinerem Maßstab gilt das auch für Afghanistan - nur hat man da eben die Rechnung ohne die Afghanen gemacht, die von außen installierte Regierungen von niemandem akzeptieren.
(stark vereinfach ausgedrückt)
 
Die neue libysche Regierung kann das auch als Druckmittel verwenden, wenn sie die Grenzen zu Europa weiterhin "geschlossen" halten sollen. Dan werden sie dafür wirtschaftliche Hilfe fordern.
 
Die sie ja von Deutschland schon zugesagt bekommen haben -> 100 Mio. €, aber als "Kredit". Also zumindest Von Deutschland brauchen sie nichts fordern ... wir liefern das frei Haus! ;)
 
Es wäre deutlich besser man würde mehr Geld in die Herkunftsländer der Flüchtlinge investieren und so das "Übel" an der Wurzel packen. Der Westen ist zwar häufig schnell im Versprechen von Hilfsgeldern, aber davon kommen häufig nur Bruchteile an und dann teilweise auch nur an den falschen Ecken (dunkle Kanäle, bzw. Korruption)
Egal wie viele Mittel man in die Flüchtlingsabwehr an den Außengrenzen der EU steckt, viele Flüchtlinge werden trotzdem immer Wege finden (egal wie riskant) um sich ihren Traum von einem besseren Leben zu erfüllen.
 
Nix da Hilfsgelder. Wir müssten nur mal faire Preise für unsere Ressourcen bezahlen, das Geld kommt dann auch da unten an.

Können wir uns aber nicht leisten, die gesamte westliche Wirtschaft basiert auf den Raubzügen durch ärmere Länder.
 
Nö, aber wenn sie das fordern, ihre Despoten stürzen und demokratisch bestimmen das sie die Preise erhöhen, dann haben wir keine andere Wahl, wenn wir Kaffee wollen;)

Das müssen die Völker aber alleine schaffen. Und da haben wir uns nicht einzumischen. Weder in Ägypten, Syrien, Libyen, Afrika oder sonstwo.
 
Sehr interessant, was für Informationen man vorgetischt bekommt.

Mal sind es die Rebellen, die über den Daumen gepeilt 90% oder auch nur 75% der Stadt eingenommen haben, auf der anderen Seite wiederrum sind doch die Regime-Treuen in der Überzahl.
Mal heißt es, man hätte diesen und jenen in Gewahrsam, dann plötzlich ziert derjenige mit völlig sorgenfreier Miene das Bild der nächsten Schlagzeile, kurz bevor er sich mit seinem Konvoi frei durch die angeblich von wem auch immer besetzte Stadt bewegt.

Wirklich sehr Interessant.
 
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