Der Fall Mindfactory - Heise übernimmt!

Wie würde es denn aussehen, wenn die Neutralität von Geizhals verletzt wird? Für MF niedrigere Preis anzeigen, als sie wirklich sind? Für die Anderen höhere Preise als in echt anzeigen? Billigere Anbieter nicht anzeigen?

Scheinen ja alles Sachen zu sein, die sehr schnell auffallen würden. Schließlich kann man Preise objektiv einordnen.

Neutralitätsprobleme sehe ich da eher in der Berichterstattung über MF. Würde MF z.B. noch in der c't-Rubrik "Vorsicht, Kunde!" auftauchen, in der c't kundenunfreundliche Verhalten von unternehmen anprangert?
 
Tatsächliche Manipulation in Geizhals wäre z.B. unterschiedliche Aktualisierungsintervalle oder durch dysfunktionale Erkennungsmechanismen für dynamische Preisanpassungen. Aber zumindest bislang hat sich das Geizhals-Team neutral in Wettbewerbssituationen verhalten. Zum Beispiel wären mir keine Defizite des PCGH-Preisvergleichs gegenüber des Heise-Pendants bekannt.

Vorteilsnahme würde ich umgekehrt eher bei Mindfactory erwarten: Die haben jetzt in-house direkten Zugriff auf einen enormen Datenschatz an Zugriffsmustern, User-Interessen, Angebotsdynamiken der Konkurrenz und ähnliches. Das sollte Vorteile bei der eigenen Sortiment- und Preisoptimierung bringen.
 
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Wilkommen bei heise:

Screenshot 2025-07-15 195639 - Kopie.png
 
Das ist durchaus spannend. Das erklärt die Pflicht, neue Kundenkonten zu erstellen. Es wird sehr wahrscheinlich so ablaufen, dass die alte Kundendatenbank (vor der Insolvenz) nicht mit übergeht in die neue Gesellschaft, denn sonst hätte man auch darüber informieren müssen. Hier geht es ausschließlich um die Datenbank ab Datenbank-Reset bis 31.07.2025.

Oder anders ausgedrückt. Das sieht ganz schlecht aus mit den Gewährleistungsansprüchen über alte Accounts. Es gibt schlicht keine Datenbank im neuen Unternehmen, auf die man zugreifen könnte.

EDIT

Sieht aber laut Aussage Heise doch gut aus!

 
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Die Gewährleistungsansprüche erwachsen nicht aus den alten Accounts, sondern aus den Rechnungen.
Die existieren garantiert noch bei Mindfactory. Immerhin müssen die für die Steuer 10 Jahre revisionssicher gespeichert werden.
Da spielt auch eine Übernahme keine Rolle.
Lediglich eine Liquidation der Firma würde die Ansprüche wirkungslos machen.
 
Das wäre der Fall, wenn es einen Rechtsnachfolger gäbe. Den gibt es aber nur für bestimmte Assets. Die Mindfactory GmbH wird liquidiert und existiert danach eben nicht mehr. Dementsprechend gilt das auch für die Gewährleistungsansprüche. Es tritt genau der Fall ein, den du beschreibst! Das, was Heise hier macht, ist nichts anderes als eine freiwillige Selbstverpflichtung Gewährleistungsansprüche der Mindfactory GmbH zu bearbeiten. Aber rein rechtlich verpflichtet sind sie nicht. Die neue Heise-Gesellschaft ist schlicht kein originärer Rechtsnachfolger der Mindfactory GmbH, zumindest in Bezug darauf.
 
Irgendwie widersprechen sich die Kundeninformation und die Heise-eigene Meldung.

Kundeninformation: "TSH Telefonbuch Schleswig-Holstein" kauft nur den "Mindfactory Webshop" und benennt sich dann in "heise mindfactory gmbh" um. Da wäre die rechtliche Lage schwierig, denn Gewährleistungsansprüche dürfte man gegenüber der "Mindfactory GmbH" haben, nicht gegenüber deren verkauften Webshop, und was aus dem alten Konzern wird, ist nicht Thema des Schreibens.

Heise-eigene-Meldung: "heise group" kauft das komplette Unternehmen "Mindfactory GmbH" und benennt es in "heise mindfactory gmbh" um. Da gäbe es überhaupt keinen Rechtswechsel und keine Liquidierung, sondern nur einen Eigentümer- und Namenswechsel. Die ändern, soweit ich informiert bin, nicht ans den Rechtsansprüchen. Letztere bestünden weiterhin gegen die "heise mindfactory gmbh" formerly known (für 0,05 Sekunden) as "Mindfactory Gmbh owned by heise group", née "Mindfactory GmbH" (eigenständig).

Vielleicht liegt auch eine Mischung aus beidem vor – denn die heise group könnte nach Kauf der Mindfactory GmbH deren Webshop an das eigene Tochterunternehmen TSH weiterverkaufen. Nur warum wird dann beiden der gleiche, neue Name zugeschrieben? (Und warum gibt es im ganzen Heise Verlag und im gesamten Mindfactory-Bestand keine funktionierende Shift-Taste mehr?)
 
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Das wäre der Fall, wenn es einen Rechtsnachfolger gäbe. Den gibt es aber nur für bestimmte Assets. Die Mindfactory GmbH wird liquidiert und existiert danach eben nicht mehr. Dementsprechend gilt das auch für die Gewährleistungsansprüche. Es tritt genau der Fall ein, den du beschreibst! Das, was Heise hier macht, ist nichts anderes als eine freiwillige Selbstverpflichtung Gewährleistungsansprüche der Mindfactory GmbH zu bearbeiten. Aber rein rechtlich verpflichtet sind sie nicht. Die neue Heise-Gesellschaft ist schlicht kein originärer Rechtsnachfolger der Mindfactory GmbH, zumindest in Bezug darauf.
Schwierig.

Das mag im (theoretischen) Grundsatz vielleicht zutreffen; sieht in der Praxis allerdings schon deutlich anders aus. Gerade die in Beitrag # 1.446 abgebildete E-Mail und die von @PCGH_Torsten in Bezug genommenen Pressemeldungen sprechen stark dafür, dass hier mindestens eine Haftung nach § 25 Abs. 3 HGB in Betracht kommen kann, denn bei einer bloßen Veräußerung des Kundenstammes hätten die Kunden datenschutzrechtlich gesehen einer Übertragung vermutlich zustimmen müssen. Dafür spricht immerhin auch, dass eine Geschäftsübernahme im Interesse von Heise liegen dürfte, um Risiken wie bspw. Insolvenzanfechtungen zu vermeiden, denn vollständig "tot" ist eine Gesellschaft nur mit der Löschung aus dem HR nicht. Auch wirtschaftlich gesehen macht eine Übernahme des Geschäfts Sinn, damit man den Kundenstamm ohne das Risiko, dass Kunden ggf. aufgrund von Vertrauensverlust abspringen, erhält.
 
Das mit dem Thema "Unabhängigkeit" ist zumindest auf Ebene der Geschäftsführung nicht so ganz einfach:


Ansgar Heise ist ebenso als Geschäftsführer am Start = Kopf von Heise.

Spannend, wenn in persona der GF im Journalismus als auch im Handel unmittelbar das Sagen hat und natürlich übergreifend das Wissen hat über alles, was so vor sich geht im Konzern.

In den offiziellen Pressemitteilungen war immer nur von Marcel Kirchner die Rede...
 
Ansgar Heise steht noch bei ein paar mehr Tochterunternehmen als Geschäftsführung drin.
Keine Ahnung, inwiefern das rein nominell ist.
Zur Heise Gruppe gehören inzwischen 31 Marken:


Inklusive dastelefonbuch.de, Das Örtliche und Gelbe Seiten.
Bei Geizhals steht er als Vorsitzender des Aufsichtsrats drin.

Aktuell zeigt die Heise Group 4 Geschäftsbereiche: heise content, heise connect, heise compare und heise Academy.
Für Mindfactory dürfte da ein fünfter Bereich dazu kommen.

Ansgar selbst dürfte bei keiner Marke mehr real Geschäftsfürer des daily business sein. Dafür muss er zu sehr die Gesamtheit betreuen.
 
Das Geschäft der Preissuchmaschinen ist ziemlich hart, da es viel Konkurrenz gibt.
Da kann sich Geizhals Manipulationen nicht leisten.
Viel Konkurrenz? Ich kenne nur noch "Idealo" und "Hardwareschotte".
Aber die finde ich lange nicht so gut und übersichtlich. :ka:

Ich denke aber auch das Geizhals nach der Übernahme neutral bleibt. ;)
 
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Ansgar Heise steht noch bei ein paar mehr Tochterunternehmen als Geschäftsführung drin.
Keine Ahnung, inwiefern das rein nominell ist.

Egal ob nominell oder nicht:
Damit dürfte wohl feststehen, dass die Heise Group nicht nur den Mindfactory Webshop, sondern die gesamte Mindfactory GmbH gekauft hat, sodass diese (mitsamt aller Rechtsansprüche alter Kunden) fortexistiert, auch wenn sie ihren Namen ändern sollte.

Viel Konkurrenz? Ich kenne nur noch "Idealo" und "Hardwareschotte".
Aber die finde ich lange nicht so gut und übersichtlich. :ka:

Ich denke aber auch das Geizhals nach der Übernahme neutral bleibt. ;)

Guenstiger.de und Billiger.de würde mir als auch-Hardware-Preisvergleiche noch einfallen. Ratet mal, wer ersteres besitzt, an letzterem Beteiligt ist und dessen Name mit "H" anfängt?^^
 
Auf die Umstände bzgl. Geschäftsführung etc. will ich gar nicht eingehen; jedoch zum jetzigen Zustand von "MF":

sodass diese (mitsamt aller Rechtsansprüche alter Kunden) fortexistiert, auch wenn sie ihren Namen ändern sollte.
Ob man als Kunde, der einen berechtigten Anspruch (aufgr. von Mangel, Defekt, whatever) bei einem Artikel hat, aus einer möglichen Rechtsnachfolge oder der versprochenen "Kulanz" / dem versprochenen "Service" als "Nachfolger" / "Käufer" ableitet bzw. besser gesagt abgeleitet bekommt in Falle einer Reklamation, das wäre mir als Kunde primär erstmal egal.

Solange ein (berechtigter) Anspruch (meinerseites) bearbeitet und dann - wie auch immer geartet - in meinem Sinne (zufriedenstellend) gelöst wird (Reparatur; Ersatzlieferung; Erstattung Kaufbetrag; whatever) - go for it.

Zumal - berechtigterweise - die wenigsten Kunden (oder gar nahezu niemand) vor einem Kauf die ganze Struktur bei einem Unternehmen "durchleuchten". Bewertungen, Ruf, Erfahrungen, Foren, Portale usw. heranziehen für eine etwaige Entscheidung, klar; mehr jedoch nicht. Und das ist auch vollkommen in Ordnung.

Gemäß:
Kunden, die vor der Insolvenz bei Mindfactory eingekauft haben, erhalten künftig weiter Support von der neuen „heise mindfactory GmbH“.

Solange das für mich als Kunde (und andere Kunden) passt wäre mir die Struktur dahinter vollkommen egal. Also vollkommen. Andere Kriterien klärt man ja vorab über andere Wege ("Bewertungen, Ruf, Erfahrungen, Foren, Portale usw.").

Guenstiger.de und Billiger.de würde mir als auch-Hardware-Preisvergleiche noch einfallen. Ratet mal, wer ersteres besitzt, an letzterem Beteiligt ist und dessen Name mit "H" anfängt?^^
Das lässt sich ja mit wenigen Klicks "klären" :D

# heise group - Marken & Produkte (heisegroup.de)
# Heise Gruppe - Geschäftsbereiche - Online-Preisvergleich (de.wikipedia.org)
# billiger.de (de.wikipedia.org)
 
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Viel Konkurrenz? Ich kenne nur noch "Idealo" und "Hardwareschotte".
Aber die finde ich lange nicht so gut und übersichtlich. :ka:

Ich denke aber auch das Geizhals nach der Übernahme neutral bleibt. ;)
Es gibt noch hardwaresuche.com

Allerdings hat Geizhals bei weitem das beste UI - allerdings war es früher erst bei heise selbst zu sehen und dann viiieeelll später auf der Hauptseite und auch hier bei PCGH.
 
Mich stört, dass es weiterhin nur Vorkasse oder Paypal als Optionen gibt und das bei Vorkasse das Geld ja auf das Konto des Anwalts geht......
 
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