Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Also bei Abbiegeunfälle mit LKWs werde ich nie verstehen warum man da vermeintliches Recht versucht durchzusetzen als Fahrradfahrer. Ich komme aus Berlin und sehe das selber sehr oft, Kopfhörer, Tunnelblick gerade aus gerichtet und dann bei grün geradeaus an der Ampel neben einem rechts blinkenden LKW vorbei. Das ist lebensmüde und es sollte mittlerweile bei jedem angekommen sein, das ist tote Winkel gibt, nicht einsehbare Bereiche. Das hat mein Motorrad Fahrlehrer auch immer gesagt, fahre niemals neben einem Auto im toten Winkel dann lieber schnell davor oder zurück. Denn man kann sich später davon nichts kaufen außer ein Grabstein wo drauf steht aber ich war im Recht gewesen.

MfG

Es geht nicht um sein recht durchzusetzen. Aber wenn ich auf dem Radweg oder der Fahrbahn gerade aus fahre ist es nun einmal so, dass der abbiegende zu warten hat. Nur weil der mehr Masse hat heißt es nicht dass er sorglos darauf los fahren darf da die anderen gefälligst aufpassen sollen.
Btw es gibt übrigens am LKW keinen für das rechts abbiegen relevanten toten Winkel. Das was nicht einzusehen ist ist direkt hinter dem LKW aber nicht links rechts oder vor demselben. Was es aber gibt sind schlecht eingestellte Spiegel von den LKW Fahrern.
 
Ich habe aber gerade den Eindruck, dass sich die Schwächeren Verkehrsteilnehmer an die stärkeren anpassen sollen. Es heißt immer noch gegenseitige Rücksichtnahme in der StVO.
Na ja, der Radfahrer verliert beim Unfall immer, egal ob er nun Schuld hat oder nicht. Wäre zumindest für mich ein guter Grund, besser aufzupassen und unter Umständen auch den stärkeren Verkehrsteilnehmern nachzugeben.
Wenn man es ehrlich betrachtet, dann ist die Zersiedelung der Landschaft, wie wir das heute kennen, eine Folge von hohen Geburtenraten und auch der Vertreibung von Millionen von Deutschen während und nach dem WWII.
Ähm, und vor allem deshalb, weil wir über Jahrhunderte eine Agrargesellschaft hatten?
Da zog man aufs Dorf, weil man dort idyllisch
Ja, genau das ist der Grund, warum man das macht. Lebensqualität, weg von dem ganzen Lärm und Dreck, der Beton- und Steinwüste, den Menschenmassen.
Papa hatte ein Auto, Mama auch, und die Kinder ab einem bestimmten Punkt ebenso.
Wieso hatte? Das ist heute immer noch so.
Und genau diese Entwicklung mit den vielen PKW ist ja auch mit ein Grund, warum bei der Bahn so viele Nebenstecken nicht mehr bewirtschaftet werden.
Die eingleisigen Nebenstrecken waren damals schon nicht für einen besonders regelmäßigen Verkehr zu gebrauchen. Da kann man schlicht keinen tauglichen Takt drüberschicken, wenn der Zug einem entgegenkommenden Zug nicht ausweichen kann. Ich weiß zwar nicht genau, wie unsere Bahnhöfe in der Region vorher aussahen, aber von dem, was noch übrig ist, wird da nicht viel Platz gewesen sein. Und jedes Dorf brauchte einen FDL oder Weichenwärter.
Massenmobilität funktioniert halt nur da, wo man auch Massen hat. Wir können uns sicher darauf einigen, dass man ab einer gewissen Dichte Möglichkeiten schaffen sollte, wie man vom Auto auf den ÖP(N)V wechseln kann. Aber pauschal ist der keine Lösung.
Zum einen werden in der Zukunft immer mehr Dörfer erleben, dass die Einwohnerzahlen abnehmen
Sicher? Die Digitalisierung wirkt dagegen, weil es zunehmend unwichtig wird, wo man sein Büro hat. Homeoffice erlaubt es, auch vom Dorf aus zu arbeiten.
Die Dörfer schwinden vielleicht regional, wo allgemein die Bevölkerung schwindet. Gibt aber auch Gegenden, wo sie stabil bleiben oder gar wachsen, so wie bei uns. Alles voll mit jungen Familien.
während parallel die Konzentration von Dienstleistungen als auch Versorgungsleistungen immer mehr in die Städte stattfinden wird.
Bei kulturellen oder ähnlichen Dienstleistungen ja, Grundversorgung wie Handwerker oder Supermärkte wird das wenig jucken. Im Nachbarort bauen sie schon wieder einen neuen Laden auf und die Gemeinde schaut, wo sie neues Bauland ausschreiben kann. Und besagter Nachbarort hat 6000 Einwohner, mein Dorf 580.
Ich vermute, dass es für bestimmte Einssatzzwecke tatsächlich auch weiter PKW mit Verbrenner geben wird. Ob und wie wirtschaftlich das am Ende sein wird, muss sich zeigen.
Na ja, wenn die Mehrheit E fahren kann, dann schadet das bisschen Diesel auch nicht großartig.
Ja, hast recht! Es sind 35 und nicht 30 km. -.-
Wie kommst du drauf? Die verlinkte Statistik zeigt eine Jahresfahrleistung von ~12.000km/Halter. Macht auf 52 Wochen gerechnet ~230km/Woche, was mir sehr viel realistischer vorkommt. Auf den Tag stimmt's, meinstest du das?
 
Ja. Sehe ich hier auf den Dörfern. Die Bewohner überaltern überdurchschnittlich stark. Die Kinder zieht es in die Stadt, wo sie auch bleiben, weil sie wissen, wie es damals war, als man als Kind auf dem Dorf lebte, und das Leben in der Stadt stattfand. Da hilft auch keine Glasfaser, was mittlerweile in fast jeden dieser Dörfer verfügbar ist. Irrsinniger weise gibt es auf diesen Dörfern zudem sehr viele Gebäude, die von den "Alten" nicht ans GF-Netz angebunden wurden, weil braucht man ja nicht.

Wie kommst du drauf? Die verlinkte Statistik zeigt eine Jahresfahrleistung von ~12.000km/Halter. Macht auf 52 Wochen gerechnet ~230km/Woche, was mir sehr viel realistischer vorkommt. Auf den Tag stimmt's, meinstest du das?
Ja. Hast recht. Ich hatte eingangs von Woche geschrieben. Gemeint war aber am Tag. Es ging mir dabei auch eher darum, dass man bei einer täglichen Nutzung von im Schnitt 30 km das E-Fahrzeug selbst im Winter nur alle paar Tage laden muss. Die Antwort mit der Fahrleistung war direkt auf die Aussage bezogen, dass ja nicht alle ihr Auto mehr oder minder gleichzeitig geladen bekommen, obwohl das gar nicht notwendig ist.

Und besagter Nachbarort hat 6000 Einwohner, mein Dorf 580.
Dann wohnst du ja neben einer Stadt.

Schau dir mal die ländliche Gegend in und um Kiel genau an. Oder die Gegend um Vechta, wo meine Mutter lebt. Oder die Gegend um Warendorf, da wohnt ein anderes Familienmitglied. Dort wird in den kleinenOrten immer mehr an Läden geschlossen, das Angebot eingeschränkt, die medizinische Versorgung konzentriert sich auf eben Kiel, Vechta oder aber Münster.

Da findet das statt, was im Osten teilweise Normalzustand ist.
 
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Schau dir mal die ländliche Gegend in und um Kiel genau an. Oder die Gegend um Vechta, wo meine Mutter lebt. Oder die Gegend um Warendorf, da wohnt ein anderes Familienmitglied. Dort wird in den kleinen Orten immer mehr an Läden geschlossen, das Angebot eingeschränkt, die medizinische Versorgung konzentriert sich auf eben Kiel, Vechta oder aber Münster.
Frage dich warum und was danach passiert!

Die Läden müssen schließen, weil die Discounter und/oder der online Handel für den Konsumenten vollumfänglich preiswerter ist. Und selbst wenn die Leute nicht beim Discounter oder online einkaufen wollen, viele können es sich einfach nicht mehr leisten. Was bekommt eine Frau die zwei Kinder aufgezogen hat und in einem landwirtschaftlichen Betrieb bis zum 60 Lebensjahr gearbeitet hat für eine Rente? Mit Glück keine Mindestrente ohne dabei die Witwenrente zu berücksichtigen. Warum ist das so? Ein lange Geschichte ... aber alles hausgemachte Probleme!

Was passiert sage ich dir. Alles was es sich leisten kann zieht in die Städte und dort passiert dadurch das, was hier so massiv moniert wird. Wer trägt die Verantwortung?
 
Da findet das statt, was im Osten teilweise Normalzustand ist.
Selbst eine Stadt ist nicht davor gefeit zu schrumpfen. Um es an einem Beispiel deutlich zu machen: Wolfen-Nord. Zu DDR Zeiten als Trabantenstadt für Chemiearbeiter errichtet, welche zum Schluss über 35000 Einwohner hatte. Mittlerweile nur noch bei 6000 Einwohner, weiter fallend. Seit der Wende massiver Rückbau bzw. Abriss von Wohngebäuden. Oder auch Suhl. Früher Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks mit über 56000 Einwohner, wo auch große Neubaugebiete errichtet wurden. Seit der Wende wegzug, Leerstand, Abriß und mittlerweile rund 20000 Einwohner weniger.
Zu dem Thema empfiehlt sich auch vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung die interaktive Karte über Wachsen und Schrumpfen von Städten und Gemeinden:
 
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Ja. Hast recht. Ich hatte eingangs von Woche geschrieben. Gemeint war aber am Tag. Es ging mir dabei auch eher darum, dass man bei einer täglichen Nutzung von im Schnitt 30 km das E-Fahrzeug selbst im Winter nur alle paar Tage laden muss. Die Antwort mit der Fahrleistung war direkt auf die Aussage bezogen, dass ja nicht alle ihr Auto mehr oder minder gleichzeitig geladen bekommen, obwohl das gar nicht notwendig ist.
Wer will für die paar Kilometer mehr fürs E-Auto bezahlen um mehr Aufwand zu haben?
Die Mehrkosten bekommste nie wieder rein.

Die ganze E-Autogeschichte wurde falsch angegangen, es hätte kleine Autos (UP, Arosa usw.) UND günstige Autos gebraucht um in der Stadt hin und her zu kommen...dazu bräuchte man auch endlich mal ein Konzept, das Mieter die Kisten über Nacht an ihren Wohnungen/Parkplätzen laden können.
Ich persönlich würde einen Teufel tun und nach 1-2 Stunden zum Auto zu rennen und umzuparken.
 
Ja. Sehe ich hier auf den Dörfern. Die Bewohner überaltern überdurchschnittlich stark.
Es gibt natürlich extrem abgelegene Gegenden, wo das passiert. Da wohnen aber nur wenige. Allgemein findet sich hier in RLP eher das Bild, das ich beschreibe. Einen Schwung Dörfer mit 200-800 Einwohner, die praktisch alle im EFH oder aber in der zugehörigen Einliegerwohnung leben und auch oft einen Parkplatz auf dem Grundstück haben (oder es Bockwurst ist, wenn sie auf der Straße parken, weil einem meistens eh niemand entgegen kommt), oder aber die Kleinstadt mit 3000-30.000 Einwohnern, wo es dann Mehrfamilienhäuser gibt und die Leute auch vermehrt auf der Straße parken. Da fährt dann auch häufiger ein Bus. In den Dörfern inzwischen stündlich, meistens jedoch ziemlich leer, wenn es nicht gerade zur Schule geht.
Dazu gibt es dann noch die Großstädte mit 100.000 Einwohnern aufwärts, wo regelmäßig Busse fahren.
Das bringt aber alles nichts, wenn die Arbeit dann in einem anderen Ort ist.
Die jungen oder auch nicht mehr so jungen Familien ziehen dann oft aufs Dorf. Da liegt das Einkommen bei 2-4k/Person im Monat. Klar, wenn die Kinder groß sind, dann ziehen die oft irgendwo hin, um zu studieren. Machen aber nur die mit höherem Bildungsabschluss. Der Rest arbeitet halt als Handwerker, im Geschäft und was es noch so an Berufen gibt, wo man in Person anwesend sein muss und die zur üblichen Versorgung zählen. Und meistens haben dann auch die Handwerker ein EFH, auch wenn das immer wieder geerbt oder aber zu guten Teilen mit Schwarzarbeit bezahlt ist.
Ja. Hast recht. Ich hatte eingangs von Woche geschrieben. Gemeint war aber am Tag. Es ging mir dabei auch eher darum, dass man bei einer täglichen Nutzung von im Schnitt 30 km das E-Fahrzeug selbst im Winter nur alle paar Tage laden muss. Die Antwort mit der Fahrleistung war direkt auf die Aussage bezogen, dass ja nicht alle ihr Auto mehr oder minder gleichzeitig geladen bekommen, obwohl das gar nicht notwendig ist.
Wenn ich eins hätte, dann würde ich es auch einfach daheim anstecken und gut wäre. Aber da wäre dann immer noch die Reichweitenproblematik, die sich alle paar Wochen stellt und das Problem, dass es immer noch kein einziges E-Auto gibt, was mir ästhetisch gefällt und nicht mit nervigem Schrott ausgestattet ist. Zur Verteidigung, letzteres ist auch ein Problem jedes modernen Verbrenners.
Dann wohnst du ja neben einer Stadt.
Kleinstadt, wohlgemerkt. Aber auch da ist das Auto kein Problem. Den Bus gebrauchen nur die wenigen, die wirklich kein Geld haben.
Schau dir mal die ländliche Gegend in und um Kiel genau an. Oder die Gegend um Vechta, wo meine Mutter lebt. Oder die Gegend um Warendorf, da wohnt ein anderes Familienmitglied. Dort wird in den kleinenOrten immer mehr an Läden geschlossen, das Angebot eingeschränkt, die medizinische Versorgung konzentriert sich auf eben Kiel, Vechta oder aber Münster.

Da findet das statt, was im Osten teilweise Normalzustand ist.
Das ist sehr schade um die Regionen. Wir hier haben das Glück, dass wir recht gut an Autobahn und größere Bundesstraßen angebunden sind, über Rhein und Mosel viel bewegt wird und die Flüsse auch Touristen anlocken.
Wer dann einigermaßen fleißig ist, der kann es zu bescheidenem Wohlstand bringen. Und deshalb läuft die Region auch. Von draußen kommt genug Geld, die Gegend ist dank ihrer bestehenden Versorgung attraktiv, optisch ansprechend und daher wollen Leute auch hier leben. Solange es das Auto gibt, bleibt es bei dem Modell auch. Das Auto unattraktiv zu machen treibt Leute in die Städte, killt alle ländlichen Regionen, weil die ohne individuelle Mobilität gar nicht oder nur zu sehr hohen Kosten funktionieren. Dann muss alles in die Städte und die Wohnraumgeschichte wird noch ätzender. Und die Schere zwischen Arm und Reich wird noch größer, wohlgemerkt.
 
oder es Bockwurst ist, wenn sie auf der Straße parken, weil einem meistens eh niemand entgegen kommt
Das ist weniger Bockwurst sondern von der StVO so vorgesehen.
und die Leute auch vermehrt auf der Straße parken
wo sonst?
oder aber zu guten Teilen mit Schwarzarbeit bezahlt ist
was sollen solche Unterstellungen?
Aber da wäre dann immer noch die Reichweitenproblematik, die sich alle paar Wochen stellt
Was sicher zu lösen ist, wenn man wollte.
Den Bus gebrauchen nur die wenigen, die wirklich kein Geld haben.
Okay vom Wohlhabenden bin ich in diesem Thread nun zu jemanden der wirklich kein Geld hat geworden. Ach ist das schön.
 
Das ist sehr schade um die Regionen. Wir hier haben das Glück, dass wir recht gut an Autobahn und größere Bundesstraßen angebunden sind, über Rhein und Mosel viel bewegt wird und die Flüsse auch Touristen anlocken.
Wer dann einigermaßen fleißig ist, der kann es zu bescheidenem Wohlstand bringen. Und deshalb läuft die Region auch. Von draußen kommt genug Geld, die Gegend ist dank ihrer bestehenden Versorgung attraktiv, optisch ansprechend und daher wollen Leute auch hier leben. Solange es das Auto gibt, bleibt es bei dem Modell auch.
Das kann man für die Metropolregionen hier auch so schreiben. Es ändert aber nichts an der Altersstruktur der Gesellschaft und den in dessen Folge eintretenden Veränderungen. Vielleicht hast du ja in deinem Dorf neben der Stadt an der Autobahn und bei Bundesstraßen Glück, dass dorthin junge Menschen ziehen. Aber hier, neben Autobahnen und Bundesstraßen in der Nähe zum Meer sieht das abseits der Metropolen so aus, dass auf den Dörfern eher die Jahrgänge 1930-1960 leben. Die Älteren, weil die entweder da schon immer lebten oder nach dem Krieg dort angesiedelt wurden, die Jüngeren sind entweder die Erben der Älteren oder gingen Mitte 1970er bis 1980er aus der Stadt in die "Idylle" am Arsch der Welt, wo man schon damals ohne Auto nix wurde.

Kurzum: Der demografische Wandel wird ziemlich viele vergreiste und teilweise verlassene Dörfer hinterlassen. So wie im Osten das jetzt schon ist.
Das Auto unattraktiv zu machen treibt Leute in die Städte, killt alle ländlichen Regionen, weil die ohne individuelle Mobilität gar nicht oder nur zu sehr hohen Kosten funktionieren. Dann muss alles in die Städte und die Wohnraumgeschichte wird noch ätzender. Und die Schere zwischen Arm und Reich wird noch größer, wohlgemerkt.
Die Städte werden aufgrund des demografischen Wandels ja genau das Gleiche durchleben wie die Dörfer. Wohnraummangel wird in 15 Jahren jedenfalls nicht mehr das bestimmende Thema sein. Und mit der abnehmenden Bevölkerung wird auch der individuelle Personennahverkehr deutlich geringer werden und die Auslastung des ÖPNV ebenfalls deutlich entspannter werden. Mit dem Wandel werden noch mehr Versorgungsleistungen und Einkaufsmöglichkeiten in Städten konzentriert.

Ich finde das alles grundsätzlich nicht toll, aber wer heute 15 Minuten mit dem Auto in den nächstgrößeren Ort zum Einkaufen fahren muss, der wird sich schon recht bald umschauen, wie es um ihn/sie/es immer einsamer wird, weil die Häuser in der Nachbarschaft keine Mieter bzw. Käufer finden.

was sollen solche Unterstellungen?
Ist schon ein ordentlicher Funke Wahrheit an seinen Worten.
 
Ein Auto vorzuhalten ist sicher praktisch aber kostet auch ein Schweinegeld.
Das war alles schon 2005 in meiner Wohnortwahl mit eingerechnet, und 10 Jahre später beim Kauf der Wohnung nochmals überdacht.

Entweder, ich pendele >20 Jahre mit dem Rad, ÖPNV oder zur Not selten mal 4-5km mit dem Auto zur Arbeit und halte dafür das Auto für die Privatfahrten vor.

Oder ich ziehe nach München, schaffe das Auto ab und pendele jeden Tag 3h mit dem ÖPNV zur Arbeit.

Die nächste Autovermietung ist 1h Zugfahrt entfernt (eine Richtung reale Fahrtzeiten inkl. Umsteigen, wenn die Bahn mal ohne Ersatzverkehr oder Streik fährt). Und da ich Sonntags Abends mit der Bahn von dort noch nicht mehr nach Hause käme, ist mind. ein Miettag mehr fällig. Dazu zwei Urlaubstage, da man in D ja keine halben Urlaubstage nehmen darf.

Das neue Auto ist nur deshalb ein riesiger Astra PHEV geworden, weil es keinen Corsa/Polo o.Ä. PHEV mit akzeptabeler Reichweite gibt (an BEV braucht man da garnicht zu denken). Ich brauche kein 5m langes Dickschiff aber auch keins, bei dem ich alle 10km nachladen/nachtanken muss.

Jedes Auto kostet wenn es vor der Tür steht. Daher ist die Dauerverfügbarkeit eines eigenen Automobiles, unabhängig vom Antrieb, sicher bequem und praktisch aber halt auch Sauteuer.
Klar, 100k€ mehr für die ETW wäre auch "günstig" gewesen. Dafür wäre der Autovermieter per ÖPNV problemlos zu erreichen. Es gibt halt nicht nur Großstadtmenschen in D.

E-Autos haben eine völlig ausreichende Reichweite für die meisten Menschen. Insbesondere wenn man anfängt Mobilität neu zu denken, da ist die Reichweite so gut wie kein Problem.
Ist halt dumm, wenn man nicht zu den meisten Menschen in D zählt und damit nicht die Statistik erfüllt. Aber klar, einfach alle Hobbies abschaffen oder zusätzlich unbezahlten Urlaub nehmen, und schon passt das ganze.

Für lange Strecken nimmt man die Bahn.
Transportieren muss auf/für seine Seiten nichts oder am Ziel mobil sein (und zwar ohne den dort nicht vorhandene ÖPNV) auch nicht. Fahren kann man auch, wann es der Bahn passt und nicht, wenn es die eigene Zeitplan grob vorgibt. Ich warte schon auf meine Rente, wenn ich das meiste davon erfülen kann, weil Zeit keine Rolle mehr spielt.

Ich kann auch von hieraus (40km südlich von München) nach Lahr/Schwarzwald oder Oberstdorf mit dem Zug fahren. Braucht halt mind. doppelt so lange wie mit dem Auto und mind. einen Tag mehr Hotelaufenthalt, weil nach Veranstaltungsende keine Züge mehr fahren.

Alternativ streiche ich einfach all meine Hobbies und freue mich darauf, als reicher Mann auf dem Friedhof zu landen. Die Himmelfahrtstouren bei den Versuchen, die genantnen (und einige andere abgelegenere) Orte mit dem ÖPNV zu erreichen, haben mir gereicht.

Der Hauptgrund, Freitags Nachts 600km nach Bonn zu fahren, hat sich auf natürliche Weise mittlerweile fast gegeben.

Quatsch! sagt Dir jemand der auf dem Land wohnt.
Ich kann auch problemlos von 563€ Netto im Monat + Wohngeld leben. Spaß macht mir das aber nicht, daher gehe ich arbeiten. Und so lange mir die Politik nicht unersagt, meinen Hobbies nachzugehen, warte ich auf ein eAuto, das in nahezu allen für mich relevanten Belangen an einen Verbrener (oder zur Not PHEV) heran kommt. Die Anforderungen sind aber weitab von dem, was sich die Politik für ihren Durchschnittsbürger erträumt.

So wie ganz viele andere auch. Eins der Hindernisse der Mobilitätswende.
Unsere Lokalploitik sieht das anders. (a) Pflicht zum eigenen Stellplatz bei Neubauten oder Gebäudeerweiterungen (außer, die Stadt baut selber) (b) Erhöhung der ÖPNV-Kosten um 50-200% durch den "sinnvollen" Beitritt zum MVV am 01.01.2025. Selbst mit dem Verbrenner wäre ich zur Arbiet nur halb so teuer, mit Strom nur 1/3 davon. Plus weiterem Zusatznutzen des PKW.

Gehst Du eigentlich noch aus dem haus und nimmst am Straßenverkehr teil
Wenn ich bei jedem Einkauf zu Fuß von 1-2 Radfehren auf dme reinen Bürgersteig umgefahren werden (und das sind keine Kinder bis 12, ja die dürfen dort nur bis 10 Jahre fahren), dann frage ich mich eher, ob ich mit dem Auto nicht sicherer unterwegs bin. Dem Ordnungsamt und der Polizei ist es egal, die lieben Fußgänger machen ja freiwillig Platz. Da fällt mir ein, ich wollte beim nächsten Einkauf mal meinen Stockschirm mitnehmen.
 
Die ganze E-Autogeschichte wurde falsch angegangen, es hätte kleine Autos (UP, Arosa usw.) UND günstige Autos gebraucht um in der Stadt hin und her zu kommen...
Das haben die Chinesen gemacht. Hier dachte sich "der Markt" man bekommt Geld vom Staat und bietet teure Fahrzeuge an. Damit sollte die Entwicklung der Technik für den Massenmarkt bezahlt werden. Wie gut das geklappt hat, nun ja, man sieht es.

dazu bräuchte man auch endlich mal ein Konzept, das Mieter die Kisten über Nacht an ihren Wohnungen/Parkplätzen laden können.
In den 1950er und 60er Nachkriegsinnenstädten hat man derlei Konzepte nicht gebraucht und auch nicht absehen können. Man muss sich nur mal die Doku zum 50sten des Elbtunnels anschauen, was es für Pläne für die Stadt gab, die man zum Glück nicht umsetzte!

Ich persönlich würde einen Teufel tun und nach 1-2 Stunden zum Auto zu rennen und umzuparken.
Das ist dann dein ganz persönliches Lebenspech. Immerhin lebt gut die Hälfte der Menschen in diesem Land in einem Eigenheim. Ein Drittel der Menschen im EFH. Ich finde keine Zahlen von Mietern in EFH. Ich schätze so, dass es 5-8 % sind. 6 % haben ein ZFH. Also könnte man ganz grob sagen, dass fast die Hälfte der Leute in diesem Land auf "eigenem" Grund das Fahrzeug laden kann. Weiter muss man festhalten, dass man bei Neubauten in der Stadt nicht nur Parkplätze, sondern auch Lademöglichkeiten vorweisen muss. In der Tendenz ist das alles gar nicht so problematisch, wie das immer dargestellt wird, und es wird von Jahr zu Jahr besser. Noch sind 10 Jahre + x Zeit.

Ich habe 'nen Kumpel in Hamburg, der muss seinen E-Skoda abends tatsächlich noch mal umparken. Er meinte auch, dass das zwar nervt, aber er immerhin noch einen kleinen Spaziergang macht, was ja auch nicht unbedingt ungesund ist. ;)
 
Vielleicht hast du ja in deinem Dorf neben der Stadt an der Autobahn und bei Bundesstraßen Glück, dass dorthin junge Menschen ziehen.
Mit Sicherheit, weil das schon die ganze Zeit so ist. Glück für mich, würde ich sagen. Oben in der Eifel oder im Hunsrück werden paar aber in die Röhre schauen, die nicht nahe an Autobahn und Bundesstraße sind. Sieht man ja jetzt schon, wie die Orte in der Nähe der größeren Straßen rein zufällig bisschen größer als weiter weg sind.
Nur, die Infrastruktur verschwindet ja nicht und die Idylle des Dorfes lockt weiterhin, solange man dank Individualmobiliät auch irgendwo hinkommt.
Kurzum: Der demografische Wandel wird ziemlich viele vergreiste und teilweise verlassene Dörfer hinterlassen. So wie im Osten das jetzt schon ist.
Klar, das wird für einige Orte passieren.
Die Städte werden aufgrund des demografischen Wandels ja genau das Gleiche durchleben wie die Dörfer. Wohnraummangel wird in 15 Jahren jedenfalls nicht mehr das bestimmende Thema sein.
In Berlin mit Sicherheit noch. Die Hauptstadt wird immer Wohnraummangel haben, selbst wenn nur noch 20 Millionen im Land leben würden. :ugly:
Überall sonst wird es in 50 Jahren vielleicht ganz ruhig. Nur glaube ich nicht so recht dran. Es gibt da noch so einen Elefanten im Raum, den ich jetzt nicht ansprechen will.
Und mit der abnehmenden Bevölkerung wird auch der individuelle Personennahverkehr deutlich geringer werden und die Auslastung des ÖPNV ebenfalls deutlich entspannter werden.
Ja, und genau deshalb werden mehr Bahnlinien gestrichen. Entweder das oder der Bund nimmt paar Billionen in die Hand, um das Schienennetz auf Vordermann zu bringen, und muss jährlich viele Milliarden dazugeben, damit die Bahnpreise nicht explodieren.
Ich finde das alles grundsätzlich nicht toll, aber wer heute 15 Minuten mit dem Auto in den nächstgrößeren Ort zum Einkaufen fahren muss, der wird sich schon recht bald umschauen, wie es um ihn/sie/es immer einsamer wird, weil die Häuser in der Nachbarschaft keine Mieter bzw. Käufer finden.
Ein Glück, dass es bei mir 5 Minuten sind. Die Läden sind übrigens alle in den letzten 20 Jahren gebaut wurden, als das eine Eck zum Industriegebiet erklärt wurde und sich Aldi, Lidl, Rewe und noch paar andere angesiedelt haben. Alle mit großen Parkplätzen. Die Supermärkte im Städtchen drin sind alle schon längst geschlossen.
Von daher, die Region lebt vom Auto. Ohne geht's nicht.
Unsere Lokalploitik sieht das anders. (a) Pflicht zum eigenen Stellplatz bei Neubauten oder Gebäudeerweiterungen
Finde ich zumindest für Orte ab 1000 Einwohner oder für Durchgangsstraßen sinnvoll.
Das haben die Chinesen gemacht. Hier dachte sich "der Markt" man bekommt Geld vom Staat und bietet teure Fahrzeuge an. Damit sollte die Entwicklung der Technik für den Massenmarkt bezahlt werden. Wie gut das geklappt hat, nun ja, man sieht es.
Da musst du differenzieren.
Neue Technik kommt üblicherweise immer aus dem Rennsport über den gehobenen Markt in den Mainstream. Die Technik selbst entwickelt sich dadurch auch.
Das Problem mit den dicken Karren ist ein anderes und lässt sich auf 2 Faktoren zurückführen.
1. Akkus sind teuer.
2. Der SUV hat die Limousine als beliebtes Modell verdrängt und allgemein geht der Trend zu immer größeren Autos. Die EU befeuert das mit steigenden Anforderungen an Knautschzonen, Abgasnachbehandlung bei Verbrennern und dem Zwang zu Assistenten noch, sodass die Preise weiter steigen. Dadurch können sich vermehrt nur noch Leute mit mehr und mehr Geld ein Auto leisten. E-Mobilität wird also zum Luxusprodukt oder man muss mit arg begrenzter Reichweite leben.
Immerhin lebt gut die Hälfte der Menschen in diesem Land in einem Eigenheim. Ein Drittel der Menschen im EFH.
Nun, im Ausland sind es teilweise >90%.

Ich würde mich ja vom E-Auto überzeugen lassen, wenn es das Design einer Limousine aus den 80ern-2000ern hätte, alles über analoge Anzeigen und Knöpfe läuft und nichts piept, außer ich drücke das Knöpfchen. Dann könnte ich auch über die Reichweite hinwegsehen, weil der Karren nicht nervt.
So fahre ich halt weiter Autos von vor dem Dieselskandal. Danach kam meiner Meinung nach nur noch Scheißdreck.
 
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Das ist dann dein ganz persönliches Lebenspech. Immerhin lebt gut die Hälfte der Menschen in diesem Land in einem Eigenheim. Ein Drittel der Menschen im EFH. Ich finde keine Zahlen von Mietern in EFH. Ich schätze so, dass es 5-8 % sind. 6 % haben ein ZFH. Also könnte man ganz grob sagen, dass fast die Hälfte der Leute in diesem Land auf "eigenem" Grund das Fahrzeug laden kann. Weiter muss man festhalten, dass man bei Neubauten in der Stadt nicht nur Parkplätze, sondern auch Lademöglichkeiten vorweisen muss. In der Tendenz ist das alles gar nicht so problematisch, wie das immer dargestellt wird, und es wird von Jahr zu Jahr besser. Noch sind 10 Jahre + x Zeit.

Ich habe 'nen Kumpel in Hamburg, der muss seinen E-Skoda abends tatsächlich noch mal umparken. Er meinte auch, dass das zwar nervt, aber er immerhin noch einen kleinen Spaziergang macht, was ja auch nicht unbedingt ungesund ist. ;)
Lebenspech würde ichs nicht nennen, ich wohne aufn Dorf im Teil eines EFH zur Miete mit 3 kostenlosen Parkplätze.
Mich betrifft das nicht.
Aber es gibt halt die Blöcke mit täglicher Parkplatzsuche, wenn man einen gefunden, gibt man den für den Tag nicht mehr her.
 
Das ist dann dein ganz persönliches Lebenspech.
Wow, das ist genau das Thema was immer wieder aufkommt. Du sprichst von "Lebenspech", aber in Wirklichkeit hat dir im Eintrittsfall die Politik das eingebrockt! Und das macht m.M.n. für viele einen riesen Unterschied. Du selbst bist nicht betroffen, schwingst Reden und sprichst von vorgeschobenen Gründen, wenn die Leute nicht sofort und ohne zu hinterfragen das geforderte blind umsetzen. Wir werden in Kürze sehen was die Bürger davon halten.
 
Okay! Hier habt mich.

Ich wähle jetzt die AfD oder zumindest die CDU und hoffe, dass ich bald mit einem Privatflugzeug meine Reisen mache. Zum Einkaufen werde ich mir jetzt einen LKW kaufen, da muss ja jeder Platz machen und wenn der Einkauf größer ist bekomme ich da auch alles rein.

Danke, dass meine Wahlentscheidung lediglich zwei Optionen zur Auswahl hat. Denke ich werde jetzt eine Münze werfen.
 
Wow, das ist genau das Thema was immer wieder aufkommt. Du sprichst von "Lebenspech", aber in Wirklichkeit hat dir im Eintrittsfall die Politik das eingebrockt! Und das macht m.M.n. für viele einen riesen Unterschied. Du selbst bist nicht betroffen, schwingst Reden und sprichst von vorgeschobenen Gründen, wenn die Leute nicht sofort und ohne zu hinterfragen das geforderte blind umsetzen. Wir werden in Kürze sehen was die Bürger davon halten.
Halt den Ball mal flach. Er meinte, er sei zu faul für's öffentliche Laden seines Fahrzeuges nach 2h die Kiste umzuparken, und du machst da so einen Schwall draus.

Aber es gibt halt die Blöcke mit täglicher Parkplatzsuche, wenn man einen gefunden, gibt man den für den Tag nicht mehr her.
Da ist ja durchaus richtig. Und wenn man lange genug gräbt, dann wird man immer wieder wen finden, wo findet ein Haar in der Suppe. Schlussendlich muss man sehen, wo was wann nicht passt. Vor der Umstellung infantil "DAS GEHT ABA NICH!" zu schreien ist so typisch Deutsch.

Das war aber nicht deine Ansage. Da ging es um Faulheit. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das war aber nicht deine Ansage. Da ging es um Faulheit. ;)
FAulheit=Zeitersparnis, zumal ich eh erstmal penne, wenn ich um 18-9 Uhr von der Arbeit komm. :ugly:
Ich komm ja nun aus nem Neubau/Altbaugebiet, wenn man da Abends kommt, wartet man minimum ne halbe Stunde bis zu 1,5 Stunden auf nen Parkplatz...und fährt halt immer wieder seine Runde.
Man war das ne Scheißzeit...
 
Man war das ne Scheißzeit...
Ich weiß, was du da meinst. Kann das aus leidlicher Erfahrung nachvollziehen.

Mir geht es nur darum, dass der Neuwagenverkauf für Verbrenner ab 2035 erst endet. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man netterweise noch 5 Jahre draufpackt, weil man noch immer nicht gelernt hat, wie lahm, borniert und zukunftsbehindernd wir Deutsche in Summe sind. Man erinnere sich nur an das Auto als Modeerscheinung und das Neuland Internet. Aber wir bekommen in aller Regel den Hintern aus'm Quark gezogen. Das wird bei E-Mobilität nicht wirklich anders laufen.
 
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