Der Auto-Thread

Hab ich doch oben alles geschrieben: Ein einfaches System kann man mit Relaistationen halbwegs irritieren, aber die Scheibe einschlagen geht eh schneller.
 
Keyless Go lohnt sich nur für fette oder alte Menschen, die einmal im Auto platziert, nur noch mit Mühe den Autoschlüssel aus der Hose gefummelt bekommen. Ich jedenfalls würde mir kein Keyless Go mehr holen.

Keyless go ist natürlich nur ein Komfortgewinn, so wie elektrische Fensterheber auch keine neue Funktion an sich mitrbingen sondern nur den Komfort steigern. Und das nicht nur für alte und fette Menschen. Ich jedenfalls werde mit kein Auto mehr ohne Keyless go holen, da es im Alltag wirklich sehr praktisch ist.

Ich fahre jetzt den zweiten Tag einen Passat Alltrack Variant. Der hat fast alles ausser Keyless go, da merkt man erstmal wie sehr man sich daran gewöhnt. In meinem Auto ist jedenfals das Zündschloss "jungfrau", da man den Schlüssel wirklich nie braucht.

Aber das ist eben mit allen Extras so, die schärfsten Kritiker sind oftmals die, die solche Features nicht haben oder eine schlechte Umsetzung davon hatten. Was glaubst du wie oft ich mir schon anhören durfte wie sinnlos ein Navi, ESP und sonstwas alles ist? Und das in der Regel von Leuten die aktuelle Systeme nur aus der Autobild kennen :lol: .
 
Die Möglichkeiten sind mannigfaltig :-) .
Einige Hersteller geben einem eine Fernbedienung im Handyformat mit auf den Weg, andere ein Teil was so billig verarbeitet ist, dass es sich in "Staub auflöst" oder z.B. war bei dem Challenger den ich im Urlaub hatte keine Sensorig in den Türen verbaut, sondern ein abstehender Plastikdruckknopf. Und so gibt es eben viele Details die besonders gut oder eben schlecht gemacht sein können.
 
Vor einiger Zeit war ich mit einem Kollegen in einem Auto mit Keyless Go unterwegs. Es war ne Beurteilungsfahrt, d.h. nach einiger Zeit haben wir die Plätze getauscht. Als wir dann wieder im Werk ankamen, bin ich ausgestiegen (den Schlüssel in der Hose) und der Kollege in die Garage gefahren. Hat wunderbar funktioniert. Wenn der jetzt noch ne Runde gedreht hätte und unterwegs den Motor ausgemacht hätte, dann wäre er in der Pampa gestanden und den Bock nicht mehr anbekommen...

Persönlich würde ich für sonen Schnickschnack kein Geld ausgeben. Ohne mich jetzt in die Materie (sprich Preise) eingelesen zu haben ist es mit Sicherheit auch völlig überteuert. 5€ Technik für 880€ Aufpreis (beim 3er). Gut vlt. kostet das System BMW im EK auch ein wenig mehr, aber um die 800€ dürfte der Gewinn schon betragen...

Sorry ich muss dich leider etwas enttäuschen, aber für 5€ gibts in der Entwicklung kein Keyless go, gerechnet auf Bauteile, HW und SW Entwicklung auf das einzelne Steuergerät heruntergerechnet. (Ich arbeite in dem Umfeld als SW Entwickler)
Was dein beschriebenes Thema hier anbelangt:
Wir empfehlen hier den jeweiligen Herstellen bei gewissen Triggern, also z.B. Türe schließen, explizit zu prüfen ob sich noch ein Schlüssel im Innenraum befindet. Ist dies nicht der Fall muss laut unseren Empfehlungen der Fahrer über eine Meldung (optisch oder akustisch) gewarnt werden. Dies wird so von einigen Herstellern auch gemacht, aber ob es alle machen weiß ich nicht.
 
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Die Möglichkeiten sind mannigfaltig :-) .
Einige Hersteller geben einem eine Fernbedienung im Handyformat mit auf den Weg, andere ein Teil was so billig verarbeitet ist, dass es sich in "Staub auflöst" oder z.B. war bei dem Challenger den ich im Urlaub hatte keine Sensorig in den Türen verbaut, sondern ein abstehender Plastikdruckknopf. Und so gibt es eben viele Details die besonders gut oder eben schlecht gemacht sein können.

Das betrifft dann aber nicht Keyless Go, sondern alle Modelle, mit oder ohne Zaubertürchen. Zumindest, wenn der Hersteller für seine Autos identische Schlüsselformen/Materialien verwendet. Und irgendwas mit Plastikdruckknöpfen ist kein Keyless Go.

Was die reine Funktion von Keyless Go angeht, man kommt, macht auf, steigt ein drückt auf den Startknopf und ab gehts. Da gibts nix gut oder schlecht.

Ich glaube, bei mir heißt das übrigens "Hands Free". Zumindest hatte ich bei dem Paket ein Kreuzchen gemacht.


Wir empfehlen hier den jeweiligen Herstellen bei gewissen Triggern, also z.B. Türe schließen, explizit zu prüfen ob sich noch ein Schlüssel im Innenraum befindet. Ist dies nicht der Fall muss laut unseren Empfehlungen der Fahrer über eine Meldung (optisch oder akustisch) gewarnt werden. Dies wird so von einigen Herstellern auch gemacht, aber ob es alle machen weiß ich nicht.

Bei mir warnt da nix. Ich weiß aber auch, dass sich die Karre nicht abschließt, weil ich auf dem Wochenendgrundstück von meinen Eltern das Auto auch mal über nen Tag geparkt lasse und der Schlüssel liegt drinne. Die Innenbeleuchtung dimmt sich nach ner Zeit aus. Das ist das Einzige, was passiert.
 
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Sorry ich muss dich leider etwas enttäuschen, aber für 5€ gibts in der Entwicklung kein Keyless go, gerechnet auf Bauteile, HW und SW Entwicklung auf das einzelne Steuergerät heruntergerechnet. (Ich arbeite in dem Umfeld als SW Entwickler)

Nun, da ich auch ein wenig Erfahrung in der Entwicklung besitze kann ich schon nachvollziehen, dass es ein wenig teurer ist als die von mir überspitzt gewählten 5€, aber es liegt wesentlich näher an den 5€ als an den 880€. Wenn man nur die Bauteile heranzieht, so würde es mich wundern wenn diese mehr wie vlt. 30€ kosten würden. Entwicklung drauf wobei die je nachdem entweder als Umlage auf den Teilepreis für eine gewisse Zeit über die Laufzeit oder aber als Entwicklungsgelder während der Entwicklung (was normalerweise besser ist) gezahlt wird und das Ganze muss eigentlich wesentlich unter 50€ kosten...

Die Höhe der Entwicklungsleistung hängt ja stark davon ab, die wievielte Generation entwickelt wird. Anfangs wirds mehr sein, wenn die Firma schon Erfahrung hat, dann gehts vermutlich / hoffentlich schneller und billiger.
 
Bei mir warnt da nix. Ich weiß aber auch, dass sich die Karre nicht abschließt, weil ich auf dem Wochenendgrundstück von meinen Eltern das Auto auch mal über nen Tag geparkt lasse und der Schlüssel liegt drinne. Die Innenbeleuchtung dimmt sich nach ner Zeit aus. Das ist das Einzige, was passiert.
Naja unterscheidet sich ja nicht wirklich zu einem "normalen" Schlüssel. Wenn du ihn im Fahrzeug hast kannst auch schlecht mit dem gleichen Schlüssel abschließen. Ziel ist halt, ein Schlüssel darf nicht eingeschlossen werden können ohne das sicher gestellt ist, dass ein weiterer Schlüssel vorhanden wäre mit dem man das Fahrzeug wieder öffnen kann. Ebenfalls muss ja verhindert werden das jemand einen im Fahrzeug liegenden Schlüssel dazu nutzt ein Auto entriegeln zu können.

Nun, da ich auch ein wenig Erfahrung in der Entwicklung besitze kann ich schon nachvollziehen, dass es ein wenig teurer ist als die von mir überspitzt gewählten 5€, aber es liegt wesentlich näher an den 5€ als an den 880€. Wenn man nur die Bauteile heranzieht, so würde es mich wundern wenn diese mehr wie vlt. 30€ kosten würden. Entwicklung drauf wobei die je nachdem entweder als Umlage auf den Teilepreis für eine gewisse Zeit über die Laufzeit oder aber als Entwicklungsgelder während der Entwicklung (was normalerweise besser ist) gezahlt wird und das Ganze muss eigentlich wesentlich unter 50€ kosten...

Die Höhe der Entwicklungsleistung hängt ja stark davon ab, die wievielte Generation entwickelt wird. Anfangs wirds mehr sein, wenn die Firma schon Erfahrung hat, dann gehts vermutlich / hoffentlich schneller und billiger.
Das ist klar, dass die Entwicklungskosten nicht im geringsten etwas mit den Mondpreisen zu tun haben die die OEMs nachher dafür verlangen. Der genaue Preis variiert dann natürlich abhängig von gewissen Faktoren (Anzahl verbauter Antennen, wie viel generische SW kann verwendet werden, usw.)
Bei uns besteht so ein Keyless Go System SW seitig aus einer generischen Basis-SW die in sämtliche Projekte verteilt wird. Daran angeschlossen werden dann halt die speziellen Kundenfunktionen, also konkret die Krypto und eine Master oder High-Layer Komponente die das vom Kunden gewünschte Verhalten abdeckt, also konkret wann wird gesucht, wie oft, wann gebe ich dem Fahrer eine Warnung, ... Da ist dann natürlich vieles möglich und im Normalfall nicht wiederverwendbar und somit jedes mal neu zu entwickeln.
 
Für net mal nen Fuffi einkaufen und für 880€ verkaufen... Da sage noch einer was zu Apple und deren Mondpreisen... Die Margen bei Sonderausstattung bei Autos sind z.T. noch deutlich höher, aber irgendwie diskutiert da niemand drüber. Die Obstpreise hingegen sind beinahe ein "Politikum".
 
Man sollte aber auch nicht vergessen, dass eine Technik erstmal entwickelt werden muss.

Die Umsetzung des Endergebnisses und die Materialkosten mögen "niedrig" sein. Aber davor gibt es mehrere Entwicklungsschleifen.

Von Motoren werden z.B. mehrere Baustufen konstruiert, zig Prototypen hergestellt und diese getestet. Bei jeder Baustufe wird optimiert und die Fertiger müssen neue Prototypenwerkzeuge (z.B. für Gussteile) herstellen. Bis zum Serienmotor kommen da schon ein paar Kosten zusammen. Ist ja nicht so, dass der Motor einmal von Anfang an richtig und perfekt konstruiert wird und ohne Tests dann verbaut werden kann.

So ein Getriebe von Getrag dürfte auch ein Mehrfaches dessen kosten, was die Materialkosten und die Endumsetzung "wert" sind. (Ich meine hier ist jemand von der Firma :) )


Und bei Techniken wie Keyless Go müssen die Kosten auf wenige Schultern verteilt werden. Ist ja nicht so, dass diese Technik in allen Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Irgendwann wird es dann günstiger.
Aber klar sind manche Sachen überteuert. Ein Navi für 2000€ dürfte mit nichts zu rechtfertigen sein.
 
Sicher, aber das ist in den "50€" ja schon drin. Es ging hier um die Differenz zwischen dem was der Zulieferer bekommt und dem was der OEM vom Endkunde verlangt. Und der hat fast keine Entwicklungskosten für so ein Zukaufteil, schlägt aber locker mal 900% drauf.
 
Naja, die Entwicklungskosten trägt der OEM natürlich auch. Der Zulieferer wird das nicht selber zahlen.

Es gibt ja einmal die Kosten pro finalem Bauteil und die vorherigen Entwicklungskosten dafür. Es werden ja nicht alle Kosten im Preis des Endproduktes eingepreist. Könnte immer sein, dass der OEM den Zulieferer wechselt. Also wird jeder Zwischenschritt der Entwicklung schonmal abgerechnet. Kommt auch vor, dass mehrere Zulieferer parallel entwickeln und der OEM sich später für ein Produkt entscheidet - bezahlen muss er trotzdem alles.

Kenne ich z.B. direkt von Turboladern. Garret und BWTS entwickeln parallel. Beide bekommen Änderungswünsche und irgendwann fliegt einer raus - muss ja trotzdem alles bezahlt werden.

(Ob das so ok ist, ist ne andere Sache, aber es gibt mehr Kosten als die offensichtlichen)
 
Klar muss die Technik entwickelt werden, aber wir reden hier ja nicht von einem Überlichtantrieb. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber die Entwicklungskosten für ein System wie Keyless Go dürften maximal im unteren 1-stelligen Millionenbereich liegen, wenn überhaupt. Zumal es sich hier ja auch um keine neuen Entwicklungen handelt sondern zum Großteil um Adaptionen bestehender Technik auf die Umgebungen der jeweiligen OEMs. Wie ich schon geschrieben habe, sind die weiteren Generationen dann auch immer billiger, weil eben Erfahrung besteht, die ersten Kostenrunden gelaufen sind, Lessons-learned zu greifen anfängt usw.

Ich kann dir jetzt hier keine Kalkulation von Getrieben offenlegen, aber du wärst überrascht wie gering der Anteil der Entwicklungskosten pro Getriebe ist. Die Verkaufpreise setzen sich zum weit überwiegenden Teil aus Material und Fertigungskosten bzw. Einkaufskosten die bei den Zulieferern entstehen zusammen. Auch die Gewinnmarge ist weit von der entfernt, die z.B. ein BMW bei einem der DKGs erzielt...
 
Das hängt vom OEM, vom Umfang der Vorentwicklung und vom Zweck ab. Das da Kosten getragen werden gibts natürlich. Wobei die Vorentwicklung von der eigentlichen Entwicklung getrennt betrachtet werden muss. Dafür gibts natürlich Geld in irgendeiner Form.
 
Zappaesk schrieb:
Das hängt vom OEM, vom Umfang der Vorentwicklung und vom Zweck ab. Das da Kosten getragen werden gibts natürlich. Wobei die Vorentwicklung von der eigentlichen Entwicklung getrennt betrachtet werden muss. Dafür gibts natürlich Geld in irgendeiner Form.
Genau. In der Regel muss man da halt vorlegen in der Hoffnung genommen zu werden. Erst mit nem endgültigen Entwicklungsauftrag gibts dann auch Geld.
 
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