Der Auto-Thread

Sollte die Elektronik das nicht verhindern?
Wie soll das denn gehen? Wenn leer, dann leer.
Wenn die HV Batterie leer ist fällt auch das nachladen der 12V Batterie aus, die dann sehr schnell auch platt ist.
Ohne 12V Versorgung fällt das BMS aus und die Batterie ist sich selber überlassen. Kein Balancing mehr oder Überwachung.


Was ist das denn für ein Märchen?
Bitte mal eine Quelle dazu.

1. Wenn es wahr sein sollte, selber Schuld wenn man auf die akutischen Signale beim Einstecken des Ladesteckers nicht achtet.
2. Garantiefall wenn nicht Schuldhaftes verhalten (Mutwilliges Tiefenentladen etc.) denn die volle Kapazität kann vom User nicht voll ausgenutzt werden. Bei Anzeige von 0% gibt es eine reale Restkapazität 3-5%, oben genauso, 100% sind nicht 100% sondern eher ~97%
Das kommt u.a. der Lebensdauer des Akkus zu Gute da nicht volle Ladezyklen gefahren werden können.
Die meisten Hersteller geben 8 Jahre und 160k km auf den Fahrakku.




Viele Grüße,
stolpi
Eine Quelle? Soll ich die Kundendaten hier posten und vielleicht auch noch ein Foto von dem Privatauto und ein Link zu Instagram, damit hier jeder mal nachfragen kann? :lol:
Garantie greift nicht wenn man seinen Akku durch falsche Benutzung schrottet. Das Auto leer stehen lassen ist laut so ziemlich jeder Bedienungsanleitung von egal welchem eAuto strengstens verboten.
Du bekommst doch auch keinen neuen Motor, wenn du dein Motoröl trotz Warnmeldung nicht auffüllst/auffüllen lässt. Selber kaputt gemacht, selber bezahlen.

Ist übrigens nicht die erste Batterie die ich wegen Tiefentladung tausche. Die anderen waren aber alles Firmenwagen und kein Privatauto. Passiert meistens bei Hybrids, die sowieso nie geladen werden und dann lange Zeit nicht benötigt auf irgendeinem Firmengelände rumstehen.
 
Ja bitte.

Ist ein Garantiefall da das so einfach nicht passieren darf es sei denn, man legt Hand an.

Wenn das BMS den Fahrakku trennt gibt es keine weitere Entladung. Und wenn die 12V Batterie in die Knie geht sollte das BMS dafür sorgen das diese wieder geladen wird und nur kurz den Fahrakku belastet oder, um so einen Fall wie von dir beschrieben zu vermeiden, den 12V Akku drauf gehen lassen bevor der Fahrakku tiefentladen wird.

Wir haben gerade in der Anfangszeit ein paar mal den Akku auf unter 0% gefahren und wegen Schichtarbeit 10-14 Tage nicht laden können.
Jedesmal hatte sich der Akkustand um 1-2% erholt, die 12 Volt Batterie war noch nie platt und ist auch jetzt noch Original.

So oder so, dein Fall ist ein Garantiefall.



Viele Grüße,
stolpi
 
Woher soll das BMS denn die Energie nehmen um die 12V Batterie nachzuladen? Wenn beide Batterien leer sind kann es die ja nicht einfach so aus der Luft saugen.

Eine Batterie durch Benutzerfehler tiefentladen ist auf jeden Fall keine Garantie. Gibt in jeder Bedienungsanleitung Anweisungen wie man das Auto auf eine längere Standzeit vorbereiten soll.

Ob die Geschichte des Kunden wirklich so stimmt kann ich halt auch schlecht nachvollziehen, ich kann es nur so wiedergeben wie ich es gehört habe. Das BMS erkennt aber eine benutzerbedingte Tiefentladung sehr zuverlässig und lässt sich dann selbstverständlich auch nie wieder freischalten. Da ist es ziemlich egal wie es dazu gekommen ist.
 
Sollte die Elektronik das nicht verhindern?
Ja - aber deren Möglichkeiten sind begrenzt.
Die Elektronik versucht natürlich Tiefentladungen zu verhindern. Das bedeutet sie drosselt stark die Leistung und schaltet dann ab bevor was passiert. Problem dabei: Erstens spart man sich bei vielen e-Autos die galvanische Trennung (das würde ja 100€ mehr kosten...) so dass eine abgeschaltete Batterie nicht 100% stromlos ist und zweitens kann keine Elektronik der Welt die interne Selbstentladung einer Batterie unterbinden.
Das bedeutet die Elektronik rettet Batterien vorm spontanen tiefentladen - kann aber nichts dran machen wenn jemand die Batterie auf 0 runterfährt und dann wochenlang in die Ecke stellt...

Dass wenn sowas passiert das die Schuld des Nutzers ist liegt auf der Hand. Der hat sein Gerät so zu betreiben wies in der Anleitung steht. Auf 0 fahren und lange so stehen lassen ist praktisch der sichere Tod für ein E-Auto (wobei das dennoch ziemlich lange dauern sollte, also einige Wochen). Natürlich ist aber auch das Argument "passiert bei nem Verbrenner sicher nicht" valide - der verlangt einfach viel weniger "Gedanken" des Nutzers.
 
Es gab doch jetzt sogar Diskussionen, dass im Binnenschiffverkehr private Boote und Yachten auf Elektro umgestellt werden sollen und evtl. später dann nur noch Elektro erlaubt ist.

Da gibts genau das gleiche Problem:
Viele Leute haben ihr Boot das ganze Jahr über nur am Rumstehen und fahren dann mal im Sommer 5h damit.
Der Verbrenner verbraucht da ein paar Liter Sprit und macht keine Probleme.
Das Elektro-Boot muss eigtl. permanent am Strom anegschlossen sein und verbraucht Energie, weil der Akku auf einem gesunden Level gehalten werden muss.
Sonst ist nach nem dreiviertel Jahr der Akku tiefentladen und 25k EUR schrott.

Die Geschichte von TheBadFag hört sich schon sehr unglücklich an, würde das aber auch nicht für unrealistisch halten. Wenn keine Energie mehr da ist, dann ist keine Energie mehr da und das Fahrzeug kann nichts retten.
Ich glaube auch kaum, dass der Otto-Normal-Kunde sich großartig Gedanken um den Akku macht. Das wird einfach genutzt wie mans braucht und Punkt. Da verzeiht ein E-Auto eben nicht alles.
 
Geladen für mehrere Monate lagern macht einem Lion Akku nicht wirklich was. Das bekommt mein (und sicher nicht nur meiner) E-Bike Akku auch jedes Jahr ab.
 
Das bedeutet die Elektronik rettet Batterien vorm spontanen tiefentladen - kann aber nichts dran machen wenn jemand die Batterie auf 0 runterfährt und dann wochenlang in die Ecke stellt...
Das reicht mir nicht. Dafür ist das echt teuer.
Ich hatte letztens ein Handy rausgeholt, das 2 Jahre oder länger in der Schublade lag. Aufgeladen, eingeschaltet. Läuft.
 
Ich hatte letztens ein Handy rausgeholt, das 2 Jahre oder länger in der Schublade lag. Aufgeladen, eingeschaltet. Läuft.
Wenn der Akku vorher nicht auf 0 war ist das auch kein Problem.
Nen Lithiumakku kannste auf 50-60% laden und 5 Jahre in die Ecke legen. Wenn die Ecke nicht grade in der prallen Sonne ist und der Akku gekocht wird hat er jahre danach dann halt 20% Rest und ist noch fit.

Geht bei E-Autos auch, nur nicht so extrem lange da die Batterien nicht komplett getrennt sind. Du kannst aber ein E-Auto auf 80% laden und ein Jahr hinstellen. Dann sind die Standschäden an Reifen usw. größer als die am Akku der dann zwar die Hälfte verloren hat aber nicht tiefentladen ist. Nur wie gesagt - leerfahren und DANN ewig abstellen ist tödlich. Übrigens auch für Handyakkus.
 
Nach der Zeit ist jeder Aku auf Null.
Nach 2 Jahren? Nö. Moderne (vollständig getrennte!) Lithiumionenakkus liegen so bei 1-2% Selbstentladung pro Monat (auch wenn ältere Quellen noch 3-4% angeben). Wenn du den auf 60% lädst und weglegst dauert es mindestens 30 Monate bis er schlappmacht. Wenn du ihn innen Kühlschrank legst dauerts nochmal wesentlich länger.

Nur ist das eben genau das Problem - stellste einen Karren mit "1%" wie in dem Beispiel oben hin dauerts 1-2 Wochen bis er auf 0 ist... dann sind noch ein paar prozent Sicherheitspuffer da (weil die 0 eben nicht reale 0 sind) aber nach weiteren 4-6 Wochen biste dann praktisch bei -3% oder sowas und dann killen sich die Zellen sehr schnell.
 
Nach der Zeit ist jeder Aku auf Null.
Liion Akkus können ohne Verbraucher locker 10 Jahre lagern ohne leer zu werden. ...vorrausgesetzt mal legt sie nicht leer in die Ecke.

Lithium basierte Batterien können sogar noch viel länger lagern. Ich habe hier Energizer 1,5V AA Lithium Batterien die ca. 25 Jahre alt und quasi immer noch voll sind.
 
Batterien sind was völlig anderes.
Ich hab hier Energizer Ultimate Lithium Zellen liegen da steht drauf "Best before 12-2039" - und die liegen schon seit vor Corona hier inner Schublade. :haha:
Das Modell hat 20 Jahre Haltbarkeitsdatum ab Produktion.
Pffffff deine riechen doch noch ganz frisch... :schief:

20230903_132620.JPG

use by 2012 :lol: ...und ja, auch belastet bricht die Spnnung nicht ein :D
 
Nach 2 Jahren? Nö. Moderne (vollständig getrennte!) Lithiumionenakkus liegen so bei 1-2% Selbstentladung pro Monat (auch wenn ältere Quellen noch 3-4% angeben). Wenn du den auf 60% lädst und weglegst dauert es mindestens 30 Monate bis er schlappmacht. Wenn du ihn innen Kühlschrank legst dauerts nochmal wesentlich länger.
Frag mich doch nicht, wie voll der Handy Akku war, als das teil in der Schublade kam.
Fakt ist, dass das teil tot war. Ohne Ladung startete das Teil nicht mal.
Und es hat locker 30 Sekunden gedauert, bis du es nach dem Einstecken und laden einschalten konntest.
 
Und das ist halt der Haken.
Erstmal muss dieses vollständige Trennen überhaupt möglich sein und zweitens muss der planlose Verbraucher ohne Ahnung, daran denken den Akku auf 60% zu laden und vollständig zu trennen.
Der Kunde kann nur der Bedienungsanleitung folgen und das Auto in den Langzeit Standmodus setzen und vorher laden. Vorraussetzung ist das Fahrzeug hat so eine Funktion.

Von selber trennen oder irgendwelchen Eingriffen ins HV System würde ich jedem ohne passende Ausbildung sehr dringend abraten.

Dieses 60% laden zum weglegen ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich relevant. Klar ist es besser einen Akku bei 40-60% zu lagern, jedoch schadet es einem eAuto auch nicht wenn man es mit 100% wegstellt. Ganz im Gegenteil ist es sogar besser, weil man es dann 40% länger stehen lassen kann ohne das etwas kaputt geht.
Lieber einen Akku der minimal schneller gealtert ist, als einen Akku, der kaputt ist.


Das wichtige an der ganzen Sache ist das Stichwort "Bedienungsanleitung". Wenn man keine Ahnung hat wie man sein Auto lagert, kann man es da nachlesen. Wenn der Hersteller verlangt die Kiste darf nicht länger als Zeit X ohne Ladung stehen, dann ist so.
Bei Verbrennern war das halt nie ein großes Thema, weil man da außer einer kaputten 12V Bleibatterie, einer Ladung schlechten Sprit und ein paar eckigen Reifen nichts hatte, was kaputt gehen konnte. (ausgenommen Fahrzeuge mit Biosprit)
 
einer Ladung schlechten Sprit und ein paar eckigen Reifen nichts hatte, was kaputt gehen konnte.
Was auch nicht korrekt ist. Alterung hast du Immer.
Ich kenne genug Autos, die nach langer Standzeit defekte Bremsen (verrostet) und poröse Leitungen hatten. Dazu durch gerostete Tanks, kaputte Benzinpumpen, defekte Zündkerzen, Zündkabel etc.
 
Es kommt immer drauf an wo das Auto steht und wie lange. Klar das nach 20 Jahren Standzeit alle Sachen aus Gummi kaputt sind. Das sind sie aber auch wenn man das Auto fährt. Wirklich teuer ist das aber alles nicht was da beim Verbrenner kaputt gehen kann.
 
Wenn man jetzt mal von verrosteten Karossen usw. absieht, ist das Teuerste, was beim Verbrenner kaputt gehen kann, der Motor.
Solang man nicht wer weiß was für einen V8 oder so hat, ist man mit grob 10k dabei und er ist ersetzt.
Meist reichen aber auch günstigere ressourcenschonende Reperaturen.

Beim E-Auto ist der Akku das teuerste Bauteil und verhältnismäßig empfindlich bei falschem Umgang, was mal locker 20k sein können.
Kaputte Drive Units abseits der Garantie sind auch lustig.

Und dann wird großes Tamtam um die ach so günstigen Wartungs-/Reperaturkosten gemacht.
Wenn es doof läuft kann man sich von den Reperaturen mehrere Verbrenner kaufen.
 
.... e-Autos die galvanische Trennung (das würde ja 100€ mehr kosten...) so dass eine abgeschaltete Batterie nicht 100% stromlos ist .


Die Hochvoltakkus werden über ein Relais komplett getrennt, gesteuert vom BMS oder per Hand (Soll-Trennstelle 12Volt BMS Versorgungskabel, trennen der 12 Volt Batterie, entfernen der manuellen Sicherheits-Brücke im Auto).
Der Akku ist in diesen Zustand von seiner Akkuchemie abhängig was mögliche Selbstentladung oder der Zell-Erholung angeht (Temperaturabhängig).





Viele Grüße,
stolpi
 
Zurück