Der Auto-Thread

Es ist schon lustig wie die Leute mit der Zeit das fahren verlernen... Parkdistance Control, Reifendrucksensor, Bremsassistent, ESP usw usw... die haben die Leute vor 20 Jahren es nur geschafft ohne diese immens wichtigen Features zu fahren? Wie gut das die Leute noch alleine Lenken können, aber auch dafür gibt es bestimmt bald abhilfe. :devil:

Man sollte vielleicht nicht ganz so narzistisch an die Sache herangehen. Zum einen ist niemand in jeder Situation perfekt und zum anderen sind so viele Spinner unterwegs, da sollte das Fahrzeug schon so viele Schutzmaßnahmen wie möglich mitbringen, da keiner von uns gerne in irgendeiner Form in einen Unfall verwickelt sein möchte.

Was die ach so bösen Reifendrucksensoren angeht - mal abgesehen davon das bei vielen Fahrzeugen einfach Drehzahlunterschiede über die ABS Sensoren gemessen werden, sprich es ist nur ein Stück Software - wenn man auf einer längeren Etappe unterwegs ist, werden die Wenigsten alle 50 km ihre Reifen checken. Die Elektronik macht es mehrmals pro Sekunde, insofern fällt es mir mehr als schwer daran was negatives zu erkennen.
 
Es geht nicht um Sicherheit, ein Auto kann gut und gerne 20 Airbags haben (was ich persönlich begrüßen würde). Aber mal ehrlich sind wir mittlerweile schon so weit das man ohne PDC nicht mehr ordentlich einparken kann? Die ganzen Helfer haben auch einen Nachteil, nämlich das die Fahrer sich an diese gewöhnen und bei einem ausfall dann ganz schnell blöd aussehen könnten. Mir geht es grundsätzlich nicht nur um das Gewicht, sondern einfach das der Fahrer total verweichlicht wird... für alles gibt es einen Assistenten und irgend ein Knöpfen was man drücken kann.

Wie gesagt Sicherheitsrelevante Parts eindeutig "JA", den Rest kann mna gut und gerne weg lassen. Spart Geld und "Gewicht"...
 
Es geht nicht um Sicherheit, ein Auto kann gut und gerne 20 Airbags haben (was ich persönlich begrüßen würde). Aber mal ehrlich sind wir mittlerweile schon so weit das man ohne PDC nicht mehr ordentlich einparken kann? Die ganzen Helfer haben auch einen Nachteil, nämlich das die Fahrer sich an diese gewöhnen und bei einem ausfall dann ganz schnell blöd aussehen könnten. Mir geht es grundsätzlich nicht nur um das Gewicht, sondern einfach das der Fahrer total verweichlicht wird... für alles gibt es einen Assistenten und irgend ein Knöpfen was man drücken kann.

Das ist eine These die logisch nachvollziehbar und faktisch falsch ist. Es gibt keinerlei Informationen das die Unfallzahlen durch Assistenzsysteme zunehmen. Insofern schön gedacht aber falsch.

Wie gesagt Sicherheitsrelevante Parts eindeutig "JA", den Rest kann mna gut und gerne weg lassen. Spart Geld und "Gewicht"...

Naja, genauso wenig wie ich zuhause auf eine Heizung oder Klimaanlage verzichten möchte und dabei gerne das Risiko in Kauf nehme das ich bei -30° schneller eine Erkältung bekomme als jemand der sein Leben lang im freien campiert hat. Möchte ich auch beim Auto jeden erdenklichen Komfort haben, schliesslich möchte man es ja dort wo man sich aufhällt gerne schön haben.

Was natürlich nicht heißen soll das mein Weg der einzig Wahre ist
 
Zu PDC: Das ist zum Teil auch einfach dem Design der Autos geschuldet. Schaut man sich die Aussenform und die Fensterfläche eines BMW 2002 an wird schnell klar warum man den auch so ganz gut einparken kann. Die Bauweise ist aber weder besonders Windschlüpfrig noch sicher beim (Fußgänger-) Unfall.

Auf der IAA stand ein Lambo der an der Front "Ultraschalllöcher" in der Schüze hatte. DAS finde ich dann auch übertrieben(und vor allem ziemlich hässlich, bei einer so schmalen Lippe fallen die dann doch auf), bei einem Alltagsauto spricht imho aber nichts dagegen.

Zu den Reifendrucksensoren:
So wie es aktuell aus sieht wird die Messung auf Grund von ABS Sensoren mit den in den USA kommenden und afaik auch in der EU angedachten verpflichtenden Anforderungen nicht mit kommen. Was die Dinger nämlich nicht merken ist gleichmäßiger Druckverlust auf allen Reifen. So ein intelligentes Ventil, was dann nötig wird, wiegt aber deutlich weniger als die durchschnittliche Alufelge an Auswuchtgewichten drauf hat, macht also effektiv keinen Unterschied.

Was man gegen ABS und Bremskraftverstärker(intelligent oder nicht) haben kann entzieht sich eh meiner Wahrnehmung.
 
Die Zeiten ändern sich eben, was nichts damit zu tun hat, dass man das Fahren verlernt. Nicht umsonst heißt es: Stillstand = Rückschritt. Als ich vor fast 20 Jahren meinen Führerschein gemacht habe gab es z.B. fast nur schwarze Stoßstangen aus Kunststoff, lackierte Stoßfänger waren meist den großen Fahrzeugen vorbehalten. Wenn man da mal beim Rangieren gegen ein anderes Fahrzeug gestoßen ist (oder wäre), gab es so gut wie nie einen nennenswerten Schaden - zudem war die Verkehrsdichte im Gegensatz zur heutigen Zeit fast lachhaft. Nimmt man dagegen ein aktuelles Auto und touchiert jemanden anderes, dann vergleiche mal die Reparaturkosten. Inkl. Montage, evtl. ein Neuteil und Lackierkosten, kann eine Stoßfängerreparatur leicht >1000 - 2000 Euro kosten, weshalb ich z.B. auf mein PDC (vorne und hinten) nicht mehr verzichten mag. Sicher ist das ein nice-to-have-Feature, erspart aber viel Ärger.

In Punkto Sicherheitsfeatures sollte heute zumindest jedes Fahrzeug neben ABS auch mit ESP ausgerüstet sein, da es die Fahrsicherhet deutlich steigert. Dinge wie Bremsassistent, Rückrollsperre usw. sind sicher auch nicht verkehrt, aber eben noch nicht in jeder Fahrzeugklasse angekommen.
Sicherheitsfeatures sollen definitiv drin sein:daumen:
Rückrollsperre,klar, angenehm zu haben, ABER man kann auch mit Handbremse anfahren ;)
In meinem Auto hab ich ABS drin, ESP wäre auch gut, aber da mach ich mir keinen Kopf drum :)
Letztens beim Fahrsicherheitstraining meinten auch beide Dozenten/Fahrlehrer (wie nennt man die?) in meinem Auto wäre ESP drin. Unmöglich ist es also nciht das Auto stabil zu halten^^
Das ist eine These die logisch nachvollziehbar und faktisch falsch ist. Es gibt keinerlei Informationen das die Unfallzahlen durch Assistenzsysteme zunehmen. Insofern schön gedacht aber falsch.

Er hat doch klar ausgedrückt dass er Sicherheitsfeatures definitiv unterstützt und auch gerne in seinem Auto haben würde.



Naja, genauso wenig wie ich zuhause auf eine Heizung oder Klimaanlage verzichten möchte und dabei gerne das Risiko in Kauf nehme das ich bei -30° schneller eine Erkältung bekomme als jemand der sein Leben lang im freien campiert hat. Möchte ich auch beim Auto jeden erdenklichen Komfort haben, schliesslich möchte man es ja dort wo man sich aufhällt gerne schön haben.

Was natürlich nicht heißen soll das mein Weg der einzig Wahre ist
Reine Gewöhnungssache :P
Ich mach die Klima im Auto auch nie an, eigentlich könnte ich das ausbauen, spart Gewicht :-D

Zu PDC: Das ist zum Teil auch einfach dem Design der Autos geschuldet. Schaut man sich die Aussenform und die Fensterfläche eines BMW 2002 an wird schnell klar warum man den auch so ganz gut einparken kann. Die Bauweise ist aber weder besonders Windschlüpfrig noch sicher beim (Fußgänger-) Unfall.

Auf der IAA stand ein Lambo der an der Front "Ultraschalllöcher" in der Schüze hatte. DAS finde ich dann auch übertrieben(und vor allem ziemlich hässlich, bei einer so schmalen Lippe fallen die dann doch auf), bei einem Alltagsauto spricht imho aber nichts dagegen.

Zu den Reifendrucksensoren:
So wie es aktuell aus sieht wird die Messung auf Grund von ABS Sensoren mit den in den USA kommenden und afaik auch in der EU angedachten verpflichtenden Anforderungen nicht mit kommen. Was die Dinger nämlich nicht merken ist gleichmäßiger Druckverlust auf allen Reifen. So ein intelligentes Ventil, was dann nötig wird, wiegt aber deutlich weniger als die durchschnittliche Alufelge an Auswuchtgewichten drauf hat, macht also effektiv keinen Unterschied.

Was man gegen ABS und Bremskraftverstärker(intelligent oder nicht) haben kann entzieht sich eh meiner Wahrnehmung.

Er hat ja gesagt dass er Sicherheitsrelevante Assistenzsysteme begrüßt.
Nur will er eben keine die nicht wirklich notwendig sind ;)
 
Meint ihr bei 200 - 230PS (ohne ESP, Sperrdiff usw) lohnen sich schon Semi Slicks? Bin bei den Setupfahrten Dunlop SP9000 gefahren und habe schnell gemerkt das die Traktions relativ am Limit war. Jedoch finde ich SemiSlicks bei so einer niedrigen Leistung irgendwie übetrieben... was sagt ihr dazu?
 
Für die Piste klar, auf der Strasse sind die Dinger imo aber so oder so unverantwortlich.
Nach deutscher Gesetzgebung müsste man dafür doch eigentlich auch spätestens bei Regen Ärger bekommen, schließlich soll man ja "den Witterungsbedingungen angepasste Reifen" fahren.
 
Semislicks sind meines wissen wie normale Reifen zu betrachten habe sie M und S dürfte man damit sogar bei Schnee und Eis fahren!:ugly:

Zum Thema ESP (alles physikalisch un theoretisch!):
Jedes Auto hat einen Grenzbereich in Kurven wird dieser überschritten, verliert man die Kontorolle über das Auto, ohne ESP sollte sich das vorher ankündigen mit ESP und noch Allrad wird dieser immer schmaler bzw ist nicht mehr vorhanden.
Fährt man dann zu schnell in einer Kurven müsste der Wagen doch sofort abfliegen ohne die Möglichkeit haben zu reagieren.

Oder enthält diese Theoretisch Überlegung (einen) Fehler?:huh:
 
Meint ihr bei 200 - 230PS (ohne ESP, Sperrdiff usw) lohnen sich schon Semi Slicks? Bin bei den Setupfahrten Dunlop SP9000 gefahren und habe schnell gemerkt das die Traktions relativ am Limit war. Jedoch finde ich SemiSlicks bei so einer niedrigen Leistung irgendwie übetrieben... was sagt ihr dazu?

Wenns kein XBow ist denke ich nicht das Slicks sinnvoll sind :ugly:
 
Semislicks sind meines wissen wie normale Reifen zu betrachten habe sie M und S dürfte man damit sogar bei Schnee und Eis fahren!:ugly:

Zum Thema ESP (alles physikalisch un theoretisch!):
Jedes Auto hat einen Grenzbereich in Kurven wird dieser überschritten, verliert man die Kontorolle über das Auto, ohne ESP sollte sich das vorher ankündigen mit ESP und noch Allrad wird dieser immer schmaler bzw ist nicht mehr vorhanden.
Fährt man dann zu schnell in einer Kurven müsste der Wagen doch sofort abfliegen ohne die Möglichkeit haben zu reagieren.

Oder enthält diese Theoretisch Überlegung (einen) Fehler?:huh:
Das Auto bremst dann die jeweiligen Räder ab.
Aber das ESP versucht das Auto dahinzulenken wo du hinlenkst, lenkst du richtung Graben, wirst du da mit Sicherheit auch hinkommen :ugly:
Deshalb soll man beim Driften auch ESP ausmachen:daumen:
 
Das wäre halt seehr schlecht programmiertes ESP. Normalerweise regelt ein schlechtes ESP einfach so früh die Motorleistung weg dass man quasi überhaupt nicht aus der Kurve fliegen kann während ein gutes dafür sorgt dass das Auto zwar auf der Straße bleibt aber ein Grenzbereich spürbar wird(und zum Teil auch driften möglich ist).

Wobei ein Ex-Bosch Mitarbeiter mir auch erzählt hat dass das Zeug was heutzutage eingesetzt wird meist ein gutes Stück schlechter ist als das was man da für die erste S-Klasse mit ESP geschrieben hatte. Gerade bei Kleinwagen wird wohl gerne die "Konzernstandardsoftware" nur kurz halbwegs eingepasst und nicht aufwendig auf das entsprechende Auto abgestimmt.

So oder so ist es eine reine Softwarekennlinie die man theoretisch wie die Motor- und mittlerweile auch Lenkradkennlinie(bei elektrischer Servolenkung) per "Chiptuning" anpassen könnte damit es mehr nach dem eigenen Geschmack ist.
 
Oder enthält diese Theoretisch Überlegung (einen) Fehler?:huh:
Fehler.

Nehmen wir untersteuern in der Kurve, das kündigt sich mit ESP genauso langsam an wie ohne. Wenn man nicht viel zu schnell ist, nimmt man gas weg und gut ist. Nimmt man es nicht weg, greift die Regelung ein, um das Fahrzeug auf die Kurvenbahn zu zwingen, die der Fahrer will.
Bei Übersteuern in der Kurve, was ja weniger häufig ist, fängt das Fahrzeug an mit dem Heck auszubrechen, wenn ruckartig zuviel Gas gegeben wird. Da greift das ESP ein und regelt das Gas weg bzw. bremst die Räder kontrolliert ab, um das auto stabil zu halten. Ohne ESP hast du da kaum Grenzbereich (Der Grad zwischen Drift und Dreher ist sehr dünn), mit ESP hat man das Problerm einfach nicht, der Wagen fängt sich selber ab, man wird bloß langsam.

Z.B. Hecktriebler in einer Kreisbahn mit 30km/h. Mit Regelung gibst du vollgas, das Fahrzeug reagiert nicht und fährt brav weiter Kreise.
Also Regelung aus und langsam Gas: Er untersteuert, du kommst immer weiter raus und irgendwann fährst du gerade.
Ruckartig Vollgas: Heck bricht aus, du musst abfangen. Als Könner driftest du, als Normalo drehst du dich unkontrolliert um 90-360°

Natürlich hat jedes System seine Grenzen. Wer mit 140km/h in eine zu enge Kurve brettern fliegt so oder so ab. Es wird schon vorausgesetzt, dass der Fahrer fahren kann.
 
ESP sollte man ja auch wenig als Manipulation der Fahrphysik sehen, sondern eher als automatisches System um den Rahmen der Physik soweit auszuloten wie es irgend möglich ist. Es fängt ja schon mit dem über kreuz bremsen an, was sich bei einem Fahrzeug mit nur einem Bremspedal relativ schwer gestaltet :) .
 
Meint ihr bei 200 - 230PS (ohne ESP, Sperrdiff usw) lohnen sich schon Semi Slicks? Bin bei den Setupfahrten Dunlop SP9000 gefahren und habe schnell gemerkt das die Traktions relativ am Limit war. Jedoch finde ich SemiSlicks bei so einer niedrigen Leistung irgendwie übetrieben... was sagt ihr dazu?

Viel interessanter ist doch die Frage, ob sich so ein sündhaft teurer Reifen (ich kenne nur die von Michelin mit Straßenzulassung), mit 2.000 - 5.000 km Laufleistung und Null Eignung bei Nässe, für dein Vorhaben lohnt. So mancher M3-CSL-Fahrer ist am Nürburgring schon mit Tempo 50 bei Regen nach Hause gefahren und musste da schon mit seinem Heck auf gerader Straße kämpfen. Und regnen kann es immer mal, auch wenn man beschwört, sein Auto nur bei Sonnenschein zu bewegen.
 
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