@MR-C=KinG
einen Benziner / Diesel zu tanken dauert 3 min. - ein E-Auto für besagte 35-40km 4Stunden am normalen 230V-Netz zu Hause. Wenn alle auf ein Mal tanken wollten, dann würde man das schnell merken und zu nächsten Tanke fahren oder warten bis man dran ist. Beim E-Auto merkst du nicht, wenn alle auf ein Mal laden wollen. Wenn das Netz, welches nie für E-Mobilität ausgebaut wird, überlastet wird, dann gehen Lichter aus. Da das Laden grundsätzlich viel länger dauert, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass zu viele Autos an einem Netzstrang plötzlich hängen. Es spielt keine Rolle ob zu viele Autos ganzes Jahr oder nur eine Minute das Netz überlasten wollen. Wenn Leistung zum laden nicht vorhanden ist, dann ist sie nicht vorhanden.
Dass du mit PV-Anlage laden kannst ist schön, aber das werden nur die wenigsten können. Immer nur ich, ich, ich... dann gilt das für alle?
Ich glaube kaum, dass jemand der sich gerade für 3 Jahrzehnte beim Hausbau verschuldet hat, sich auch noch eine PV-Anlage für 5-stelligen Betrag installieren lässt. Ich sehe jedenfalls nie irgendwelche PVs an Pappschachteln von Neubauten. Effektive Lademöglichkeiten von E-Autos können nur funktionieren, wenn lokal irgendwelche – natürlich CO2 neutrale – Energieerzeugungsanlagen aufgestellt werden, damit Leistung ohne großer Verluste transportiert werden kann. Siehst du schon Bagger anrollen, damit das rechtzeitig wirklich klappt? Ich nicht. Stattdessen sehe ich jedes Jahr an selben Straßen- und Autobahnabschnitten die selben Baustellen, die Staus verursachen, aber dort nicht ein einziger Bauarbeiter oder Baumaschine zu finden ist. Diese dienen nur dem Zweck Steuergelder zu verpulvern, welche für ernste Vorhaben schlichtweg zu gering sind aber auch nicht übrig bleiben dürfen. Und dabei soll eine Infrastruktur für E-Mobilität entstehen???
Ich kann nirgendwo ein E-Auto laden. Nicht zu hause, nicht an der Arbeit und sonst nirgends. Ich denke nicht, dass mein Vermieter auf meinen Wunsch eine PV installieren lässt oder eine Windmühle aufstellt und mir eine Kabeltrommel zur Straße ausrollt, damit ich ein E-Auto laden kann. Und ich denke nicht, dass sich das in absehbarer Zukunft ändert. Und weil ich, ich, ich... mit dem E-Auto nichts anfangen kann, kann das keiner und Punkt!
Und überhaupt wozu eigentlich die ganze E-Mobilität, wenn das meiste CO2 sowieso von Industrie, Flugverkehr, Transportwesen und Landwirtschaft rausgeballert wird. Und wird uns nicht erzählt, dass beim Verheizen eines Baums nur so viel CO2 entsteht, wie der Baum beim Wachstum aufgenommen hat? Wenn das stimmt, dann müssten auch fossile Brennstoffe CO2 neutral sein, da sie bekanntlich aus Pflanzen über Millionen von Jahren entstanden sind, die vorher jede Menge CO2 aufgenommen haben? Wo ist also das Problem? Ganz einfach: Der Autofahrer in DE war schon immer, traditionell der Zahlesel des Staates und der Autoindustrie. Glaub ihr wirklich, dass den Wirtschaftsbossen und Politik nicht klar war, dass bei bestehenden Wachstumsraten der Konzerne die Absatzmärkte für Autos am Tag X wegbrechen werden? Und dass danach wieder eine dicke Lüge her muss, um den Autofahrer zum Kauf neuer Autos zu bewegen? Dummerweise kam dieser Tag dieses Mal durch Zollstreitereien etwas früher als erwartet. Dadurch wird es jetzt viel lauter herum geplärrt wie wichtig Umweltschutz sei, während der ganze Industriemüll irgendwo in Entwicklungsländern abgeladen wird und unsere liebe Angie mit der AKK in zwei halbleeren Fliegern am selben Tag in die selbe Stadt in USA fliegen, wo sie Tag vorher mit guten Greta über Umweltschutz beraten haben und ausgerechnet die Grünen den größten CO2-Ausstoß in 2019 mit ihrem Getue verursacht haben.
Fazit: Kauft euch möglichst viele E-Autos. Das sichert viele Jobs in der Automobilindustrie und Einnahmen dem Staat. Da E-Autos für Langstreckenpendler nie eine Option sein werden, weil zu wenig Reichweite und zu lange Ladezeiten, aber auch nicht für Großstadtbewohner, weil sie am Straßenrand ihre E-Autos nicht geladen bekommen, werden E-Autos immer nur eine Option für selbstgerechte und jene, die an das gute glauben, weil sie nicht wissen wie diese schmutzige Welt wirklich funktioniert, sein.
PS:
Jetzt lese ich doch tatsächlich, dass bis 2022 das Ziel von 2020 erreicht werden soll – also 1Mio E-Fahrzeuge. Da kann man gespannt sein. Die gute Angie wird bis dahin wahrscheinlich abtreten und die Verantwortung auf irgendeine andere dumme Nuss abgeschoben haben.
Entschuldigung, dass das ganze zu politisch geworden ist. Aber da das ganze eng zusammenhängt, musste das Mal sein.
