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Der Asylstreit oder auch der Konflikt der Union

JePe

Software-Overclocker(in)
(...)Goldstücke aus Griechenland(...)

Da Du ja ansonsten mit so grossem Enthusiasmus Gesetze und Urteile wenn schon nicht verstehst, so doch gerne zitierst - das LG Bremen hat den Terminus "Goldstuecke" einer Kollektivbeleidigung gleichgestellt (LG Bremen, Urteil vom 20. Juni 2019, Az.: 7 O 1618/18).


(...)Diffameriung(...)

Und das von einem, der mit dem Duden unter dem Kopfkissen schlaeft ...
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Da Du ja ansonsten mit so grossem Enthusiasmus Gesetze und Urteile wenn schon nicht verstehst, so doch gerne zitierst - das LG Bremen hat den Terminus "Goldstuecke" einer Kollektivbeleidigung gleichgestellt (LG Bremen, Urteil vom 20. Juni 2019, Az.: 7 O 1618/18).

Mal abgesehen von dem Argumentum ad hominem (mal wieder), das Gericht hat lediglich festgestellt, dass der Begriff eine Beleidigung sein kann.

Und das von einem, der mit dem Duden unter dem Kopfkissen schlaeft ...

Und mangels Argumenten mal wieder das Argumentum ad hominem. Wie "überraschend".
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
Es kann durchaus zu negativen Konsequenzen durch die Angaben der Kontaktdaten kommen...da diese mitnichten nur zur Nachverfolgung von Covid verwendet werden.

Mal kurz überlegen... Wurden diese Listen zweckentfremdet? Ja. Zur Strafverfolgung? Hmm stimmt.
Ist man dann von Missbrauch im Grunde nicht betroffen wenn man keine für die Strafverfolgung relevanten Handlungen begeht? Scheint so.

Problem also wo? :ka:

Lass einfach das Besteck liegen, dann brauchst du auch keine Angst davor haben deinen richtigen Namen zu verwenden. Und übrigens... Schönes Beispiel deinerseits wie die Behauptung "Wer hier leben will muss sich an unsere Regeln halten" einfach nur rassistische Kackscheiße ist.


Mal abgesehen von dem Argumentum ad hominem (mal wieder), das Gericht hat lediglich festgestellt, dass der Begriff eine Beleidigung sein kann.

Richtig, das Gericht hat festgestellt, dass anständige Bürger diesen Begriff nicht verwenden um über Flüchtlinge zu sprechen, richtig erkannt. Immerhin erleichtert die Verwendung aber Dritten sofort zu erkennen ob man nur mit einem besorgten Bürger, oder einem hetzenden Pegida Fan spricht.
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Richtig, das Gericht hat festgestellt, dass anständige Bürger diesen Begriff nicht verwenden um über Flüchtlinge zu sprechen, richtig erkannt. Immerhin erleichtert die Verwendung aber Dritten sofort zu erkennen ob man nur mit einem besorgten Bürger, oder einem hetzenden Pegida Fan spricht.

„Flüchtlinge“, der war gut. Wovor „flüchten“ denn die Menschen, wenn sie aus unseren Nachbarländern zu uns kommen? Zu wenig soziale Hängematte?

PS: Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass man auf der einen Seite jede angebliche Verallgemeinerung gegen illegale Einwanderung kritisiert, auf der anderen Seite jeden, der die illegale Einwanderung kritisiert, über einen Kamm schert.

Du musst dich schon entscheiden, ist Verallgemeinerung jetzt böse oder doch nicht?
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
„Flüchtlinge“, der war gut. Wovor „flüchten“ denn die Menschen, wenn sie aus unseren Nachbarländern zu uns kommen? Zu wenig soziale Hängematte?

Die flüchten doch nicht. Sie werden von unseren Nachbarländern zu uns weiter geleitet.
Denn Deutschland hat sich ja entschieden, eine gewisse Anzahl von Flüchtlingen von anderen Ländern aufzunehmen.
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
Du könntest ja auch einfach auf die Frage antworten. Aber das wäre wohl zu einfach und ohne argumentum ad hominem macht hier offenbar einigen die Diskussion keinen Spaß.
Wow, willst du wieder auf einem totdiskutierten Dublin Abkommen rumreiten?

Jeder Idiot kann mittlerweile feststellen, dass diese nicht vorhandene Solidarität innerhalb der EU nicht funktioniert und dringend einer Überholung bedarf. Und du darfst gerne mal 2 Wochen im Moria Feriencamp nächtigen, ist immerhin auf der traumhaften Insel Lesbos. Dann stellt man vllt auch fest, dass es hier nicht um "soziale Hängematte" geht, sondern um menschenwürdige Lebensumstände.

Und Spaß machen Threads mit Pegidisten, die auf niedrigstem Niveau Menschen auf der Flucht verächtlich beleidigen nie. Es ist eher extrem traurig, dass es in unserer Gesellschaft immernoch soviel Raum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt.
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Die flüchten doch nicht. Sie werden von unseren Nachbarländern zu uns weiter geleitet.
Denn Deutschland hat sich ja entschieden, eine gewisse Anzahl von Flüchtlingen von anderen Ländern aufzunehmen.

Wenn Sie nicht flüchten, sind sie auch keine Flüchtlinge. Und das sie weitergeleitet werden, macht aus Sicht der anderen Länder ja auch Sinn, weil wir so dumm sind, jeden aufzunehmen.

Würde ich an deren Stelle genauso machen.

Wow, willst du wieder auf einem totdiskutierten Dublin Abkommen rumreiten?

Ich meine, dass das Abkommen noch gilt und das sogar vom höchsten europäischen Gericht so bestätigt worden ist.

Jeder Idiot kann mittlerweile feststellen, dass diese nicht vorhandene Solidarität innerhalb der EU nicht funktioniert und dringend einer Überholung bedarf.

Das funktioniert in erster Linie deshalb nicht, weil Deutschland ständig gegen den erklärten Willen der Mehrheit der EU-Staaten Alleingänge durchführt. Deutschland könnte sich ja einfach dem Willen der Mehrheit anschließen.

Und du darfst gerne mal 2 Wochen im Moria Feriencamp nächtigen, ist immerhin auf der traumhaften Insel Lesbos.

Wozu? Ich bin legaler Unionsbürger.

Dann stellt man vllt auch fest, dass es hier nicht um "soziale Hängematte" geht, sondern um menschenwürdige Lebensumstände.

Komisch, mir wurde hier immer erzählt, diese Leute fliehen vor Krieg, Tod und Verfolgung. Sicher ist Moria kein Luxusresort, aber sicher sind die Leute doch dort, oder nicht?

Also sind es ja doch keine Flüchltlinge.

Und Spaß machen Threads mit Pegidisten, die auf niedrigstem Niveau Menschen auf der Flucht verächtlich beleidigen nie. Es ist eher extrem traurig, dass es in unserer Gesellschaft immernoch soviel Raum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt.

Illegale Einwanderung abzulehnen, ist weder Rassismus noch Fremdenfeindlichkeit. Und zum tausendesten Mal, diese Leute sind nicht auf der Flucht. Die Flucht war schon lange, lange vor Deutschland beendet.
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
Ich meine, dass das Abkommen noch gilt und das sogar vom höchsten europäischen Gericht so bestätigt worden ist.
Jupp und als Todschlagsargument immer und immer wieder gebraucht wird, obwohl ersichtlich ist, dass es in der Realität keinen Sinn mehr ergibt. Dublin ist gescheitert und muss sich der Realität stellen. Wir lassen Italien, Griechenland, Spanien und andere Länder ziemlich alleine, lassen diese Länder die Last schultern und ruhen uns auf Dublin aus.

Wenn wir nichtmal in der EU Solidarität hinbekommen, dann gute Nacht Europa. Und wenn das dein einziges Argument ist, dann wirds umso lächerlicher dass diejenigen neben Dir, die ähnliche Meinungen wie du vertreten, sich nichtmal an einfachste Vorgaben in Deutschland halten können.
Dublin muss dringend überholt werden, alleine um Europa zu stärken und nicht einzelne Staaten die Last der Gemeinschaft tragen zu lassen.

Wozu? Ich bin legaler Unionsbürger.



Komisch, mir wurde hier immer erzählt, diese Leute fliehen vor Krieg, Tod und Verfolgung. Sicher ist Moria kein Luxusresort, aber sicher sind die Leute doch dort, oder nicht?
Wie gesagt, verbring doch mal 2 Wochen dort. Aber da kommtse schon, die Biodeutsche Tränendrüse "mimimi muss ich doch gar nicht". Jemand hat mal gesagt, Reisen kuriert Vorurteile, in diesem Falle glaub ich das sogar. So ne Dosis Realität würde bei Dir einiges an Vorurteil aufräumen.

Dann wieder die Frage, wovor wird bitte "geflüchtet"?
Ja, das ist noch das große Rätsel wovor aus Syrien, Afghanistan & Co geflüchtet wird. Hat man bislang leider nicht so vereinfacht darstellen können, dass es auch Pegidisten verstehen, wird also für manche für immer ein Geheimnis bleiben.


Allerdings. Helfer wurden ja schon angegriffen...

Illegale Einwanderung abzulehnen, ist weder Rassismus noch Fremdenfeindlichkeit.

Das ist richtig.
Geflüchtete Personen im Internet mit beleidigenden Begriffen zu belegen, Ihnen Fluchtursachen abzusprechen dagegen schon.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Jupp und als Todschlagsargument immer und immer wieder gebraucht wird, obwohl ersichtlich ist, dass es in der Realität keinen Sinn mehr ergibt. Dublin ist gescheitert und muss sich der Realität stellen. Wir lassen Italien, Griechenland, Spanien und andere Länder ziemlich alleine, lassen diese Länder die Last schultern und ruhen uns auf Dublin aus.
Wenn es gescheitert ist - darüber kann man zweifelsohne disktuieren - gehört es halt abgeändert, ergänzt oder komplett neugeschrieben.

Solange das nicht der Fall ist, gilt das Abkommen nuneinmal.

Wenn wir nichtmal in der EU Solidarität hinbekommen, dann gute Nacht Europa. Und wenn das dein einziges Argument ist, dann wirds umso lächerlicher dass diejenigen neben Dir, die ähnliche Meinungen wie du vertreten, sich nichtmal an einfachste Vorgaben in Deutschland halten können. Dublin muss dringend überholt werden, alleine um Europa zu stärken und nicht einzelne Staaten die Last der Gemeinschaft tragen zu lassen.

Es gibt in der EU zu dieser Frage eine Mehrheit. Nur müsste Deutschland dann halt seinen aktuellen Standpunkt überdenken.

Es ist nicht so, dass die anderen unsolidarisch sind, wir sind es, weil wir ständige nationale Alleingänge gegen den erklärten Willen der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten durchführen.

Es wird doch immer auf die EU und eine gemeinsame Lösung verwiesen. Nun, die könnte es morgen geben. Deutschland müsste bloß seine Blockadehaltung aufgeben und sich der Mehrheit anschließen.

Wie gesagt, verbring doch mal 2 Wochen dort. Aber da kommtse schon, die Biodeutsche Tränendrüse "mimimi muss ich doch gar nicht".

Das ist halt keine Tränendrüse, sondern ein Fakt.

Jemand hat mal gesagt, Reisen kuriert Vorurteile, in diesem Falle glaub ich das sogar. So ne Dosis Realität würde bei Dir einiges an Vorurteil aufräumen.

Welche Realität? Das Moria kein Wellnesshotel ist? Das ist mir bekannt.

Ja, das ist noch das große Rätsel wovor aus Syrien, Afghanistan & Co geflüchtet wird. Hat man bislang leider nicht so vereinfacht darstellen können, dass es auch Pegidisten verstehen, wird also für manche für immer ein Geheimnis bleiben.

Die Nebelkerzen dürfen dann auch wieder eingepackt werden. Ich habe mehr als einmal gesagt, dass ich a) weiß warum diese Menschen aus ihren Heimatländer flüchten und b) dass ich das auch nachvollziehen kann.

Die Leute fliehen vor Krieg, Tod und Verfolgung und das ist auch absolut nachvollziehbar. Nur ist dieser Grund schon im ersten Land, wo einem Krieg, Tod und Verfoglung nicht mehr drohen, weg. Ergo ist jedes weitere Land, was danach bereist wird, keine Flucht mehr. Ist eigentlich ganz einfach.

Oder welcher Krieg herrscht gerade in unseren Nachbarländern, dass diese Leute "gewzungen" sind, nach Deutschland zu "fliehen"?

Allerdings. Helfer wurden ja schon angegriffen...

Gut, ich hätte meine Aussage präziseren müssen.

Im Gegensatz zu ihren Heimatländer, sind diese Menschen in Europa nicht systematisch Krieg, Tod und Verfolgung ausgesetzt. Das es einzelne Menschen geben kann, die auch in Europa mit dem Tode bedroht werden, ist wahr, weil auch in Europa gibt es - wenn auch auf niedrigerem Level als in ihren Herkunftsländern - Kriminalität.

Das ist richtig.
Geflüchtete Personen im Internet mit beleidigenden Begriffen zu belegen, Ihnen Fluchtursachen abzusprechen dagegen schon.
Ich spreche ihnen nicht ihre Fluchtursachen ab.

Ich spreche lediglich ab, dass sie sich in Europa noch auf "Flucht" befinden, weil die Gründe für ihre Flucht schon lange vorher nicht mehr gegeben sind.

Und der Begriff ist nicht beleidigend, sondern eine sarkastische Antwort auf eine Aussage eines bekannten Politikers.

In diesem Sinne "Wir schaffen das" :lol:
 

hoffgang

BIOS-Overclocker(in)
Die Leute fliehen vor Krieg, Tod und Verfolgung und das ist auch absolut nachvollziehbar. Nur ist dieser Grund schon im ersten Land, wo einem Krieg, Tod und Verfoglung nicht mehr drohen, weg. Ergo ist jedes weitere Land, was danach bereist wird, keine Flucht mehr. Ist eigentlich ganz einfach.

Ganz einfach wäre zu verstehen, dass Dublin nicht mehr funktioniert. Griechenland z.b. setzt die Vorgaben nicht um weil es alleine mit der Anzahl der Flüchtlinge überfordert ist, ergo stellenweise die Grundversorgung dieser Menschen nicht gewährleisten kann.

Ganz einfach wäre es zu verstehen, dass wenn wir Dublin haben möchten, wir die Staaten der EU Außengrenze mit Personal, Material & Geld in weit weit weit höherem Umfang unterstützen müssten als wir es bislang tun und es einfacher und billiger ist, Personen aus diesen Staaten bei uns aufzunehmen.

Ganz einfach wäre zu verstehen, dass sich z.b. Deutschland die Rosinen von Dublin rauspickt und den Rest stehenlässt: https://www.tagesschau.de/investigativ/hsb/dublin-verfahren-eu-fluechtlinge-101.html
Alleine deshalb ist es einfach nur lächerlich sich hinter Dublin zu verstecken und alles an "Argumentation" darauf aufzubauen.

Ganz einfach wäre es zu verstehen, dass das LG Bremen den Begriff als geeignet empfunden hat um eine bestimmte Personengruppe zu beleidigen und Menschen mit Anstand auf die Verwendung verzichten - nicht dass bei Dir hier Hoffnung besteht.
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Ganz einfach wäre zu verstehen, dass Dublin nicht mehr funktioniert. Griechenland z.b. setzt die Vorgaben nicht um weil es alleine mit der Anzahl der Flüchtlinge überfordert ist, ergo stellenweise die Grundversorgung dieser Menschen nicht gewährleisten kann.

Wenn es nicht funktioniert, ist es Aufgabe des Gesetzgebers, das Abkommen zu ergänzen, zu überarbeiten oder durch etwas neues zu ersetzen.

Sich einfach nicht daran halten, ist keine Lösung. Der EUGH hat festgehalten, dass das Abkommen auch in Ausnahmesituationen wie 2015 gilt.

Ganz einfach wäre es zu verstehen, dass wenn wir Dublin haben möchten, wir die Staaten der EU Außengrenze mit Personal, Material & Geld in weit weit weit höherem Umfang unterstützen müssten als wir es bislang tun und es einfacher und billiger ist, Personen aus diesen Staaten bei uns aufzunehmen.

Da bin ich völlig bei dir.

Wir müssen diese Staaten unterstützen und ihnen nicht, wie im Falle Ungarns 2015 in den Rücken fallen, wenn sie die Außengrenzen der EU schützen.

Es mag vielleicht einfacher und billiger sein, diese Leute aufzunehmen, aber damit animieren wir sie ja bloß.

Das ist das gleiche wie mit Moria. Kaum hat Deuschland verkündet, einzuspringen, schon hat - wie vorhergesagt - die nächste Unterkunft gebrannt. Wir müssen aufhören, illegale Einwanderer mit der Aufnahme nach Deutschland zu belohnenen. Das lockt bloß Nachmacher an.


Ganz einfach wäre zu verstehen, dass sich z.b. Deutschland die Rosinen von Dublin rauspickt und den Rest stehenlässt: https://www.tagesschau.de/investigativ/hsb/dublin-verfahren-eu-fluechtlinge-101.html
Alleine deshalb ist es einfach nur lächerlich sich hinter Dublin zu verstecken und alles an "Argumentation" darauf aufzubauen.

Siehe zuvor. Dublin gilt nunmal, es ist geltendes Recht.

Ganz einfach wäre es zu verstehen, dass das LG Bremen den Begriff als geeignet empfunden hat um eine bestimmte Personengruppe zu beleidigen und Menschen mit Anstand auf die Verwendung verzichten - nicht dass bei Dir hier Hoffnung besteht.

Ganz einfach wäre es zu verstehen, dass der tausendeste Versuch argumentum ad hominem immer noch langweilig ist.
 

EndangeredSpecies

Komplett-PC-Aufrüster(in)
  1. Grundlegende Fragen sind doch, inwieweit sich tiefgreifend mit Fluchtursachen beschäftigt wird? Inwieweit der eigene Anteil, der Anteil Deutschlands Politik gesehen wird?
  2. Ob Menschen hierzulande überhaupt versuchen, sich Lebenssituationen Geflüchteter vorzustellen und für sich zu spiegeln? Wollten die Menschen ihre Lebenssituation tatsächlich mit Geflüchteten tauschen? Könnte mensch sich das überhaupt so vorstellen und das schlussendlich bejahen? Wo ist die Empathie und Ratio?
  3. Inwieweit findet ein Austausch mit Geflüchteten statt?
  4. Inwieweit werden Menschen tatsächlich als gleichwertig und gleichberechtigt gesehen? Ist das ein zentraler Teil des eigenen politischen Standpunktes?
  5. ...
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Es ist doch ganz einfach: Man muss nur mal ganz kurz in sich hinein horchen, wie beschissen es einem selbst gehen muss, bevor man sein vertrautes Umfeld, häufig das vertraute Klima und alles andere, an was man sich von Kindesbeinen an gewöhnt hat verlässt, ggf. mit massiven Verlust die letzten Besitztümer - sofern überhaupt welche vorhanden sind - liquidiert, sich ggf. in die Fänge dubioser Menschenschmuggler begibt und/oder einen anstrengenden und gefährlichen Weg auf sich nimmt.

Wenn man diese gar nicht so große Reflektionsleistung vollbracht hat (Zum Vergleich: Mein Fünfjähriger packt das problemlos ...), kann man zum nächsten Schritt übergehen: Man überlegt sich, wie man dann selbst behandelt und aufgenommen werden möchte. Ferner, was man zu tun bereit ist, damit das Ganze gelingt. Hier wird es zu komplex für meinen Junior, was aber nicht ehrenrührig ist, da offensichtlich auch etliche Erwachsene daran scheitern.

Inzwischen müssten doch auch der letzte Hirnentkernte begriffen haben, dass Abschreckung auch rein utilitaristisch nicht funktioniert, also selbst wenn man Empathie und Ethik komplett außen vor lässt. Weder lebensgefährliche Fluchtrouten noch die Zustände in den meisten Aufnahmelagern Lagern schrecken neue Flüchtlinge ab. Wir haben in der Breite keinerlei praktikable Möglichkeit, die Ankunft unattraktiver zu machen als es die Umstände sind, die zur Migration veranlassen.

Wer sich von Kälte, Hunger, Folter und Tod nicht abschrecken lässt, den hält so etwas vergleichbar Lächerliches wie ein knallhart durchgezogens Europäisches Abkommen nicht davon ab, die Flucht nach Europa anzutreten - selbst wenn das Abkommen überhaupt durchziehbar wäre, was es nicht ist. Genauer gesagt, es kann gar nicht funktionieren, weil es nie als klare Handlungsanweisung konzipiert war, sondern offiziell eine Absichtserklärung und inoffiziell ein fauler Kompromiss zwischen den Ländern mit EU-Außengrenze und den attraktivsten Zielländern ist. Und die weisen wenig bis gar keine Schnittmengen auf, haben also grundsätzlich unterschiedliche Interessen und daher ist da auch kein ordentlicher Kompromiss herstellbar.

Worauf man sich allerdings vielleicht einigen könnte, wäre ein gemeinsames europäisches Vorgehen gegen Fluchtursachen.
 

MJDBln79

Kabelverknoter(in)
Wow, willst du wieder auf einem totdiskutierten Dublin Abkommen rumreiten?

Jeder Idiot kann mittlerweile feststellen, dass diese nicht vorhandene Solidarität innerhalb der EU nicht funktioniert und dringend einer Überholung bedarf. Und du darfst gerne mal 2 Wochen im Moria Feriencamp nächtigen, ist immerhin auf der traumhaften Insel Lesbos. Dann stellt man vllt auch fest, dass es hier nicht um "soziale Hängematte" geht, sondern um menschenwürdige Lebensumstände.

Und Spaß machen Threads mit Pegidisten, die auf niedrigstem Niveau Menschen auf der Flucht verächtlich beleidigen nie. Es ist eher extrem traurig, dass es in unserer Gesellschaft immernoch soviel Raum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt.
Die Menschen hatten ja auch nicht Moria als Ziel, sind dann aber dort gestrandet. Das dort unter menschenunwürdigen Bedingungen gelebt wird, bestreitet wohl auch kaum einer, aber das macht nicht aus den dortigen Bewohnern unbedingt Flüchtlinge. Das beste Beispiel ist doch, dass man uns immer wieder weiß machen will, dass dort insbesondere Kinder leiden und herausgeholt weden müssen, aber wenn dann die Maschienen in Deutschland eintreffen, steigen fast ausschließlich junge Männer aus. Auch gerne schon mal mit A.C.A.B.-Pullovern bekleidet. Ich meine, was kann man von jemanden gesellschaftlich und integrationstechnisch erwarten, der schon bei seiner Einreise mit radikalen Thesen wie "All cops are bastards" hausieren geht?

Es ist im übrigen jedermanns Recht die aktuelle dt. Asylpolitik (die rein gar nichts mehr mit dem Grundgedangen des Asylrechts zu tun hat) ********************* zu finden und macht einen nicht automatisch zum Rassisten und Rechtsextremisten.
Fakt ist nun mal, dass aktuell im Prinzip jeder Dahergelaufene mit, ohne oder gefälschten Ausweisspapieren hierzulande einwandern und Asyl beantragen kann, während man als Deutscher für jeden Mist das passende Formular penibel genau ausfüllen muss.

Noch unverständlicher wird das aktuell, wo wir und uns durch Corona an allen Ecken und Enden beschränken und unsere Daten hinterlassen sollen, während die Asylzuwanderung seinen normalen Gang läuft. Selbst als man die Grenzen geschlossen hat, galt das nicht für Asylbewerber.
 

MJDBln79

Kabelverknoter(in)
Was auch absolut korrekt ist.
Was ist daran korrekt wenn für die einen Beschränkungen gelten sollen und für die anderen nicht? Wie ist es vermittelbar, dass man hierzulande bespielsweise jetzt überall seine Daten Preis geben soll, während Migranten, die sich auf das Asylrecht berufen nicht mal einen Pass brauchen?

Ich finde es ja immer sehr interessant, wie sich diverse Menschen für das Wohl irgendwelcher Migranten einsetzen, die ganz offensichtlich das dt. Asylsystem missbrauchen, aber sich um das Wohl der eigenen Landsleute einen feuchten Kericht scheren, nur weil wir ja angeblich ein so reiches Land sind. Das BKA hat bereits mehrfach Statistiken vorgelegt, nach denen Asylbewerber bei schweren Gewaltverbrechen überpräsentiert sind und Deutsche wesentlich häufiger Opfer durch Gewalt von Migranten werden als umgekehrt.


Damit ist statistisch belegt: Die "Willkommeskultur" tötet. Aber diese Opfer scheinen der Politik, den Medien und Leuten wie Dir herzlich egal zu sein - Kollateralschaden.
Man denke auch an den damals 5-Jährigen David, der am Breitscheidplatz mitansehen musste wie seine Mutter von einem Asylbewerber zerquetscht wurde, der hierzulande unter 15 verschiedenen Identitäten leben konnte und wahrscheinlich auch Leistungen bezogen hat. Hat sich für den jemand interessiert? Nö, stattdessen gab es ein Gewese um ein Foto von einem verstaubten Jungen auf dem Rücksitz eines Krankenwagens in Aleppo.

Wenn jetzt mein Sohn oder eine mir sonst nahestehende Person Opfer eines solchen Gewaltverbrechers wird wie gerade der Mann aus NRW in Dresden (https://www.nzz.ch/international/na...sden-tatverdaechtiger-festgenommen-ld.1582871), muss ich das dann Deiner Meinung nach als Kollateralschaden der alternativlosen "Willkommenskultur" akzeptieren? Scheinbar, ja.

Scheinbar ist jeder Asylbewerber für Dich gleich ein leidgeplagter Flüchtling der unsere Hilfe benötigt, aber das dem nicht so ist, konnte bereits mehrfach beobachtet werden. Weiteres Beispiel: Als 2016 das Elendslager in Idomeni am Rande der griechischen/mazdonischen Grenzen enstand, hat Portugal angeboten 7000 der dort rund 20.000 (waren es glaube ich) gestrandeten "Flüchtlinge" zu übernehmen? Rate mal wie viele angenommen haben? 200, ansonsten wollte niemand nach Portugal, sondern alle wollten nach Deutschland.

Ich weiß nicht warum so viele Menschen in Deutschland vorziehen sich verarschen zu lassen, aber wirklich ein Flüchtling ist in diesen Lagern kaum jemand, denn wäre dem so, wäre er froh in einem Land wie Portugal Schutz zu finden.

Wenn Leute wie Du sich wirklich für Flüchtlinge einsetzen und es nicht bloß nur für ihr eigenes Gewissen und auf Grund von geschichtsbedingten Identitätskomplexen vorheucheln würden, würden sie genau diese Umstände anprangern, weil die "echten" Flüchtlinge nämlich die Leidtragenden dieses massenhaften Asylbetrugs sind, die dann teilweise noch quasi mit der Sorte Mensch vor denen sie geflohen sind, gemeinsam in einer Asylunterkunft sitzen müssen.

Bei der ganzen Thematik noch gar nicht angefangen von dem dt. Steuerzahler, der den ganzen Spaß finanzieren muss und zu großen Teilen als Dank dafür in der Altersarmut landen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mancko

Komplett-PC-Käufer(in)
Aus der Sicht des Individuums der das versucht sicher nicht. Das würde jeder von uns so machen. Ich verübel das keinem der Migranten die das versuchen. Aus unserer Sicht das zuzulassen ist es aber definitiv falsch!

Daher plädiere ich exakt für diese Weg:
1604232406457.png


Ganz knallhart nur der offizielle Weg über VISA und bedarfsgesteuert. Sämtliche Prüfungen OffShore und wer am Ende keinen Asylgrund hat und Illegal kommt erhält eben Einreiseverbot und mit ihm gleich seine nahen Verwandten mit. Die Australier machen sich da das Konstrukt von Großfamillien insbesondere in den Herkunftsländern im Nahen Osten zu nutze. Da ist bestimmt ein Onkel oder Cousin der vielleicht mal seinen Sohn oder seine Tochter über ein Studenten oder Work Visa nach Australien bringen möchte. Der wird nicht ammused sein wenn das nicht funktioniert weil irgendein Glücksritter aus der engeren Fammilie es illegal versucht hat. Sprich das was uns hier in Punkto Familiennachzug und Co als Nachteil gericht nutzen die Australie perfekt zu ihrem Vorteil.

Btw. Australien ist ein Einwanderungsland. Aber eben ein nachhaltiges und Vorbildliches mit langfristiger und stetig überprüfter Bedarfssteuerung. In dem einen Jahr kommen mehr Köche und Handwerker und im nächsten dann ITler, Controller etc. Deswegen im übrigen auch neben Amerkika, Kanada und Neuseeland bevorzugtes Ziel von Leistungsträgern aus den Herkunftsländern, während Analphabeten & Co sich primär nach Europa und insbesondere Deutschland aufmachen.

Am Ende werden uns die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Wettbewerbsbedingungen diese Rechnung langfristig präsentieren und da wird es jedem einzelnen ordentlich an den Geldbeutel gehen, während diese Länder uns davonziehen werden. Von den ganzen aufstrebenden asiatischen Ländern rede ich erst gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Vergiss es.

Ich habe hier mehrfach auf das Beispiel Australien verwiesen, dass – wie du richtig sagst – ein Einwanderungsland ist und trotzdem konsequenten und wirksamen Grenzschutz betreibt, um illegale Einwanderung zu verhindern.

Die einzige Reaktion darauf ist, dass man sich darüber ergeht, wie schlimm das doch für die illegalen Einwanderer sei.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Die Afd Schiene ist als Kontrast wichtig, es gibt viele Menschen hier die nur das sind um abzusahnen.
Insbesondere die Alteingesessenen.
Das ist ja gerade das Problem: Man will keine weiteren Teilnehmer an der Absahnerei. Noch nicht einmal dann, wenn sie die Folge der eigenen Absahnerei sind.
Oder anders ausgedrückt, diese Art von Moralhilosophie kann man sich im Grunde sparen. Unser Wunsch, mit dem Hintern an der Wand zu bleiben ist nämlich genauso in Ordnung oder eben nicht in Ordnung wie der, mit dem dem Hintern überhaupt erst an die Wand zu kommen.

Die sogenannte "AfD-Schiene" ist ein wenig Pippi Langrumpf, weil sie die Illusion verkauft, man könne sich noch ein paar Jährchen oder meinetwegen Jahrzehnte sorglosen Wohlstand erkaufen, indem man sich wie ein Armleuchter aufführt. Tatsächlich bringt jedoch die Schließung von Grenzen schon kurzfristig ebenso viele Kosten und Umstände mit sich wie die Verwaltung von Flüchtlingsströmen und das Leben kann nicht wieder dasselbe sein wie früher (TM), als die Leute noch zu größeren Teilen außerhalb unseres Radars vor sich hin siechten - egal ob in akuter Not oder "nur" in Hoffnung auf ein besseres Leben.

Kurz gesagt, das Konzept der AfD ist ungefähr so zu verstehen, als würde man das Dachfenster verrammeln, wenn das Dach brennt. Das Dach brennt trotzdem, im Fernsehzimmer kommt halt nur ein wenig später Qualm an - allerdings gleich zusammen mit brennenden Dachbalken.
Eine echte Lösung ist es, das Dach zu löschen, wenn man das Haus retten will. Und für eine funktionierende Eimerkette kann man sich nicht aussuchen, welche Farbe die Eimer haben.
 

Whispercat

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Vergiss es.

Ich habe hier mehrfach auf das Beispiel Australien verwiesen, dass – wie du richtig sagst – ein Einwanderungsland ist und trotzdem konsequenten und wirksamen Grenzschutz betreibt, um illegale Einwanderung zu verhindern.

Die einzige Reaktion darauf ist, dass man sich darüber ergeht, wie schlimm das doch für die illegalen Einwanderer sei.
Jetzt mal Milch in den Kaffee - ich meine ganz grundsätzlich kann ich die Wünsche und Träumereien für eine faire gerechte Welt schon verstehen, aber was ich nicht verstehe ist das es ja relativ klar zu definierende Gründe gibt warum die Leute überhaupt aus ihren Ländern abhauen aber irgendwie scheint sich keiner der Weltverbesserer für Fluchtursachen zu interessieren.

Und es ist wirklich Paradox ... ich meine auf der einen Seite zetteln gewisse westliche Staaten in erster Linie wegen wirtschaftlicher Interessen ( Öl ) Stellvertreterkriege/"Regime Changes" im nahen Osten an und turnen seit Desert Storm vor fast 30 Jahren da unten rum und es hat sich literally genau gar nichts verbessert im Gegenteil.
Aber anstatt darüber zu reden was wir da unten überhaupt noch zu suchen haben nachdem die 30 jährige "Demokratieintervention" ein einziger Fehlschlag war, tut man mittlerweile so als wäre die einzige Lösung für diese hausgemachten Probleme das man die ansässige Bevölkerung in Scharen nach Europa lotst.

In Afrika dasselbe in grün, auf der einen Seite privatisieren Konzerne wie Nestle das Wasser von halb Afrika, man bewaffnet Warlords und man bombt Libyen welches mal der reichste und stabilste Staat in ganz Afrika war zu einem Shithole und tut dann ebenfalls so, als wäre es die einzige Lösung die Bevölkerung in Scharen nach Europa zu verschiffen anstatt das man ( ich weiss es klingt utopisch ) einfach mal aufhören würde Konflikte zu bewaffnen und stattdessen die Länder mit dem Zeug versorgen würde was wirklich gebraucht wird ?

Und im Ernst, okay, wir nehmen halb Afrika bei uns auf und dann ? Wie weiter ? Was hat sich denn in der Zwischenzeit für Afrika/den nahen Osten geändert ? Was ändert sich in Zukunft für Afrika/den nahen Osten ? Warum redet da niemand drüber ? Stattdessen haben wir vorallem eine Horde empörter Träumer die nichts besseres (und sinnloseres) zu tun haben als sich jeden Tag aufs neue über ne AfD zu empören weil es ja sooooooo fremdenfeindlich ist es nur schon zu wagen es zu hinterfragen wo der Witz daran ist halb Afrika/Syrien nach Europa zu verschiffen und sie in Asylheimen verschimmeln zu lassen während sich an den Zuständen vor Ort nichts ändert.

Clownwelt
 
Zuletzt bearbeitet:

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Der EuGH nimmt derzeit die Entscheidungen der deutschen Verwaltungsgerichte beim Asyl auseinander.


Im ersten Fall wurde nun entschieden:
 

DKK007

PCGH-Community-Veteran(in)
Ich habe hier mehrfach auf das Beispiel Australien verwiesen, dass – wie du richtig sagst – ein Einwanderungsland ist und trotzdem konsequenten und wirksamen Grenzschutz betreibt, um illegale Einwanderung zu verhindern.
Und du scheinst immer noch nicht geschafft zu haben mal auf die Karte zu schauen und zu sehen das Australien eine Insel ist.
Als hier wegen Corona die Grenzen zu gemacht wurden gab es außerdem auch Beschwerden und tagelang 50 km Stau.
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Und du scheinst immer noch nicht geschafft zu haben mal auf die Karte zu schauen und zu sehen das Australien eine Insel ist.
Als hier wegen Corona die Grenzen zu gemacht wurden gab es außerdem auch Beschwerden und tagelang 50 km Stau.

Ein großer Teil der EU-Außengrenze ist das Mittelmeer, da kann man also genauso wie Australien vorgehen. Und bei der Landgrenze kann man es machen wie Ungarn und diese halt verstärken und so gut es geht beschützen.

Alles eine Frage des wollens.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Ein großer Teil der EU-Außengrenze ist das Mittelmeer, da kann man also genauso wie Australien vorgehen. Und bei der Landgrenze kann man es machen wie Ungarn und diese halt verstärken und so gut es geht beschützen.

Alles eine Frage des wollens.
Und des nicht ganz nebensächlichen Umstandes, ob es mit dem Recht der EU und dem einzelner Nationen vereinbar ist.

Einmal ignoriert, dass das australische Vorgehen sowohl in Australien selbst als auch international durchaus umstritten ist und sowohl der Indische als auch der Stille Ozean doch noch etwa anderes sind als das Mittelmeer, können wir gerne durchspielen, wie das für EU analog aussehen müsste:
Australien fängt Flüchtlinge ab, bevor sie Australien erreichen und bringt sie nicht aufs australische Festland, um das Asylverfahren abzuwarten, sondern in exterritorial angemietete Flüchtlingslager. Preisfrage: Welche als sicher anerkannte, in Reichweite befindliche Nicht-EU-Staat wäre sowohl geeignet als auch willens, EU-Flüchtlingslager bereitzustellen und bis zu welcher Kapazität?

Wenn das geklärt ist: Auch Asylverfahren kann an nicht unbegrenzt verschleppen, irgendwann muss entscheiden sein, ob Asyl gewährt wird oder nicht. Wird es gewährt, genießt der Antragsteller Asyl in der EU. Aber in welchem Land kommt er genau unter? Wie wird das verteilt? - Da ist keine Lösung vorhanden.
Wenn er kein Asyl erhält, muss der Antragsteller zurückgeführt werden. Immer vorausgesetzt, man weiß, woher er kommt und dass der Rückführungsort sicher ist und dort auch wieder aufgenommen wird. - Da ist keine Lösung vorhanden.
Sprich, das sogenannte "australische Modell" ist selbst rein funktional betrachtet einfach nur ein verzweifeltes Aufschieben, bevor man irgendwann doch vor den eigentlichen Problemen steht, bei denen einem Polemik und Verzögerungstaktiken nicht mehr weiterhelfen.

Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Flüchtlingsströme damit nicht abreißen, ja noch nicht einmal verringert werden. Gegebenenfalls verlagern sie sich erst einmal dahin, wo es einfacher ist durchzukommen - und zwar genau so lange, bis dort dichter gemacht wird als da, wo zuvor dicht gemacht wurde. Ein bißchen wie Stuhltanz, bei dem letztendlich logischerweise der Stuhl desjenigen leer bleibt, der seine eigenen rechtlichen und moralischen Standards so weit lockern kann wie kein anderer - womit man dann auf einer Stufe mit jenen gescheiterten Staaten und Systemen steht, vor bzw. aus welchen die Leute abhauen. Oder kürzer ausgedrückt: Wenn du nicht willst, dass Leute sich aus der Schei3e zu dir retten, musst du letzten Endes noch beschissener sein.

Nur ... Wenn du so beschissen geworden bist, was hast du dann mit der ganzen Aktion verteidigen können?
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Und des nicht ganz nebensächlichen Umstandes, ob es mit dem Recht der EU und dem einzelner Nationen vereinbar ist.

Angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der EU auf Abschottung setzten, kann man da sicherlich Lösungen finden.

Einmal ignoriert, dass das australische Vorgehen sowohl in Australien selbst als auch international durchaus umstritten ist und sowohl der Indische als auch der Stille Ozean doch noch etwa anderes sind als das Mittelmeer, können wir gerne durchspielen, wie das für EU analog aussehen müsste:

In Australien nur begrenzt und was juckt es auf Deutsch gesagt, Australien, wie die internationale Gemeinschaft das sieht. Ist natürlich immer schön einfach etwas umstritten zu finden, wovon man selbst nicht betroffen ist.

Australien fängt Flüchtlinge ab, bevor sie Australien erreichen und bringt sie nicht aufs australische Festland, um das Asylverfahren abzuwarten, sondern in exterritorial angemietete Flüchtlingslager. Preisfrage: Welche als sicher anerkannte, in Reichweite befindliche Nicht-EU-Staat wäre sowohl geeignet als auch willens, EU-Flüchtlingslager bereitzustellen und bis zu welcher Kapazität?

Das ist letzten Endes eine Frage des Geldes. Und ob dieser EU-Staat sicher ist oder nicht, soll nicht unser Problem sein.

Wenn das geklärt ist: Auch Asylverfahren kann an nicht unbegrenzt verschleppen, irgendwann muss entscheiden sein, ob Asyl gewährt wird oder nicht. Wird es gewährt, genießt der Antragsteller Asyl in der EU. Aber in welchem Land kommt er genau unter? Wie wird das verteilt? - Da ist keine Lösung vorhanden.

Wieso? Wenn er nicht europäischen Boden betritt, kriegt er einfach kein Asyl gewährt. Die dänischen Sozialdemokraten diesbezüglich gute Vorschläge gemacht:


https://www.welt.de/politik/ausland...aldemokraten-wollen-Asylrecht-abschaffen.html


https://www.tagesspiegel.de/politik...hart-gegen-reiche-und-migranten/25295638.html

Wenn er kein Asyl erhält, muss der Antragsteller zurückgeführt werden. Immer vorausgesetzt, man weiß, woher er kommt und dass der Rückführungsort sicher ist und dort auch wieder aufgenommen wird. - Da ist keine Lösung vorhanden.

Wieso zurückgeführt werden? Genau dafür bezahlt Australien die anderen Länder doch. Die sind dann dort.

Sprich, das sogenannte "australische Modell" ist selbst rein funktional betrachtet einfach nur ein verzweifeltes Aufschieben, bevor man irgendwann doch vor den eigentlichen Problemen steht, bei denen einem Polemik und Verzögerungstaktiken nicht mehr weiterhelfen.

Australien will keine illegalen Einwanderer. Und die No-Way Kampagne funktioniert. Wer nach Australien einwandern will, kann das doch legal tun. Machen jedes Jahr (gut 2020 wegen Corona vielleicht nicht) zehntausende Menschen.

Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Flüchtlingsströme damit nicht abreißen, ja noch nicht einmal verringert werden. Gegebenenfalls verlagern sie sich erst einmal dahin, wo es einfacher ist durchzukommen - und zwar genau so lange, bis dort dichter gemacht wird als da, wo zuvor dicht gemacht wurde. Ein bißchen wie Stuhltanz, bei dem letztendlich logischerweise der Stuhl desjenigen leer bleibt, der seine eigenen rechtlichen und moralischen Standards so weit lockern kann wie kein anderer - womit man dann auf einer Stufe mit jenen gescheiterten Staaten und Systemen steht, vor bzw. aus welchen die Leute abhauen. Oder kürzer ausgedrückt: Wenn du nicht willst, dass Leute sich aus der Schei3e zu dir retten, musst du letzten Endes noch beschissener sein.

Richtig. Und solange die soziale Hängematte in Deutschland zu verlockend ist, solange wollen die illegalen Einwanderer zu uns. Ergo muss das unattraktiver gemacht werden.

Nur ... Wenn du so beschissen geworden bist, was hast du dann mit der ganzen Aktion verteidigen können?

Siehe Dänemark. Links in sozialen Fragen, rechts in Einwanderungsfragen. Man hat sein eigenes Land und seine Bevölkerung verteidigt. Sozialstaat und offene Grenzen funktioniert auf Dauer einfach nicht.
 

Mahoy

Volt-Modder(in)
Angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Mitgliedsstaaten der EU auf Abschottung setzten, kann man da sicherlich Lösungen finden.
Man kann auch von vornherein rechtmäßige Lösungen finden. Einmal ganz davon abgesehen, dass das, was du programmatisch als "auf Abschottung setzen" bezeichnest, doch eher ein bunter Salat ist. Vollkommen dicht machen wollen lediglich die üblichen Verdächtigen, welche die EU ohnehin eher als Verteiler von Finanzspritzen und nicht als Gemeinschaft sehen, die sich zumindest ein paar unveräußerliche Werte teilt.

In Australien nur begrenzt und was juckt es auf Deutsch gesagt, Australien, wie die internationale Gemeinschaft das sieht.
Spätestens dann, wenn man auf gute Beziehungen angewiesen ist, pflegt sich diese (übrigens wiederum lediglich von dir unterstellte) Haltung recht zügig zu ändern.

Das ist letzten Endes eine Frage des Geldes. Und ob dieser EU-Staat sicher ist oder nicht, soll nicht unser Problem sein.
Welcher Teil von "exterritorial" war dir unverständlich? Das sogenannte australische Modell setzt voraus, dass man eine Parkposition *außerhalb* hat.

Aber gut, meinetwegen kannst du die von mir erstellte Problemkette verkürzen: Schon jetzt wären EU-Länder bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, wenn andere EU-Länder sich an den unmittelbaren und mittelbaren Kosten beteiligen würden. Die Begeisterung ist da allerdings sehr verhalten.
Was bringt dich auf den Gedanken, dass ausgerechnet bei deiner Idee die Taschen aufgehen?

Wieso? Wenn er nicht europäischen Boden betritt, kriegt er einfach kein Asyl gewährt.
Ich fürchte fast, dass es um deine Rechenkünste ähnlich desolat bestellt ist wie um deine geographischen und (staats-) rechtlichen Kenntnisse, aber du kannst ja zumindest mal grob überschlagen, wie schnell sich Lager füllen, die einen Zufluss, aber keinen Abfluss haben. Selbst wenn das rein vom Platz, Infrastruktur und Logistik her möglich wäre, gäbe das eine Kostenexplosion, die zu berechnen ich dir noch nicht einmal überschlagsweise zumuten möchte.

Wieso zurückgeführt werden? Genau dafür bezahlt Australien die anderen Länder doch. Die sind dann dort.
Du willst dir das sogenannte australische Modell bitte noch einmal genau ansehen. Australien zahlt dafür, dort temporäre (!) Aufnahmelager betreiben zu dürfen. Alle dort untergebrachten Personen müssen entweder Asyl oder Duldung erhalten oder abgeschoben werden - anfänglich mit sehr großzügigen, aber jetzt deutlich engeren Fristen, aber nachdem es chaotische Zustände in sich immer schneller füllenden Lagern gab und der Wirt trotz der willkommenen Zahlungen die Geduld verlor.

Australien will keine illegalen Einwanderer. Und die No-Way Kampagne funktioniert. Wer nach Australien einwandern will, kann das doch legal tun. Machen jedes Jahr (gut 2020 wegen Corona vielleicht nicht) zehntausende Menschen.
Flüchtlinge und Einwanderer haben Schnittmengen, sind aber nicht dasselbe, auch wenn gewisse Leute das gerne in einen Topf werfen.

Und obwohl ich mich erinnere, dir das schon einmal (vermeintlich) idiotensicher erklärt zu haben, noch einmal ganz kurz: Für eine legale Einwanderung brauchst du funktionierende rechtsstaatliche Strukturen auf beiden Enden. Bevor ich dir das jetzt noch einmal im Detail erklären muss, stell dir doch einfach mal vor, wie beispielsweise das Regime in Damaskus im Falle seiner Gegner auf offizielle Ausreiseersuchen oder Ausreiseversuche reagieren würde:
"Hey, Baschar, alter Halunke, ich hab' genug von dir und will nach Australien auswandern. Irgendwelche Einwände?"
"Nö, gar nicht. Hier hast du deine Ausreisepapiere mit meiner persönlichen warmen Empfehlung an Scotty. Friede sei mit dir!" :stupid:

Die für entsprechende Gesuche von Syrern an Australien theoretisch zuständige australische Botschaft befindet sich übrigens in Beirut. Das liegt im Libanon, falls du es noch nicht wusstest. Ist gar nicht so weit entfernt, wenn man es gerne offiziell machen möchte und zufällig kugelfest ist. Oder auf Folter durch den DMG und Co. steht. Sowas soll's ja geben.
 

Kaaruzo

Volt-Modder(in)
Man kann auch von vornherein rechtmäßige Lösungen finden.

Die EU hatte ja auch keine Bedenken beim Türkei Deal oder bei Verhandlungen mit Libyen. Alles möglich, wenn man will.

Einmal ganz davon abgesehen, dass das, was du programmatisch als "auf Abschottung setzen" bezeichnest, doch eher ein bunter Salat ist. Vollkommen dicht machen wollen lediglich die üblichen Verdächtigen, welche die EU ohnehin eher als Verteiler von Finanzspritzen und nicht als Gemeinschaft sehen, die sich zumindest ein paar unveräußerliche Werte teilt.

Komisch, warum wollte dann niemand die Fachkräfte aus Griechenland, als diese in Moria ihr eigenes Lager angezündet haben? Wer außer Deutchland will die Leute denn noch?

Spätestens dann, wenn man auf gute Beziehungen angewiesen ist, pflegt sich diese (übrigens wiederum lediglich von dir unterstellte) Haltung recht zügig zu ändern.

Dann hat Australien ja trotz internationaler Kritik offenbar gute Beziehungen, denn bisher haben sie ihre Haltung nicht geändert.

Welcher Teil von "exterritorial" war dir unverständlich? Das sogenannte australische Modell setzt voraus, dass man eine Parkposition *außerhalb* hat.

Ja, da hatte ich mich verschrieben. Ich wollte NIcht EU-Staat schreiben.

Aber gut, meinetwegen kannst du die von mir erstellte Problemkette verkürzen: Schon jetzt wären EU-Länder bereit, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, wenn andere EU-Länder sich an den unmittelbaren und mittelbaren Kosten beteiligen würden. Die Begeisterung ist da allerdings sehr verhalten.
Was bringt dich auf den Gedanken, dass ausgerechnet bei deiner Idee die Taschen aufgehen?

Weil die Aussicht keine weiteren illegalen Einwanderer zu bekommen sehr verlockend ist.

Ich fürchte fast, dass es um deine Rechenkünste ähnlich desolat bestellt ist wie um deine geographischen und (staats-) rechtlichen Kenntnisse, aber du kannst ja zumindest mal grob überschlagen, wie schnell sich Lager füllen, die einen Zufluss, aber keinen Abfluss haben. Selbst wenn das rein vom Platz, Infrastruktur und Logistik her möglich wäre, gäbe das eine Kostenexplosion, die zu berechnen ich dir noch nicht einmal überschlagsweise zumuten möchte.

Ein Abfluss ist jederzeit möglich. Die Leute können die Lager jederzeit RIchtung Heimat verlassen.

Du willst dir das sogenannte australische Modell bitte noch einmal genau ansehen. Australien zahlt dafür, dort temporäre (!) Aufnahmelager betreiben zu dürfen. Alle dort untergebrachten Personen müssen entweder Asyl oder Duldung erhalten oder abgeschoben werden - anfänglich mit sehr großzügigen, aber jetzt deutlich engeren Fristen, aber nachdem es chaotische Zustände in sich immer schneller füllenden Lagern gab und der Wirt trotz der willkommenen Zahlungen die Geduld verlor.


"Ein Asylsuchender, der gar nicht erst nach Australien kommt oder aufbricht, ist einer weniger, der später wieder abgeschoben werden muss."

Flüchtlinge und Einwanderer haben Schnittmengen, sind aber nicht dasselbe, auch wenn gewisse Leute das gerne in einen Topf werfen.

Nur sind illegale Einwanderer immer noch keine Flüchtlinge, auch wenn man dieses Narrativ seit 5 Jahren bemüht.

Und obwohl ich mich erinnere, dir das schon einmal (vermeintlich) idiotensicher erklärt zu haben, noch einmal ganz kurz: Für eine legale Einwanderung brauchst du funktionierende rechtsstaatliche Strukturen auf beiden Enden. Bevor ich dir das jetzt noch einmal im Detail erklären muss, stell dir doch einfach mal vor, wie beispielsweise das Regime in Damaskus im Falle seiner Gegner auf offizielle Ausreiseersuchen oder Ausreiseversuche reagieren würde:
"Hey, Baschar, alter Halunke, ich hab' genug von dir und will nach Australien auswandern. Irgendwelche Einwände?"
"Nö, gar nicht. Hier hast du deine Ausreisepapiere mit meiner persönlichen warmen Empfehlung an Scotty. Friede sei mit dir!" :stupid:

Was genau willst du mir sagen? Das nicht jeder die Möglichkeit hat, legal nach Australien einzuwandern? Ist mir bewusst. Ist aber nicht mein und auch nicht das Problem Australiens.

Die für entsprechende Gesuche von Syrern an Australien theoretisch zuständige australische Botschaft befindet sich übrigens in Beirut. Das liegt im Libanon, falls du es noch nicht wusstest. Ist gar nicht so weit entfernt, wenn man es gerne offiziell machen möchte und zufällig kugelfest ist. Oder auf Folter durch den DMG und Co. steht. Sowas soll's ja geben.

Also haben diese Leute einfach Pech gehabt und kommen nicht legal nach Australien. So what?
 
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