Wenn man versucht, wissenschaftliche Aussagen (also kausale Schlussfolgerungen) zu Zeitreisen (also der Aufhebung von Kausalität wie wir sie kennen) zu machen, dann wird das sehr schnell esoterisch

. In diesem Fall soll das Schicksal nicht "immer einen Weg finden", sondern es wird postuliert dass andere Wege schlichtweg praktisch nicht existieren. Die Handlungsmöglichkeiten innerhalb eines Universums wären demnach auf solche Handlungen beschränkt, die in der Zukunft zum gleichen Ergebnis kommen.
My2cents:
Jede Theorie, die Zeitreisen in einer Art Meta-Zeit einbettet und eine "alte Zukunft" von einer "aktuellen Zukunft" unterscheidet, macht grundsätzlich was falsch. Man philosophiert auch nicht darüber, wie z.B. das zweidimensionale Bild "Mann auf Ast über Luft" sich wohl selbst vor Veränderungen schützt, wenn in einer auf der nächst höheren Dimension (in dem Fall der Tiefe, entlang des Astes in Richtung Stamm verschoben) ein verknüpftes Ereignis (jemand sägt den Ast durch) passiert.
Ich für meinen Teil frage mich aber vor allem, wie Zeitreisen auf viel kleinerer Ebene wissenschaftlich funktionieren soll. Alle mir bekannten Theorien bauen darauf auf, dass die Zeit einfach eine vierte Dimension ist und folgern daraus, dass man sich entlang dieser Achse bewegen können muss, wie entlang jeder anderen auch. Aber als ich das letzte mal nachgeguckt habe, gehörte zu Bewegung nicht nur eine Dimension (Zeit - check!), ein Bewegungsapparat (Zeitmaschine - in Entwicklung. semi-check), sondern auch Freiraum zur Bewegung. Science Fiction umgeht das Problem ziemlich banal und zeigt statt Zeit
reise Zeit
teleportation. Letztere beherschen wir nicht einmal in den ersten drei Dimensionen und haben ziemlich klare Hinweise darauf, dass sie für Materie unmöglich ist. Man kann von A nach C nicht kommen, ohne dabei B zu durchqueren und dafür muss B den nötigen Platz bieten. Und das heißt meiner Meinung nach auch, dass man nicht von 2016 nach 1916 kommen kann, ohne 1966 zu durchqueren. Nun fänd ich 1966 zwar nicht uninteressant - aber da ist eben nicht nichts, sondern 1966. Oder, um es ganz klein Maßstäblich zu betragen:
Schon beim versuch, die erste Millisekunde zurückzureisen, wird der erste Zeitreisende jämmerlich an seinem eigenen ich zerschellen, dass eben eine Millisekunde vorher am ziemlich genau gleichen Ort war.