AW: Das Ende der Spiele-Keys: Ubisoft gibt künftig keine Schlüssel mehr an Händler heraus
Geschlossender Markt -> Gebraucht gibt es ja nicht und andere Bezugsquellen gibt es ja dann nicht mehr (anders als bei Autos und deinen Beispielen) Und zu einem Golf kann ich etwas vergleichbares kaufen, zu einem Spiel nicht.
Man könnte jetzt sagen, läuft halt wie Buchpreisbindung, doch warum sollte ich sowas auch nur gut finden?
Es wäre ein geschlossener Markt, wenn es nur einen Spieleentwickler gäbe. Du kannst aber jederzeit andere Spiele kaufen, wenn Du mit der Vermarktung der Spiele von Ubisoft nicht einverstanden bist. Wenn Dir der BMW zu teuer ist, kaufst Du halt nen Opel. Und Ubisoft schafft ja nicht den Verkauf über Dritte ab. Nur den Billig-Verkauf von ominös vom Laster gefallenen Keys.
Und so eine Serverfarm legt man natürlich komplett neu an, für jedes Spiel, klar. Dann wären die Preise aber viel zu niedrig. Das läuft auf ein paar wenigen gemieteten Servern in Rechenzentren. Das Hosting kostet keine Millionen. Wie sollten sich denn bitte Millionen an Hostingkosten pro Game! pro Jahr refinanzieren? Sicher nicht mit 20 Millionen Spielern nach 2 Jahren, selbst wenn die 40€ einnahmen / Spieler generieren würden. Steam bietet ja genau diesen Dienst an, mit nur 30% des Kaufpreises. Das wäre vollkommen undenkbar, mit deiner Annahme.
Selbstverständlich werden Server Ressourcen pro Spiel neu aufgebaut - das Konstrukt nennt sich Cloud Computing. Da werden keine physischen Server verwendet, sondern virtuelle - die je nach Bedarf dynamisch gestartet/gestoppt werden. Es ist auch in der Tat so, dass es nicht mit ein paar wenigen gemieteten Servern im Rechenzentrum getan ist. Die meisten Publisher hosten auf Amazon AWS. Schon mal in deren Preisliste geschaut? Mach mal, spaßeshalber. Da fällst Du vom Glauben ab.
Die Architektur der Spiele ist heute auch derart, dass viele der im Spiel notwendigen Berechnungen auf dem Server stattfinden. Das ist bei Multiplayer Spielen unumgänglich. Bei Division 2 werden z.B. pro Server Instanz nur 12 Spieler drauf gelassen. Du kannst Dir ausrechnen, wie viele Server Instanzen bei 20 Millionen Spielern notwendig sind. Und echt, wirf dann mal einen Blick in die Amazon AWS Preisliste!
Aber mit Compute und Storage alleine ist es da noch lange nicht getan. Du brauchst zusätzliche Infrastruktur wie z. B. Loadbalancer (die sich Cloud Provider wie Amazon ebenfalls fürstlich entlohnen lassen). Hinzu kommen die Traffic Kosten. Da ist nix mit Flat Rate. Da zahlst Du pro übertragener Dateneinheit, und zwar in beide Richtungen. Und das nicht zu knapp.
Also: Ja, moderne Infrastruktur die auf 20 Millionen Spieler skaliert kostet locker hunderttausende - pro Monat.
Die Kosten sinken natürlich mit der Zeit. Das ist ja ein Vorteil moderner, cloud-basierter Infrastruktur. Sie skaliert. Wenn die Anzahl der Spieler runter geht, wird die Anzahl der Server Instanzen dynamisch abgesenkt. Und umgekehrt.
Bisher sind deine Vergleiche alle Mist, kommt dann mal was von der außer sinnloses dagegen gerede? Kapitalistisch ist Ubi/Publisher handeln vollkommen OK. Ich bin auf der Verbraucher Seite und die ganze Entwicklung ist einfach nur fürn A****.
Mit Verlaub, aber das ist halt reichlich naiv
