Ich weiß nicht ob es niemandem auffällt, aber hier wird ständig mit der AS XT Ultra argumentiert. Die AS XT ULTIMATE, zu der hallolo2_ Meinungen sucht ist noch gar nicht auf dem Markt

. Von daher kann es dazu keine Erfahrungsberichte geben. Trotz der verbesserten Motorsteuerung wegen der aquacomputer verspricht die Lautstärke reduziert zu haben, glaube ich zwar auch nicht, dass dem in nennenswertem Umfang so ist, da an der Mechanik nichts geändert wird, aber es ist dennoch müßig über ungelegte Eier zu diskutieren. Im Übrigen kann man die D5 imho auch nur dann wirklich zu den leisen Pumpen zählen, wenn man sie maximal etwa auf Stufe 2 betreibt. In diesem Zustand ist ihre Kennlinie viel viel flacher als die zu der die Kenndaten bei Nennleistung auf Stufe 5 und 12V gehören. Eine D5 auf Stufe zwei ist also keine sonderlich starke Pumpe mehr - aber eine zumindest subjektiv und mit einem vernünftigen Deckel betrieben einigermaßen leise. Auch die AS-XT (egal ob Ultra oder ULTIMATE) wird man aber nicht bei Nennleistung fahren - allerdings kann man hier die ihre Kennlinie automatisch anpassen lassen, was besonders bei restriktiven Kreisläufen eine Maximierung des Volumenstroms zulässt, aber nicht unbedingt den Punkt darstellt, bei dem die niedrigste Lautstärke erreicht wird. Manuell geregelt, hat man jedenfalls das gleiche Phänomen wie bei der D5 - die Kennlinie flacht mit sinkender Frequenz immer stärker ab. Bei 50Hz, entspricht eine AS-XT strömungsmechanisch einer verhältnismäßig schwachen (aber relativ leisen) Eheim 1046 230V. Jedenfalls wird man im Regelfall auch hier so oder so nicht mit der Nennleistung arbeiten und vergleicht daher zwei Arbeitspunkte die sich abhängig vom Kreislauf irgendwo nebulös in den Kennlinienfeldern der beiden Pumpen verstecken und das bringt mich zum nächsten Punkt: Dem "tauglichen" Volumenstrom (also Durchfluss).
Grundsätzlich ist der Durchfluss in der ganz überwiegenden Mehrzahl aller Systeme (um nicht zu sagen fast aller), keine Kenngröße die bezüglich der Kühlleistung des Systems eine entscheidende Bedeutung hat, sobald der Bereich der laminaren Strömung innerhalb der Kühlstrukturen der Kühler sicher überschritten ist. Dieser Punkt ist mit heutigen Kühlern aber in der Regel bereits bei ca. 30l/h sicher erreicht (im Übrigen auch mit den allermeisten älteren Modellen), was selbst in großen Kreisläufen mit vielen Kühlern und anderen Widerstand erzeugenden Komponenten bereits mit sehr schwachen Wakü-Pumpen locker erreicht wird. Steigender Turbulenzgrad in den Kühlstrukturen verbessert den Wärmeübergang zwar noch etwas, aber dieser Effekt läuft mit steigendem Volumenstrom asymptotisch gegen einen Grenzwert der vor allem von der Effektivtät der Kühlstrukturen bestimmt wird. Jedenfalls hat sich aus diesem Grund die immer noch gültige Faustregel etabliert, die besagt, dass es nicht lohnt einen Volumenstrom über 60l/h anzustreben, sofern dies nicht ohne negative Nebenwirkungen (insb. erhöhte Pumpenlautstärke, erhöhter Wärmeeintrag durch die Pumpe) zu haben ist. Mit den zwar nur noch geringfügig stattfindenden Effizienzverbesserungen bei den Kühlern über die letzten Jahre hinweg, könnte man die Grenze dieser Regel auch bei 50l/h veranschlagen, aber grundsätzlich ist das ungefähr der Bereich ab dem eine darüber hinaus gehende Volumenstromsteigerung immer unter dem Aspekt betrachtet werden sollte, ob man die möglichen negativen Nebenwirkungen tatsächlich für einen Effekt akzeptieren will, der sich wenn überhaupt nur am Rande der Messbarkeitsgrenze abspielt. Je höher man den Volumenstrom treibt, desto weniger verbessert sich damit der Wärmeübergangskoeffizient, desto stärker sind aber die Nebenwirkungen, was im Falle der Pumpenabwärme sogar soweit gehen kann, dass der Effekt ins Negative umschlägt (wobei das i. d. R. nur bei unzureichender Rückkühlung - sprich zu wenig oder zu schlecht belüfteter Radiatorfläche messbar werden würde). Wenn aber ein leises System im Fokus liegt, ist ein im obigen Sinne "tauglicher" Volumenstrom also im Bereich bis max. 60l/h zu verorten, welcher mit so gut wie jeder Pumpe erreichbar ist, wenn der Kreislauf nicht gerade gigantische Ausmaße mit einer Vielzahl restriktiver Kühler etc. annimmt. Der geplante Kreislauf von hallolo2_ sollte diesbezüglich jedenfalls keinerlei Herausforderung für fast alle am Markt befindlichen Wakü-Pumpen darstellen. Mit allen sollte man hier Volumenströme im Bereich dessen erreichen was man üblicher Weise als vernünftig ansehen kann. Lediglich, wie weit man die jeweilige Pumpe dafür herunter regeln muss ist offen, weil dies eben vom Kreislauf und vom Kennlinienfeld der Pumpen abhängt.
Die Frage wie sich im Wakü-Kreislauf von hollolo2_ nun eine auf Drehzahl X herunter geregelte D5 mit einem nicht weiter spezifizierten Deckel, im Gegensatz zu einer ebenfalls in einem unbekannten Arbeitspunkt fahrenden und noch nicht mal auf dem Markt befindlichen AS-XT ULTIMATE hinsichtlich seines subjektiven Hörempfindens schlagen wird, lässt sich aber auch mit obigen Erkenntnissen nicht ansatzweise beantworten. Was man lediglich sagen kann: Beide Pumpen sind leistungsmäßig so stark überdimensioniert, dass ein deutlich herunter geregelter Betrieb im geplanten Kreislauf mit beiden bei Volumenströmen die mehr als ausreichend sind möglich ist. Die Geräuschcharakteristik (also das Frequenzspektrum) von Laing D5 und Eheim 1046 (unabhängig vom Modell) ist grundsätzlich ein etwas unterschiedliches und müsste im Prinzip auch für unterschiedlichen Drehzahlen bzw. Frequenzen einzeln bewertet werden. Von der grundlegenden Geräuschcharakteristik haben sich Eheim-1046-basierte Pumpen bislang meist als diejenigen erweisen, die zwar wenig hochfrequente Anteile haben aber dafür eher brummig und klanglich eher grob wirken, während die Laings (die D5 jedoch etwas weniger als die DDC) eher mit hochfrequenten Nebengeräuschen auf sich aufmerksam machen. Was nun aber für das individuelle Gehör angenehmer wirkt, kann man wirklich nur selbst herausfinden - und noch dazu verändert sich auch der eigene Höreindruck mit dem Alter

. Welche der beiden Pumpen also als leiser empfunden wird, kann man im Vorfeld definitiv nicht sagen und für einen (zumindest für das Gehör des TE) aussagekräftigen Vergleich müsste er beide Pumpen abwechselnd im gleichen Kreislauf verbauen, sie jeweils auf den gleichen Volumenstrom herunter regeln und dann entscheiden. <- zugegeben bei den vorgeschlagenen Kandidaten inkl. Zubehör eine etwas kostspielige Angelegenheit und ohnehin erst möglich wenn die AS-XT ULTIMATE verfügbar ist

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